via FS
Wenn ‘Beasts of the Southern Wild’ beginnt und uns in die “Bathtub” einführt, singen und tanzen alle Menschen wild umher, betrunken vom Leben und Eindrücken. Die kleine Hushpuppy läuft mit Feuerwerkskörpern in den Händen umher und die Musik laut die Liebe fürs Leben posaunt. Es war der Moment, als mir klar war, dass der Film etwas Besonderes werden sollte. Dieses Video erklärt die Zusammenarbeit von Komponist Dan Romer und Regisseur Benh Zeitlin, der auch musikalisch begabt ist. Ich hoffe, dass der Film bei den kommenden Preisverleihungen die Aufmerksamkeit erfährt, die ihm gebührt.

Hier eine News, die mich sehr erfreut, weil es Aufmerksamkeit auf etwas legt, das mir sehr am Herzen liegt: Journey. Viele kennen mein persönliches Game of the Year (komplette Top 10 kommt in der Woche nach Weihnachten) noch nicht und das ist eine Schande, denn es ist ein visuelles und musikalisches Meisterwerk, vom entspannenden und schönen Gameplay mal ganz abgesehen. In einem Spiel, in dem es keine Dialoge, wirklichen Charaktere oder genaue Geschichte gibt, ist die Musik umso wichtiger.
Es freut mich also umso mehr, dass Journeys Soundtrack für einen Grammy in der Kategorie “Best Score Soundtrack For Visual Media” nominiert worden ist, eine erstmalige Ehrung für ein Videospiel. Neben Journey wurden weiterhin die Filme The Adventures of Tintin – The Secret of the Unicorn, The Artist, The Dark Knight Rises, The Girl With the Dragon Tattoo und Hugo nominiert und wenn es nach mir geht, gewinnt Journey da. Locker. Mein Argument wäre die musikalische Untermalung der Schlusssequenz, die mein persönliches mediales Highlight war.
Achja: Civilization IV wurde auch mal nominiert, aber da ging es nur um einen Song, nicht den ganzen Soundtrack.
Wenn Shane Carruths neuer Film ‘Upstream Color’ im Januar 2013 seine Premiere bei dem Sundance Film Festival feiert, wird es 12 Jahre her sein, dass er seinen letzten Film abgedreht hat. Wieso sind dennoch alle auf den zweiten Film von ihm gespannt? Es liegt an ‘Primer’, dem Science-Fiction-Zeitreise-Indie-Kracher, der 2004 beim Sundance mächtig abräumte und bis heute Filnerds begeistert.
Sein neuer Film sieht ebenfalls mystisch aus und die Zusammenfassung “A man and woman are drawn together, entangled in the life cycle of an ageless organism. Identity becomes an illusion as they struggle to assemble the loose fragments of wrecked lives.” macht uns auch nicht wirklich schlauer, hört sich aber verdammt interessant an. Der Trailer enttäuscht auch in dieser Hinsicht nicht. Er hat eine magische Anziehung, ich habe ihn schon mehrfach jetzt gesehen und könnte nochmal. Ich bin jedenfalls sehr gespannt.

USA, 2011
Regie: Jeff Nichols
Drehbuch: Jeff Nichols
Darsteller: Michael Shannon, Jessica Chastain, Shea Whigham
Länge: 125 Minuten
FSK: ab 12
Rating: 




Mit ‘Take Shelter’ ist Jeff Nichols ein kleines Meisterwerk im amerikanischen Hinterland gelungen, in dem Michael Shannon eine Darbietung abliefert, die den Oscar bei der letztjährigen Verleihung mehr als verdient hätte.
Sein Curtis LaForche hat den amerikanischen Traum erreicht: Familie, Haus, Hund. Er ist Vorarbeiter bei seiner Firma, Familie und Freunde mögen ihn und sogar die Operation für seine taube Tochter wurde endlich von der Krankenversicherung genehmigt. Alles wäre gut, wenn da nicht plötzlich Träume wären, die Curtis’ Leben auf den Kopf stellen.

Sie beginnen stets mit einem aufziehenden Sturm in der Ferne. Manchmal regnet es eine gelbliche, ölige Substanz, in einem anderen Traum fallen tote Vögel aus riesigen, sich unnormal fortbewegenden Schwärmen (als wollten sie ihm etwas mitteilen) zu Boden. Doch sie enden immer gleich. Ein Familienmitglied oder Freund wendet sich gegen ihn. Der Hund beißt ihn so stark in den Arm, dass er den Schmerz noch Stunden später auf der Arbeit spürt. In einer anderen Traumsequenz steht seine Frau in nassen Kleidern in der Küche. Die beiden starren sich an, Curtis’ Blicke flehen um Gnade während ihre Hand eine kurze Bewegung zum Messerblock macht. Er wacht auf, ist schweißgebadet und zieht sich immer mehr zurück.
Es gibt zwei Möglichkeiten: Entweder verliert Curtis den Verstand oder er ist wirklich ein Prophet, der den Untergang der Welt vorhersehen kann. Für Ersteres spricht, dass seine Mutter vor Jahren wegen Schizophrenie in die Psychiatrie eingeliefert wurde. Doch Curtis ist ein kluger Kopf. Er trifft Vorbereitung für beide Fälle, verliert sich aber darin nicht nur selbst, sondern auch seine Familie. Er verheimlicht seine Treffen bei einer psychologischen Beratung vor seiner Familie und benutzt die Urlaubsersparnisse für den Bau eines Luftschutzbunkers im Garten. Als er dafür einen Bagger seiner Firma benutzt, wird er gefeuert und verliert somit auch die Krankenversicherung und die Chance seiner Tochter die Operation zu ermöglichen.

Er ist ein tragischer Held, er meint es nur gut und rutscht immer tiefer. Als Zuschauer ist man zwiegespalten: Einerseits ist es wahrscheinlich, dass wir Curtis dabei zusehen, wie er ins Dunkel abdriftet, andererseits spielt Michael Shannon seine Figur mit solch einer Intensität, dass wir nach den von Nichols großartig inszenierten Szenen selbst glauben, dass die Welt kurz vor dem Untergang steht.
Als er kurz davor ist alles zu verlieren, gehen in der Nacht die Tornadosirenen der Stadt an. Curtis rettet sich mit seiner Familie in den Bunker. Als der Sturm aufhört, traut er sich nicht die Luke zu öffnen. Dahinter liegt die Wahrheit, verliert er den Verstand oder hatte er all die Zeit doch Recht? Das Ende des Films ist genauso ambivalent wie diese Szene. Manche Kritiker beschrieben sie als naive Auflösung, andere als großartigen Twist und selbst Nichols weigerte sich die Szenen in einem Interview auf eine einzige Weise zu lesen. Es ist der perfekt inszenierte, liebevolle Abschluss für einen großartig gefilmten Film mit unglaublich präsenten Darbietungen von Shannon und Jessica Chastain und Traumszenen, die einen noch lange nach dem Kinobesuch beschäftigen und mich bis heute nicht loslassen.

Vanity Fair hat den gesamten Cast von ‘Freaks and Geeks’ zu einem Reunion-Shooting geladen und dabei ein Interview mit den Serienschöpfern Judd Apatow und Paul Feig geführt. Die Schauspieler kommen auch zu Wort.
06 Dec, 2012 · Sascha · Alles sonst so · Comments
Es überrascht mich immer wieder wie kalt Star Trek mich lassen kann. Klar, JJ Abrams’ Reboot war vorzüglich und auch dieser Teaser schaut ganz prima aus, insbesondere wohl die Szene, in der Cumberbatch ein paar Raumschiffe auf Städte stürzen lässt, aber so sehr haut mich das nicht um. Muss wohl an der Revenge-Story liegen, die halt wirklich in den letzten Jahren von so ziemlich jedem Franchise durchgekaut wurde, und halt eben dem ersten Star Trek Reboot Film! Naja, hübsch schaut es ja noch aus und der Cast ist nach wie der Wahnsinn.
Interessanterweise ist das aber nicht alles, denn der japanische Trailer ein paar Sekunden länger und zeigt unter anderem eine Szene, die sehr an die Spock-Todesszene aus ‘Star Trek 2’ erinnert.
via FS
When the crew of the Enterprise is called back home, they find an unstoppable force of terror from within their own organization has detonated everything the fleet stands for, leaving our world in a state of crisis. Captain Kirk leads a manhunt to a war-zone world to capture a “one man weapon of mass destruction.”
Schaut aus als hätte ein Kind von Kubrick und Malick Regie geführt. Unglaublich gut!
Man beachte auch die Lyrics:
Send your dreams
Where nobody hides
Give your tears
To the tideNo time
No timeThere’s no end
There is no goodbye
Disappear
With the nightNo time
No time
No timeNo time
No time
No time
via René