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Fear The Walking Dead legt kurz vor dem Finale eine Pause ein. Auch die neuen Bösewichte, die allein durch ihre Präsenz der Serie guttun, machen nicht wirklich viel.

Wer glaubte, dass Fear the Walking Dead nach den positive Schritten in der letzten Woche mit der Episode Heute und Morgen bzw. Today and Tomorrow nachlegt, wird bitter enttäuscht. In der 14. Folge der 5. Staffel wird erneut auf die Bremse getreten. Selbst so kurz vor dem Staffelende sieht sich die Serie nicht dazu bewegt, endlich aus ihrem Trott auszubrechen.

Das ist wirklich unverständlich. Gerade nach der Radikaldiät in der letzten Folge, die den Antagonisten Logan samt Gruppe ruchlos erledigte, könnte die Serie mehrere Elemente ihrer bisherigen Staffel und auch des größeren Walking Dead Universums verbinden. Diese Chance wird, auch wenn die Möglichkeit in der Zukunft besteht, nicht genutzt. Es ist bizarr, dass trotz neuer Informationen die allgemeine Situation unklarer wirkt.

Die drei wichtigsten Erkenntnisse der neuen Fear the Walking Dead-Folge:

  • Morgan und Al kehren zurück und sind der Fokus der Folge. Nicht gut.
  • Daniel nennt seine Katze verhaltensgestört. Relatable.
  • Die Pioniere sind eigentlich ganz nette Leute?

Morgan ruiniert Fear The Walking Dead wieder

Es bringt nichts, groß um die Wahrheit herumzuschreiben: Die Rückkehr von Morgan (Lennie James) ruiniert die Serie. Das liegt nicht an dem großartigen Lennie James, der wie immer sehr bemüht ist und der einem im Spin-off-Exil leidtun kann, sondern an der buchstäblichen Zerstörung seiner Figur. Morgan ist neben Rick der zweite Überlebende der Zombie-Apokalypse, den wir sehen, und damit automatisch von Bedeutung.

Seit fast zehn Jahren kennen wir Morgan schon und durch seine zyklischen Entwicklungen vom perfektesten Menschen überhaupt zum durchgedrehten Mörder ist seit etlichen Staffeln eigentlich alles erzählt. Das wusste auch Robert Kirkman, der die Figur relativ früh im Comic nach einem Comeback durch einen Zombiebiss sterben ließ.

Das wäre ungefähr in der 5. Staffel von The Walking Dead gewesen, also vor ungefähr fünf Jahren. Ihn danach am Leben zu lassen und in Fear zu retten, nein, ihm sogar die Serie anzuvertrauen als neuer Protagonist, war ein enormer Fehler.

Was auch immer die Serie durch die Änderungen so kurz vor Schluss als Aufwärtstrend erfuhr, wird bereits zu Beginn der neuen Folge durch Morgans Erinnerung an seine Familie zerstört. Morgan öffnet sich gegenüber Althea (Maggie Grace), und das mag nach all der Zeit ergreifend sein, kommt aber viel zu spät. Gott sei Dank treffen sie auf einen Überlebenden, der Benzin stiehlt. Es stellt sich heraus, dass dieser aber kein schlechter Kerl ist, sondern er nur unbedingt aus der Region fliehen möchte.

Fear The Walking Dead gibt sich der Lächerlichkeit preis

Tom, der Benzin-Dieb, wird nämlich von den Pionieren verfolgt. Die drei verstecken sich im Auto und werden nur nicht gefunden, weil der Atem des Pferdes eines Reiters die Scheibe beschlagen lässt. Obwohl die drei Personen eigentlich problemlos durch eine der anderen Scheiben zu sehen sein müssten, bleiben sie unentdeckt.

Es sind solche kleinen Momente, die Fear The Walking Dead häufig ins Lächerliche ziehen. Es hätte etliche Alternativen gegeben, um sich zu verstecken oder Al, Morgan und Tom in dem Auto besser zu verdecken, doch die Serie wählt erneut den dümmsten Weg. Daran leiden die letzten beiden Staffeln enorm. Momente, die vielleicht gut auf der Drehbuchseite aussehen, wirken absolut lächerlich, wenn man sie visuell umsetzt. Mangelnde Vorstellungskraft ist ein häufiges Problem dieser Autoren.

Bestes Beispiel ist der Zombiekampf der Woche, bei dem Daniel (Rubén Blades) seine Schallplattensammlung verteidigt und ein Walker ihn nicht beißt, sondern nur auf ihn fällt, weil der Schauspieler beim Aufheben der Platten seinen Einsatz verpasst. Erster Take? Passt. Pause! (weiterlesen…)

Der Weltraum, unendliche Weiten. Und auch: Unendliche Zeit! Trotzdem herrscht im besten Science Fiction Genre seit über 17 Jahren Stillstand. Während Fortschritt und der Blick in die Zukunft die Inbegriffe von Star Trek sind, führte kein Eintrag im Franchise die Geschichte der Federation fort. (Short Treks zählen nicht!) Stattdessen kam mit Enterprise ein Blick in die Anfänge der Erkundung des Weltallts und später mit den Abrams-Filmen und der Kelvin-Timeline ein spannendes Abenteuer voller Nostalgie, das aber auch nur zu Stillstand führte. Auch CBS’ Flagschiff Discovery entdeckte für sich … nur die vertraute Vergangenheit und setzte rund zehn Jahre vor der originalen Serie an.

Ein Blick auf die Star Trek Zeitlinie von audible zeigt, wie Hörbücher, Serien und Filme die bisherigen Löcher im Kanon stopfen, aber nie die Geschichte wirklich in großen Zügen weiterführen. Bis jetzt! Star Trek: Picard wird rund zwanzig Jahre nach The Next Generation einsetzen und zum ersten Mal einen Blick in das 25. Jahrhundert wagen. Das ist großartig, denn endlich schaut Star Trek nicht zurück in die Vergangenheit, sondern wendet sich erneut der Zukunft von TNG, Voyager und DS9 zu. Endlich geht es wieder vorwärts!

Doch ganz richtig ist das auch nicht. Das Jahr 2387 ist wichtig, denn dort wurde Romulus von der Supernova aus dem Star Trek-Reboot (2009) zerstört. Picard hat also auch die Aufgabe – oder Chance – die Timelines zu verbinden. Bisher ist wenig über den Plot von Picard bekannt. Der Trailer kündigt Cameos von Seven of Nine und Data an, auch die Borg werden wieder eine Rolle spielen und eine mysteriöse junge Frau braucht wohl Jean-Lucs Hilfe.

Doch klar ist: Die Federation muss mit den Folgen des Untergangs der Romulaner und eventuell auch einer Flüchtlingssituation zurechtkommen. Realweltliche Parallelen, politische wie philosophische Fragen und ein in sich gekehrter Picard sollen die Serie laut Showrunner Alex Kurtzman prägen. Eine großartige Vorlage für eine Serie, die hoffentlich nicht die jahrzehntelangen Hoffnungen vieler Fans enttäuscht.

Und wenn doch, lohnt sich vielleicht ein Blick in die dritte Staffel von Discovery. Nachdem die Serie sich in der zweiten Staffel qualitativ enorm steigerte, wird sie in den kommenden Episoden einen Blick in die weit, weit entfernte Zukunft wagen. Laut Gerüchten sogar bis zu 950 Jahre. Das würde die Zeitline doch stark verlängern und viel Raum für weitere Geschichten im Star Trek Universum bieten.

In freundlicher Zusammenarbeit mit Audible


AMC

Fear The Walking Dead überrascht mit einer neuen Folge kurz vor Staffelende, die einiges auf den Kopf stellt und wegweisend für die sechste Staffel ist. Wieso nur hat das so lange gedauert?

Im Englischen gibt es die schöne Redewendung „running on fumes“, was sich am besten mit „aus dem letzten Loch pfeifen“ übersetzen lässt. Eine direkte Übersetzung wäre wohl, dass die Ressourcen so niedrig sind, dass man mit den letzten Reserven auskommen muss: Das Auto fährt quasi nur noch mit den Benzindämpfen.

Eine bessere Beschreibung für das einstmals großartige Walking Dead Spin-off, in dem es zuletzt nur noch um Benzin und Hilfspakete statt um Angst vor Zombies ging, lässt sich kaum finden. Um es mit den Worten der Show zu sagen: Der Tank war leer. Fear the Walking Dead erzählt seit zwei Staffeln eine völlig bizarre Geschichte ohne roten Faden um Menschen, die helfen wollen, und Morgan. Immer wieder Morgan.

Die drei wichtigsten Erkenntnisse der neuen Fear the Walking Dead-Folge:

  • Morgan und Al fehlen erneut. Es ist weiterhin ein Segen für die Serie.
  • Alicia, Strand und Daniel werden jedoch schmerzlich vermisst. Der Kampf um das Ölfeld machte wenig Spaß und hatte eklatante Schnittfehler. Von der guten Regie aus der letzten Woche blieb nichts übrig.
  • Der Rabbi, Wes und die gerettete Frau – die Serie kann sich vor neuen Figuren nicht retten. Es braucht einen Radikalschlag am Ende der Staffel!

Das scheint vorerst vorbei zu sein. Die dreizehnte Folge der fünften Staffel „Leave What You Don’t“ ist kein Meisterwerk und bewegt sich zugleich auf hauchdünnem Eis, kann jedoch mit einem förmlichen Ausbruch aus der überschwänglichen Langeweile überraschen und einen Schritt in die richtige Richtung machen. Das ist nicht viel. Aber es ist etwas. (weiterlesen…)


AMC

Nach dem Ende von Breaking Bad wird Jesse Pinkmans Geschichte von Netflix als Film fortgesetzt. Wird das der späte Höhepunkt der Serie oder verzocken sich hier die Autoren?

Es wird wieder gekocht. Ein erster Teaser kündigt die Rückkehr von Aaron Paul als Jesse Pinkman in einem Breaking Bad Spin-off an. El Camino: A Breaking Bad Movie wird bereits am 11. Oktober bei Netflix erscheinen und von Jesses Zeit nach dem Serienfinale erzählen. Das gesamte Team hinter der Kamera kehrt ebenfalls zurück und über mögliche Cameos darf wild spekuliert werden.

Breaking Bad ist also wieder da. Das klingt natürlich zunächst einmal toll. Ich muss jedoch gestehen, dass eine Fortsetzung von Breaking Bad für mich immer mit einer gehörigen Portion Skepsis betrachtet wurde. Selbst als die Serie noch auf AMC lief, verfolgte ich jede Ankündigung einer weiteren – aber nicht unbedingt letzten – Staffel argwöhnisch. Wie hoch können Vince Gilligan und sein Autorenteam schließlich das Kartenhaus bauen, bis alles in sich zusammenfällt, nein, zusammenfallen muss?

Breaking Bad ist eine sehr besondere Serie. Wie keine zweite Serie vereint sie harte Gewalt mit sanft gezeichneten Figuren, aussichtslose Momente mit kühnen Plottwists. Keine Staffel hat einen Durchhänger, kein Handlungsstrang ließ die Serie zappeln. Alles führte immer zu dem großartigen Finale hin und baute stetig auf allem Vorangegangen auf, sodass die erwartbare Explosion am Ende riesig und stimmig war. Nichts hat gewackelt, nichts fiel in sich zusammen. Eine seltene Perfektion in der Serienlandschaft.

Tread lightly, oder: Wieso der Breaking Bad Film vielleicht keine so gute Idee ist

Gilligan und seine Autoren machten in Interviews keinen Hehl daraus, dass man ganz bewusst Herausforderungen suchte. Gemeinsam schrieben sie sich in eine Ecke, um dann wie Walter (Bryan Cranston) und Jesse verzweifelt eine Lösung zu finden. Method-writing quasi. Das ist höchst riskant und trotzdem immer wieder geglückt. Doch wie lange kann das gut gehen? (weiterlesen…)


AMC

Bei sechszehn Episoden in einer Staffel muss es irgendwann einmal passieren: Fear The Walking gelingt mit der 12. Folge der 5. Staffel, Das Ewige Licht, eine ganz mittelmäßige Geschichte. Masel tov!

Es lässt sich nicht anders sagen: Die 5. Staffel von Fear the Walking Dead ist wirklich frustrierend. Eintönige Geschichten mit langweiligen Figuren ohne einen größeren Handlungsrahmen, der wenigstens auf bessere Zeiten hoffen lässt: So in etwa lässt sich auch die vorherige Runde beschreiben, die durch die neuen Showrunner, diverse Figurentode und anderen Umwälzungen die Serie neu definierte.

Doch selbst in ihren dunkelsten Stunden hielt die 4. Staffel von Fear the Walking Dead einige Überraschungen bereit. Sei es die Folge, in der die Serie mit June (Jenna Elfman) und John (Garret Dillahunt) die Liebe für sich entdeckte, oder auch die durchaus mitreißende Folge, in der Alicia (Alycia Debnam-Carey) Charlie (Alexa Nisenson) endlich den Mord an ihrem Bruder Nick (Frank Dillane) vergab.

Nun sind zwölf Episoden vergangen und die 5. Staffel kann bisher keinen solchen Lichtblick hervorweisen. Die neue Folge, namentlich Das Ewige Licht (im Original Ner Tamid aus dem Hebräischen), hätte durchaus das Potenzial dazu gehabt. Doch erneut bleibt Fear The Walking Dead hinter den zu Beginn geschürten Erwartungen zurück, da die Serie sich der interessanten Prämisse nicht komplett widmet, sondern zwischendurch wieder seinen hohlen Widersacher Logan (Matt Frewer) auspacken muss.

Ein Mädchen, ein Rabbi und ein Zombie kommen in eine Synagoge … (weiterlesen…)


AMC

Eine weitere Folge von Fear The Walking Dead zeigt unsere Helden bei dem Versuch, anderen Überlebenden zu helfen. Dinge passieren, aber interessieren muss uns das nicht.

Fear the Walking Dead startet und endet in dieser Woche mit zwei Figuren, die buchstäblich Farbe beim Trocknen zuschauen. Das ist inzwischen auch eine ziemlich gute Beschreibung des aktuellen Zustands dieser einstmals großartigen Serie. Die 11. Folge der 5. Staffel heißt You’re Still Here und ich kann nicht drumherum, mich selbst angesprochen zu fühlen. Als würde die Serie sich wundern, wieso noch einer zuschaut. Relevantes passieren tut nämlich nichts.

“Wenn du dies liest, bist du noch da.”

Diese und ähnliche Schriften standen zuletzt auf diversen Bäumen in Fear the Walking Dead. Das ergibt praktisch wenig Sinn, doch die Nachrichten waren trotzdem Anlass zur Hoffnung. Und auch Alicias (Alycia Debnam-Carey) Interesse ließ Fan-Herzen höherschlagen, weil eine Rückkehr ihrer Mutter Madison Clark (und gleichzeitig eine Rückkehr zur alten Version dieser Serie) möglich schien.

Aber Pustekuchen. Denn in dieser neuen Folge lernen wir, dass nur ein Typ namens Wes dahintersteckt, der in seiner Freizeit Bäume anmalt. Alicia lernt zwar, ihre Zombiephobie zu verarbeiten, und Wes könnte ein cooles Mitglied der Truppe werden, doch am Ende trennen sich ihre Wege wieder. Logan (Matt Frewer) schaut ebenfalls in die Folge herein, um die Figuren kurz bei ihrem Alltag zu stören, aber am Ende landen wir wieder beim Status Quo. Schade.

Logan ist der langweiligste Bösewicht in Fear The Walking Dead

Diese ganze Geschichte um Logan ergibt sowieso keinen Sinn. In der ersten Staffelhälfte war er so gut wie nicht präsent. Das war nicht weiter schlimm. Die Autoren waren ohnehin mehr an dem Atomkraftwerk interessiert, und der recht friedliche Logan hatte schließlich ein Anrecht auf das besetzte Lager. Der Konflikt wirkte recht kleinlich. Im Midseason-Finale taucht er erst wieder auf und bot Morgans Gruppe einen Deal an, doch die Serie verneint uns erneut die Abwicklung eines Konflikts. (weiterlesen…)


AMC

Fear The Walking Dead veranstaltet in der 10. Folge der 5. Staffel eine Hommage an Dawn of the Dead – obwohl nicht sicher ist, ob die Serie sich dessen bewusst ist.

Auch in der 10. Folge der 5. Staffel verändert Fear the Walking Dead nichts an dem schädlichen Format, das die Serie seit zwei Staffeln in die Bedeutungslosigkeit zwingt. Zu Beginn der Episode 210 Words Per Minute (210 Wörter pro Minute) meldet sich ein Überlebender über das Radio. Er wendet sich mit einer Bitte an die Gruppe: Er wurde gebissen, lebt allein in einer großen Mall und möchte unter den Sternen beerdigt werden.

Wie Fear The Walking Dead noch gerettet werden kann

Also begeben sich Grace (Karen David), Morgan (Lennie James) und Dwight (Austin Amelio) auf die Suche nach dem Typen, wohlwissend dass Bösewicht Logan (Matt Frewer) ebenfalls den Funkspruch abgehört haben könnte und ihnen nun auflauert.

Und das ist jetzt die Show. Das ist Fear The Walking Dead: Eine neue Figur und zwei Figuren, für die The Walking Dead keine Verwendung mehr fand, begeben sich selbst in Gefahr, um “Das Gute” zu tun. Von Strand (Colman Domingo) und Alicia (Alycia Debnam-Carey) fehlt jede Spur, Daniel (Rubén Blades) darf Dwight immerhin kurz die Haare schneiden. Das war’s.

Fear The Walking Dead und die hirnrissigen Ölfelder

Natürlich gibt es noch den lodernden Konflikt im Hintergrund mit Logan. Doch nichts daran ergibt wirklich Sinn. Ähnlich wie bereits in der ersten Staffelhälfte verpasst es die Serie zentrale Inhalte entweder zu zeigen, zu erzählen oder schlicht rational aufzubauen.

Aber einen Schritt zurück: Logan kam am Ende der ersten Staffelhälfte zur Gruppe und bot seine Kooperation an. In der Midseason-Pause, das erfuhren wir so am Rande in der experimentellen Folge der letzten Woche, banden die Überlebenden ihm jedoch einen Bären auf und ließen ihn zurück. Nun könnte man vermuten, dass Logan Rache will, doch es ist viel verrückter: Logan, der laut eigener Aussage sein ganzes Leben in der Region gelebt und gearbeitet hat, muss Morgans Leute finden, weil nur sie den Ort des begehrten Ölfelds irgendwann zwischen den Folgen fanden.

Ja, richtig gelesen. Der zentrale Konflikt dieser beiden Gruppen dreht sich um Benzin, das mysteriöserweise aus Öl hergestellt werden wird – wir sehen das natürlich nie und für unsere Experten ist das sowieso keine Herausforderung. Aber wir befinden uns im Westen Texas’. Es gibt dort buchstäblich hunderte Ölfelder. Selbst wenn dieser eine Ort für Logan so wichtig ist, wieso hat er dann vergessen, wo er ist? Und klar, wir verlassen uns heute alle auf das GPS unserer Handys, aber hat ein alter Trucker wie er nicht sowas wie … Karten? (weiterlesen…)


Sideshow

Nachdem die Gerüchteküche in den letzten Tagen erneut hochkochte, bestätigt Deadline nun endgültig Ewan McGregors Rückkehr in eine weit, weit entfernte Galaxie. Disney selbst bestätigte zwar noch gar nichts und eine offizielle Ankündigung kommt wohl sowieso erst in einer Woche auf der D23 Expo, aber das Ding ist sowieso seit Jahren sicher. McGregor hat Bock, die Memes halfen den Prequels in den letzten Jahren zu ihrem gebührenden Ruhm und Disney ist sowieso ratlos, was sie mit Star Wars anstellen sollen. Kenobi liegt einfach nahe.

Seit der Ankündigung von Star Wars Anthology-Filmen galt eine Rückkehr von Ben Kenobi als gesetzt. Es ist jedoch fraglich, ob sich das Exil auf Tatooine überhaupt dafür eignet. Seit einigen Jahren veröffentlicht Marvel Star Wars Comics, in denen Luke Skywalker in einer Geschichte Bens alte Tagebücher findet, die Kämpfe mit Kopfgeldjägern und anderen Schlamassel mit u.a. Owen Lars dokumentieren. Auch Star Wars Rebels traute sich an Kenobi heran und schilderte seinen letzten Kampf mit Darth Maul in der Episode “Twin Suns”. Unbedingt spannend war das alles nicht. Obi-Wan ist in diesen Geschichten ein getriebener Mann, der sich nur noch einem Zweck verpflichtet fühlt. Was gibt es also groß zu erzählen?

Fans versuchten in der Vergangenheit mit Footage aus McGregors Jesus-Film zu zeigen, wie eine solche Geschichte aussehen würde, aber irgendwie raubt jede weitere Darstellung oder jeder Hauch von Plot die Mystik von Alex Guiness’ Schauspiel. Sofern das nicht eine vierteilige Miniserie von Werner Herzog wird, in der ein depressiver Obi-Wan in den Wüsten Tatooines eine Art Walkabout macht, bin ich erst mal vorsichtig.

McGregor ist aber wenig gealtert. Theoretisch kann man hier durch Makeup und Disneys Ageing Tech ganze Jahrzehnte des Kanons abdecken. Why not? Vielleicht hat Hayden ja Bock.