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‘Total Recall’ Review

11 Dec, 2012 · Sascha · Film,Review · Comments

totalrecallreview

Vereinigte Staaten 2012
Regie: Len Wiseman
Drehbuch: Kurt Wimmer, Mark Bomback
Darsteller: Colin Farrell, Jessica Biel, Kate Beckinsale, Bryan Cranston
Länge: 118 Minuten
FSK: PG-13 in jeder Einstellung. Fake-Tripple-Möpse!
Rating: ★★½☆☆

Len Wisemans Remake von Paul Verhoevens Klassiker ‘Total Recall’ stieß bei mir auf eine derart emotionslose Reaktion hervor wie schon lange kein Film mehr. Ein Film, der so brav ist, hat mit seinem Original nichts mehr gemein. Und hey, ich bin immer für Wandel. Change is good! Aber ‘Total Recall’ ist ein Remake, das keiner wollte – und so sieht er auch aus. Ein schrecklich durchschnittlicher Actionstreifen, den man nicht einmal wirklich hassen kann.

Ende des 21. Jahrhunderts gibt es nur noch zwei Regionen, die Leben auf dem Planeten ermöglichen: “Die Vereinigte Federation von Britannien” und die Kolonien (Australien). Verbunden sind beide Regionen mit dem “Fall”, einer Machine, die durch den KERN DES PLANETEN (!) in bequemen 17 Minuten von einer Region zur anderen führt. Doug (Farrell) ist ein normaler Arbeiter, mit normalem Leben in der Kolonie und Beruf in Britanien. Er hat eine wunderschöne Traumfrau (Kate Beckinsale), will aber trotzdem zu den Traumverkäufern bei Total Rekall. Dumm. Denn von da an nimmt sein Leben eine schlechte Wendung nach der anderen und schon bald ist er verstrickt in einem Kampf zwischen Regierung und Rebellen, Traum und Realität.

Völlig uninspiriert ist Wisemans Remake nicht. Die Action ist zwar größtenteils eventlos, aber ein Kampf in der Schwerelogsigkeit und die Autoverfolgungsjagd stellen kleine Höhepunkte da. Der “Fall” ist an sich auch ganz nett, reicht aber nicht als Ersatz für den Mars mit dem auch die Mutanten wegfallen. Die Welt an sich ist ganz hübsch, aber auch nur, weil man sich stark an anderen Dick-Adaptionen wie ‘Blade Runner’ und ‘Minority Report’ orientierte. Dafür ist man zwar an Dicks Geschichte näher dran, aber ich frage mich, ob danach jemand verlangte.

Ansonsten plagen den Film typische Remake-Beschwerden. Eine dreibrüstige Frau kommt nur vor, weil sie im Original vorkam; nicht, weil es irgendetwas mit der Geschichte zu tun hätte, die man hier erzählen will. Es sind diese Verweise, die ein Remake plagen. Entweder man wagt komplett originelle Schritte und lässt das Alte in Würde ruhen oder macht sklavische Adaptionen der Mittelmäßigkeit, die man besser lassen sollte.

‘Total Recall’ fällt irgendwo dazwischen. Farrell gibt den Durchschnittsactionhelden, Biel ist schrecklich fehlbesetzt und Beckinsale alleine kann trotz ihrer Underworld-Gedächtnis-Kickass-Performance das Boot nicht alleine schaukeln. Leider ist der Film nicht so ambivalent wie sein Vorbild, noch so brutal oder einzigartig. One-Liner gibt es, aber es fehlt einfach der gewisse Charme. ‘Total Recall’ ist ein Film, der leicht zu verzehren ist, niemandem weh tut und schnell im Schatten seines Originals vergessen sein wird.

“He was convinced that the world wasn’t ready.” Na aber hallo! Für diesen Trailer war wohl niemand bereit und ich bin einfach so ehrlich, dass ich zugebe, dass ich gerade ein wenig feier. Der erste Roughcut soll bei den Produzenten bei Warner Bros. nicht so gut angekommen sein und da bekam man ja schon Sorgen, und und und – nun das! Sicherlich, der Trailer ist super geschnitten, super Präsentation und die Musik macht gut 3/4 aus, aber hey, immerhin! Sold! Mich hat der Film. Top 3 Trailer des Jahres! Bam!

via überall

Aber jetzt mal im Ernst: Snyder scheint seinen Stil ein wenig runtergefahren zu haben. Kein Frame im Trailer ist Slow-Motion. Wird sich sicherlich noch ändern, aber er bleibt neben David S. Goyers Drehbuch, von dem aber Nolan so sehr begeistert war, der größte Risikofaktor. Trotzdem scheinen beide hier womöglich ein kleines Wunder vollbracht zu haben, vielleicht wird das doch alles klasse. Die Originstory wird sicherlich nicht soviel Platz im finalen Film einnehmen, wie hier, und obwohl wir die Story schon in und auswendig kennen, scheint man hier schöne neue Akzente zu setzen. Henry Cavill scheint mir die Idealbesetzung für die Rolle zu sein, er verkörpert beide Aspekte der Rolle im Trailer zumindest gut. Aber das ist ja schon lächerlich, wir können nichts basierend auf dem Trailer einschätzen, zumal der Trailer zu ‘Sucker Punch’ auch balls-to-the-wall-awesome war und wir wissen ja, wie das endete.

The Last of Us – VGA Trailer

11 Dec, 2012 · Sascha · Games · Comments

Vor wenigen Tagen hatte ich erst alle Trailer und Videos zu Naughty Dogs Post-Apokalypsen-Spiel The Last of Us zusammengetragen. Jetzt gab es einen neuen Trailer bei den Video Game Awards, bei denen The Walking Dead als Spiel des Jahres (meh!) und Half-Life 2 als Spiel des Jahrzehnts (yay!) ausgezeichnet wurden, und der verrät uns mehr von der Geschichte und zeigt uns erneut, wie unglaublich brutal die Welt des Spiels ist. Außerdem wissen wir auch nun das Release-Date: Am 7. Mai müssen wir als Joel Ellie quer durchs Land zu einem Ort führen, an dem sie sicher ist. Ick freu mir!

Die guten Leute bei IGN haben das Video analysiert und debattieren ganze 20 Minuten über jeden einzelnen Frame. Tolle Sache, wenn man auf sowas steht.

Nach dem Klick habe ich noch ein paar weitere Trailer eingebunden, unter anderem zum Tomb Raider Reboot und einem mysteriösen Spiel namens “The Phantom Pain”, beim es sich zweifellos um Metal Gear Solid V handelt. (weiterlesen…)

via Laughing Squid

Ich brauche zu Weihnachten ohnehin neuen Arbeitsspeicher (dringend!) und nun weiß ich, wo ich den alten hintue. Klasse Idee von Joyce Haughey, die das Zeug in ihrem Etsy Geschäft verkäuft.

‘Ruby Sparks’ Review

10 Dec, 2012 · Sascha · Film,Review · Comments

Vereinigte Staaten 2012
Regie: Jonathan Dayton & Valerie Faris
Drehbuch: Zoe Kazan
Darsteller: Paul Dano, Zoe Kazan, Chris Messina, Antonio Banderas, Annette Bening
Länge: 104 Minuten
Rating: ★★★★½

“She’s complicated, that’s what I like best about her.”

Sechs Jahre ist es her, dass uns Jonathan Dayton und Valerie Faris mit ihrem fulminanten Regie-Debut ‘Little Miss Sunshine’ verzauberten. Doch dann kam lange nichts. Nun melden sie sich mit ‘Ruby Sparks’ zurück, einem Film über den Autor Calvin Weir-Fields. Calvin ist Ende zwanzig und hat erst einen Roman geschrieben. Doch dieser, zehn Jahre alte Roman hat die Literaturwelt verblüfft wie nie zuvor. Calvin ist ein Wunderkind und lebt mit seinem Hund in einer schönen Villa im Valley. Doch ihn plagt eine Schreibblockade und eine Freundin hatte er seit dem schmerzhaften Ende seiner letzten Beziehung auch nicht mehr. In seinen Träumen begegnet ihm eine Figur, über die ihn sein Therapeut zu schreiben zwingt. Daraus formt sich Ruby, das rothaarige Manic Pixie Dream Girl, das eines morgens einfach in seiner küch steht und ihn von seinen sich nun wieder problemlos füllenden Seiten in sein wahres Leben katapultiert. Doch Calvin verliert nicht den Verstand, sein Bruder und seine Familie können Ruby sehen.

Alles ist schön, Ruby bringt sein Leben wieder auf Trab, die beiden haben jede Menge Spaß, doch dann kommt wie in jeder Beziehung die Routine. Dazu ist Calvin sich Rubys Liebe ungewiss. Er fällt wieder in alte Muster und versucht seine Kreation zu perfektionieren. Er schreibt etwas in sein Manuskript und Ruby folgt, doch stets im Extremen. “Ruby ist gut gelaunt.” Ruby wird ihm zu gut gelaunt. “Ruby ist treu.” Ruby wird zu anhänglich. “Ruby ist ruhiger.” Ruby wird depressiv. Zoe Kazans Drehbuch ist eine wunderschöne Allegorie an die Versuche den Partner zu perfektionieren und ihn nicht als den Menschen zu respektieren, der er ist. Ständig wird der Idee des Menschen nachgerannt und nicht der einzelne Mensch für das anerkannt, was er ist, mit all seinen Fehlern und Problemen.

Es kommt wie es kommen muss: Calvin verliert Ruby. Aber nicht bevor er ihr auf traurige und herzzerbrechendeweise sein Geheimnis offenbart und Ruby quasi quält, ihr neue Zeilen schreibt und abstruse Handlungen vornehmen lässt, bis sie endlich begreift und geht. Calvin ist am Boden zerstört, findet aber nun den Mut seinen Roman zu Ende zu schreiben. Er hat wieder kommerziellen und kritischen Erfolg, doch das erfüllt ihn wieder nicht. Er ist immer noch mies drauf, vermisst Ruby, bis er sie eines Tages im gleichen Park findet, wo er sie bereits schon einmal traf. Sie scheint sie nicht an ihn zu erinnern – oder es ist eine komplett neue Ruby?

Von allen Möglichkeiten ist keine die Beste. Calvin ist als Charakter nicht gewachsen, hat nichts gelernt und wird am Ende sogar noch im Beruf und in der Liebe belohnt. Zoe Kazans interessante Demontierung des Manic Pixie Dream Girls in den vorherigen 100 Minuten wirkt dadurch im Vergleich nicht mehr viel. Doch obgleich das Ende einen bitteren Geschmack im Mund zurücklässt, zerstört es nicht die wunderbar quirkigen Momente zuvor. Insbesondere die Szenen im Big Sur National Park bei Calvins Eltern, gespielt von Annette Bening und dem hier großartigen Hippie-Künstler Antonio Bandera, sind herrlich schön. Die Chemie zwischen Kazan und Dano stimmt – wie könnte es auch anders sein, sind die Beiden doch auch im wahren Leben ein Paar. Ihnen beim Spiel zuzuschauen ist ein wahres Vergnügen und ihre Charaktere sind interessant und lassen ‘Ruby Sparks’ zu einem der schönsten Liebesfilme des Jahres werden, der einen zum Denken anregt.

Nach einem Jahrzehnt origineller Filme über deren Qualität sich Filmbuffs wohl noch für einige Zeit streiten werden und einem kurzen Abstich ins Land der Adaptionen mit ‘The Last Airbender’, haben wir M Night Shyamalan zurück im Land der Originalität. Näher gesagt befinden wie uns im Sci-Fi-Genre: Smith spielt einen Soldaten, der mit seinem Sohn auf der Erde abstürzt, Jahrhunderte nachdem die Menschheit ihren Geburtsplaneten verlassen hat. Nun gibt es den ersten Trailer:

Es ist kein großes Geheimnis, dass ich ein riesiger Fan von Shyamalan und seinen Filmen bin und sogar positive Aspekte an The Happening finde. ‘After Earth’ schaut sehr interessant aus, eine tolle One-Man-Show für Jaden Smith, für den der Papa seinen guten Namen ins Feuer legt. Das Drehbuch stammt außerdem vom Autoren von ‘Book of Eli’, Shyamalan ist nur Co-Autor. Das sollte doch auch die Zweifler überzeugen, die Regie in seinen Filmen war nämlich immer außerordentlich.

Wunderschöne Custom Action Figuren. Ich wünschte mir ja, dass ich hier einen kleinen MacReady, Quint, Parker oder Ash stehen hätte, aber ich finde keinen Macher dahinter. Die einzige Quelle, die (auf Tumblr) angegeben wurde, ist dieser eBay-Account, auf dem tatsächlich noch Figuren zu finden sind. Ich werde den mal im Auge behalten, ist ja bald Weihnachten.

Die Jungs von Red Letter Media haben es mal wieder geschafft eine neue Mr. Plinkett Review rauszuhauen und dieses Mal nehmen sie sich James Cameron Titanic vor, der “gleichzeitg einer der besten und schlechtesten Filme aller Zeiten ist.”