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Eine Fear the Walking Dead-Folge über Althea und die Organisation, welche Rick Grimes in der Mutterserie rettete. Das sollte für eine gute Episode genügen. Warum dies nicht gelingt, lest ihr im Recap.

Ein Viertel dieser Staffel ist vorüber und bisher ließ Fear the Walking Dead mich relativ kalt. Doch nun erscheint mit der 5. Folge der 5. Staffel eine Geschichte über die entführte Althea (Maggie Grace) und die mysteriösen Helikopter-Menschen, bei denen auch Rick Grimes vermutet wird. Klingt nach einem anregenden Szenario und die Folge namens “Das Ende von Allem” – so ein Titel weckt Erwartungen! – beginnt auch stark.

Ist das also der Wendepunkt der bisherigen Fear the Walking Dead-Staffel, ja vielleicht sogar endlich die Erlösung erwartungsvoller Fans?

Leider nein. Nach einem visuell starken Einstieg und einer spannenden Verfolgungsjagd zieht die Serie wie so oft die Handbremse für ein Drama, das diese Bezeichnung nicht verdient.

Gleich zwei Mal findet sich Althea (Maggie Grace) nach dem Aufwachen angekettet wieder, um sich dann zu befreien, nur um dann wiederum von ihrer Entführerin aufgegabelt zu werden. Diese repetitiven Handlungskreise der Serie wirken frustrierend. Doch es wird noch schlimmer. (weiterlesen…)

Das lineare Fernsehen stirbt aus und mit ihm gehen einige Traditionen wie etwa die Samstagmorgen-Zeichentrickserien verloren. Jurassic World Headwriter Colin Trevorrow und Netflix (neben YouTube ironischerweise einer der Übeltäter dieses Trends) wollen dies nun mit Camp Cretacious ändern. Die Serie wird von Dreamworks Animation für einen Start im nächsten Jahr produziert und ist Teil eines größeren, mehrjährigen Netflix-Plans, mehr eigenen kinder- und familienfreundlichen Content zu produzieren.

Die Idee einer Jurassic Park Zeichentrickserie reicht weit zurück. Erst im letzten Jahr erblickten lang verschollene Konzeptzeichnungen von Will Stout das Licht der Welt. Camp Cretacious soll sechs Teenagern folgen, die die einmalige Chance erhalten, ein Abenteuer im Sommercamp auf der anderen Seite von Isla Nublar zu verbringen.

Daher vermute ich mal, dass Camp Cretacious vor und während den Ereignissen von Jurassic World spielen muss. Inwiefern sich jetzt “eine andere Seite von Isla Nublar” finden lässt, ist angesichts der Sperrzonen auf der Insel fraglich, aber die Kartografie der Insel wurde kanonisch nie endgültig geklärt (Das Fandom liegt seit dem Release von Fallen Kingdom darüber im Streit, wie der See mit dem Meer verbunden ist).

 

Scott Kreamer (Pinky Malinky) and Lane Lueras (Kung Fu Panda: The Paws of Destiny) serve as showrunners and executive producers. The series is executive produced by Steven Spielberg, Frank Marshall, and Colin Trevorrow. Zack Stentz serves as consulting producer.

Das erste Poster versprüht mit seiner Jurassic Park Farbgebeung natürlich einiges an Nostalgie und der erste Teaser ist auch ganz vernünftig. Ob der Zeichentrickstil gefällt oder ob sich eine Zeichentrickserie mit Spielbergs Horrorfilm (Ja!) überhaupt vermischen lässt, ist fraglicher.

Autor Craig Mazin gelingt in seinem Drehbuch der Erfolgsserie Chernobyl ein Kunstgriff. Statt die Serie mit dem Ablauf der Katastrophe beginnen zu lassen, setzt Mazins Pilot direkt nach der Explosion des Reaktors ein und verschiebt somit den Fokus sehr klug auf die sowjetische Reaktion und das System, aufgebaut auf Lügen und Angst, welches dann in der Finalfolge durch die Schilderung der Abläufe in der schicksalshaften Nacht zerlegt wird.

Auf Vimeo existiert zurzeit dennoch ein Fancut, der Episode 1 und 5 miteinander zu einer chronologischen Abhandlung der Ereignisse vereint. Ein spannendes Experiment, das jedoch beweist, wie wichtig und richtig Mazins Entscheidung war.


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Fear The Walking Dead gelingen keine authentischen Konflikte, doch immerhin kann der alte Cast Funken versprühen. Ein Zeichen für Hoffnung auf eine letzte Chance?

Es wird Woche um Woche schwerer, Enthusiasmus für diese Version von Fear the Walking Dead aufzubringen. Auch in Auf leisen Pfoten, der 4. Folge der 5. Staffel (mit dem Original-Namen Skidmark, dazu aber später mehr) kann die Serie einfach nicht begeistern. Auch wenn sie einen kleinen Sprung nach vorne macht.

Es ist nicht so, als würde ich diese 5. Staffel hassen, wie ich es im letzten Jahr tat, aber es gibt auch nicht wirklich viel zu mögen. Die bisherigen Handlungsstränge erbringen keine nennenswerten oder bedeutungsvollen Resultate und alles wird weiter träge und öde, ohne größere Ambitionen weitererzählt. Es scheint, als sei die Serie von sich selbst gelangweilt.

Morgan bleibt das größte Problem von Fear The Walking Dead

Das liegt vor allem an Morgan (Lennie James). Immer wieder Morgan. Am Ende dieser Folge gibt es einen kleinen Moment, in der sich der stoische Edelmann kurz gegenüber Alicia (Alycia Debnam-Carey) öffnet und über seine tote Frau und den Verlust seines Sohnes spricht. Die kurze Szene war ein richtiger Schock; weil klar wird, dass Alicia und Morgan zum ersten Mal in zwei Staffeln sowas wie eine normale Konversation führen.

Aktuell scheinen zwei Pole die Figuren in zwei komplett falsche Richtungen zu ziehen. Auf der einen Seite machen sich die Verbindungen zu den kommenden Rick Grimes-Fernsehfilmen wie nie zuvor bemerkbar. Althea (Maggie Grace) könnte womöglich erst wieder neben Andrew Lincoln auftauchen. Gleichzeitig zieht Morgan die gesamte Truppe auf einen hanebüchenen Plan, der jedes Mal, wenn man nur eine Minute über ihn nachdenkt, wütend macht.

Morgans Verantwortungsbewusstsein steht im Kontrast zu dem Grund, wieso wir Zombieserien überhaupt schauen. Und ganz besonders zu der Geschichte, die Fear The Walking Dead über drei Staffeln erzählte.

Dabei tragen die Figuren und die Schauspieler natürlich keine Schuld. Problematisch verbleibt dagegen das wirre Plotting der Serienautoren, die ihre Figuren in völlig konfuse Situationen stecken, in den sie nur stören, höchstenfalls jedoch nicht auffallen können.

Um Fear The Walking Dead zu retten, muss Morgan dringend verschwinden. Die Figur ist seit Jahren ausgespielt. Danach kann Alicia das Erbe der Show weitertragen und in die Fußstapfen ihrer Mutter treten. Morgans lästige Philosophie darf dabei sogar gerne als Katalysator dienen.

Fear The Walking Dead kann mit altem Cast überzeugen

Im Zentrum der neuen Folge stehen jedoch glücklicherweise Daniel (Rubén Blades) und sein bester Feind Strand (Colman Domingo). Natürlich kehrt Strand zurück, um Daniels Flugzeug zu stehlen. Und natürlich sieht Daniel dieses Manöver voraus und entfernt wichtige Instrumente aus dem Cockpit, bevor er sich aus dem Staub macht. Dass Charlie, die in dieser Staffel zum ersten Mal wirklich in Erscheinung treten darf, sich in seinem Auto versteckt, weiß Daniel selbstverständlich auch.

Es ergibt sich ein nettes, aber höchst oberflächliches Szenario. Auf der Suche nach Lebensmitteln überschätzen sich Daniel und Charlie, wodurch ihnen eine kleine Horde an Walkern folgt. Während der Episode begleitet die beiden übrigens Daniels Katze Skidmark, als Bremsspur zu übersetzen … okay. Immerhin ist die Katze echt und nicht CGI. Und sehr süß! Das sei der Serie mal gegönnt.

Daniel beweist hier eine neue Art von Humor, die er sich während seiner Abwesenheit angeeignet haben muss. Der sonst todernste Kerl mit mysteriöser Vergangenheit in Südamerika bekam wohl dazu ein weiches Herz, da er sich plötzlich grundlos opfern will, weil das Drama es verlangt. (weiterlesen…)

The Terror war eine der besten Serien des vergangenen Jahres (Unsere Podcast-Review in der Kulturindustrie). The Terror war jedoch als Miniserie geplant, das heißt eine Fortsetzung macht tabula rasa. Nicht einmal Showrunner David Kajganich blieb der Serie erhalten, der schrieb lieber das Suspiria Remake für Luca Guadagnino. Verständlich.

In der zweiten Staffel widmet man sich der Internierung japanischstämmiger Amerikaner während des Zweiten Weltkriegs. Das Thema erhält erhält eine ganz besondere Brisanz durch Trumps neue Lager für illegale Einwanderer und die Mitwirkung von George Takei, der in seiner Kindheit selbst Gefangener eines solchen Lagers wurde. Das übernatürliche Element übernehmen gestaltswandelnde Geiste, die böse sind und einem überall hinfolgen. Das hat Potential.


Netflix

Bei Stranger Things kommen viele Dinge zusammen, die im Internet gut gehen: Streaming, Nostalgie, Toys, 80s, Synthiewaves, etc. Dennoch ließ mich dieser selbstgefällige sowie uneigenständige Mix bisher immer sehr unzufrieden zurück. In unseren beiden Podcastbesprechungen der Serie im Werewolves on Wheels Podcast traf diese Kritik immer auf Unverständnis. Der Hype ist stark, auch jetzt wieder. Die anderen Trailer postete ich erst gar nicht, weil mich der Nostalgiefaktor fast erschlug. Hier im finalen Trailer finde ich eigentlich, dass es soweit geht. Vielleicht gelingt es der Serie die groben Fehler aus der zweiten Staffel zu beseitigen (z.B. dieser grässliche Lost Boys Sideplot mit Eleven) und dabei gleichzeitig endlich eine eigene Mythologie aufzubauen, die nicht ständig auf Klassiker zurückgreift. Vielleicht bleibt am Ende aber auch einfach nur wieder der recht gute Score, wer weiß? Am 4. Juli geht die ganze Staffel online. Wie schon seit Staffel 1 habe ich eigentlich richtig Bock auf die Serie, aber ich bin gespannt, wie sie es dieses Mal verhauen werden.


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K(l)eine Überraschung: Die bereits im Marketing verkündete Rückkehr einer wichtigen Nebenfigur aus der Mutterserie findet diese Woche in Fear the Walking Dead statt. Trotzdem ist es etwas anderes, das die Serie in fahrt bringt.

Fear the Walking Dead gelingt mit der 3. Folge der 5. Staffel, Der San Antonio Split, die erfolgreiche Wiedereinführung einer Figur aus der Mutterserie. Gleichzeitig weben die Autoren einige Handlungsfäden der Geschichte zusammen.

Das macht jedoch noch keine gute Folge aus. Erneut scheitert die Serie bei der Glaubhaftigkeit ihrer Konflikte oder der schieren Plausibilität ihrer Erzählung. Vielleicht ist es Zeit, diese Ansprüche in Zukunft einfach fallen zu lassen.

Fear the Walking Dead – June und John retten die Show

Ohne John Dorie (Garret Dillahunt) und seine geliebte Junebug (Jenna Elfman) wäre Fear The Walking Dead verloren. Bereits in der vergangenen Staffel gehörten die Bottle-Episoden mit dem Liebespaar zu den wenigen Lichtblicke der Serie. Nun sind die Beiden wieder unterwegs. Die Gruppe hat sich erneut in Teams aufgeteilt, um die Region auszukundschaften und die Zombie-Straßensperren zu beseitigen.

Per Walkie-Talkie werden die Standpunkte zurückgemeldet, sodass Luciana (Danay Garcia) auf einer Karte langsam ein eingekreister Gegner erscheint. Die Auflösung dieser Erkenntnisse verschiebt Fear the Walking Dead jedoch auf die nächste Folge, ebenso wie viele andere Figuren: Luciana und Alicia (Alycia Debnam-Carey), aber besonders auch Morgan (Lennie James) kommen in dieser Episode recht kurz. Ein absoluter Segen, die Serie kann endlich atmen.

In Fear the Walking Dead trennen sich wieder die Wege

Je weniger über diese Handlungsstränge gesagt wird, desto besser. An einer Stelle zum Beispiel fahren Luciana und Alicia mit ihrem Auto über ein Nagelbrett, die Reifen des Autos platzen und das Auto landet im Seitengraben. Morgan eilt zur Hilfe. Wird das Nagelbrett vorher beseitigt? Natürlich nicht.

Gleichzeitig saugt die ständige Bereitschaft anderer Teammitglieder, selbst über große Distanzen hinweg, kleine Konflikte auf. Die Gruppe aufzuteilen, sollte eigentlich ähnliche Abschiedsszenen wie die aus Before Sunrise hervorrufen. Ein Versprechen zum Wiedersehen, das nicht sicher ist.

In Fear The Walking Dead besitzt jede Figur zu jeder Zeit ein Walkie-Talkie und so gibt es in dieser Staffel etliche nervige Szenen, in denen die Figuren ins Nichts starren und in ein Gerät sprechen. Das ist visuell natürlich langweilig und raubt dazu dem Szenario der Zombieapokalypse bedrohliche und starke Gefühle der Einsamkeit.

Allgemein ist es verwunderlich, dass erneut alle Figuren so einfach aufeinandertreffen – und das wiederum ohne Hilfsmittel, sondern per Zufall. Laut Autor Robert Kirkman existieren von The Walking Dead noch ungefähr 1,6 Millionen Menschen. Und das weltweit! Es existierten etliche Todeszonen, in denen niemand mehr lebte.

Wer weiß schon, ob das Serienuniversum von den gleichen Zahlen ausgeht. Es spielt aber auch keine Rolle, denn wir sehen nicht mehr Menschen, sondern stoßen immer wieder auf die gleichen. Das hebt erneut die Hirnrissigkeit des gesamten Plots hervor. Für wen, außer seinen Narzissmus, tut er das? (weiterlesen…)