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‘THX 1138’ Gast-Review

17 Jul, 2012 · Sascha · Film,Review · Comments

Vereinigte Staaten, 1971
Regie: George Lucas
Drehbuch: George Lucas, Walter Murch
Darsteller: Robert Duvall
Länge: 88 Minuten
FSK: 12
Rating: ★★★★½

23 Jahre alt ist George Lucas, als er seinen fünften Studentenfilm dreht. Er hat eine Dauer von 15 Minuten, die hauptsächlich einfangen, wie ein Mann mit der Nummer 1183 durch eine technokratische Welt hetzt, um dem System zu entrinnen. Der Name des Filmes lautet Electronic Labyrinth THX 1138 4EB und ist ein Nachfolger seines Filmes Freiheit.
Kurz darauf wurde er durch Zufall erst ein wertvoller Assistent Francis Ford Coppolas und wenig später dessen engster Freund. Angewidert vom hierarchischen System Hollywoods und dessen versteinerten Strukturen, gründeten beide das unabhängige Studio American Zoetrope. Zusammen mit vielen kreativen Köpfen arbeiteten sie an der Umsetzung von Filmen, die freier, gewagter und unkonventioneller werden sollten als das, was die Graue Eminenz der Traumfabrik wiederkäute.
Das erste Projekt war eine Langfassung von Lucas‘ dystopischem Kurzfilm.

Story:

Der Film fängt an mit dem Ende der zweiten Episode des 1939er Buck Rogers. „Tragedy on Saturn“ flimmert über die Mattscheibe, dann erst ist es dem Zuschauer vergönnt, einen Blick auf die wirkliche Welt von THX 1183 zu werfen. Er wird feststellen, dass sich nominell erst einmal wenig seit dem Kurzfilm getan hat, Setting und Handlung sind weitestgehend identisch, beides wurde aber um entscheidende Elemente erweitert.

THX 1183, so die Bezeichnung der Hauptfigur, wurde hineingeboren in eine Welt der Totalitäten – totale Effizienz, totaler Konsum, totale Nivellierung, totale Überwachung. Menschen werden vom System einem Wohnpartner und einer Arbeit zugeteilt. Sie sind nicht mehr als Masse, die dazu dient, Lücken in der Produktionskette zu schließen. Das gesamte Dasein steht im Dienst der permanenten Erzeugung zur permanenten Konsumtion. „Work hard, increase production, prevent accidents, and be happy.“ Das Individuum ist nur eine Nummer und so austauschbar wie eine Schraubenmutter. Triebe, die dieser Gesellschaft nicht direkt von Nutzen sind, werden durch Drogen einfach unterdrückt. Die Verweigerung der vorgeschriebenen Ration ist ebenso eine verbrecherische Handlung wie der Geschlechtsakt, beides wird mit umgehender Eliminierung sanktioniert. Um jene zähen Bedürfnisse, die sich nicht rückstandslos durch Medikamente betäuben lassen, kümmern sich in letzter Instanz ein primitives Fernsehprogramm und reizende Fahrstuhlmusik. Sollten sich trotz allem Zweifel oder Unzufriedenheit bilden, wird einem verständnisvollen Terminal alles gebeichtet. Gott wurde nicht ersetzt von einem Computer, der Computer wurde zu Gott. Die Bewohner sind derart entmenschlicht, dass sie mechanischer agieren als die allgegenwärtigen Wachroboter, deren Tonlage und Kleidung variabler ist als die uniforme Existenz ihrer Erschaffer.
Während THX seine Aufgaben anstandslos erfüllt, macht seine Mitbewohnerin Anstalten, aus dem ewigen Kreislauf auszubrechen. Sie verweigert heimlich die tägliche Dosis Drogen und tauscht später auch THX‘ Psychopharmaka aus. In Folge wachsen Sorge und Verwirrung in ihm heran, aber auch eine sonderbare Zuneigung für seine Zimmergenossin.

Und wieder flieht der Mann mit der Nummer 1183 durch die kalten Räume vor seinen Häschern.

Kritik:

Lucas‘ Weiterspinnen gegenwärtiger Situationen ist vielleicht nicht überall kohärent, dafür aber absolut stimmig. Jede Kameraeinstellung sitzt, jeder Ton trifft ins Schwarze, die Bildkompositionen sind ausgeklügelt und strotzen vor Eleganz. Die Welt in den engen Räumen vermittelt eine beispiellose Klaustrophobie und jeder Schnitt trägt seinen Teil zur Stimmung bei. Dies ist umso verwunderlicher, wenn man sich vor Augen führt, mit welcher Eile das junge Team den Film geschaffen hat. Immer die Zeit im Nacken, an zufälligen Orten drehend und nur im Ausnahmefall mit einer Genehmigung, fing man THX 1138 im Sauseschritt mit der Kamera ein. In erster Linie kam dabei ein wahnsinnig guter, bewundernswert zeitloser Film heraus, der keinen Deut von seiner imponierenden Sogwirkung eingebüßt hat. In zweiter Linie handelt es sich um das erste unzweideutige Zeugnis von dem wahnsinnigen Talent des Filmemachers, der später mit Indiana Jones und Star Wars zwei Marken ins Leben rufen sollte, die nicht nur die Filmkultur für immer veränderten. So ehrlich, eindringlich und intensiv wie sein Langfilmdebut sollte aber keine seiner späteren Produktionen mehr ausfallen.
Verdaulicher, unbeschwerter und epischer wurden seine Filme. Vielleicht wäre es anders gekommen, wenn THX 1183 nicht von Anfang an zum Scheitern verurteilt gewesen wäre. Warner Bros reagierte aufs Höchste irritiert, als Coppola ihnen den Film vorstellte. Lucas‘ Erstling wurde nicht angenommen und American Zoetrope hatte das im Voraus gezahlte Geld, das lange schon ausgegeben war, zurückzuzahlen. Vielleicht dachte man sich auch dort, dass THX 1138 mit ein wenig Fantasie als Parabel auf das seelenlose Treiben im schwerfälligen Studiosystem lesbar war.
Dieses Desaster trieb das ambitionierte Team an den Rande des Ruins, dem es nur knapp durch Coppolas Überraschungserfolg Apocalypse Now entrinnen konnte.
Nach einem weiteren Versuch nahm sich Warner Bros THX 1138 zwar an, doch wurde der Science Fiction-Film gegen den Willen des Regisseurs umgeschnitten und ihn um 5 Minuten gekürzt. Er kam schließlich quasi unter Ausschluss der Öffentlichkeit in die amerikanischen Lichtspielhäuser und blieb – einzelner wohlwollender Kritiken zum Trotz – nahezu unbeachtet. Die idealistische Künstlerkommune war danach nie wieder dieselbe. Wie die Zusammenarbeit der kreativen Köpfe, in deren Wirkkreis auch weitere namenhafte Personen ihrer Generation wie z.B. Martin Scorsese flanierten, sich ohne diesen Rückschlag weiterentwickelt hätte, kann nur gemutmaßt werden. Was stattdessen geschah, ist Geschichte.

Fazit:

Erst im Zuge der DVD-Veröffentlichung im Jahre 2004 unterzog man den Film einem aufwändigen Restaurationsprozess. Die ursprüngliche Schnittfassung wurde rekonstruiert und Bild und Ton erhielten eine achtbare Frischzellenkur.
Das Ergebnis ist ein Film, der (insbesondere auf BluRay) aussieht, als wäre er irgendwann nach der Jahrtausendwende entstanden anstatt 1971. Tricktechnisch wirkt THX 1138 so taufrisch, dass Machwerke wie Michael Bays Die Insel gleich in mehrfacher Hinsicht drittklassig und überholt erscheinen.
Wirklich wichtig ist jedoch, dass der Transfer in die Moderne diesem Klassiker zwar ohne Frage fantastisch zu Gesicht steht, ihn aber natürlich nicht besser gemacht hat. THX 1138 ist heute ebenso großartig wie er es damals schon gewesen ist und auch in der Zukunft noch sein wird, wie dystopisch diese auch ausfallen mag.

Diese Review ist eine Gast-Review von Martin, der sich auf seinem Blog SciFi Filme mit Science-Fiction Serien und Filmen in seinen Kritiken ausführlich auseinandersetzt. Sehr lesenswerter Blog.


(Danke Jane)

Auf der San Diego Comic-Con konnte man am Wochenende neben dem gewöhnlichen Comicshopping und Jessica-Nigri-Begaffen auch andere Aktivitäten tun, wie zum Beispiel den Walking Dead Parcour absolvieren. Oben ein Video des gesamten Teils, unglaublich cool, sowas will ich auch machen. Jetzt! Wieso gibt es hier sowas nicht? Das ist doch eine echte Marktlücke!

For San Diego Comic-Con 2012 and in celebration of the 100th issue of The Walking Dead comic, Petco Park across from the convention center has been infested by zombies and The Walking Dead Escape puts participants in the middle of it, taking on a grueling obstacle course while avoiding infection. This video shows the entire experience with only a few quick cuts to reduce wait time between areas, as participants are pulsed in small groups throughout the course. Also featured is running commentary by Inside the Magic host Ricky Brigante during a few lulls in the action. Please excuse the bad acting.

Mehr Videos und Bilder findet ihr hier.

Das ist eine Review der 100. Ausgabe von Robert Kirkmans ‘The Walking Dead’. Weiterlesen sollte man nur, wenn man selbige bereits gelesen hat, denn die Review enthält Spoiler für Geschichte und Charaktere.

“You see, Rick. Whatever you do…no matter fucking what…you do not mess with the new world order. The new world order is this, and it’s very simple, so even if you’re fucking stupid…which you may very well be…you can understand it. Ready? Here goes…pay attention.
Give me your shit or I will kill you.”

Wann auch immer ein Comic einen Meilenstein erreicht, erwartet Fans und Sammler ein Ereignis sondergleichen. Insbesondere bei einem Comic, der so zentral in der Popkultur und Medienwelt verankert ist. Der Medienhype, der The Walking Dead dank Zombiekult, TV-Serie und Fancraze umgibt, nahm unglaubliche Züge an. Dazu gab es jeglich erdenklichen Comic-Con-Quatsch, 8 Variant-Cover und eine Serie will ja auch noch davon profitieren. Dass man fast 400.000 Ausgaben verkauft hat, ist ein Meilenstein und eine beachtliche Leistung für Charlie Adlard und Robert Kirkman. Als schlichter Fan jedoch wünscht man sich, dass die Ausgabe auf eigenen Beinen stehen kann und der Comic seine Qualität beibehält. Zu viele Comic-Autoren verloren mit dem Erfolg den Fokus auf das Wesentliche.
(weiterlesen…)

This is the problem when you’re an exceptional, visionary filmmaker. When you give people something extraordinary, they expect it every time. Anything short of that feels like a letdown.

Das ist alles, was man von Christy Lemire, Filmkritikerin der Washington Times, auf Rotten Tomatoes zu The Dark Knight Rises sieht. Ein Link zur Washington Times hält ihre ganze Review bereit, in der sie, gut belegt, ihre Meinung zum Besten gibt und dabei ist sie nicht mal wirklich so negativ, sondern einfach nur enttäuscht. Klar, bei dem Hype, der den Film umgibt, inklusiven den Erwartungen nach TDK und bei Christopher Nolan, kann das mal passieren.

Doch das ist kein Grund die Frau zu beleidigen oder anderen Kritikern mit dem Tod zu drohen. Filmkritiken sind Meinungen. Meinungen können auf Gehör stoßen, müssen es aber nicht. Das ist das schöne an Meinungen: Sie können einen weit am Allerwertesten vorbei gehen. Klar, Filmfans werden manchmal rigeros: “Was? Du magst den Film nicht? FRIENDSHIP OVER!”, aber das ist nur als Spaß und hyperbolisch gemeint. Das hier ist echt. Die Ironie dabei ist, dass von den hunderten Kommentatoren, die Rotten Tomatoes gerade dabei ist zu löschen, so gut wie wahrscheinlich keiner den Film bisher gesehen hat, da er erst am 20. Juli in den Kinos anläuft.

Das macht die Sache einfach noch trauriger. Entspannt euch und genießt die Show. Oder nicht. Verfallt in einen Nerdrage, sprecht Nolan den magischen Daumen in euren Blogs ab, tweetet eure Enttäuschung aus allen Accounts, aber seid euch am Ende des Tages eines bewusst: Das ist ein Film. Der ist fiktiv. Das andere ist ein Mensch. Der ist real.

…war toll.

“Don’t jump over Obi-Wan!”

Vereinigte Staaten, 2012
Regie: Marc Webb
Drehbuch: James Vanderbilt, Steven Kloves, Alvin Sargent
Darsteller: Andrew Garfield, Martin Sheen, Sally Fields, Rhys Ifans, Emma Stone
Länge: 136 Minuten
FSK: 12
Rating: ★★★☆☆

Manchmal ist Schmonzette gut. Als Sam Raimi seine Spider-Man Trilogie plante, war die Welt noch komplett anders. Das ist keine Übertreibung, die Twin Towers standen noch und sollten in einem abgedrehten Teaser sogar prominent gezeigt werden. Das Superhelden-Genre wie wir es heute kennen, mit drei oder vier großen Titeln pro Jahr, steckte gerade in seinen Kinderschuhen. Raimi und Bryan Singer (mit X-Men) legten den Grundstein für das, was wir heute in einer etwas abgewandelteren Form bei Marvel Studios vorfinden. Natürlich nicht zu vergessen ist Christopher Nolan, der mit seinen pseudorealistischen Ansatz bei seiner Batman-Trilogie Studios durch Milliardenumsätze dazu zwang einen neuen, dunkleren Ansatz zu wählen. Plötzlich müssen Superheldenfilme “dark and gritty” sein. Funktioniert es nicht, war es nicht “dark and gritty” genug, habe ich recht, Hal? Das kann doch nicht die Lösung sein. Dunkle Seiten gibt es in uns wie in Superhelden, doch den Spaß sollte man nicht vergessen. Whedon hat das bewiesen. Wieso also Raimi nicht einen viertel Teil drehen lassen? Geld.

‘The Amazing Spider-Man’ ist eigentlich ein Film, den niemand wollte. Weder Sam Raimi und seine Schauspieler, die gerne noch einen vierten Teil gedreht hätten, noch die Fans der Filme oder die wirklichen Fans, die Spidey lieber im Marvel Cinematic Universe rumspinnen sehen würden. Doch damit man die Rechte behält, muss man einen Film produzieren, also ein Reboot, weil billiger, realistischer, “darker and grittier”, weil genau das ja der Fehler in Spider-Man 3 war. Versteht das nicht falsch, das Reboot von Marc Webb mit Andrew Garfield und Emma Stone ist weit davon entfernt ein Fehlschlag zu sein, doch der große Befreiungsschlag, die endgültige filmische Version der “Spinne”, ist es auch nicht. Dabei passt Andrew Garfields Physik fantastisch, seine emotionale Weite überflügelt die von Tobey Maguire bei weitem und der Ansatz ist vielversprechend. Raimis Filme starteten in einer anderen Zeit, und blieben dort. Nun ist Peter Parker im neuen Jahrtausend. Nerd is chic. Peter ist cool: Er skatet, seine Photos sind beliebt und er hat eine Freundin – ganz ohne, dass der Spider-Man ist. Die Beziehung von Gwen und Peter wird durch Spider-Man vertieft, nicht erst ermöglicht, wie es bei Raimi noch der Fall war, wo der Nerd erst eine Maske braucht um eine Chance zu haben.

Martin Sheen und Sally Fields als Petes Onkel und Tante funktionieren ebenso grandios, Sally Fields hat zwar nicht viel zu tun, aber ihre sorgende Blicke sind denen eines Alfreds nicht fern. Ben Parkers neue, engere Bindung im Film vollzieht Wunder und sorgt für einige der rührendsten Momente im Film. Was Vanderbilt in der ersten Stunde in Spideys Originstory abarbeitet ist magisch, der Ansatz mit den Webshootern und Peters Kostüm ist realistisch und anders genug um ein Reboot zu rechtfertigen und Regisseur Marc Webb liefert mit musikalisch grandios unterlegten Szenen, in denen Peter seine Kräfte entdeckt, den Rest. Das große Problem liegt viel mehr darin, dass man den geplanten vierten Teil mit dem neuen Ansatz vermischte, aber dadurch beide Aspekte an Reiz verlieren. Das fantastische Element des Lizards, ein Mann, der zu einer wahrhaftigen, überdimensionalen Echse mutiert, steht im starken Kontrast zu dem realistischen Ansatz von Spider-Man, der nun Spinnendrähten von Oscorp braucht, um sich durch New York zu schwingen. Ebenso werden Plotlines eingeführt, die nicht wieder aufgegriffen werden. Am ärgerlichsten dabei ist wohl, dass einem die “Untold Story” versprochen wurde, aber man wohl in letzter Minute alles aus dem Film rausstrich um es sich für den zweiten Teil aufzuheben. Dazu werden Subplots wie die Jagd um Onkel Bens Mörder, die Polizisten, die der Lizard verseucht und in Echsen verwandelt, sowie was mit dem Vorarbeiter von Connors bei Oscorp geschah, einfach fallen gelassen. Ironischerweise sind viele Szenen aus diesen rausgeschnittenen Plots in den Trailern vorhanden.

Dadurch wirkt der Film oftmals hektisch, der Schnitt hüpft unkontrolliert von Szene zu Szene, insbesondere der dritte Akt fällt völlig aus der Reihe. Curt Connors ist als Charakter ohnehin so schlecht gezeichnet, aber dass er dazu noch Peter retten darf, macht absolut keinen Sinn. Wenn es einen Menschen auf der Welt gibt, den man nicht retten muss, wenn er von einem Hausdach fällt, dann Peter Parker. Ebenso versteht wohl niemand die Beweggründe Connors plötzlich eine Gaswolke auf Manhattan niederregnen zu lassen. Ja, er ist eine Echse und will alle anderen Menschen auch in Echsen verwandeln, weil er plötzlich merkt, wie toll das ist, aber es will trotzdem keinen Sinn machen. Liegt wohl vor allem daran, dass er keine Persönlichkeit besitzt, außer, dass ihm ein Arm fehlt, was. er in. jeder. Szene. anmerkt. In die gleiche Schiene fällt die Szene, in denen New York Spider-Man helfen muss. In der Zeit von Raimi funktionierte das im Post-9/11-Trauma wunderbar, hier wirkt es gezwungen, wie eine Szene, die auf einer Liste stand, was in einen guten Spider-Man-Film muss.

Trotz allem ist das Reboot keine Enttäuschung. Es funktioniert als Film, auch wenn es nicht komplett befriedigt. Der Film ist mehr “vertane Chance” als Fehlschlag. Kein radikaler Neuanfang, langweiliger Bösewicht, keine große Enthüllung und dazu fehlen Schlüsselkomponenten wie die Osborns oder der Daily Bugle. So richtig ohne Origin-Geschichte hätte dieser Schritt ins neue Jahrtausend nicht gelingen wollen (zumal das der beste Teil des Films ist), aber dennoch wird man das Gefühl nicht los, dass es sich hier nur um das filmische Fundament für weitere Filme handelt. Das ist nicht verwerflich, das machen andere Filme schließlich auch, nur können die es besser vertuschen und erzählen noch eine Geschichte. Viele der Probleme liegen im Drehbuch, nicht bei Marc Webb, der hier seinen ersten Actionfilm mit Bravour abliefert und hoffentlich weiterhin als Regisseur für einen weiteren Teil zur Verfügung steht, in dem dann mal eine stringente Geschichte erzählt wird und nicht Knetmassen von links und rechts zu einem Mischmasch zusammengedrückt werden.

SDCC ’12: Marvel’s Phase Two

15 Jul, 2012 · Sascha · Comics,Film · Comments

Großer Tag auf der Comic-Con in San Diego, insbesondere da Comic-Größe Marvel sein Line-Up in Sachen Filmen vorstellt. In den letzten Monaten fragten sich alle, wie es nach den Avengers weitergeht und nun wissen wir das.

Iron Man – 3. Mai 2013

Oben bereits ein Bild von Tony Starks neuer Rüstung, der MK8. Schaut ganz nett aus, mal etwas anderes. Footage gab es auch und das wird bestimmt bald seinen Weg online finden, dann binde ich es euch hier rein. Ben Kingsley spielt den Mandarin, der nun eindeutig als Bösewicht des Films feststeht. Nette Geste: Jon Favreau, Regisseur der ersten beiden Filme, spielt erneut Happy Hogan und verlässt seinen Job: Tony braucht ihn nicht mehr, er hat ja jetzt seine “Super Freunde.”

Thor: The Dark World – 11. August 2013

Mads Mikkelsen ist dank Vertragsproblemen als Bösewicht raus, aber immerhin haben wir jetzt ein Startdatum und einen neuen Titel.

Captain America: The Winter Soldier – 4. April 2014

Der zweite Teil soll sich viel damit beschäftigen, inwieweit Cap sich in der heutigen Welt zurechtfinden muss und wie das ist, wenn plötzlich alle die man kennt tot sind. Guter Shit, aber Comic-Filme brauchen auch ikonische Bösewichte und den bekommt Steve mit dem Winter Soldier, einem Charakter, der bereits in einer anderen Form im ersten Teil zu sehen war. Ihr könnt’s googlen, ich spoils nicht.

Guardians of the Galaxy – 1. August 2014

Groot, Drax, Rocket Raccoon, Gamorra, Star Lord. Diese Charaktere sind gesetzt. Die Comics habe ich nie gelesen, deshalb werde ich auch nicht vorgeben, irgendwas von dem zu verstehen, aber es geht um coole Aliens, die Ordnung in der Galaxie halten, ähnlich wie die Green Lantern. Ganz nett, wird definitiv zeigen, wie weit Marvel den Bogen spannen kann. Sollte es funktionieren, ist wirklich alles drin und wir dürfen definitiv mehr von Thanos in diesem Film und ‘Avengers 2’ erwarten.

Und dann gibt es natürlich auch noch Ant-Man, die tragische Adaption von Edgar Wright, der schon seit Jahren zusammen mit Autorenpartner Joe Cornish die Geschichte um Hank Pym auf die Leinwand zu bringen. Das ist in gewisser Weise auch heute passiert, denn auf der Leinwand in der berühmten Halle H des Comic-Con Centers in San Diego lief heute ein Testversuch, eine kleine Kampfszene, vor versammelter Mannschaft. Edgar Wrights Kommentar: “I shot a little test. Not a teaser, but a test to see what it looks like when he’s little.” Die Meute muss ausgeflippt sein. Marvel hat wohl endlich Mut gehabt und hat den Film bestätigt. Es gibt aber kein Startdatum, keine Castingankündigung oder Ähnliches, dafür aber eine ausführliche Beschreibung des gezeigten Videos.

Und was macht DC so? Die veröffentlichen ein Teaser-Poster zu Man of Steel, während Robert Downey Jr. gerade in einem Iron Man Handschuh tanzend durch Hall H die Massen unterhält.