19 Dec, 2012 · Sascha · Alles sonst so · Comments
“I watched a lot of movies Paul, I know what I’m doing.”
Michael Bays neuen Film mit Mark Wahlberg und Dwayne Johnson hatte ich ja so gar nicht auf dem Schirm, aber ich muss sagen, dass der Trailer hier so aussieht, als ob das Bays bisher bester Film werden könnte. The Rock und Marky Mark sind beide übelste Pumper und fangen an sich in das Drogengeschäft einzumischen und das verspricht einen grandiosen Mix aus Action und Comedy. Und Tony Shalhoub als Bösewicht? Wie cool ist das denn!
via Stefan
From acclaimed director Michael Bay comes “Pain & Gain,” a new action comedy starring Mark Wahlberg, Dwayne Johnson and Anthony Mackie. Based on the unbelievable true story of three personal trainers in 1990s Miami who, in pursuit of the American Dream, get caught up in a criminal enterprise that goes horribly wrong. Ed Harris, Tony Shalhoub, Rob Corddry, Rebel Wilson and Bar Paly also star. The film is based on magazine articles by Pete Collins, with a screenplay by Christopher Markus & Stephen McFeely and produced by Donald DeLine, Michael Bay and Ian Bryce.

USA, 2012
Regie: Christopher Nolan
Drehbuch: Jonathan Nolan & Christopher Nolan
Darsteller: Christian Bale, Anne Hathaway, Tom Hardy, Morgan Freeman, Michael Caine, Marion Cotillard
Produktion: Warner Bros.
Länge: 163 Min.
FSK: 12
Rating: 




“A hero can be anyone, even a man doing something as simple and reassuring as putting a coat around a young boy’s shoulders to let him know the world hadn’t ended.”
Was kann man eigentlich noch zum Abschluss der Batman-Trilogie von Christopher-Nolan sagen, das nicht gesagt wurde? Es scheint, aber ob alle Seiten all ihre Argumente aufgebraucht, alle Positionen klar gemacht wurden und die Diskussion um den Film nicht mehr so wichtig ist. Trotzdem möchte ich noch eine Review hier im Blog dazu haben, weil er mir sehr gefiel und ich es schade finde, wie gemischt er aufgenommen wurde. Vielleicht kann ich den Film ja den ein oder anderen umstimmen.
Die Geschichte ist bekannt und bedient sich stark an Frank Millers legendärem Comic The Dark Knight Returns. Batman existiert quasi nicht mehr. Er fiel tief am Ende des vorherigen Films, buchstäblich und metaphorisch. Er wird gejagt, er gilt als Mörder von Harvey Dent und musste aufhören. Aber er wird auch nicht mehr gebraucht. Der Dent Act räumte Gotham auf, die harte Hand des Gesetzes siegte. Doch dann taucht Bane auf, ein maskierter Bösewicht von unvorstellbarer Kraft und Entschlossenheit. Er bricht die Fledermaus, unterwirft die Stadt und lässt das Chaos herrschen.
Dass ‘The Dark Knight Rises’ wegen dem tragischen Tod von Heath Ledger ein wesentlich anderer Film wurde, ist klar, aber nicht spürbar. Bane ist definitiv ein guter Ersatz, doch mit ihm verändert sich auch der Pathos des Films dramatisch. Schon ‘The Dark Knight’ war kein wirklicher Comic-Film mehr, sondern repräsentierte für mich den endlosen Kampf zwischen zwei zum Tode entschlossenen Parteien. Der Joker hatte keinen Plan, er war ein Terrorist ohne wirklichen Grund, wir wussten nichts über ihn und er tat all dies scheinbar nur aus Spaß an der Freude. Er war ein Hund, der Autos hinterherläuft, ohne zu wissen, was er tun würde, wenn er eins einholen würde. Batman war schlicht die Motivation, diese Dinge zu tun. Er stand nie im Weg.
Bane hingegen ist ein eher traditioneller Bösewicht. Er will die Stadt unterjochen und später zerstören, er hat klare Motive, die sich nicht nur gegen Batman richten, und wir haben ein Gefühl davon, wofür er steht und woher er kommt. Dadurch ist der Film viel näher an ‘Batman Begins’ und ist nicht so fokussiert wie sein hoch gefeierter Vorgänger auf den Kampf zweier Männer, sondern es geht in vielerlei Hinsicht um wesentlich mehr. Es geht um die Reflektion der sozioökonomischen Unterschiede der Schichten Gothams, Batmans Symbolkraft, Bruce Waynes Privatleben und die Infragestellung der herrschenden Ordnung. Manche der Themen sind sicherlich nicht ganz neu und tauchten bereits in ‘The Dark Knight’ auf, wurden aber nur erwähnt oder angespielt, nie zu Ende gedacht. Dass das hier aber geschieht, macht ‘Rises’ besser als seinen Vorgänger.
Batman ist mehr als eine Person. Er ist ein Symbol. Dass sich Nolan nur grob immer durch den Einfluss seines Bruders an den Comics orientierte, ist der große Erfolg dieser Trilogie, die nur bedingt noch als Comicverfilmung oder “Superheldenfilm” zu bezeichnen ist. Es ist eine Trilogie, die tonal so stimmig nicht wieder zu finden ist, und etwas zu sagen hat über unsere Welt. Das muss doch heute noch etwas wert sein.
19 Dec, 2012 · Sascha · Alles sonst so · Comments
Habe ich gestern Nacht live gesehen und fand es unglaublich wie leidenschaftlich der sonst recht langweilige und konservative Piers Morgan hier ist. Fast so als ob Will McAvoy aus The Newsroom real geworden ist. Ich wünschte mir ja, dass Journalisten immer so aggressiv Lügner und sonstige Bullshittypen angehen würden; insbesondere solche Köpfe, wie man sie im Vorwahlkampf der Republikaner sah. So richtig los geht’s ab 7:00.
18 Dec, 2012 · Sascha · Internetgold · Comments
Wunderschöner kleiner Clip zum Ton eines meiner Lieblingsvideos.
Kurze Durchsage: Der viel berichtete 9 Minuten lange Prolog von ‘Star Trek Into Darkness’, der momentan in den USA vor ‘The Hobbit’ läuft, ist online zu finden. War ja nur eine Frage der Zeit. Ich binde hier nichts ein, verschwindet ohnehin wahrscheinlich schneller als man gucken kann, aber ihr seid ja alle schlaue Leute.
Hier der neue Trailer zu JJ Abrams Sequel. Dieser ist wesentlich länger als der erste Teaser und zeigt mehr von Kirk und der enormen Action, die Star Trek seit dem Reboot bestimmt. Die erste Hälfte gefällt mir besonders gut, Bruce Greenwoods Voice-Over hat einfach was, verbunden mit der Musik.
Weil das marketingtechnisch gesehen sehr viel Sinn macht, löscht Paramount gerade alle Trailer auf YouTube. Immerhin will man ja nicht von möglichst vielen Leuten gesehen werden, nein, nein! Den Trailer gibt es aber immer noch bei Apple.
Achja, können wir aufhören darüber zu rätseln, wen Cumberbatch spielt? Lasst euch doch mal im Kino überraschen…
Eigentlich habe ich bereits alles zu diesem Volume gesagt. In Erwartung der 100. Ausgabe habe ich die vorherigen Ausgaben des Volumes noch einmal überblickt, lag mit jeglichen Voraussagen falsch und war dann doch eher enttäuscht von der Ausgabe. Doch ich habe viel darüber nachgedacht und die Ausgabe wirkt schwer nach.
Die Bilder von Glenn wirken bis jetzt nach bei mir. Zunächst hielt ich das ja alles für großes Tamtam à la “Schaut her, was wir machen können”, aber Glenn war für mich das Herz des Comics, der Hugo “Hurley” Reyes der Serie. Dass er starb, kann nur bedeuten, dass für die nächste Zeit die Leichtfüßigkeit und aufkeimende Hoffnung der letzten Ausgaben beendet ist. So war dem auch und – soviel sei verraten – das wird sich in den kommenden Ausgaben nicht ändern. Viel Geschichte war ja jetzt in den letzten zwei Ausgaben des Volumes nicht wirklich mehr drin, dafür aber jede Menge Emotionalität. Kurz nachdem Negan und seine Truppe abgezogen sind, brechen alle zusammen und verhauen sich gegenseitig. Irgendwie muss das ja raus, was man gesehen hat. Später kommen sie nach Hause und es gibt eine große Debatte, an deren Ende Rick zwar als Sieger hervorgeht, aber jede Menge Unterstützung verliert. Hier zeigt Kirkman schöne Charaktermomente auf. Andrea kann nicht anders als Rick zu verlassen und Michonne deutet an, dass sie müde ist und es gar nicht so schlimm findet, sich vor Negan zu verbeugen, wenn das im Gegenzug bedeutet, dass sie sich ausruhen kann.


Und überhaupt: Negan. Er ist der Anführer der “Savior” und mehr wissen wir eigentlich nicht, außer, dass er eine Liebe für das Wort “fuck” hat wie ich für Pizza. In den kommenden Ausgaben wird Negan weiterhin charaktersiert und man versteht, dass dort wesentlich mehr dahinter ist, als ein mordlustiger Soziopath. Doch die Einführung – so spektakulär und nachwirkend sie auch sein mag – war ein wenig zu abrupt für mich. Glenns Tod sehe ich inzwischen als notwendigen und richtigen Schritt, aber Negan ist mehr und das kam nicht so richtig raus. Kommt aber noch.
Viel schlimmer als all das fand ich die kleine Carl-Sophia-Nebengeschichte. Sophia ist mit Maggie nun doch zur Hilltop gefahren und blieb auch da. Das bedeutet, dass die Beiden sich nicht mehr wiedersehen werden, insbesondere, da sie jetzt um Negans Stärke wissen und der Kontakt zur Hilltop wohl unterbunden sein wird. Mir brachen diese vier kleinen Panel mein Herz. Charlie Adlard beweist hier wieder einmal seine große Stärke und Wert für den Comic. In nur wenigen Panels und Details so viel Emotion zu übertragen, das kann kaum jemand. Anzumerken wäre dort auch die Vollseite von einem nach seiner Frau schreienden Glenn, der gerade den Schädel eingeschlagen bekommen hat.

Am Ende wissen wir, dass Rick sich all das natürlich nicht bieten lässt. Wäre auch langweilig geworden, wenn er nicht was ausgedacht hätte. Oberflächlich will er, dass die Leute Angst haben vor Negan, denn der ist kein Dummer. Wenn die Leute wüssten, dass man bald einen Gegenschlag plant, würde er das riechen. Rick schickt Jesus auf eine abenteuerliche Reise. Wenn sie Erfolg hat, dann hat er einen großen Vorteil und eine wahre Chance. Wenn Jesus auffliegt, sterben noch mehr Charaktere. Und nach Glenn ist wohl niemand mehr sicher.