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Steven Spielbergs Amblin Entertainment bringt eine neue sechsteilige Dino-Doku auf Netflix heraus, die hoffentlich die Wunden aus dem letzten Jahr heilen wird. The Dinosaurs ist der spirituelle Nachfolger von Life on Our Planet aus dem Jahr 2023 und wurde vom gleichen Team produziert. Lorne Balfe steuert erneut den Score hinzu und Morgan Freeman verleiht der Serie wieder seine Stimme als Erzähler. Alle Folgen erscheinen am 6. März.

Dino-Fans hegen jetzt die Hoffnung, dass die große Enttäuschung um das BBC-Revival von Walking With Dinosaurs aus dem letzten Jahr schnell vergessen wird. Nachdem WWD im Jahr 1999 das ikonische Walking with…-Franchise mit paleontologischen Fakten und damals bahnbrechenden Bildern zu einem narrativen Meisterwerk verband, konnte das Reboot nicht überzeugen. Zu wenig Tiefe, schlecht geschrieben, komische Struktur. Das Fazit: Keine Immersion durch eine stringente Erzählung – also gerade das Gegenteil von dem, was das Original so großartig machte.

The Dinosaurs soll wie schon Life on Our Planet auf eine hybride Inszenierung aus CGI und echten Aufnahmen setzen und so lebensechte Dinos in ihrer natürlich Umgebung zeigen. Teilweise funktioniert das im Trailer recht gut, manche der Szenen wirken aber etwas hölzern und nicht ausgereift. Das sieht jetzt schon ein Stück schlechter aus als AppleTVs Prehistoric Planet aus 2022. Wird natürlich trotzdem geguckt. Dinos sind Dinos.

Die Ankündigung klang für mich zuerst wie ein Witz, aber nun ist der erste Trailer zu Spider-Noir tatsächlich hier. Nicolas Cage lieh dem Charakter The Spider in dem Oscar-Gewinner Spider-Man: Into The Spider-Verse seine Stimme und ein paar Jahre später gibt es nun eine Live-Action-Serie mit Cage in der Hauptrolle. Von mir gibt es nicht mehr als ein Schulterzucken, auch wenn der erste Trailer recht stimmungsvoll ist und die Serie nach einem der besseren Streamingprojekte der letzten Jahre ausschaut.

Für Cage, selbst ein riesiger Nerd und Superheldenfan, geht hier sicherlich ein Traum in Erfüllung. Gleichzeitig ist dies aber – bis auf ein paar Auftritte bei SNL und einem ersten Schauspielgig als er noch unter seinem echten Nachnamen Coppola arbeitete – seine erste Hauptrolle in einer Fernsehserie und irgendwie schon ein trauriges Zeichen unserer Zeit. Spider-Noir wird acht Folgen lang werden, die Länge ist noch nicht ganz klar. Aber ich werde hier das Gefühl nicht los, dass es sich auch gut um einen echten Film Noir hätte handeln können – auf der großen Leinwand. Cage wirkte im vergangenen Jahrzehnt oft in miesen Filmen mit, um seine Schulden abzuzahlen. Aber es waren eben immer Filme mit einem Filmstar. Schon irgendwie eine aussagekräftig Entwicklung.

Seit dem Ende von Raimis Trilogie hat mich Spider-Man als Figur nicht mehr so richtig interessiert. Lediglich Tom Hollands Homecoming war als rudimentäre Version nochmal im Ansatz spannend, aber die Einbindung in größeres MCU-Storyling und die Tony Stark-Einwürfe nervten. Auch dass die Comics so viele Versionen erfanden, verwässerte das alles stark für mich. Sicherlich ist das nicht die einzige Figur, die dieses Schicksal erfuhr, aber bei dieser übergroßen Ikone des Superheldengenres stellte das schon einen größeren Verstoß für mich dar. Showrunner Oren Uziel gab dem Esquire Magazine ein Interview, in dem er über die Serie und einige mögliche Lore-Änderungen spricht, die mich aber nicht interessieren.

Die Serie erscheint in zwei Versionen, wobei aber Schwarzweiß eigentlich the only way to go sein dürfte.

 

Diese Übersicht zu den Super-Bowl-Werbespots mache ich nun seit 15 Jahren – wow! – und während Blockbuster-Vermarktung ja nie große Kunst war, fällt der qualitative Abrutsch in diesem Jahr besonders deutlich ins Auge. Da sind einmal die wenig mutmachenden Filmteaser: Seelenlose Animationsfilme, schlecht aussehende Blockbuster und… Filmmarketing getarnt als Bierwerbung? Aber keine Sorge, alles nur ein kleiner Joke, hehe!

Dazu kommen viele grässliche Spots, die AI vermarkten, u.a. mit Mr. Beast als Fürsprecher, oder von KI-generiert wurden. So ein Superbowl-Werbespot war früher der Goldstandard. Ich will da gar nicht jetzt diesen Kommerz künstlich in die Höhe halten, aber da stand wenigstens eine spürbar große Produktion dahinter. Heute spürt man gar nichts mehr. Es ist krass, wie viele Schauspieler durch KI ersetzt wurden, so diese typischen Extras im Hintergrund oder die Rolle mit drei Zeilen, die dann so einer aufstrebenden Schauspieler ein Jahr lang die Miete zahlt.

Ich habe mir alle Werbespots reingezogen für meinen jährlichen Post und so wenig interessante Ansätze gab es zuvor noch nicht. Hier ließ sich kein ikonischer Spot finden, über den alle am nächsten Tag reden – außer über Rings Überwachungsstaat. Dazu: Auch einige Werbespots für Wettbüros oder Abnehmspritzen. A real bleak look at the economy. Alles gesagt. Ab damit!

The Mandalorian and Grogu

Beginnen wir direkt mit einer ganz fürchterlichen Sache, die ich aktuell versuche zu ignorieren wo gut wie es geht: Der The Mandalorian and Grogu-Film. Wie mein Freund Matthias mir gestern sagte: Die Sache ist wohl, dass die bei Lucasfilm dachten, dass sie mit diesem Spot einen Home Run (oder hier eher Touchdown?) machen. Eine Parodie einer typischen Budweiser Bierwerbung, Sam Elliott als Erzähler und bisschen süße Werbung für den Film nebenbei. Bisschen weird, bisschen charmant, gutes Paket. Das Problem ist eben, dass es bisher keinen guten Trailer gab und der Hype für den Film quasi nicht existiert. Solche Clips funktionieren, wenn jeder in on the joke ist, aber bisweilen wirkt die Existenz des Films selbst eher wie ein Witz. You don’t have it, Mando! Matthias hat recht: “So wirkt es völlig random und schlimmer noch: befremdlich.”

The Adventures of Cliff Booth

Puh, so richtig klickt das für mich noch nicht. Aber ich vergöttere weder Fincher noch OUATIH, insofern keine große Überraschung. Der Look des Films unterscheidet sich auch durch den Szenenwechsel, viel dieser Hollywood-Crime-World spielt sich bei Nacht ab. Doch grundsätzlich passt dieser digitale Glanz nicht in die Welt von Cliff Booth für mich, von dem ich aber durchaus gerne mehr sehen möchte. Vielleicht nur kein guter First Look, ich bleibe optimistisch. (weiterlesen…)

“Knowledge comes at a cost” lässt uns der erste Teaser zum viertel Staffel der Horror-Serie From wissen, die ich seit Jahren immer in meinen Top 10 führe. Sicherlich ist das kein Peak TV, auch nicht mehr Tailend von Golden Age oder sowas, aber From bockt und ist oft scary und extrem gory mit einem wunderschönen Touch Sadismus. Am Ende der dritten Staffel – ohne etwas spoilern zu wollen – erlangen manche Figuren ihre “Erinnerungen” wieder und ich bin sehr gespannt, wie die Serie sich nun weiterentwickelt und ob es endlich mehr Antworten gibt dank diesem “Wissen”.

Die Serie darf man teilweise mit LOST vergleichen, denn auch hier finden sich random Leute an einem verlorenen, mysteriösen Ort wieder, können nicht fliehen und um sie herum treiben gespenstige Kräfte ihr Unwesen. ABCs Mega-Hit aus den Zweitausendern wurde oft vorgeworfen, immer wieder neue Mysterien zu präsentieren, ohne vorangegangene befriedigend (oder überhaupt) aufzulösen. Das sind inzwischen jahrealte Diskussionen, die ich hier nicht nochmal anfange, aber im direkten Vergleich ist From hier der größere Übeltäter. Keine Ahnung, wie lange die das noch ziehen wollen, aber es wäre jetzt Zeit, dass die Serie liefert.

Dieses Jahr wird es neben The Mandalorian and Grogu recht ruhig zugehen im Star Wars-Universum. Die Rückkehr des Franchises auf die Kinoleinwand kann momentan nur wenige in meinen Augen begeistern und ähnlich ist es auch mit der neuen Animationsserie Maul: Shadow Lord. Die Serie wurde auf der Star Wars Celebration Japan angekündigt, für Fans vor Ort gab es dazu auch einen Teaser Trailer, der jetzt leicht erweitert endlich online erschienen ist. Die Serie startet am 6. April auf Disney Plus, jeweils zwei neue der zehn Folgen dieser Staffel werden im Doppelpack ausgestrahlt, sodass das Finale am Feiertag May The Fourth erscheint.

Let’s not beat around the bush: Darth Maul ist eigentlich tot. Die Wiederbelebung in The Clone Wars war eines der Zeichen, die Serie nicht wirklich ernst nehmen zu müssen. Es gibt in seiner Geschichte zwischen der Order 66 und seinem Wiederauftauchen in Star Wars: Rebels fünfzehn Jahre, in denen bisher wenig (bis auf den Solo-Cameo) erzählt wurde. Das kann der neue Lucasfilm-Chef Dave Filoni nicht so stehen lassen, weshalb es auch knapp 20 Jahre nach dem Start von The Clone Wars immer noch diese alten Nachos aufgewärmt werden müssen.

Sicherlich ist die Qualität der Animation in den Jahrzehnten verbessert worden. Insbesondere The Bad Batch und zuletzt die wirklich schönen Tales of-Reihen hatten einen malerischen Strich, der teilweise über alte paint-on-glass-Techniken wie zu den Anfangszeiten ILMs für visuelle Höhepunkte sorgte. Aber die Serie mag noch so gut aussehen, am Ende dient das alles der neuen Show um … Maul. Und der erste Teaser Trailer enthüllt, dass sich diese Show … um Maul drehen wird.

Es werden ja kaum Elemente und Dynamiken gezeigt, die wir als Zuschauer aus dieser Zeit zwischen den Trilogien nicht schon oft genau so kennengelernt haben: Da ist der verlorene Order 66 Padawan, ein überlebender Jedi, Cameos von zwei vertrauten Inquisitoren. Bei der Stadt handelt es sich wohl um einen neuen Planeten, aber man könnte auch niemandem einen Vorwurf machen, der glaubt, dass es sich um Coruscant handele. Und Maul? Was genau macht er denn, außer zu kämpfen und hype moments zu farmen? Dem Teaser ist das nicht so wichtig. Wieso sollte es mir dann sein?

Spannend ist für Fans von Lucasfilmgeschichte, dass sich George Lucas’ frühe Ideen für die Sequel-Trilogie um eine Beziehung zwischen einem wiederkehrenden Maul und Darth Talon als Bösewichtpaar drehten. Darth Talon ist eine Figur aus den Legacy Comics. Lucas soll ihr Aussehen (Twi’lek, rote Haut, Tattoos wie Maul) sehr gut gefallen haben. Dass Maul hier mit einer Twi’lek, die dazu Machtnutzerin ist, interagiert, könnte diese Ansätze aufgreifen. Aber auch das wieder wäre nur Wiederverwertung von Altbekanntem und Rosinenpicken des alten Extended Universes. Wie man das auch dreht und wendet: Die Maul: Shadow Lord bleibt mit dem Fokus auf die Unterwelt eher uninteressant für mich und bleibt eine Existenzbegründung abseits des Lückenstopfens schuldig.

OSCAR-NOMINEE BRYCE DESSNER

22 Jan, 2026 · Sascha · Fernsehen · 0 comments

Vielleicht schreibe ich kurz vor den Oscars in einem Blogpost noch etwas mehr über meinen Eindruck der insgesamt schwachen Liste an Nominierten und enttäuschenden Snubs. Dennoch sei kurz angemerkt, wie sehr ich mich über die Nominierungen für Train Dreams freue.

Best Picture und Best Adapted Screenplay für Regisseur und Autor Clint Bentley, ja. Besonders aber sticht Kameramann Adolpho Veloso für mich hervor, dessen wuchtvollen Bilder, fast ausschließlich mit natürlichem Licht geschossen, die Zeitlosigkeit dieser unauffälligen Geschichte majestätisch untermalen. Am meisten pocht mein Herz für Bryce Dessner, The National Gitarrist und nebenberuflich Komponist dieses fantastischen Scores, leider aber nur für Best Song nominiert. Der Song ist aber in Kollaboraton mit Nick Cave eine unvergessliche Hymne geworden, die tatsächlich auch das Zeug hätte, die Statue mit nach Hause zu nehmen.

Wahrscheinlich aber ist der Song zu unaufdringlich und Sinners wird die technischen Kategorien sweepen, inklusive Best Song auf dieser Welle reitend, bevor dann One Battle After Another und PTA die wichtigen Kategorien mitnehmen. Aber mal abwarten und Daumen drücken! Sehr schade um Joel Edgerton auf jeden Fall. Sein Gesicht ist die spannendste Landschaft inmitten wunderschöner Naturmomente und der Film steht und fällt mit dieser Performance. In gewisser Weise sind die Nominierungen um ihn herum die Anerkennung, die ihm eigentlich zusteht.

Das Warten hat endlich ein Ende! Am 27. März startet die fünfte Staffel For All Mankind auf AppleTV. Die Alt-History springt erneut ein Jahrzehnt nach vorne und kommt im Jahr 2012 an: Obama, Call Me Maybe, Gangnam Style und NASAs Curiosity-Rover landet erfolgreich auf der Mars-Oberfläche. In der Serie leben die Menschen dort aber schon nun zwei Jahrzehnte und nachdem die Ereignisse der letzten Staffel wirtschaftliche Investitionen in die Mars-Wirtschaft unabdingbar machten, ist der wissenschaftliche Outpost zur permanenten Siedling angewachsen.

Alex Poletov, der Enkel von Ed Baldwin, verkörpert als erster Marsianer diese Entwicklung. Der erste Teaser sowie das Poster konzentrieren sich daher auf ihn und diesen Generationenwechsel. Das Motorad holt mich total ab! Das ist eine schöne Idee, die sich auch immer mehr von etablierten Looks und Vehikeln löst und selbst das Rad (pun intended) neu denkt. Dazu ist das Motorrad eben auch das Gefährt aller Freigeister und gleichzeitig Symbol für die Freiheit. Das passt zu den Graffitis, die bereits am Ende der letzten als Easter Eggs zu sehen waren und nun im Poster auch recht prominent thematisch in Szene gerückt werden.

Die fünfte Staffel wird also wohl nicht direkt zu den Gasgiganten aufbrechen, sondern sich erst um den Unabhängigkeitskampf der Marsianer drehen. Hoffentlich gelingt ein Spagat zwischen beiden Ansätzen? Außerdem brodelt ja Kellys Alien-Subplot auch noch seit zwei Staffeln im Hintergrund, der sollte endlich mal fruchten.

Zusätzlich zu diesen Releasen gab es erste Szenenbilder inklusive Joel Kinnaman als Ed Baldwin, der nun in seinen Achtzigern ist und Neil Armstrong auf seinen alten Tagen sehr ähnelt. Sicherlich nicht unbeabsichtigt. Das Old-Age-Makeup sieht insgesamt natürlicher aus, so sehr sogar, dass die Figuren fast jünger wirken als in Staffel 4.

Auf Social Media fanden das schon viele witzig (ich auch), dass er jetzt so alt ist und einfach immer noch dabei ist. Aber das war ja immer der Charme der Serie sowie der Reiz der Idee. Kinnamans Vertrag geht über fünf Staffeln. Ehrlich gesagt ist ein friedlicher Tod im Krankenbett in Happy Valley für mich viel stimmiger als ein Heldentod wie bei seinen Zeitgenossen Gordo und Tracey. Ich will es auf den Punkt bringen: It rules.

Heute startete die erste Staffel vom neuen Game of Thrones Spin-off A Knight of the Seven Kingdoms, eine Geschichte über den “Heckenritter von Westeros”. Die Serie basiert auf den Dunk & Egg Novellas von George R.R. Martin, in denen der reisende Ritter Ser Duncan The Tall ohne festen Lehnsherr und mit Knappe Egg in den ersten Folgen an einem Ritterturnier teilnehmen will. Mir gefiel die erste Folge richtig gut. Sie zeigt Westeros nicht aus der Sicht von Königen und Hofstaat, sondern dem so genannten smallfolk, den Personen von niedriger Geburt in diesen Landen. Ein erster großer Gag unterstreicht daher auch, dass die Figuren hier eher in Matsch und Exkremeten, gegen Wind und Wetter kämpfen müssen – statt gegen gefährliche Drachen. Das passt zu Martins Inspiration, Chaucers The Canterbury Tales. Daher ist auch der Umgangston erfrischend anders und führt zu lockeren Comedy-Momenten. Mich erinnerte das in charmanter Hinsicht hier in der erste Folge an Ocarina of Time, in der ein herumreisender, junger Link von pikierten NPCs herumgescheucht und despektierlich als Depp abgetan wird. Ich glaube, dass ich diese Serie trotz ihrer kurzen Laufzeit (6 Folgen, teilweise weitaus kürzer als die Standardlänge von HBO) in mein Herz schließen werde.

Wie das alles funktioniert wird uns die Serie sicher noch genau erklären. Wer aber schon jetzt mehr über die Ritterspiele in Westeros wissen will und von heldenhaften Taten mutiger Ritter im Laufe der Geschichte erfahren will, dem sei dieses neue Video von InDeepGeek ans Herz gelegt.