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Die Nachricht ist inzwischen ein paar Wochen alt, in der Internetzeitrechnung sind das ungefähr drölfeinhalb Jahre, und trotzdem muss sie in dem Star Wars umkämpften Blog PeffPeffPeff natürlich einen Platz finden: Neben einer ganz großartigen Schauspielerriege wird Werner Herzog Teil des Star Wars Franchises.

Pedro Pascal (Narcos) has been cast in the title role as a lone Mandalorian gunfighter in the outer reaches of the galaxy. He is joined by Gina Carano (Deadpool), Giancarlo Esposito (Breaking Bad), Emily Swallow (Supernatural), Carl Weathers (Predator), Omid Abtahi (American Gods), Werner Herzog (Grizzly Man) and Nick Nolte (Affliction).

Das begeistert mich vor allem, weil Werner Herzog das a) sicherlich als Abenteuer begreift, b) er seine Rollen immer sehr bewusst auswählt und c) er seine Rollen mit absoluter Hingabe performt. Aktuell befinden wir uns noch in der wunderbaren Schwebe, in der Herzog alles sein kann. Wir wissen nicht, in wievielen Episoden er mitspielen wird, ob seine Figur CGI ist oder er einen untergetauchten Ex-Grandmoff spielt. Die Möglichkeiten sind schier unbegrenzt und das ist genau das, was Star Wars jetzt braucht. Pure Begeisterung!

Ansonsten hatte ich bisher nicht über The Mandalorian gebloggt, weil Beziehungsstatus: kompliziert, ABER: Ich freue mich. Ich vertraue Jon Favreau fast noch mehr als Gareth Edwards den wahren Star Wars Mythos fortsetzen zu können und eine aufrichtige Fanbeziehung zum Stoff zu haben. Dazu ist er ein guter Regisseur und Dave Filoni wirkt bei den acht Folgen der ersten Staffel als Produzent mit, was ebenfalls nur als gutes Zeichen gewertet werden kann.

Außerdem: Underworld! New Republic (Mon Mothma Cameo?)! Hutts! FO-Anfänge? Dengar (Nick Nolte?)! IG-88! Thrawn? Qi’ra?! Ja, doch, das wird. Ich halte es dazu für möglich, dass die Staffel uns Pedro Pascals wunderschönes Gesicht komplett vorenthält und sich erst am Ende herausstellt, dass es doch Boba ist. Irgend so ein Reveal mit dem Helm. Fänd ich cool.

Den Synthie-Melodien von Futurecop! bin ich schon lange verfallen, dieser neue Track begeistert mich aber vor allem durch sein geniales Musikvideo mit Szenen aus Odysseus 31, japanisch-französischen Zeichentrickserie aus dem Jahr 1981. Odysseus 31 wurde bei Tele 5 im Rahmen der Sendung Bim Bam Bino, welchen ich religiös verfolgte, ausgestrahlt, und war mir aber zuvor nicht bekannt. Sieht super schick aus und hat nur 26 Folgen, die Odysseus Geschichte spacig nacherzählen. Anscheinend gibt es keine DVD-Veröffentlichung, aber ich bin mir sicher, dass das Internet da weiterhelfen kann.

Das Intro sieht schon mal mega aus. (weiterlesen…)

Bandersnatch war eine große Enttäuschung, aber womöglich der Start des ersten großen Memes von 2019. Das Konzept hat definitiv Potenzial.

YouTube war schon seit jeher der reinste Himmel für Domian-Fans, jetzt aber ist der Endgegner erschienen. In dieser Playlist findet ihr alle offene Sendungen in voller Länge im Radio & TV Format sowie viele Highlight-Clips. Regelmäßige Aktuallisierungen inklusive. Wow.

Achtung, Technologie! Black Mirror kehrt heute mit einem Event-Film auf Netflix zurück, in dem die Zuschauer an bestimmten Stellen den Fortgang der Geschichte selbst bestimmen können. Insgesamt hat man wohl knapp über 5 Stunden Material gedreht, was an die Länge einer gewöhnlichen Staffel heranreicht. Die wäre mir auch lieber gewesen, sind bei Black Mirror doch die spannenden Konzepte interessanter als die eigentliche Ausführung. Trotzdem ist dieses Experiment durchaus interessant und passend bei Black Mirror, Netflix möchte sich Gerüchte zufolge in Zukunft öfter an diesem Konzept versuchen.

Zum Trailer: Sieht mir alles ein wenig zu vertraut aus. Wieder 80s. Wieder Spiele. Wieder Nerds. Mal abwarten, wie unterhaltend die Ablaufdiagramme der Entscheidungen auch beim mehrmaligen Durchspielen sein werden und ob es geheime Tricks mit den Zuschauer gibt. Was passiert zum Beispiel, wenn man keine Entscheidung trifft und stattdessen abwartet? Trifft das Program eine Entscheidung? Gibt es geheime Enden? Die Idee passt definitiv zur Serie.

In 1984, a young programmer begins to question reality as he adapts a sprawling fantasy novel into a video game and soon faces a mind-mangling challenge. Welcome back.

In der Zukunft will Charlie Brooker weiter mit seiner Serie experimentieren (statt Wipe 2018 zu machen, was soll das, Charlie?!) und Sequels zu Folgen (“Return to White Bear” – Cool, why not?) oder Medleys gestalten (Mein Favorit: Metalhead Prequel + die Hochzeit aus Nosedive).

Außerdem cool: Es gibt jetzt ein Making-Of Buch namens Inside Black Mirror.

Ich liebe Borat. Sasha Baron Cohens Reise durch die Post-9/11-USA stellt für mich seit mehr als einem Dutzend Jahre eine nahezu perfekte Komödie dar. Ich habe Borat etliche Male gesehen, für den Film in jedem Freundeskreis quasi missioniert und ich erinnere mich noch sehr genau an die schönen Schmerzen in der Wangenmuskulatur, als ich aus dem Saal ging. Ich habe nie wieder im Kino so gut und viel gelacht.

Der Kinohit bedeutete aber natürlich auch, dass die Figur gestorben war oder Cohen sie zumindest für einige Zeit auf Eis legen musste. Es überrascht mich ein wenig, dass Cohen erst jetzt als Borat mit einiger Verspätung durch Trumplandia zieht, aber jede neue Minute an neuem Material erfreut.

Daher finde ich diesen zahmen Clip auch per se nicht enttäuschend, er stellt eher eine verpasste Chance da. Aus einer kreativen Sicht lässt sich jedoch nachvollziehen, dass die neuen Figuren aus Cohens Who is America?! – für mich die beste Comedy-Serie seit Jahren – ihn mehr reizen und auch wesentlich besser funktionieren.

Ich kann es kaum fassen und meine Freude kaum mit Worten ausdrücken: Disney plant eine zweite Live-Action Fernsehserie für ihren neuen Streamingdienst Disney+ über Cassian Andor und die Rebellion. Die Serie wird von Cassians Zeit als Spion und seinen zwielichtigen Aktionen erzählen, wegen denen er in Rogue One unter großen Schuldgefühlen leidet.

Diego Luna bleibt auch nach Rogue One und der VR-Experience Secrets of the Empire der Rolle treu. Möglicherweise kehren auch Jimmy Smits als Bail Organa und Genevieve O’Reilly als Mon Mothma zurück. Auch Ian McElhinney (Jan Dodonna) hätte bestimmt wieder Interesse am Star Wars Universum und Ahsoka Tano sowie der Rest der Crew der Ghost aus Star Wars: Rebels könnten ihre ersten Live-Action Cameos bekommen. Die Möglichkeiten hier sind ziemlich unbegrenzt und nachdem Solo: A Star Wars Story erneut die dunkle Unterwelt des Imperiums beleuchtet hat, kann eine Serie mit mehr Zeit und Raum sicherlich nur noch besser werden. Die moralischen Manöver auf dem Weg zur Freiheit und die zu erbringenden Opfer eignen sich auf jeden Fall für ein spannendes Drama.

All das ist aber bisher nur Spekulation. Noch steht außer der Serie und Lunas Rückkehr nichts fest. Gedreht wird auch erst nächstes Jahr. Trotzdem freue ich mich unglaublich über diese Ankündigung. Rogue One ist für mich nach ROTJ mein Lieblingsfilm geworden und ich habe in der Vergangenheit des Öfteren einen Mangel an Kram über Cassian (Ich liebe die Figur und habe einen meiner Kater nach ihr benannt) im Expanded Universe beklagt. Jetzt wissen wir, warum nichts kam. Geil!

Hier ein paar Trailer der New York Comic Con. Wie immer nur das, was ich auch gucken werde:

The Boys

Als großer Fan des Comics versuche ich mich nicht über das völlig unverständliche Casting von Karl Urban als Billy Butcher aufzuregen (hätte es da wirklich niemand anderen gegeben?), sondern ich freue mich, dass Garth Ennis’ edgy Superhelden bei Amazon ein passendes Zuhause gefunden haben. Unter der Leitung von Seth Rogen und Evan Goldberg, die auch schon Preacher angemessen umgesetzt haben, dürften der Gewalt also keine Schranken vorgesetzt sein. Außerdem kommt die Serie jetzt zu einem Zeitpunkt, wo auch Normies dank dem MCU inzwischen so im Superheldenkosmos immersiert sind, dass die subversiven Ansätze des Comics fruchten können.

Aquaman

Überraschenderweise steige meine Vorfreude auf diesen Film. Erfahrungen mit Aquaman sind bei mir aber an einer Hand abzuzählen und ich bin kein leidenschaftlicher Fan. Dafür erfreut es mich, dass James Wan Spielbergs Tim und Struppi ebenso sehr mag wie ich. Insgesamt wird das Ganze am Ende auch bitte tatsächlich so spaßig und selbstironisch wie im Marketing angeteasert. Die CGI-Megaschlacht mit Haien und Riesenkrabben wird den Film nämlich nicht retten. (weiterlesen…)