Fernsehen - PewPewPew


Showtime

Das ist natürlich rein subjektiv, aber ich muss schon lachen, wenn ich dieses Bild sehe. Reilly, Armisen und Heidecker als Astronauten – eine herrliche Idee, bei der ich schon jetzt kichern muss. Produziert wird das von den drei Schauspielern sowie Jonathan Krisel, der mit Armisen bereits bei Portlandia und mit Heidecker an der Tim and Eric Show mitarbeitete. Krisel schrieb zuvor auch für Baskets, Kroll Show sowie Man Seeking Woman und hat bei allen sechs Episoden Regie geführt. Produziert wird die Serie vom Indiegiganten A24.

Auf dem Papier ist Moonbase 8 also schon mal zum Lachanfallauslöser prädestiniert und der Teaser überzeugt mich mit dieser Mischung aus seriösem Ansatz und ausbrechendem Blödsinn. Für mich natürlich auch ein naheliegendes Sujet. Wäre schade, wenn das nichts wird.


Disney+

Ein stimmungsvoller Trailer zeigt uns erste Momente aus der zweiten Staffel von The Mandalorian. Erneut vereint die Serie Altes mit Neuem: Wir sehen Legacy-Aliens auf neuen Welten inklusive einigen einigen Hinweisen, dass das Schicksal des ungleichen Duos eng mit dem der Galaxis verbunden ist. Ein toller Trailer mit jetzt schon ikonischen Momenten. Dass ich mich hier kurz fasse, hat einen Grund: Mehr dazu bald im PewCast.

2019+1

Ich bin grundsätzlich ein Fan der Idee von Spin-offs im Zombiegenre. Wie kein zweites bietet es sich dafür schließlich an. Gruppen werden getrennt, Menschen überleben auf unterschiedliche Weisen und ein neues Setting kann eine alte Idee mit Leben befüllen.

Von daher stehe ich immer noch hinter meinen Worten, dass World Beyond das dringend notwendige frische Blut für AMCs Zombieimperium sein könnte. Ich warnte aber auch gleichzeitig, dass die Verstrebungen zwischen den Serien nicht förderlich. Sie sind weder im Sinne Robert Kirkmans, dem Zombiegenre oder dem Zuschauer, dessen kleine Fernsehwelt noch weiter schrumpft. Die Logik von Marvels Superhelden-Welt lässt sich nicht einfach so von einem Genre auf das nächste übertragen.

Aber das wird kein Studio stoppen. Die Zuschauerquoten belegen jedoch: Diese erhofften Synergieeffekte verpuffen nach kürzester Zeit. Rund doppelt so viele Zuschauer wie üblich wollten zum Auftakt in Staffel 4 wissen, was Morgan jetzt in Fear The Walking Dead treibt – und schalteten danach nie wieder ein.

Two sisters along with two friends leave a place of safety and comfort to brave dangers, known and unknown, living and undead on an important quest. Pursued by those who wish to protect them and those who wish to harm them, a tale of growing up and transformation unfurls across dangerous terrain, challenging everything they know about the world, themselves and each other.

Von daher ist der Ausbruch nach vorne in die Zukunft ein richtiger Schritt, die schwelende Verbindung zur Drei-Ringe-Organisation, die in allen drei bisherigen Serien operiert, dagegen genau der falsche. Immerhin schafft der neue Trailer etwas mehr Klarheit bezüglich des Plots, auch wenn er die Welt nicht wirklich erklärt. Eine Verbindung aus den bisherigen Trailern wäre nach dem verschobenen Starttermin als Wiedereinführung daher eine gute Idee. Aber die sucht bekannterweise ohnehin verzweifelt im Walking Deadverse …

New York könnte eine spannende Location werden, da die Serien bisher Großstädte vermieden oder nur stiefmütterlich behandelten. Dies hatte oft Budgetgründe, aber angesichts der verkürzten Laufzeit von nur zwei Staffeln könnte sich eine feine, kleine und enge Erzählung ergeben. Ich bin gespannt, wie sie das versauen werden.

Die erste Staffel startet parallel mit dem The Walking Dead Staffelfinale am 5. Oktober.

Succession (M&M’s Edition)

10 Aug, 2020 · Sascha · Fernsehen · 0 comments

Das ist wirklich so unglaublich gut gemacht, so viele kleine Details und perfekt gespielt. AHAHAHAHAHA!!!

Achtung, der Boden ist Lava! In der neuen Gameshow Floor Is Lava auf Netflix ist der Name Programm. In einem von Lava überfluteten Raum müssen die Mitstreiter einen Hinderniskurs überwinden, um 10.000 Dollar zu gewinnen. Das ist gleichzeitig äußerst dumm und mega unterhaltend. Leider verkauft sich die Serie unter Wert. Man könnte viel mehr daraus machen, was ganz schön frustriert.

Shownotes:
Bildquellen: Netflix

Play

Hier die Links zu MP3, Soundcloud und Podcast-Feeds:
MP3: pewcast054.mp3 (22 MB)
Soundcloud: PewCast 054: The Floor is Lava
iTunes: PewCast
Spotify: PewCast
Podcast-Feed: RSS-PewCast

Ich habe in den vergangenen Wochen viele Stunden auf dem Mars verbracht. Nach einsamen Jahren im Regal fand Kim Stanley Robinsons Roman Red Mars endlich den Weg in mein Leben und beim dritten Anlauf hat es dann endlich gefunkt. Arthur C. Clarke hat einmal die Bedeutung des Werks klargestellt, indem er es zur Pflichtlektüre zukünftiger Marskolonialisten verkündete.

love police posterDas kann ich so unterschreiben. Robinsons Roman über die Besiedlung des roten Planeten ist so detailgetreu wie kein zweites Werk und wurde zur Bibel für Marsautoren wie Andy Weir oder Greg Bear. Der Roman beschäftigt sich ausgiebig mit der Unausweichlichkeit der menschlichen Natur und den soziokulturellen Problemen des Zusammenlebens. Der utopische Traum einer neuen Welt verplatzt schnell. James Grays bedrückendes Raumfahrtepos Ad Astra fand im letzten Jahren ein ganz passendes Bild dazu, als er Brad Pitt durch eine Mall auf dem Mond laufen ließ, mit Logos von DHL und McDonalds im Hintergrund. Im Sinne von: Überall, wio wir hingehen werden, schleppen wir unseren Müll und unsere Probleme mit uns mit.

Das ist ein Teil von Robinsons Roman. Zu der Trilogie werde ich besitmmt noch einmal mehr schreiben, bis dahin bin ich aber wohl zum absoluten Experten in Areografie – die Studie der Geografie des Mars – geworden. Das ist der andere Teil. Neben den ganzen Menschen geht es dem Autor nämlich vor allem um den Planeten selbst. Wer Red Mars liest, wird Experte des Mars in all seinen Facetten. Es gab selten ein Buch, in dem ich so oft nach vorne blättern musste, um auf der Karte nachzuschlagen, wo sich gerade die Figuren auf der Oberfläche rumtreiben. Ich sage es mal so: Würde ich jetzt morgen mit einem fähigen Rover auf dem Mars stranden, ich würde mich schon zurechtfinden.

Wem das nach zu viel Arbeit klingt, der kann auch einfach das neue Video vom großartigen YouTube-Kanal Atlas Pro schauen, der die spannende Dichotomie und Symmetrie der Marsoberfläche erläutert.


Netflix

Die Idee einer animierten Jurassic Park Serie existiert schon seit den frühen Neunzigern und bis heute trauern Hardcore-Fans dem vermuteten Potenzial so stark nach, dass sie ihre eigenen Titelsequenzen entwerfen.

Nun erscheint am 18. September die langerwartete Serie in Form der 3D-animierten Camp Cretaceous auf Netflix und nach diesem ersten Einblick ist meine Vorfreude gen Null gesunken. Der gesamte Look schreit nach billig produziertem SuperRTL-Scheiß, den ich schon als Kind hasste. Da ist nicht einmal ein Hauch von Charme. Das Design und die Animation der Figuren stechen dabei als besonders erschreckend heraus.

Bei einer solchen Serie sind aber sowieso die Dinosaurier die Stars, aber auch da werden Hoffnungen im Keim erstickt. Narrativ steckt die Serie nämlich schon vor dem Start in einer Zwickmühle: Einerseits verbinden Fans mit der Marke Dino-Action, andererseits gibt es nur den Vorfall aus Jurassic World, sodass die Serie parallel zum Film ablaufen muss. Die Figuren verbringen ihre Ferien im Jurassic World Jugendcamp, als der Indominus Rex ausbricht und die Insel verwüstet. Sofern sich die Serie Teil des Kanons sein wird, gibt es also massive Einschränkungen.

Der Trailer kündigt aber auch einige Attraktionen und Momente an, die noch vor dem Chaos die Magie eines funktionierenden Dino-Freizeitparks einfangen. Davon erhoffe ich mir mehr. Schlussendlich jedoch bestätigt sich die Chaostheorie: Die Dinos brechen aus und fressen die Besucher. Wird die Serie hier überhaupt Mut beweisen oder das Franchise weiter pervertieren?

Insgesamt wirkt dieser erste Einblick sinnbildlich für die falsche Richtung, in die das Franchise gerade einschlägt. Statt alles auf den großen Höhepunkt der Saga vorzubereiten, planen Universal und Produzent Frank Marshall bereits weitere Filme nach dem vermeintlichen Abschluss in Dominion. Angesichts dieser langfristigen Planung passt eine Streamingserie, die ein junges Publikum an die Marke binden soll, natürlich ins Bild.