10. Filth
Ich habe den Film leider noch nicht gesehen, das ist aber mit Sicherheit nicht dem Trailer geschuldet. Von der Geschichte erfahren wir nichts, stattdessen kriegen wir mit prallen Bildern, guter Musik und einem wahrhaft krank aussehenden McAvoy die Stimmungs des Films verkauft, die dem Titel wahrhaftig in nichts nachsteht.
9. Short Term 12
Vielleicht liegt es an Youth Lagoons “Montana” oder den beiden Hauptdarstellern, die ich sehr gerne sehe, aber Short Term 12 verdient definitiv einen Platz auf meiner Liste. Ich kann es aber auch nachvollziehen, wenn jemand den gar nicht so ansprechend findet. Aber ich für meinen Teil finde die Geschichte aus persönlichen Gründen unglaublich ansprechend und wir erfahren gerade genug um uns in den Kinosessel zu kriegen ohne, dass wir bereits alles wissen.
8. The Spectacular Now
Ich bin ein großer Fan von Young Adult Literature. John Green kommt nächstes Jahr endlich selbst ins Kino, sein großartiges Buch The Fault in Our Stars wird verfilmt und passenderweise übernimmt Shailene Woodley erneut eine Hauptrolle. Für mich keine große Überraschung, denn The Spectacular Now versprühte zum ersten Mal das Feeling seiner Bücher. Ein toller Trailer für einen noch besseren Film.
7. Interstellar
Die Filmvermarktung stinkt momentan. Wie bei den Postern gibt es nur sehr wenige Highlights unter den Trailern, die wirklich ansprechend sind und dabei nicht direkt die gesamte Geschichte erzählen. In Zeiten von VOD und illegalen Downloads denken die Studios, dass man alles auf die Leinwand hauen muss um größtmögliche Gruppen von Zuschauer anzusprechen. Das Gegenteil ist der Fall, wie man am Beispiel von Christopher Nolans Interstellar sieht, der nur ein paar Einstellungen aus den gerade abgeschlossenen Dreharbeiten beinhaltet. Stattdessen sehen wir Archivmaterial der NASA und Matthew McConnaughey liefert einen Monolog in feinstem Astronautfarmboy-Akzent ab, der unter die Haut geht. Was mehr muss man noch wissen? Ich will nichts mehr sehen und werde es wie bei Inception so halten, dass ich mir die nächsten Trailer nicht mehr ansehen werde. (weiterlesen…)
Ich interessiere mich unheimlich für Politik. Ich meine, ich habe es immerhin studiert. Könnte man gar nicht meinen, wenn man nur den Blog hier so mitliest. Ich schreibe selten darüber oder gar nicht, weil das hier meine Nerdhöhle und mein verbalisierter Zufluchtsort vor der schrecklichen Welt da draußen ist. Es gibt genügend andere Blogs, die sich mit allem auseinandersetzen, was das Herz begehrt. Nein, muss hier nicht sein.
Aber! Eines meiner Spezialthemen im Studium waren jedoch die USA und insbesondere das Parteiensystem sowie die Wahlkämpfe. Diesen in meinem Auslandssemester letztes Jahr noch direkter zu erleben als zuvor war ein zusätzliches Highlight der Reise. Der vergangene Wahlkampf war wirklich alles andere als interessant. Mitt Romney war ein so schwacher Kandidat, das es eigentlich kaum zu einem knappen Rennen führte, das an keiner Stelle spannend wurde. Das sprach sich auch in nahezu allen Statistiken aus, insbesondere bei der gesunkenen Wahlbeteiligung und den demographischen Korrekturen zur Norm hin (Schöne Studie).
Viele Milliarden US-Dollar flossen in den Wahlkampf. Am Ende half dies alles nicht. Mitt Romney blieb für die meisten Amerikaner ein Enigma und selbst die meisten Republikaner mussten in den sauren Apfel beißen; Romney war trotz der Präferenzen von anderen Vorwahlkandidaten schließlich immer noch die bessere Wahl im Vergleich zu Präsident Obama. Party Unity, is’ wichtig, ne? Aber trotz allen Bemühungen und dem schönen Geld konnte kein Erfolg erzielt werden. Auch dank mehreren Fettnäpfchen entlang des Weges. Sogar am Ende, als bereits alles geklärt war, schaffte man es negativ zu überraschen: Romney und seine Berater hielten es nicht für möglich zu verlieren und hatten nicht einmal eine sog. concession speech vorbereitet gehabt. Wow. Als ich das damals im Radio morgens auf dem Weg zur Uni hörte, dachte ich, dass die Witze machen.
US-Talker Bill Maher spricht in seiner Sendung Real Time immer wieder von der “Bubble”, in der sich die amerikanische Rechte mit Fox News, Rush Limbaugh und Glenn Beck in einen sanften Medienkonkon einhüllt und in dem noch alles so berichtet wird, wie man sich das von der schrumpfenden weißen Mittelschicht im Bible Belt wünscht. Ob die Dokumentation “Mitt” von Greg Whiteley, der über sechs Jahre exklusiven Zugang zu Romneys Familie und Präsidentschaftsbemühungen hatte, die Blase zum Platzen bringen und uns einen bisher unbekannten Romney zeigen kann, werden Netflix-Abonnenten ab dem 24. Januar 2014 herausfinden.
A Netflix original documentary, Mitt is a rare and intimate account of one man’s quest for the presidency.
Given unprecedented access by Mitt Romney and his family for six years, Mitt follows the former governor’s presidential aspirations, from Christmas 2006 to his initial run to become the Republican nominee in 2008 and through his Presidential concession speech in 2012.
Director Greg Whiteley (“New York Doll,” “Resolved”) travels alongside the campaign through interactions with potential voters, preparations for the debates, personal moments with his family and concluding with final presidential election night results. via
Zum aktuellen Zustand der ästhetischen Beschaffenheit von Filmpostern lassen sich leider nicht viele lobende Worte finden. Die Trends werden gerne in Gallerien zusammengefasst und zurecht schlecht geschrieben. Blue’n’Orange-Tint, schwebende Köpfe, langweilige Charakterposter oder typische Actionfilmposter mit dem Helden umringt inmitten von fliegendem Dreck und Funken. Es ist traurig.
Dazu werden nicht nur bei der Auswahl der Filmproduktionen selbst, sondern auch immer mehr bei der Vermarktung kaum noch Risiken eingegangen. Alles muss für die Studios, die schon lange nicht mehr von Filmliebenden sondern Wirtschaftsprofis geführt werden, berechenbar bleiben.
Nur so kann man es sich schön reden, dass The Internship tatsächlich mit diesen zwei Photos von Owen Wilson und Vince Vaughn beworben wurde. Hätte man zwei langweiligere Photos finden können? Natürlich soll hier nur Vertrautheit suggeriert werden: “Hey, diese zwei Tunichtgute fandet ihr vor zehn Jahren in Wedding Crashers doch super lustig. Wollt ihr sehen, was sie bei Google als Praktikanten anstellen?” Das Endresultat fiel dann ebenso öde und überholt wie diese Poster aus.
Währenddessen floriert der Markt mit alternativen Postern von Mondo, der Gallery 1988 oder unabhängigen Vertrieben von Privatpersonen auf Etsy oder Society6. Künstler wie Olly Moss, Tyler Stout oder Laurent Duriueux sind in der Szene, die sich zu nicht kleinen Teilen auch aus aktiven Filmschaffenden und bekennenden Geeks wie z.B. Edgar Wright zusammensetzt, gefeierte Helden.
Doch eine gänzliche Katastrophe in Sachen Filmvermarktung im Posterformat war 2013 natürlich nicht. Ein paar Perlen gibt es natürlich jedes Jahr. Hier meine offizielle Top 15 der besten Filmposter 2013. (weiterlesen…)
Naiv betitelt als “Vom Drehbuch auf die Leinwand” ist dieses Featurette nichts weiter als ein Werbespot für die kommende Award Season. Jeder kommt noch einmal zum Vorschein: Regisseur und Drehbuchautor Alfonso Cuarón, sein Co-Autor und Sohn Jonas, Kameramann Emmanuel Lubezki, Produzent David Heyman und Komponist Steven Price. Alle haben Chancen in ihren jeweiligen Kategorien nicht nur nominiert zu werden, sondern auch zu gewinnen. Höchste Zeit also die Wähler noch einmal an die atemberaubende Produktion zu erinnern. (via)
Das Drehbuch zum Film kann man übrigens hier ganz offiziell einsehen.
27 Dec, 2013 · Sascha · Alles sonst so · Comments

Ich habe mal einen Blogeintrag im Mai spät in der Nacht verfasst, den ich nie wirklich veröffentlichen werde. Zu persönlich. Das Ding drehte sich aber unter anderem über Star Wars (natürlich!), wie sehr ich es liebe und dass ich mich in den Weiten von Wookiepedia für Stunden verlieren kann. Monate später fielen mir meine Star Wars Fact Files beim Aufräumen in die Hände und ich war hin und weg. Das Aufräumen wurde für 30 Minuten abgebrochen, während ich auf dem Boden sitzend durch die Jugend blätterte.
Klar, ich kann mich natürlich auch mit meinem Tablet in den Sessel setzen und im Internet rumwurschteln (und das wäre noch wirklich interessanter, weil man durch die Hyperlinks sich erst so wirklich in der Welt verlieren kann), aber irgendwie hat das Gedruckte doch immer noch so einen besonderen Stellenwert und die Photos sowie die Präsentation der Informationen wirken ebenfalls ästhetisch ansprechender. Vielleicht liegt das einfach nur daran, dass ich nicht komplett ohne Print aufgewachsen bin und zukünftigte Generationen sehen das anders.
Aber an die richtet sich dann auch dieser Eintrag nicht wirklich, denn ich möchte kurz über Markus Haages Der Zombie sprechen, dem neuen “Magazin für phantastische Filme und filmische Pop-Kultur” sprechen. Markus sendete mir eine Kopie der inzwischen dritten Ausgabe zu und ich war wirklich hin und weg. Sympathisch: Es ist ein Solo-Projekt. Ganz alleine stemmt er Layout, Texte, Website, Vertrieb und Marketing.
In jeder Ausgabe widmet er sich einer ausgiebigen Retrospektive einer Filmreihe; so gab es bisher zu Evil Dead, The Thing sowie Romeros Zombies Specials. Weiterhin gibt es Reviews zu aktuellen Heimkinoveröffentlichung, Trashperlen und Retrofilmen sowie Tipps für besseres Zombiemakeup und Comicempfehlungen. Würde man PewPewPew drucken, würde es in etwa so aussehen. Nur nicht so ästhetisch ansprechend, hochwertig aufbereitet und toll geschrieben.
24 Dec, 2013 · Sascha · Alles sonst so · Comments
Alles Gute, Baby Jesus! An euch ein frohes Weihnachtsfest. Habt euch lieb und fresst euch voll. Hoffentlich kriegt ihr auch alle das geschenkt, was von Nutzen ist oder einen großen Wunsch erfüllt. Manchmal trifft ja sogar Beides zu. Aber am Wichtigsten: Ich wünsche euch ein besinnliches Weihnachtsfest im Rahmen der Menschen, die euch wichtig sind. Falls das nicht hilft, hier ist ein oberkörperfreier Bill Murray (inklusive rotem, festlichem Halstuch!), der euch lieb hat und frohe Weihnachten wünscht.
24 Dec, 2013 · Sascha · Alles sonst so · Comments
“I know a gangster when I see one!” (via)
Manuel Camia hat mit seinen Freunden zusammen zum ersten Mal einen Film gedreht. Dafür sieht das als Fanfilm zu The Last of Us angelegte Unternehmen aber verdammt gut und vor allem aufwendig aus. Mir gefallen ja generell Fanfilme dieser Art nie wirklich, da die Schauspieler nie 100%ig an die Vision ihrer digitalen Vorbilder heranreichen. Das Gleiche gilt auch für Filmadaptionen aus Hollywood. Es will einfach nicht so wirklich funktionieren. Dann doch lieber eine Version, die zwar im gleichen Universum spielt, die Spielmechaniken und Eigenschaften übernimmt, dafür aber eine eigene Geschichte mit originalen Figuren erzählt, wie zum Beispiel City 17 von den Purchase Brothers. Aber der Trailer schaut schon ziemlich gut aus, da kann man das mal verschmerzen. Mal schauen, ob er an die Qualität des letzten Fanfilms heranreichen wird.