Nach ersten Infos und einer kryptischen Marketingkampagne öffnet der erste Trailer zu Vince Gilligans neuer AppleTV-Serie Pluribus die Tore zu einer alptraumhaften Welt: Carol, gespielt von everbody’s darling Rhea Seehorn, wacht in einer Welt auf, in der ein unerklärliches Virus alle Menschen infiziert hat und krankhaft glücklich gemacht hat – alle bis auf sie. Nun versuchen die anderen es ihr bequem zu machen, sie “aufzumuntern” und lassen sie nicht mehr in Ruhe, bis es ihr auch endlich gut geht.
Super witziges, cleveres Konzept, das sehr gut in die Zeit passt, in der sicherlich einige – yours truly included – das Gefühl beschleicht, dass sich um sie herum einiges zu Negativen verändert; das aber irgendwie nicht so viele bzw. nicht genug stört. Neben Gilligan als Showrunner und Creator kehren Alison Tatlock und Gordon Smith of BCS-Fame zurück als Exec. Producer und Autoren. Ich bin ehrlich: Ich hätte auch mal ohne Albuquerque als Dreh- und Handlungsort gekonnt, aber dass die Produktionscrew dort seit vielen Jahren auf bekannte Strukturen zurückgreifen kann ist sicherlich ein Plus für die Serie, die insgesamt richtig gut ausschaut.
Wenn ich aber jedoch ein kleines Manko habe, dann dass mir bisher die typischen Kameraeinstellungen fehlen, für die Gilligan bekannt ist. Vielleicht fehlen hier die Magie von Michael Slovis, der langjährig als Kameramann für Breaking Bad diente oder die Ideen von Peter Gould, dem Co-Creator von Better Call Saul. Am Ende wird es wohl eher daran liegen, dass die sich nicht eignen für die Trailervermarktung und die Welt an sich nicht gut verkaufen. Auf jeden Fall ist der Hype jetzt nach diesem Trailer bei mir endlich da. Am 7. November geht es los, die erste Staffel hat neun Folgen und eine zweite ist bereits in Produktion.
16 Oct, 2025 · Sascha · Fernsehen · 0 comments
Andere schauen Horrorfilme im Oktober, ich poste Horror-Trailer: It: Welcome To Derry erscheint schon bald Ende Oktober auf HBO und das ging bisher komplett an mir vorbei. Das liegt an einigen Gründen, z.B. dass ich nicht als größer Fan jede King-Adaption verfolge und die beiden Filme auch nicht so weltbewegend fand – schon in der Kindheit fand ich die Faszination mancher Nachbarschafts- oder Schulfreunde mit diesem vermeintlichen schrecklich beängstigenden TV-Film etwas befremdlich. Also, nicht falsch verstehen, sicherlich gute Unterhaltung und besonders für eine neue Generation war das – wenn ich mir das Cosplay auf manchen Cons anschauen – durchaus einfach ein Event gewesen. But’s it no The Exorcist (and no Mama too, for that matter!).
Die Serie will die Zwischenkapitel aus diesem elend langen Buch adaptieren und über drei Staffeln hinweg – mit den bekannten Zeitsprüngen – Pennywises Treiben in den Jahren 1962, 1935 und später 1908 erzählen. Das klingt nach einem spannenden Ansatz, und ich war ehrlich überrascht, wie viel Mühe man sich gegeben hat, damit das wieder so aussieht wie in den Filmen.
Aber klar: Es ist eine Serie von HBO, die immer noch Peak TV machen wollen (Betonung auf wollen) und Andrés Muschietti kehrte nach dem The Flash-Debakel wieder zurück, insofern also keine Überraschung. Irgendwann während des Trailers war ich überrascht, wie wenig man Pennywise selbst zeigt, ist er doch durch die Filme nun kein wirklicher Reveal mehr. Wer wird ihn also spielen, will man das uns noch vorenthalten? Und, äh, achso, nö, das ist einfach wieder Bill Skarsgård in der Rolle lol.
Angesichts dessen ich doch etwas verwirrt, dass man nicht mehr für die Serie wirbt. Wie gesagt, vielleicht ging das alles an mir bisher zu sehr vorbei. Vielleicht habe ich das auch gefühlsmäßig mit Castle Rock verwechselt und ignoriert? Anyway, habe jetzt schon Bock auf diesen Horrorquatsch rund um Halloween.
By the way, fun fact für alle, die schon immer die Betonung von It in der deutschen Übersetzung lustig funden (in meiner Kindheit sprachen schon immer alle von “Eees”): Auf Sky läuft die Serie dann bald unter dem Namen Es: Welcome To Derry haha.
06 Oct, 2025 · Sascha · Fernsehen,Film · 0 comments
28 Sep, 2025 · Sascha · Fernsehen · 0 comments
Am 29. Oktober 2025 erscheinen im Rahmen der dritten Staffel von Star Wars: Visions, einer animierten Anthologieserie, neun neue nicht-kanonische Geschichten aus einer weit, weit entfernten Galaxis. Tatsächlich sind manche dieser Ansätze out there, vieles davon kann man aber auch wieder schnell vergessen. Höhere Gefühle als “hm, ganz cool” gab es in unseren PewCast-Besprechungen der ersten beiden Staffeln nicht zu spüren.
Spannend jedenfalls: Die Staffel kehrt zu japanischen Animationsstudios zurück, was auf der diesjährigen Celebration für Jubel sorgte. Der Trailer bestätigt nun auch die Ankündigung, dass drei Geschichten aus dem ersten Volume zurückkehren (The Ninth Jedi, The Village Bride, und The Duel, wozu es ja sogar Actionfiguren und eine Romanerweiterung gab).
Das finde ich prinzipiell cool, andererseits sollte dieses Projekt insgesamt doch eigentlich in der Breite einfach mehr Möglichkeiten aufzeigen und spielerisch für frischen Wind sorgen. Statt repetitiven Ansätzen sollte man doch besser Butter bei die Fische machen und – wenn schon – dann die Produktion einer ganzen Mini-Serie verfolgen.
Weder die Geschichten noch die Studios oder die gezeigten Ausschnitte reißen mich vom Hocker, aber ich freue mich, dass es weitergeht und man sich diesen Spaß weiterhin gönnt.
21 Sep, 2025 · Sascha · Design,Fernsehen,Photographie · 1 comment
Mein Co-Host Matthias, mit dem ich Andor in Gänze im PewCast begleiten durfte, war vor Kurzem in London zugegen und ließ es sich nicht nehmen, die Drehorte dieser großartigen Serie zu besuchen. Hier kommen Liebe für Star Wars, Architektur und Fotografie in einer wundervollen Tour zusammen, die es wirklich geben sollte. Ich darf sie mit euch hier schon vorab teilen.

(In black and white, of course – for maximum brutalist impact.) (weiterlesen…)
06 Sep, 2025 · Sascha · Comics,Fernsehen · 0 comments
Nach dem großen Indie-Erfolg von The Walking Dead und dem Ausbruch der Zombie-Mania sprang Marvel Comics in den Zweitausendern auf den Zombie-Zug auf und heuerte niemand geringen als Robert Kirkman himself an. Marvel Zombies war geboren und die ersten fünf Issues erschienen 2005. Es folgten noch weitere Runs, aber nicht mehr aus der Feder von Kirkman. Am Ende wurde das eigene Marvel-Universum mit einem Timeloop abgeschlossen und verrottet seit jeher vor sich hin.
Als dann Marvel Studios vor ein paar Jahren Disney+ mit Content füllen musste, kam die wilde Idee einer What If..? Serie in Animationsform eigentlich gelegen. Man hatte die Schauspieler, ihre Likeness, also warum nicht? Am Ende waren das alles bis auf die Doctor Strange-Folge ziemlich öde Veranstaltungen. Eine davon war auch wohl eine Zombie-Folge, wie ich jetzt feststellen musste; eigentlich habe ich keine Erinnerung daran.
Diese Folge wird nun um vier weitere ergänzt. Marvel Zombies wird zu einem eigenen Special Event – also auf Deutsch: zu einer Miniserie. Und auch wenn der Trailer seine Momente hat und ich das Ding wohl direkt am ersten Tag mit einem Bissen verschlingen werde, muss man doch kurz festhalten, dass diese Serie nun ein gutes Jahrzehnt zu spät kommt.
Einmal ist der Zombie-Zug wirklich abgefahren und das auch schon seit einigen Jahren. Es mag zwar immer drölf The Walking Dead Spinoffs, aber wer schaut sich as an? Die Hochphase der Originalserie war vor zehn Jahren. 28 Years Later ist der Film des Jahres – aber gerade weil er sich nicht den Zombies komplett hingibt. Auch Zack Snyders Alien-Zombies sind komplett gefloppt. Wen soll das also noch alles interessieren?
Dazu ist der aktuelle Zustand des MCUs so schwach, dass hier nur die absolute C-Riege an Figuren vorkommt. Klar, es muss ja keine direkte Adaption sein, aber die vorhandenen Schauspieler und Figuren sind schon recht erbärmlich. Wer wollte denn Yelena und Red Guardian im Kampf gegen die Horden an Untoten sehen? Vor zehn Jahren war das MCU noch nicht an dort angelangt, wo man Normies das Multiversum andrehen konnte – was ja ohnehin ein gescheiteter Versuch ist. Nun ist die Vorarbeit geleistet, aber es fehlen die Avengers wie RDJ, Chris Evens, und die anderen großen Gesichter.
Dass hier Mahershala Alis Blade seinen ersten und womöglich auch einzigen Auftritt haben wird? Ein Armutszeugnis.
29 Aug, 2025 · Sascha · Fernsehen · 0 comments
Heute vor 20 Jahren wurde die Pilotfolge von Prison Break auf FOX ausgestrahlt. Mir erzählte erst letztens jemand, dass Michael Scofield sein Vorbild sei. Die Serie hat inzwischen einige Jahre auf dem Buckel, deshalb verwunderte mich diese Aussage doch sehr. Einerseits, weil die Serie noch überhaupt geschaut wird und zweitens, dass sie wohl tatsächlich noch so beliebt ist. Denn solche Liebesbekundungen Fans zweiter oder dritter Generation hörte ich nicht zum ersten Mal.
Die Serie zieht auch heute noch viele junge Zuschauer in ihren Bann. Ich glaube, dass sie mit ihren starken Männlichkeitsidealen besonders für viele junge Zuschauer attraktiv ist. Natürlich spielt der verführerische Cliffhanger der Pilotfolge – Michael trägt die Pläne des Gefängnisses als Tattoo auf seinem Körper – immer noch eine riesige Rolle und sorgt für schnelle Begeisterung. Für Gen Z aber steht die Serie meiner Wahrnehmung nach fast auf dem gleichen Level wie Breaking Bad.
Was ich wiederum recht witzig finde, denke ich mir doch jedes Mal, wie viel besser die Serie für mich als Millenial, der die Ausstrahlung live mitverfolgte, funktioniert hätte, wenn sie früher geendet wäre. Manchmal ist das Beste, was einer Serie passieren kann, dass sie gecancelled wird. Spätestens nach Staffel zwei, am besten sogar nach Staffel eins hätte Schluss sein können und vielleicht auch müssen, so sehr ich Teile der dritten Staffel auch mag.
Hier muss ich nun gestehen: Ich habe die vierte Staffel nie beendet und damals abgebrochen – für mich ein wirklich ganz seltenes Ereignis. Ich bleibe normalerweise treu – und manchmal auch treudoof. Das ultimative Ende des abschließenden Films ist mir bekannt, die Entwicklungen des Rests davor auch im Groben. Alles davor fand ich nur noch zäh und langweilig, viel zu komplex und den ganze Verschwörungsplot am Ende mega erzwungen, um die Geschichte weiterzuerzählen.
Trotz den teilweise doch negativen Impressionen späterer Staffeln bleibt Prison Break ein bemerkenswertes Phänomen: eine Serie, die über Generationen hinweg fasziniert. Es liegt sicherlich an den gut geschriebenen Twists und Michael Scofields Cleverness, der Spannung oder einfach der Mischung aus Mut, Freundschaft und Verrat sowie den fasizinierenden Figuren wie T-Bag.
24 Aug, 2025 · Sascha · English,Fernsehen · 0 comments
Peacemaker‘s second season premiered this week and with it came yet another performance of hilarious dance choreography. And the critics sure are loving it! “The ability of the actors to keep a straight face through the whole thing is nothing short of amazing,” YouTube-commenter StaggerOmega is raving. OvspP praises showrunner James Gunn’s love for the craft: “They did a full new dance in choreography for both seasons! That’s a commitment.” The man simply has outdone himself. And stanzer09 agrees: ” After watching this about 50 times, I’ve decided I like this opening more than the first season’s.”
I mean, you really gotta hand it to Mr. Gunn. He’s a man of the people, giving fans exactly what they want. It’s like he’s saying through the screen: “Look, it’s the superheroes from my brutal show – but they are dancing! Usually they are violent and punching each other BUT HERE THEY ARE DANCING! Isn’t that funny?!”
Gen X’s refusal to take anything seriously – and, most importantly, themselves – is why they failed as a generation. See, I’m not against dancing or subversion of genre expectations and I don’t want to shit on people’s joy. I honestly couldn’t care less about Peacemaker, the character. Superhero shows often glorify violence; Peacemaker, the show, acknowledges that but also breaks it down with absurdity, showing that these characters can be silly, vulnerable, and humanized in unexpected ways.
But that’s been James Gunn’s one-trick pony for more than a decade at this point and it elevated him to superstar status. The only man to be (fully, and righteously) uncancelled! Superman’s going for broke monologue about his humanity was high school slam poetry coded cringe. I know that you could just write this off as one filmmaker’s cynic ramblings in superhero slop but this is one of the most powerful producers in Hollywood right now making decisions about mainstream cinema, which is to be consumed by millions. And I think this really fucking sucks.