Fernsehen - PewPewPew

Vor drei Jahren fiel mir schon Jim Carreys abgefahrener Red Carpet Auftritt ins Auge, der auch gut und gerne eine Deleted Scene aus einer vierten Staffel von Damon Lindelofs Serienmeisterwerk The Leftovers hätte sein können. Bei der ersten Präsidentschaftsdebatte zwischen Joe Biden und Donald Trump überkam mich ein ähnliches Gefühl, als Joe Biden seine Söhne, inklusive den 2015 verstorbenen Beau, verteidigen musste. Mir geht seitdem dieser wiederholte Ausruf “My Son. My son. My son.” nicht mehr aus dem Kopf. Was ein Moment.

Deshalb habe ich das schnell mit Max Richter verpackt und im Kontext der globalen Pandemie passt das einfach für mich wie Arsch auf Eimer.


AMC

Fear The Walking Dead ist auf Amazon zurück. Die Freude ist angesichts der katastrophalen fünften Staffel begrenzt. Dennoch deutet sich hier ein toller Neuanfang an.

Es gibt einen Vertrag zwischen Zuschauer und Serie – und Fear the Walking Dead hat diesen schon mehrmals gebrochen. Wenn eine Serie im Fernsehen oder auf einem Streaming-Anbieter startet, mit der wir möglicherweise eine langjährige Bindung eingehen, dann basiert das Vertrauensverhältnis vor allem auf einem Versprechen: Diese Geschichte ist keine Zeitverschwendung sein.

Das bedeutet nicht zwangsläufig, dass der Zuschauer fortan immer weiß, was passiert. Oft macht sogar das Gegenteil den großen Reiz aus und lässt uns von Woche zu Woche wieder einschalten. Fear the Walking Dead hat uns in den letzten zwei Staffeln jedoch immer öfter im Stich gelassen, sodass es eigentlich keinen Grund mehr gibt, noch einen Blick in die Serie zu wagen. Der Auftakt der 6. Staffel belehrt uns dennoch eines Besseren.

Fear The Walking Dead: Implosion einer Fernsehserie

Würde Fear the Walking Dead nicht von seinem Franchise geschützt werden – die Serie wäre vermutlich schon längst abgesetzt worden. Gerade die 5. Staffel war eine kreative Bankrotterklärung. Das Finale der Beweis, dass die Showrunner die Notwendigkeiten und Logiken des Genres grundsätzlich nicht verstanden haben. (weiterlesen…)

An Adventure 25 Years In The Making: Mit Jurassic World: Camp Cretaceous wird der lang gehegte Traum einer Kinderserie im Jurassic Park Franchise endlich Realität. Zusammen mit Conrad W. Mildner diskutiere ich, ob diese Idee überhaupt so gut war und ob die Serie nicht vielleicht zu spät kommt, was man als erwachsener Fan aus ihr ziehen kann und wie genau sie sich an den restlichen Kanon anschmiegt.

Shownotes:
Bildquellen: Netflix/Universal
Mondo: Season One Vinyl Box Set
YouTube: The Battle at Big Rock
RIP: Brian Franczak (1955-2020)
PewPewPew: Jurassic Park Spielzeugkarten
PewPewPew: Zelda Ghibli
PewPewPew: Jurassic Park Fan-Intro
Klayton Fioriti: Die niedrigen Preise der Dinos
THR: William Stouts Jurassic Park Concept Art

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Auch in seiner Solokarriere bleibt sich The National-Frontmann Matt Berninger treu: Das Flehen am Ende einer Beziehung trifft auf schlechte Suff-Dancemoves. Ich mag das. Berningers Debütalbum Serpentine Prison erscheint am 16. Oktober.

Was bleibt von der ersten Star Wars Live-Action Serie nach einem Jahr übrig und was kommt noch auf uns zu? Das und mehr fragen sich Matthias Hopf und ich in der Rückkehr unseres Mandocasts. Wir diskutieren den Trailer zur zweiten Staffel von Lucasfilms The Mandalorian und fragen uns, ob die neue Staffel eventuell unter dem Gewicht der Gerüchteküche zu ersticken droht.

Die zweite Staffel von The Mandalorian startet am dem 30. Oktober weltweit auf Disney+. Wir werden erneut die Serie episodisch besprechen. Die bisherigen Folgen und mehr zur Serie findet ihr hier.

Shownotes:
Bildquellen: Disney/Lucasfilm
Mondo: Season One Vinyl Box Set
EW: Season Two First Look
Moviepilot: The Mandalorian mutiert zu Game of Thrones
Den of Nerds: Mandalorian Drama

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Soundcloud: PewCast 056: The Mandalorian – Staffel 2
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Disney+

Zynismus bleibt angesichts Disneys Marktdominanz und Superheldenfokus nicht die schlechteste Grundhaltung gegenüber den Serienerweiterungen auf Disney+, aber der Trailer zu WandaVision hinterlässt jetzt nicht den schlechtesten Ersteindruck. Schon die Ankündigung aus dem letzten Jahr, dass WandaVision eine Sitcom werden bzw. Sitcom-Elemente implementieren würde, verblüffte ein wenig. Doch der erste Trailer verschreibt sich der Idee und den stereotypischen Entwicklungen des Fernsehgenres recht treu und spielt schon jetzt mit den Ideen.

Gleichzeitig werden aber bereits Comic-Elemente wie ein Teaser für House of M oder Anspielungen auf das Vision-Kostüm aus den alten Marvel-Comics eingebunden, die das Ganze leider an in das größere MCU einbinden. Insgesamt sieht das aber nach einem spannenden Mix aus und sofern sich die Sitcom-Elemente nicht als einmaliges Gimmick entpuppen, besitzt die Serie durchaus größeres Potenzial. Das Spiel mit den Genrekonventionen dürfte für Spaß sorgen, während Visions Tod, der ihm und Wanda dieses amerikanische Familienideal verwehrt, eine bittersüße Note mitbringt.

Vielleicht stellen diese Disney+-Serien (haha, get it?) doch eine gute Chance da, aus diesen eher langweiligen Blockbusterfiguren ohne die großen Crossover-Events, in denen die Welt gerettet werden muss, Comichelden zu kreieren, die ihren Geschichten aus den normalen Ausgaben näherkommen. The Mandalorian macht Mut.

If you’re gonna be dumb, you gotta be tough.

Vor zwanzig Jahren schrieb eine Gruppe um den Herausgeber eines Skateboard-Magazins mit diesem Mantra erst Fernseh-, dann Kinogeschichte. Personen wie Johnny Knoxville oder Steve-O wurden für eine ganze Generation von Heranwachsenden zu Idolen, ihre Namen weltberühmt und ein Synonym für eine neue Art von Star.

Seit einigen Jahren ruht das Franchise. Die Mitglieder probieren sich an neuen Aufgaben, erleiden Schicksalsschläge oder erliegen ihren Suchtproblemen. Doch immer wieder geistert die Idee eines vierten Films durch das Netz. Die Legende lebt.

Gemeinsam mit Lucas Barwenczik bespreche ich im neuen PewCast die Magie von Jackass und wieso es Kunst war, als sich Männer auf dem Zenit des amerikanischen Konsums in Einkaufswägen setzten und Schmerz zufügten.

Unter allen Zuhörern wird ein Jackass-Fanpaket aus Jackass – The Movie, Jackass – The Box Set und Jackass 3D verlost.

Shownotes:
Bildquellen: Paramount Pictures / MTV
Liu Bolin: The Invisible Man
Jimmy Kimmmel Live: Johnny Knoxville is a bad stuntman
Rolling Stone: Jackass 15 Years Later

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Showtime

Das ist natürlich rein subjektiv, aber ich muss schon lachen, wenn ich dieses Bild sehe. Reilly, Armisen und Heidecker als Astronauten – eine herrliche Idee, bei der ich schon jetzt kichern muss. Produziert wird das von den drei Schauspielern sowie Jonathan Krisel, der mit Armisen bereits bei Portlandia und mit Heidecker an der Tim and Eric Show mitarbeitete. Krisel schrieb zuvor auch für Baskets, Kroll Show sowie Man Seeking Woman und hat bei allen sechs Episoden Regie geführt. Produziert wird die Serie vom Indiegiganten A24.

Auf dem Papier ist Moonbase 8 also schon mal zum Lachanfallauslöser prädestiniert und der Teaser überzeugt mich mit dieser Mischung aus seriösem Ansatz und ausbrechendem Blödsinn. Für mich natürlich auch ein naheliegendes Sujet. Wäre schade, wenn das nichts wird.