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Ein Sturm zieht auf über dem Planeten Ghorman, ein Pulverfass inmitten der Galaxis. Während Rebellen und Imperium in einem Netz aus Signalen und Intrigen gefangen sind, genügt ein Funke, um alles zur Explosion zu bringen. Und mittendrin ist Cassian Andor, der seinen Weg sucht, hin zu dem Anführer, den wir aus Rogue One kennen.

Mit Matthias Hopf an meiner Seite geht es um die Folgen 4 bis 6 aus der zweiten Staffel Andor mit den Titeln “Ever Been To Ghorman”, “I Have Friends Everywhere” und “What a Festive Evening”. Wir sprechen über unterschiedliche Führungsstile der Revolutionäre, Sex und Liebe im Star Wars Universum, den #MayTheFourthBeWithYou-Feiertag und vieles mehr.

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Shownotes:
Bildquellen: © Lucasfilm / The Walt Disney Company Germany
Moviepilot: Matthias’ Kritik zu Staffel 2
PewCast 119: Andor – 5 BBY: Ferrix
PewCast 120: Andor – 5 BBY: Aldhani
PewCast 121: Andor – 5 BBY: Niamos
PewCast 122: Andor – 5 BBY: Narkina 5
PewCast 123: Andor – 5 BBY: Rix Road
PewCast 164: Andor – 4 BBY
PewPewPew: Die traurige Realität des Back To The Future Days
Reddit: An Analysis of the Ghor Language
SuperHeroHype: What Language Do Ghorman People Speak in Andor Season 2?
Wookieepedia: Strike at an Incom Corporation facility
Wookieepedia: Amidalans

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Mit Sicherheit existieren irgendwo in einem Keller alte Super 8 Filme von Star Wars Fans der ersten Generation, die ihre eigenen Geschichten drehten. Das halte ich für durchaus plausibel. Aus dieser Pre-Digital-Ära sind jedoch keine Kultwerke bekannt. Die richtige Fanfilmkultur startete nämlich erst mit der Digitalrevolution. Auch die 2018 eingestellten Lucasfilm Fan Film Awards feierten ihre Premiere auf der ersten Celebration im Jahr 2002. Es dürfte wohl recht wenige Fanfilme aus den späten Siebziger-/Achtigerjahre geben. Daher finde ich es ein total aufregendes Experiment, wie so ein auf Zelluloid gedrehter Fanfilm hätte aussehen können.

Da es mir hier im Blog weniger um den Wert einer Breaking News geht, sondern um scharfsinnige Einordnung, ist es hoffentlich auch zwei Wochen nach dem offiziellen Ende der Star Wars Celebration Japan erlaubt – dazu noch am höchsten Feiertag – ein paar Worte zu den Ankündigungen zu verlieren.

Für Fans vor Ort oder diejenigen, die die lange Reise nach Fernost auf sich nahmen, gab es sicherlich viele tolle Kostüme, Sets, Toys, Celebrities und vieles mehr zu bestaunen und große Con-Momente zu feiern. Ich weiß, wie sich das anfühlt. I get it: Die Celebration Essen steht diesen heutigen, von vorne bis hinten durchexerzierten Ankündigungsmaschinerie sicherlich in vielen Aspekten nach, dazu war mit dem Zeitpunkt – 2013 – auch einige gehörige Ungewissheit im Fandom über die Zukunft des Franchises insgesamt zu spüren, was sich auf die Con abwälzte. Aber hey, I enjoyed my time!

Zuhause aber formte sich für mich ein anderes Bild, geprägt von großem Unbehagen. Andor kann wenig darüber hinwegtäuschen, dass die große Offensive an Live-Action-Serie abebbt. Von den drei (ja, drei: Der neue Rey-Film/Episode X, Dave Filonis Heir to the Empire und James Mangolds Dawn of the Jedi) Filmen, die groß vor zwei Jahren in London angekündigt wurden, gab es keine Präsenz auf der diesjährigen Celebration. Filoni kümmert sich erstmal um Staffel 2, James Mangold dürfte sich vielleicht nach A Complete Unknown dieses Ultra-Prequel jetzt endlich bald vorknüpfen und der Rey-Film verliert hoffentlich nicht mehr Kreative hinter der Kamera. Eine recht gräßliche Gesamtsituation.

Die Filme, Serien und andersweitigen Projekte, die neu angekündigt oder umworben wurden, können bei mir leider kaum eine Regung erzeugen. Gehen wir sie mal durch.

The Mandalorian & Grogu

Jon Favreau, Pedro Pascal und Grogu machten es offiziell: Der nächste Star Wars Film im Kino wird am 22. Mai 2026 erscheinen und The Mandalorian and Grogu heißen. Ein wahrlich scheußlicher Titel, wie ich in meinem Essay darüber festhielt. Mit “Dem Kinofilm zur Serie” ist dort auch alles gesagt. Eine beschämend traurige Situation für die Marke.

Für mich endlos lustig: Ein mehrfach angeschossenes, ausblutendes Franchise glaubt, dass con-exklusive Trailer eine schlaue Idee sind. Natürlich es die abgefilmten Versionen einen Weg ins Netz zu finden und genauso gelingt es den Fans, die nur ambitioniert und pfiffig sind, diese zu schauen, bevor die Medienpraktikanten bei Lucasfilm die Teile von Social Media ziehen. Es ist besonders ärgerlich, weil schon vor einiger Zeit Material in einem Teaser erschien und dort draußen existiert. Ein Jahr vor dem Release wäre ein guter Zeitpunkt, um mit der Marketingkampagne zu beginnen.

Ich schrieb erst kürzlich über die kurios kurzen Zeitfenster von Lucasfilm-Trailern. Besonders ärgerlich ist diese Geheimnistuerei, wenn wie bei The Acolyte dann am Ende ein nahezu identischer offizieller Trailer erscheint. Das heißt, es wurde nichts groß exklusiv für die Fans auf der Con geschnitten und es lag auch nicht daran, dass Effekte noch fertiggestellt wurden. Sondern für die zahlenden Kunden vor Ort sollte ein Hauch an Exklusivität erzeugt werden und somit ein Gefühl gegeben werden, dass sich die Reise lohnt.

Ich bin zwar der Auffassung, dass ein neues – gutes – Star Wars Projekt jede Form an Aufmerksamkeit genießen sollte (Andors Einschaltquoten sind trotz super Kritiken und vollen Feeds schlechter als die von Obi-Wan Kenobi), aber das könnte ich irgendwo noch verstehen. Aber von befreundenten Con-Gängern weiß ich, dass die Plätze in diesen Hallen streng begrenzt sind und somit nicht alle, die reinwollen und den Trailer-Reveal sehen wollen, dies auch können.

Will sagen: Es ist eigentlich damit mit niemandem wirklich geholfen.

Star Wars: Starfighter

Auch hier gibt es bisher wenig Handfestes, das man berichten könnte: Shawn Levy wird einen Film mit Ryan Gosling drehen und er wird Star Wars: Starfighter heißen. Das klingt mehr wie eine Drohung als eine Meldung. Ein neuer Film, der wirklich einmal wieder wie Rogue One die Raumschiffe in den Vordergrund stellt, wäre jedoch herzlich willkommen geheißen von meiner Seite.

Dass bis in die Stunden vor der Celebration um ein mögliches Casting von Mikey Madison gerungen wurde, konnte man auf Social Media groß verfolgen und ihre Absage lag spürbar über den Interviews mit Levy und Gosling.

Immerhin konnte man aus dem Interview ein paar beachtenswerte Punkte herausziehen. Der Film scheint tatsächlich hinsichtlich der Preproduction weit fortgeschritten zu sein und nicht wie andere angekündigten Projekte im Sand zu verlaufen. Wenn Levy mit Selbstbewusstsein sagt, dass im Herbst gedreht werden wird (“We’re not in development, we’re in preproduction, we’re shooting [this fall].”), wäre es natürlich peinlich, wenn es anders käme.

Alles schon passiert, deshalb mal abwarten. Denn dass wir nicht einmal eine Logline erfahren, finde ich schon bemerkenswert schwach. Standardmäßige Beteuerung an die Kernelemente des Franchises und dünne Versprechen (“So much adventure, so much heart. Original characters. It’s opportunity to shine a light into a side of the universe that we may not have seen.”) ziehen zu diesem Zeitpunkt einfach nicht mehr. So sehr, dass sogar Levy (“I know there is very little you have to say at this point.”) und Gosling (“The force is the fans. May the fans be with us.”) wohl das Gefühl verspürten, dies kommentieren zu müssen. (weiterlesen…)

Sagrona Teema, liebe Pew-Freunde! Nach Jahren des Wartens ist es endlich so weit: Andor meldet sich mit der zweiten Staffel zurück und trifft direkt wieder mitten ins Herz und ins Mark. Gemeinsam mit meinem Freund Matthias Hopf bespreche ich im PewCast ausführlich die gesamte Staffel. Den Anfang machen die ersten drei Episoden One Year Later, Sagrona Teema und Harvest, die einen packenden Handlungsbogen bilden, den Druck konsequent steigern und die Schlinge um unsere geliebten Figuren immer enger ziehen.

Wir reden dabei über die Release-Strategie, Tony Gilroys kreative Freiheit, aussagekräftige Architektur, wunderschöne Kostüme, Mallorca-Hits auf Chandrila, historische und zeitgenössische Paralellen, und ich arbeite mich an nervigen Fans ab, die Star Wars einfach nicht verstehen wollen.

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Shownotes:
Bildquellen: © Lucasfilm / The Walt Disney Company Germany
Moviepilot: Matthias’ Kritik zu Staffel 2
PewCast 119: Andor – 5 BBY: Ferrix
PewCast 120: Andor – 5 BBY: Aldhani
PewCast 121: Andor – 5 BBY: Niamos
PewCast 122: Andor – 5 BBY: Narkina 5
PewCast 123: Andor – 5 BBY: Rix Road
Wikipedia: Festungsanlagen von Vauban
Wookieepedia: The Ruins of Jedha
Star Wars Theory: SW Tweet

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Endlich geht es im PewCast wieder um die beste Serie aller Zeiten: For All Mankind – dieses Mal sogar in einer großartigen Mars-Edition! Nach zwei dramatischen Staffeln auf dem Mond geht das Space Race weiter. In der dritten Staffel bricht die Menschheit in unserer geliebten Alt-History-Show nun sogar auf zum roten Planeten. In Staffel beginnt die Unabhängigkeitsbewegung der dort gegründeten Kolonie.

Mit Über-Fan Christian Alt spreche ich darüber, wieso die AppleTV-Serie gerade unser Millenial Comfort Food ist, welche Astronautentode die geilsten sind, wieso die Serie nicht erfolgreicher ist und was wir uns von Staffel 5 und dem Star City Spin-off erhoffen.

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Shownotes:
Bildquellen: © AppleTV+
Christian Alt & Anna Bühler: Darwin Gefällt Das
Christian Alt & Christian Schiffer: Die Wahrheit ist (n)irgendwo da draußen – Was der neue Ufo-Hype über uns Menschen verrät
PewCast 073: For All Mankind – Staffel 1 & 2
Szene: Jamestown Landing
Penny 4 NASA: Kampagne
Twitter: We need White Mirror
Stowaway: Climbing in Space

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Von langer Hand geplant, sprechen wir nun endlich auch im PewCast über das Serienphänomen des Jahres: AppleTVs Severance. Mit Medienwissenschaftler Moritz Stock geht es um Innies & Outies, Staffel 1 Highlights, um Mystery-TV und LOST-Erinnerungen, über Büro-Kinks sowie Mid-Century modern Design und vieles mehr. Natürlich steigen wir tief in die Debatten aus Staffel 2 ein und erklären, warum wir hoffen, dass bald Schluss ist.

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Shownotes:
Bildquellen: © AppleTV+
YouTube: Ben Stiller & Adam Scott Break Down ‘Severance’ Season 2 Opening Scene
PewCast 012: Warum wir Serien mögen
Twitter: Anti-TikTok-Framing
Portal: Rattmann
The OC: Watcha Say
Springer Nature: Fernseh und Klassenfragen

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MP3: pewcast162.mp3 (92 MB)
Soundcloud: PewCast 162: Severance
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Ich bin ein erklärter Fan von The Last of Us. Beide Teile dieser großartig erzählten Geschichte zählen zu meinen Lieblingsvideospielen aller Zeiten. Details und Gründe spare ich an dieser Stelle einmal aus, immerhin existieren zwei sehr ausführliche PewCasts zu den Spielen (Part I, Part II). Lieber möchte ich mich auf die Serienadaption stürzen, die hier auch positiv besprochen wurde.

Und gerade weil ich dieser Serie bislang so viel Positives abgewinnen konnte, überrascht es mich umso mehr, dass mich der Start der zweiten Staffel am Wochenende momentan kaum mehr als ein Schulterzucken kostet. Vielleicht liegt das an dem Platz, den Andor bei mir gedanklich einnimmt aktuell. Vielleicht auch einfach an Alltagsstress. Oder — und hier sehe ich für mich selbst schon das eigentliche Problem — vielleicht ist die Geschichte für mich nach Teil 2 schlicht auserzählt. Weitere Ausschmückungen mögen wohl durchaus unterhalten, müssen aber ihre Notwendigkeit in meinen Augen erstmal unter Beweis stellen.

Der Trailer zur zweiten Staffel, die nun mehr als zwei Jahre später erscheint, überzeugt durchaus. Das ist — wie man als Fan des Spiels anerkennen muss — sicher alles da. Wiedererkennbare Plotpoints, den Videospielavataren entsprechende Schauspieler, große Show. Die Entscheidung, die Adaption des zweiten Spiels auf zwei Staffeln aufzuteilen, ist einerseits absolut nachvollziehbar  und hinterlässt dennoch einen leicht bitteren Beigeschmack. Natürlich macht es schon Sinn, zunächst Ellies drei Tage in Seattle zu erzählen und erst danach Abbys Perspektive in den Fokus zu rücken.

Ob das so passiert, ist noch gar nicht klar. Man will sich laut Showrunner Craig Mazin größere kreative Freiheiten nehmen und dazu verpasste Chancen des Videospiels größer ausbauen. So wird wohl bereits in der ersten Folge eine große Attacke auf Jackson der umliegenden Horde stattfinden, den das Videospiel gecuttet hatte. Gleichzeitig könnte wohl eine ganze Abby-Folge herausspringen, die die Jagd der Fireflys auf Joel ausbaut und vertieft. Ich vertraue Mazin hier sehr, wie schon in der ersten Staffel kluge Entscheidungen zu treffen. Doch nur sieben Folgen nach zwei Jahren sind echt mau, so gut produziert wohl sein und so teuer sie auch aussehen mögen. Der laut ersten Kritiken abrupte Schluss der Staffel lässt dazu eingeweihte Spieler wohlwissend aufhorchen.

Dass das Spiel allerdings gleich Stoff für mehr als zwei Staffeln hergeben soll, halte ich für überzogen. The Last of Us bewegt sich damit langsam in gefährliche Gefilde — genau jene, in denen sich schon die Game of Thrones-Adaption durch einen fehlenden Abschluss der Geschichte bzw. fertig auserzählte Buchvorlagen schwergetan hat. In der fantastischen Dokumentation Grounded II über das Making of von Part II gibt sich Schöpfer Neil Druckmann zwar scheu, deutet aber auf eine Fortsetzung der Geschichte hin. Wie ist es also? Will die Show das zweite Spiel auskosten, um dem Entwicklerteam von Naughty Dog mehr Zeit für die Fertigstellung von Part III zu geben? Die sind eigentlich mit dem gerade erst vorgestellten Intergalactic schwer beschäftigt. Gerüchte zufolge stellt das Unternehmen gerade groß ein, um Spiele gleichzeitig zu produzieren. Doch der mögliche Abschluss der TLOU-Trilogie ist doch eher ein all-hands-on-deck-Unterfangen, no?

Für mich müsste es diesen Teil sowieso gar nicht geben. So gern ich Zeit in dieser Welt verbringe, so ehrlich muss man doch attestieren: Es existiert nicht wie nach dem ersten Teil noch ein ungelöster Konflikt zwischen den Figuren. Die Spannung ist raus. Vielleicht trübt das gerade meinen Blick auf diese zweite Staffel. Ich vermute aber, dass ich meinen Gefühlen durchaus vertrauen kann und die Sache am Ende durchaus etwas komplizieter ist. In zwei Monaten wissen wir mehr. Natürlich wird auch diese Staffel wieder in einem PewCast besprochen werden!

Das hatte sich George Lucas sicherlich genau so vorgestellt für die Zukunft von Star Wars, als er 2012 Lucasfilm an Disney verkaufte: Sein ehemaliger Schützling Dave Filoni als Chief Creative Officer, der fröhlich Löcher stopft.

Ich bin zugegebenermaßen ein großer Fan des Expanded Universe und habe über die Jahre immer wieder viel dazu geschrieben. Die neuen Geschichten missfallen mir jedoch oft. Die Krux des neuen Kanons ist, dass – bis auf wenige Ausnahmen wie die High-Republic-Veröffentlichungsoffensive – nahezu alle Geschichten nur noch innerhalb abgesteckter Eckpunkte der Timeline irgendwelche Lücken füllen.

Während Bücher wie Tales from Jabba’s Palace das Universum durch skurrile Figuren und spannende Kniffe bereicherten, geht es in der Anthologieserie Tales of nur noch darum, was mit welcher Figur wann passierte. Ein ständiges “und dann, und dann, und dann”.

Zusammen mit dem lieben Thilo von Antenne Alderaan habe ich ausführliche Podcast-Besprechungen zu sowohl Tales of the Jedi als auch Tales of the Empire aufgenommen. Es gibt durchaus einige positive Aspekte hervorzuheben, besonders die qualitativen Sprünge in Animation und Texturen sind deutlich und willkommen.

Mit der Ausnahme von Count Dookus Prequel-Geschichte aus der ersten Staffel bleiben die restlichen Erzählungen jedoch an der Oberfläche des Machbaren. Die Visions-Kurzgeschichten zeigen, dass auch komplett neue Entwürfe funktionieren können. Warum nicht eine Geschichte über einen Jedi, der an Lukes neuer Akademie studiert? Eine Regierungsintrige in der Neuen Republik? Wo bleiben die Geschichten aus der Alten Republik? Es gäbe so viele Freiräume, doch stattdessen hält man sich konstant am kleinsten gemeinsamen Nenner fest.

Es überrascht daher nicht, dass im dritten Teil der Serie wieder zwei bekannte Figuren auftreten – Cad Bane und Asajj Ventress –, deren Schicksal nur bereits etablierte Fans der Clone Wars-Animationsserie vor die Bildschirme lockt. Gleiches Spiel bei Barriss Offee, einer der Hauptfiguren aus Tales of the Empire: Ihr ungewisses Schicksal bleibt auch nach knapp 40 Minuten zusätzlichem Material genauso offen wie zuvor. Jede Figur, besonders Fan-Favorites, kann schließlich jederzeit zurückkehren – Star Wars operiert inzwischen nach Comic-Logik.

Dazu kommt, dass Asajjs unmotivierter Auftritt in The Bad Batch nun wie ein Backdoor-Pilot wirkt. Ihre Hälfte von Tales of the Underworld bietet zwar definitiv das größere Potenzial, aber auch hier etabliert sich scheinbar schnell wieder eine Post-Order-66-/Lehrer-Schüler-Narrative – alles schon dagewesen. Mit Blick auf das heiß diskutierende Fandom bleibt wohl nur eine Frage: Ist der Schüler nun Jon Na Nawood oder eher doch Baylan Skoll? Wie gesagt: Löcher stopfen.