Fernsehen Archives - Page 5 of 115 - PewPewPew - PewPewPew

Am 17. Oktober startet eine fünfteilige Doku-Serie über Martin Scorsese von Rebecca Miller. Scorsese ist 82 Jahre alt und Apple produzierte seinen letzten, grandiosen Film, Killers of the Flower Moon. Neben einer Doku über Schiffbrüche im Mittelmeer sind einige Filme in Entwicklung, doch welche davon wird er noch tatsächlich abdrehen? Hoffentlich alle, doch nach einer langen, erfolgreichen Karriere widmet er sich zunehmend seinem filmischen Erbe.

In Mr. Scorsese wird er neben Weggefährten (Robert De Niro, Daniel Day-Lewis, Leonardo DiCaprio, Mick Jagger, Robbie Robertson, Thelma Schoonmaker, Steven Spielberg, Sharon Stone, Jodie Foster, Paul Schrader, Margot Robbie, Cate Blanchett, Jay Cocks und Rodrigo Prieto) selbst sehr präsent sein und wird durch das Prisma seines eigenen Schaffens betrachtet.

Scorseses Medienpräsenz wird in den letzten Jahren sanft zu einem liebenswerten Großvaterbild gezeichnet. Nicht zuletzt wegen den “ikonischen” TikToks mit seiner Tochter Francesca, wo er mit Jugendwörtern und Onlinelingo konfrontiert wird. Da passiert das aber so beiläufig, liebevoll und neugierig mit der Tochter – und die Filmtwitterbubble macht daraus ihr eigenes Spiel. Hier hat er die Zügel selbst in der Hand, weshalb ich gespannt bin, was er hier durchblicken lässt und wie er sich und sein Werk inszenieren lässt.

Die guten Leute vom Roddenberry Archive, die mich letztes Jahr bereits mit dem Shatner-Kurzfilm umgehauen haben, veröffentlichen weiter munter große Kunst für Star Trek-Fans. In ihrer neuen Dokumentationen widmen sie sich den “Lost Voyages” der Phase II. Nachdem Star Trek nach drei Staffeln im Jahr 1969 abgesetzt wurde, wurde zehn Jahr später mit Star Trek: The Motion Picture die glorreiche Rückkehr von Kirk, Spock und der Enterprise auf der großen Leinwand gefeiert.

Aber schon kurz nach dem ursprünglichen Ende plante Gene Roddenberry in den frühen Siebzigerjahren ein Revival. Diese neue Dokumentation lässt damalige Produzenten und Autor*innen erzählen, wwas für die Phase II alles geplant war. Zusammen mit den Effekt-Genies von OTOY hat man auch einige dieser Ideen und Designs digital visualisiert, u.a. die Designs für eine neue Enterprise-Brücke.

Sehr spannend, was hätte alles sein können. Fun Fact: In For All Mankind, erfunden von TNG- und DS9-Autor Ronald D. Moore of Battlestar Galatica fame, existiert Phase II, weil dort das weiterlaufende Space Race die Massen begeistern kann. In einer späteren Staffel prahlt eine Astronautin, dass sie “alle drei Serien” gesehen hat. Womöglich gab es also noch einen TNG-Remix und das war’s. Eine Welt ohne Discovery – nicht umsonst ordnet man die Serie als Utopie ein.

Hollywood steckt in der Krise – und Seth Rogen will helfen. Denn der ehemals auf den freundlichen Kiffertyp festlegte Schauspieler hat es dort weit gebracht. Von Beginn seiner Karriere an war er als erfolgreicher Autor tätig und hat sich inzwischen zu einem vielschaffenden Produzenten gemausert.

Für AppleTV+ blickt er in seiner neuen Serie The Studio auf die Welt, die er sein halbes Leben lang kennt und nun kommentieren will. In der Serie wird seine Figur zum neuen Studiohead ernannt, der sich mit Franchisen und feinfühligen Talenten rumschlagen muss, während er doch eigentlich New Hollywood zurückbringen möchte.

Erzählt wird das sehr filmisch in zehn Episoden über Awardshows, Final Cuts und Repräsentation. Ob es ihm erfolgreich gelingt, von innen … nach innen zu blicken und neue Kritik zu formulieren, bespreche ich mit Filmkritiker Lucas Barwenczik. Bitte checkt auch seinen neuen Literaturpodcast Gelesen aus!

Für Feedback oder Fragen verfasst ihr einen Kommentar unter diesem Post, eine Mail an mail@pewpewpew.de oder einen Tweet @PewPewPewBlog bzw. @reeft. Wenn ihr den Podcast unterstützen wollt, dann hinterlasst doch gerne eine Bewertung auf iTunes oder Spotify.

Shownotes:
Bildquellen: © Apple TV+

Play

Hier die Links zu MP3, Soundcloud und Podcast-Feeds:
MP3: pewcast169.mp3 (66 MB)
Soundcloud: PewCast 169: The Studio – Staffel 1
iTunes: PewCast
Spotify: PewCast
Podcast-Feed: https://feeds.feedburner.com/pewcast

Puss in Boots 2, The Spider-Verse, and now Predator: Killer of Killers: Leave it to animation to figure out how to bring the action genre back to clear, artful, stylishly choreographed fight scenes. This is sooo cool, badass, violent and most of all straight-forward with fun teases here and there but that’s it. It is exactly what you think it is and for the first time in a long time when it comes to these movies, this is not a slight. A near-perfect, no-bullshit approach for a dormant franchise.

I was surprised at first that Trachtenberg chose to stay after Prey, given that his fresh blend of great action and nerdy courage lends itself to bigger feats (I hope whoever takes over Lucasfilm after Kennedy is paying attention). But this is clearly where he’s meant to be right now. He is having a hell of a time and we are the better for it. Killer of Killers is wish fulfillment decades in the making. I was pretty agnostic about it before but now I could not be more excited for Badlands! Which now has a full trailer:

Again, I’m not much of an expert when it comes to these movies. I think I have seen most Predator movies but not all of them and I sure as hell haven’t kept up with the comic universe where Yautja and Xenomorph meet each other every Sunday. But this looks… fun? Elle Fanning is super hot and Trachtenberg doing a muscle-and-brain thing like Chewie and Threepio sounds cool and there is definitely a vision there for their culture and defining aethetics, which I am happy to see realized on the big screen, finally.

Something I honestly can’t say about Alien: Earth, which I haven’t even blogged about once for obvious reason. I haven’t been shy about thinking that this will be a disaster and a huge detriment to the reviving brand. Then again, it airs on FX, starts in less than a month and has zero buzz. So it might just fly under most people’s radar and will be forgotten in about a year. I have little faith in Noah Hawley after muddling the early success of Fargo and I found Legion quite off-putting. Bringing this cosmic horror franchise back to Earth, while canonically pre-dating all other movies, is such a sacrilege in my view and an idiotic idea that I can’t help but hate. The trailers have helped convince me otherwise.

It’s not the end of the world since these movies have ingrained in them a potential to be discovered in new ways again and again. I just wish it would all lead a bit to something more, essentially Trachtenberg and Fede Álvarez working together, or maybe a reinvigorated hype which ends up convincing Fox and Scott to finish the David trilogy.

Fast amüsant, dass ich mich jetzt eine Verteidigungshaltung gedrängt sehe, obwohl ich selbst schon ab Staffel 1 nie überschwänglich positiv über die Serie dachte. Aber: Die fünfte und finale Stranger Things Staffel erscheint ab November in drei Teilen und teaset hier einen gebührend großen Abschluss an.

Bekannte Elemente, neue Schauspieler, eine Abrechnung mit Vecna und damit insgesamt ein guter Abschluss? Abwarten, aber dennoch finde ich diesen Zynismus auf Social Media hinsichtlich der Produktion und die offene Ignoranz bezüglich der Produktionsgeschichte sowie Pandemiebedingungen extrem nervig. Vielleicht will das nochmal jemand wiederholen?

Der Hinweis, dass es in zehn Jahren nur zu knapp 34 Episoden langte, während eine Staffellänge von bis zu 24 Folgen früher nicht unüblich war, ist inzwischen zum nervigen Meme mutiert. Ja, klar, das ging früher und geht heute noch leicht bei Sitcoms und das klappte zu Beginn auch dann bei größeren Produktionen wie 24 und LOST , aber machen wir uns doch nichts vor. Das war schon oft recht glanzlos, noch erinnern sich selbst LOST-Ultras gerne an Nikki und Paulo oder die Flashback-Folge, in der Jack sein Tattoo bekam.

Sicherlich können die langen Pausen inzwischen verblüffen – ich zum Beispiel extrem gespannt, wie das bei HBOs Serienadaption von Harry Potter gelingen soll – und letztlich auch nerven. Doch eine längere Pause zwischen Staffeln kann auch Gutes zu Tage fördern. Die letzte Staffel von The Leftovers profitierte davon durchaus. Auch Breaking Bad teilte seinen Abschluss lieber mal auf, ähnlich war es bei der ungeplant langen Pause bei Better Call Saul nach Bob Odenkirks Herzinfarkt. The Last Of Us hätte besser mal noch ein Jahr warten können, bis Bella Ramsey mehr der erwachsenen Ellie in Part II ähnelt.

Ja, die Schauspieler sehen älter aus, aber ist das ein Wunder? Und wichtiger: Ist es ein Problem? Natürlich nicht, denn junge Erwachsene in Teenagerrollen sind schließlich ein Horror-Staple und dazu sehen manche Schüler*innen eben auch schon mal älter aus. Ich finde, das passt. Viel spannender ist die Frage, was die Duffer-Brüder mit ihren schier endlosen Mitteln bei diesem Prestige-Projekt am Ende generieren. Und da gibt der Trailer schon Anlass zur Vorfreude.

BIG FUCKING DEAL! Willaim Gibsons Neuromancer wird 40 Jahre nach der Veröffentlichung als Serie adaptiert – von Apple, deren Science-Fiction-Repertoire sich wahrlich sehen lassen kann und mit Foundation ebenfalls eine Adaption geroppt hat, die lange als unfilmbar galt. Mit Graham Roland (LOST, Fringe, Dark Winds, Almost Human) wird das auch ein Showrunner umsetzen, dem man dieses Erbe anvertrauen kann. Mit Callum Turner als Case und Mark Strong als Armitage auch mega stimmiges Casting.

Wie man in unseren Andor-PewCasts in Zitaten und Referenzen hören kann, habe ich mir die Serie natürlich in der Originalversion reingezogen und bin nun endlos enttäuscht von der deutschen Synchronisation, wäre eine markante Betonung dieser eigentümlich technokratischen Space-Nazi-Idiomatik der Vorlage doch irgendwie nahelegend gewesen.

Stranger Things kehrt zum letzten Mal zurück: Die fünfte Staffel beginnt ihre Ausstrahlung, die in drei Batzen erfolgt, an Thanksgiving und wird dann am ersten Weihnachts- sowie Neujahrstag die Geschichte von Hawkins beenden. Im Internet war kam diese erfreuliche Nachricht jedoch nicht gut an. Der Ankündigungsteaser wurde mit viel Zynismus und offen zur Schau gestelltem Hass aufgenommen.

Die negative Reaktion auf diesen Teaser war überraschend und unverständlich. Einerseits weil die lästige Pali-Bubble den jüdischen Schauspieler Noah Schnapp (Will Byers) mit antisemitischen Hass-Kommentaren für seine Kritik an der Terrororganisation Hamas und für seine Unterstützung Israels überschwemmt und zum Boykott der Serie aufruft. Andererseits weil die Produktionszeit der Serie immer länger wurde.

Und ja, während zwischen der ersten und der zweiten Staffel nur ein Jahr lag, dauerte es bis zur dritten schon knapp zwei Jahre. Auch bis zur vierten Staffel vergingen wiederum zwei Jahre und nun erscheint die fünfte und letzte Staffel mehr als drei ganze Jahre später. Vergessen – ich vermute, dass inzwischen eher bewusst unterschlagen passen würde – wird dabei aber sowohl die Corona-Pandemie als auch der Writers’ Strike sowie auch die Folgen für die Filmproduktion der Pandemie selbst.

Natürlich wird auch vergessen, dass die Showrunner, die Gebrüder Matt und Ross, die kreative Entscheidung fassten, die Serie immer bombastischer aufzublasen. Davon war ich kein Fan, wie ich im PewCast zur vierten Staffel kritisierte. Aber als das Steckenpferd von Netflix, das letzte Prestige-Projekt des einstmaligen Streaming-Novums, blieb es dennoch im Unterschied zu vielen anderen Produktionen unangetastet. Kann man machen, warum nicht? Ein klarere Abgrenzung zwischen den Folgen war sowieso nicht mehr zu erkennen; die ganze Staffel schaut sich wie ein langer Film.

Last but not least mussten einige klarstellen, dass sie an den wichtigen Familienevents sicherlich nicht vor dem Fernseher sitzen würden und somit Netflix sowohl strategisch eine dumme Entscheidung getroffen hätte und gleichermaßen unnötigerweise Spoiler riskiert. Oookay? Cool für euch. Ich würde behaupten, dass Netflix seine Zahlen besser kennt und daher sich schon bei der Entscheidung etwas dachte.

Vielleicht sei an dieser Stelle noch einmal erwähnt, dass Spoiler per se nicht schlimm sind, auch wenn ich sie persönlich auch gerne umschiffe. Und ich bin mir schon sicher, dass es einige Leute geben wird, die das sich wohlgenährt, mit rundem Bauch oder nach Silvester mit Kater gerne reinziehen bzw. berieseln lassen werden.

Stranger Things ist eine Serie, die ich von Anfang an kritisch begleitete und alle Staffeln hier in Podcasts besprochen habe. Schon schnell nach den ersten Folgen war ich kein Fan, weshalb ich die Debatte relativ emotionslos betrachte.

Ich finde es nur ziemlich interessant (auch nervig), wie so ein Kulturevent – eigentlich ja nicht mal das, sondern nur die Ankündigung dessen – auf Social Media nur noch als Anlass zur Selbstdarstellung und vorgespielten Betroffenheit dient, statt sich über die eigentlich Serie zu unterhalten. Speaking of: Der Teaser sieht cool aus und ich freue mich auf die Auflösung dieses krassen Cliffhangers!