PewPewPew - Das Filmblog über Katzen und Pizza

Life After Pi

14 Mar, 2014 · Sascha · Film · Comments

Life After Pi ist die Dokumentation über die Überraschung und den Skandal der letztjährigen Oscars: Da gewinnt ein Film den Oscar für die besten Spezialeffekte, während das für das Leinwandfeuerwerk verantwortliche VFX-Studio gerade bankrott geht. Dazu werden die Verantwortlichen von Rhythmus & Hues auch noch während ihres Plädoyers für Veränderungen am System mit dem Jaws-Theme auf unverschämte Art und Weise von der Bühne gescheucht. Es gibt auch keinen Dank von Regisseur Ang Lee, der, so lässt man das leicht durchblicken, nicht unbedingt gute Kooperation bei der Entwicklung leistete.

Der Regisseur der Dokumentation, Scott Leberecht, ist selbst Teil des Systems und u.a. ehemaliger Mitarbeiter von ILM. Er schildert hier die wahrhaft schockierenden Hintergründe vom Niedergang von Rhythm & Hues und wieso das die gesamte Industrie betrifft. Der einzige Weg zur Lösung wird wohl ebenfalls eine Gewerkschaft sein.

Life After Pi ist nur ein Segment in der größeren Dokumentation Hollywood Ending, die sich noch mit anderen problematischen Aspekten der Filmindustrie befassen will. via /Film

In February of 2013, John Hughes, founder of Rhythm & Hues Studios, regretfully announced that the company was going bankrupt. With no way to pay his hard working employees, and no other options, hundreds were laid off. Two weeks later, they won the Academy Award for Best Visual Effects for “Life of Pi.”

These were tragic, ironic times, and as employees, we were compelled to document it. As the bankruptcy finalized and layoffs continued, we began filming – watching helplessly as one of the most prestigious VFX companies in the world crumbled. As we all asked how this could happen, many stood up in outrage, sounding the alarm that this incident was not an isolated event, but a reflection of greater problems.

The old model of the movie business is passing away, yet modern-day Hollywood grips it ever more tightly. VFX companies and artists are treated as mere cogs in the machine, with little regard to creating a sustainable, collaborative working relationship. This will lead not only to the demise of more VFX companies, but to increasing instability industry wide.

Rhythm & Hues reached new heights in visual effects mastery with its stunning work on “Life of Pi,” yet they still fell into bankruptcy.

“Life After Pi” reveals the behind-the-scenes factors that led to this sad and unforgettable moment in the history of Hollywood.

Hier der schicke TED Talk von Regisseur und Drehbuchautor Phil Lord (The LEGO Movie, 21 Jump Street, Cloudy with a Chance of Meatballs) zum Thema Story Innovation, das er anhand seiner bisherigen Filme erläutert. Wirklich spannend und vor allem auch auf einer menschlichen Ebene unterhaltend, da Lord ein unglaublich energischer und lustiger Typ zu sein scheint. Ich kann sofort verstehen, wieso er mit seinen Story Pitches u.a. den Lego Film machen durfte. via IndieWire

Hier der wirklich äußerst schicke Trailer zu den “Missing Missions” aka der letzten Staffel von Star Wars: The Clone Wars, die jetzt auf Netflix streamt. Mit der Serie konnte ich jedoch leider nie wirklich viel anfangen. Bei dem Film bin ich eingeschlafen (das war ohne Frage mein verspätetes Episode I-Erlebnis) und die erste Staffel fand ich langweilig. Ich weiß, ich weiß – es soll besser und sogar richtig gut werden. Das glaube ich auch gut und gerne, denn wegen dem großartigen Trailer und dem Versprechen von Order 66 Stuff hole ich momentan meinen Rückstand auf. (via i09)

Hier die wirklich ausführliche und unglaublich aufschlussreiche Dokumentation über die Konzeption und Entwicklung von Naughty Dogs Meisterwerk The Last of Us, die es zuvor nur mit den Spezialeditionen des Spiels versandt wurde und nun endlich auch von offizieller Seite gestreamt wird. Regisseur Neil Druckmann führt uns im Büro der Spieleentwickler herum, zeigt uns wie die Idee zum Spiel entstanden ist, wie die Geräusche der Klicker entstanden, wie man Oscar-Gewinner Gustavo Santaolalla als Komponist gewinnen konnte und nicht zuletzt die intensive Auseinandersetzung mit den Schauspielern Ashley Johnson und Troy Baker, die Joel und Ellie zum Leben erweckten. (via)

Für die erste Storyerweiterung Left Behind über Ellies Vorgeschichte gibt es ebenfalls eine kleine Begleitdoku.

Dass vielleicht aber nicht alles immer so friedlich und großartig abläuft wie uns dieses (im Grunde) extensive Promotionsvideo weis machen will, belegt der Fall von Uncharted-Regisseurin Amy Henning, die gerade ihren Job verlor und Gerüchetn zufolge zur Kündigung quasi gezwungen wurde.

Hier noch zwei zusätzliche ausführliche Besprechungen des Spieles, die ich genau so eins zu eins unterschreiben würde, insbesondere das Video aus der Sicht des Spielers. (weiterlesen…)

Surfing Stormtrooper

13 Mar, 2014 · Sascha · Alles sonst so,Featured · Comments

surfing trooper

André kehrte dem eintönigen Leben im Galaktischen Imperium den Rücken zu und bereiste zusammen mit seiner Trooperess Rebecca den Planeten Erde samt Surfboard. Überall, wo er halt macht (Bali, Australien, Neuseeland, Fiji, USA, Peru, etc.), knipst er Photos von sich im Stormtrooper-Helm. Ich bin sowas von neidisch. Hier eine Auswahl von meinen Favoriten, mehr Photos gibt es auf seinem Tumblr und auf dem überaus zu empfehlenden Facebook-Account, der auch sonstige visuelle Bedürfnisse aller Star Wars Fans befriedigen dürfte.

Schöne Doku von GoPro mit so bisher nie dagewesenen Aufnahmen über den Löwenflüsterer Kevin Richardson, den man sicherlich im Netz schon ein paar mal wegen seiner einzigartigen Beziehung zu den Tieren in seinem Reservat gesehen hat. Mich erinnert er mit seiner besonderen Beziehung an den vor Kurzem verstorben Werner Freund, der großartige Pfleger des Wolfparks hier um die Ecke.
Das Video ist echt süß und es stimmt wirklich, dass Löwen nur große Katzen sind. Leider sind sie alle schwer bedroht, da ihr Lebensraum durch den Menschen ständig verkleinert wird. Vielleicht könnten diese Aufnahmen ja dabei helfen, dem entgegenzuwirken.
Auch cool finde ich ja, dass GoPro mit ihrem Kameras quasi so eine neue Unterkategorie für Videos erschaffen hat, in der die Kamera von irgendwelchen Tieren entführt wird. (via)

Shailene Woodley ist auf Promo-Tour für ihr, dem Trailer nach zu urteilen, Young-Adult Trainwreck Divergent und hat Twilight richtigerweise für den frauenfeindlichen Bullshit von Mormonen-Autorin Stephanie Meyer gebasht:

“ ‘Twilight,’ I’m sorry, is about a very unhealthy, toxic relationship. She falls in love with this guy and the second he leaves her, her life is over and she’s going to kill herself,” Woodley told Teen Vogue. “What message are we sending to young people? That is not going to help this world evolve.”

Meine Lieblingsyoutuberin NuttyMadam meldet sich daher mit einer aktueller Botschaft an Shailene Woodley zurück: LEAVE TWILIGHT ALONE! Ich mag sie. Wahres Fandom. pixellove

Den ersten Trailer sah ich vor rund 10 Monaten und seither hatte ich das Projekt vergessen, nun kommt die Dokumentation über meine Lieblingsband The National endlich in die Kinos bzw. auf Blu-Ray und VOD in unsere Wohnzimmer. Doch bei dem Film handelt es sich nicht um eine schlichte Dokumentation, die die Band auf ihrer Tour oder ins Studios begleitet. Stattdessen folgt sie Tom Berninger, Bruder des Leadsängers Matt Berninger, der seiner Verwandschaft auf die Tour folgt. Das Spannende an diesem Projekt ist die Tatsache, dass die restlichen vier Bandmitglieder ebenfalls Brüder, sogar Zwillingsbrüder, sind und diese Dynamik bestimmt ein interessantes Spannungsfeld zwischen Matt und Tom entstehen lässt, das wertvolle Aussagen über Ruhm, Liebe, Neid, Schuld und Musik aussagen kann. Matt hat das schwierige Verhältnis zu seinem Bruder bereits in dem Song I Should Live in Salt festgehalten.

Die Kritiken versprechen eine melancholische Doku der Sonderklasse und ab dem 28. März können wir uns selbst davon ein Bild machen.

Hailed by Michael Moore as “one of the best documentaries about a band that I’ve ever seen” and by Pitchfork as “the funniest, most meta music movie since SPINAL TAP,” MISTAKEN FOR STRANGERS is a truly hilarious, unusual, and moving film about two brothers, Matt and Tom Berninger.

Matt, the lead singer of the critically acclaimed rock band The National, finally finds himself flush with success. His younger brother, Tom, is a loveable slacker – a filmmaker and metal-head still living with his parents in Cincinnati. On the eve of The National’s biggest tour to date, Matt invites Tom to work for the band as a roadie, unaware of Tom’s plan to film the entire adventure.

What starts as a rock documentary soon becomes a surprisingly honest portrait of a charged relationship between two brothers, and the frustration of unfulfilled creative ambitions.

Weiterhin gibt es einen neueren Trailer, der viele bisher unveröffentlichte Szenen enthält, versierter geschnitten ist und die Melancholie ein wenig verbirgt. Hoffentlich ist das nur aus marketingtechnischen Gründen so geändert worden.