21 Dec, 2012 · Sascha · Alles sonst so · Comments
Ach, Google… ![]()

USA, 2012
Regie: Barry Levinson
Drehbuch: Michael Wallach
Darsteller: Kristen Connolly, Jane McNeill, Christopher Denham
Länge: 86 Min.
Rating: 




“Shoot me! SHOOT ME!”
‘The Bay’ ist ein Öko-Found-Footage-Horror-Film von Barry Levinson. Ja, genau, der Typ, der ‘Wag the Dog’, ‘Rain Man’ oder ‘Good Morning, Vietnam’ gemacht hat. Levinson hat aber auch mehr als ein paar Wildcards in seiner Filmographie wie zum Beispiel Bandits oder Man of the Year. Und ‘The Bay’ ist sehr wild.
Der Film spielt in einem kleinen Städtchen an der Küstes von Maine, in dem Menschen plötzlich von Parasiten von innen heraus aufgefressen werden. Und das war es dann auch schon. ‘The Bay’ hat weder Charaktere, noch eine tiefgehende Story, die Menschen werden plötzlich von Wasserasseln gefressen und das war’s. Der Film ist vielleicht am ehesten als ‘Contagion’ im Found-Footage-Stil zu beschreiben. Er versucht die Geschichte des Ablaufs zu erzählen, bedient sich dabei einer schrecklichen Rahmenhandlung einer amateurhaften Reporterin, die den ganzen Film über ein Voice-Over darbietet, und Kameraaufnahmen aus Polizeiwagen, Handys und mehr.
Ein paar inzwischen bekannte Gesichter wie Kristen Connolly (The Cabin in the Woods) oder Christopher Denham (Argo, Sound of my Voice) hat der Film zwar, aber da sie nicht im Mittelpunkt stehen und die Szenen eher verbindungslos aneinander gereiht sind, kommt auch weder ein Spannungsbogen noch eine Identifikation auf, denn es ist dank des offensichtlichen Standpunktes der Erzählung recht schnell klar, was und wieso alles passiert und wie es endet.
Es gibt 2 bis 2 1/2 richtig gute Jump Scares, die Effekte sind ganz ordentlich, aber es gab auch viele dieser für FF typischen Momente des “Wieso filmst du das noch?”. Dazu sind viele eingebaute Aufnahmefehler enthalten – obwohl JEDE Person auf Video aufzeichnet. Dazu sind die Aufnahmen bis zur Unkenntlichkeit verwackelt. Man gehe auf YouTube, finde Aufnahmen zu jeder Katastrophe oder jedem Anschlag und wird bessere Aufnahmen finden. Die große Masse der Leute weiß, wie man eine Kamera zu halten und zu bedienen hat. Das nimmt einen sehr aus dem Film.
Insgesamt ist der Film aber ein großes Fest der Langeweile, das mich trotz seiner ohnehin recht kurzen Laufzeit mehr als einmal auf die Uhr schauen ließ. Es gibt durchaus tiefere Themen, so wurde die Seuche durch Umweltverschmutzung und gedopete Tierhaltung ausgelöst, Stadt vertuschte dies, die Regierung ignorierte zunächst alle Warnzeichen und ließ dann die Menschen im Stich, riegelte die Stadt ab und erkaufte sich bei den Überlebenden mit horrenden Summen Totenstille über den Vorfall, weshalb natürlich bis heute niemand von der Katastrophe in 2009 weiß.
‘The Bay’ ist also kein dummer Film, seine Botschaft nicht neu, etwas plump, aber trotzdem wertvoll. Die Ausführung ist auf allen Ebenen mittelmäßig und die Geschichte weder spannend noch wirklich unterhaltend, aber bei weitem nicht so schlimm wie andere Found-Footage-Horrorfilme. Kann man sich mal antun. Einmal.
Auf derm Olymp der Videojahresrückblicke gibt es neben Gen Ips Filmography eigentlich nur Kees van Dijkhuizens, dessen Videos mir leicht besser gefallen. Kees wurde hier schon etliche Male auf gefeaturet und es ist kein Geheimnis, dass ich ein ziemlicher Fanboy von ihm bin. Daher fehlen mir auch gerade ein wenig die Worte seinen letzten Jahresrückblick zu beschreiben, außer mit ganz vielen “woahs” und Superlativen.
Mich juckt es ja wieder, dass ich mir für meinen Jahresrückblick nicht mehr Zeit nehmen konnte, denn auch ich hätte gerne was mit Woodkids “Run Boy Run” gemacht, ganz genau wie er letztes Jahr meinen Lieblingssong “Spanish Sahara” von den Foals genommen hatte. Aber nicht jammern, selber besser machen. Nächstes Jahr dann.
Der super sympathische Olly Moss hat gerade einmal drei Jahre professionelles Art Design auf dem Buckel und wird trotzdem für seine popkulturell-verspielten Werke nicht nur unter Nerds gefeiert, sondern ist auch bei den größten Publikationen der Welt wie dem TIME Magazine heiß begehrt. Bei dem Offset-Creative-Festival in Dublin gab er seine erste Präsentation und berichtete über seinen Werdegang, Fehlschläge und wieso ein gespenstiges Mädchen auf der Comic-Con ihn als besten Nazi-Designer seit den Nazis bezeichnete.
Als ich das letzte Mal über Baz Luhrmanns Adaption von ‘The Great Gatsby’ schrieb, was es Mai und wir gingen alle davon aus, dass wir den Film an Weihnachten schauen könnten. Fehlanzeige, Warner Bros. dachte sich, dass man schon genug Oscarkandidaten dieses Jahr hat und wollte sich nicht selbst Konkurrenz machen. Also wurde der Film auf den Sommer 2013 verschoben und wir müssen noch etwas warten. In der Zwischenzeit hat jetzt die Marketingkampagne ordentlich losgelegt und es gibt jede Menge Charakterposter und einen neuen Trailer, den ich super finde. Als großer Fan von Luhrmanns Adaption von Romeo und Julia und Englischstudent, der Gatsby liebt, wird das eines meiner Highlights des nächsten Jahres, insbesondere weil auch so tolle Gesichter wie DiCaprio, Mulligan, Edgerton und Maguire mitspielen.
20 Dec, 2012 · Sascha · Alles sonst so · Comments

Heute vor 200 Jahren erschien die Erstauflage von Grimms Märchen. Google feiert dies mit einem interaktiven Google Doodle.
Update: René war so nett und hat die ganze Geschichte aneinandergereiht.
20 Dec, 2012 · Sascha · Internetgold · Comments
19 Dec, 2012 · Sascha · Alles sonst so · Comments
via Laughing Squid
Everything is Terrible hat schreckliches VHS-Material von A Very Special Christmas Party aufbereitet, einem Holiday-Special, dass 1988 über die Schirme lief und Arnold Schwarzenegger, Mike Tyson, Randy Travis, Danny DeVito, Scott Hamilton, und viele mehr beim Singen und Tanzen an Weihnachten zeigt. Fürchterlicher Fremdschamalarm, insbesondere Arnolds Schauspiel am Anfang.