PewPewPew - Das Filmblog über Katzen und Pizza

The Force Awakens
Disney/Lucasfilm

Star Wars: The Force Awakens (Deutscher Titel: “Das Erwachen der Macht”) kehrt am 17. Dezember 2015 in die Kinos der hiesigen Galaxie zurück.

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88 Sekunden. Achtundachtzig. Sekunden. Das ist nicht sonderlich viel, zumal ein gewisser Teil bereits von den Logos eingenommen wird. Es handelt sich hier um kostbare Sekunden. Seit neuneinhalb Jahren sehen wir zum ersten Mal zurück in eine lang, lang vergangene Zeit in einer fernen Galaxie. Zum ersten Mal seit 31 Jahren sehen wir unsere wahrhaftig großen Helden wieder. Luke Skywalker. Han Solo. Prinzessin Leia. Der Kanon des Expanded Universes ist tot, hier handelt es sich um komplettes Neuland. (weiterlesen…)

Mit Jurassic World kehren die Dinos 2015 nicht nur zurück ins Kino, sondern auch in Form von Legos, sonstigem Merchandise und wohl auch in virtueller Form in die gut sortierten Regale vieler Einkaufshäuser. Videospiele wurden bisher explizit keine angekündigt, aber da wird man bestimmt mit etwas rechnen dürfen, wenn man mal einen Blick in die Vergangenheit wirft.

Während lizensierte Spiele traditionell bei Fans und Kritikern eher nicht gut ankommen (obwohl sich das in den letzten Jahren besserte), haben es sich einige Indie-Entwickler zur Aufgabe gemacht, Isla Nublar selbst für die Bildschirme daheim zu kreieren. Das Projekt Jurassic Park Aftermath zum Beispiel ist ziemlich interessant und vor allem äußerst sexy, immerhin benutzt der Entwickler die CryEngine 3 um den alten Park aus dem ersten Film wiederaufleben zu lassen. (weiterlesen…)

BOYHOOD Steelbook

27 Nov, 2014 · Sascha · Film · Comments

Ich hatte erst noch letztens daran denken müssen, dass ich mir unbedingt die Boyhood Criterion Collection Edition zulegen muss, nur um letzte Woche dann feststellen zu müssen, dass diese bereits im August gestrichen wurde. Huge bummer. Daher könnte Mondos Ankündigung, erneut mit Futureshop an einer Boyhood Steelbook Edition zusammenzuarbeiten, für mich zeitlich nicht besser kommen.

Es wird zwei Versionen geben, die sich vom Cover-Design leicht unterscheiden. Hauptunterschied ist aber das 16-seitige Booklet, dass der variant Edition beiliegt. Tomer Hanukas’ Entwurf war für mich als Print jetzt nicht der beste Einfall, aber als DVD Cover funktioniert er sehr gut, will ich meinen.

FutureShop: Boyhood (Future Shop Exclusive Mondo X SteelBook)

Problematisch ist jedoch, dass Futureshop nur ins eigene Land liefert und die in Kanada sitzen. Auf EB wird einem aber geholfen und es gibt außerdem einen Gruppenkauf, bei dem ich teilnehmen werde. Ansonsten halt eBay, ne?

Als Duncan Jones’ Spielfilmdebüt Moon 2009 das Licht der Welt erblickte, war relativ schnell klar, dass es sich um einen Kultfilm in der Mache handelt. Fünf Jahre später findet man kaum einen Science Fiction Fan, der dem Film nichts abgewinnen kann. Stattdessen etablierte sich Jones als kompetenter Mann des Genres, dem man vertrauen kann. Diesen Status verfestigte er weiterhin mit dem Zeitschleifefilm Source Code und einer weiteren Tour-de-Force seines Hauptdarstellers.

Bereits kurz nach dem gefeierten Debüt des Regisseurs begann er über sein nächstes Wunschprojekt zu sprechen. Es sollte im gleichen Universum wie Moon spielen und Sam Rockwells Figur sollte sogar einen Cameo haben. Die Geschichte spielte jedoch nicht im Weltall, sondern hier auf der Erde. Es sollte ein Thriller werden. In Mute wollte er die Suche eines tauben Barkeepers inszenieren, der im heruntergekommenen Berlin der Zukunft nach seiner von Gangstern entführten Freundin sucht.

Während Moon eher die existenziellen Science Fiction Klassiker der Siebziger würdigte, wäre Mute eine Hommage an den verdrossenen Cyberpunk und Filme wie Blade Runner gewesen. Und genau wie Blade Runner hätte der Film eine einfache Handlung gehabt, die zwar in der Zukunft spielt, aber nicht durch ihren Handlungsort definiert ist. Letzteres muss wohl auch das Problem gewesen sein. Der Duncan Jones Fanblog ManMadeMovies hat die Produktionsreise durch die sieben Höllen Hollywoods recht gut dokumentiert und immer wieder kam die Frage auf: “Wieso muss diese Geschichte in der Zukunft spielen?” – was ein guter Einwurf eines Studio Execs ist, der Geld sparen will. Fans von Blade Runner und Moon verdrücken derweil wohl mehrere Tränen. (weiterlesen…)

Es gab ja viele Diskussionen und Reaktionen zu dem Titel “The Force Awakens”, den ich sehr prima finde. Bei der Übersetzung hat man jetzt keine Experimente gewagt und nennt den Film einfach “Das Erwachen der Macht”. Weiterhin wurde bestätigt, dass der Teaser Trailer auch direkt am Freitag online anzusehen ist, womit sich nicht 99,9% der Fans weltweit eine wackelige, abgefilmte 480p-Qual antun müssen. Coole Sache! Chapeau, Disney.

Die Faszination mit Tschernobyl reißt auch fast drei Jahrzehnte nach dem Unfall im Atomreaktor nicht ab. Binnen wenigen Tagen wurde alle Einwohner der naheliegenden Stadt Pripyat, insgesamt 45.000 Einwohner evakuiert. Bis heute wurden ungefähr 350.000 Menschen umgesiedelt. Die Auswirkungen der Natur, die die umliegenden Städte und Gebiete wiedergewonnen hat, wurden aber schon oft genug in vielen, tollen Bilderserien dargelegt.

Dem englischen Kameramann Danny Cooke ist jedoch, so will ich meinen, ein Novum gelungen. Zusammen mit einer Phantom-Drohne und seiner Canon 7D flog er über Pripyat und zeichnete die verfallenen Hochhäuser dramatisch ein. Diese teilweise ikonischen Stätten, wie z.B. das Hallenbad, mal in schön eingefangenen und vor allem bewegten Bildern zu sehen, ist neu und verdeutlicht noch mehr den allgemeinen Verlust an Leben und Identität.

Da sieht man erst mal, wie gut Spiele wie z.B. The Last of Us, natürlich stark von der Realität inspiriert, den realen Zerfall von Zivilisation abbildeten.

Chernobyl is one of the most interesting and dangerous places I’ve been. The nuclear disaster, which happened in 1986 (the year after I was born), had and effect on so many people, including my family when we lived in Italy. I can’t imagine how terrifying it would have been for the hundreds of thousands of locals who evacuated.
During my stay, I met so many amazing people, one of which was my guide Yevgein, also known as a ‘Stalker’. We spent the week together exploring Chernobyl and the nearby abandoned city of Prypiat. There was something serene, yet highly disturbing about this place. Time has stood still and there are memories of past happenings floating around us.

Der Trailer zu Jurassic World ist da und ich habe mir ein paar Gedanken dazu gemacht. Es überrascht mich nämlich ein wenig, dass offenbar vorher keiner wusste, dass es im Film einen neuen Über-Dino geben wird. Zumal der liebe Sascha hier in den letzten Wochen und Monaten immer wieder verschiedenste Informationen zu Jurassic World zusammengetragen hat. Darunter Folgendes:

Die Webseite verrät außerdem, dass Dr. Henry Wu zurückkehrt, den man aus dem ersten Film kennt. Dass BD Wong erneut den Forscher (der im ersten Buch übrigens stirbt) spielt, wussten man bereits. Doch nicht, dass Wu nun Leiter der Forschung ist.

Wenn man Gerüchten trauen darf, soll Jurassic World zehn Jahre nach seiner Eröffnung unter Besucherschwund leiden (darauf wird auch im Jahresbericht von Masrani angespielt), weshalb Dr. Henry Wu einen neuen D-Rex (Diabolus) genetisch herstellt, der noch furchterregender und aggressiver sein soll als der T-Rex. So erhofft man sich neue Besucher. Das wird hoffentlich klappen und dann werden alle gefressen. Mwahaha.

Für mich ist der D-Rex die logische Konsequenz aus den Genexperimenten, die Wu und seine Kollegen durchgeführt haben. Die Dinos in Jurassic Park waren schon immer genetische Konstrukte, Lücken in den Gensequenzen wurden beispielsweise mit Frosch-DNA aufgefüllt, weshalb sich die vermeintlich sterilen Tiere dann überhaupt auch erst fortpflanzen oder den Lysin-Plan überleben konnten.

Jurassic Park ist von 1993, damals waren CD-Roms noch neu. Die damalige Gentechnik mit modernen Computern und 22 Jahren Forschung weitergedacht und man landet meiner Meinung nach zwangsläufig bei einem Superdino.

Insbesondere, wenn man Henry Wu zum Chef der Forschungsabteilung macht. Im Film mag das nicht so stark wirken, weil seine Rolle dort auch nur eine sehr kleine ist. Schlimmer: Im Grunde genommen ist er ein reines Expositionsvehikel, spuckt nur Hintergrundwissen aus und verschwindet dann auch sofort wieder, nachdem er diese Funktion erfüllt und die Hauptdarsteller sowie den Zuschauer darüber informiert hat, dass (angeblich) alle Dinos weiblich sind und sich nicht auf natürlichem Weg fortpflanzen können. Im Buch jedoch ist Henry Wu eine der Hauptfiguren und dort wird deutlich, dass er nicht nur ehrgeizig, sondern im Zweifelsfall auch recht skrupellos ist. Deswegen stirbt er dann auch, denn die Dinos haben eine besondere Vorliebe für schlechtes Karma.

Für Wu ist die Genforschung an den Dinosauriern fast schon eine sportliche Herausforderung. Wieso nicht die eigene Arbeit (beziehungsweise die anderer Wissenschaftler, auf denen er seine aufbaut) nochmal übertrumpfen? Immer und immer wieder. Um Jurassic Park und Jurassic World mal in eine zeitliche Relation zu setzen: Die Dinosaurier wurden zu einer Zeit entwickelt, als es Windows 95 noch nicht gab, welches den endgültigen Durchbruch der Computertechnologie auch im Privatbereich darstellte (auch wenn Jurassic Park bekanntlich über ein Unix-System läuft). Im Buch werden zur Gensequenzierung neueste Hochleistungsserver benutzt, die trotzdem nicht einmal den Bruchteil eines heutigen Gaming-PCs bringen dürften. Man gebe dem Team jetzt 2014er Computertechnologie und schaue zu, was dabei herauskommt.

Der Trailer sagt außerdem ganz klar, dass die Forscher in den letzten zehn Jahren extreme Fortschritte gemacht haben, die sie sich nicht einmal vorstellen konnten: “We learned more in the past decade from genetics than a century of digging up bones.”

Ich verstehe auch nicht ganz, wieso “normale” Dinosaurier akzeptabel sind, der D-Rex jedoch gleich “Trash” sein und den Film zum “B-Movie” machen soll. Jurassic Park hat schon immer viel “suspension of disbelief” von seinen Zuschauern verlangt. Aus meiner Sicht ist der D-Rex die logische Konsequenz aus 22 Jahren Genforschung, betrieben von Wissenschaftlern mit sportlichem Höher-schneller-weiter-Ehrgeiz. Und wie Sascha bereits angemerkt hat, spielt offenbar auch Geldgeilheit eine Rolle. Die Besucher des Parks kennen den T-Rex schon, da muss eine neue Riesenechse mit deutlich größeren Fußstapfen her.

Man mus das alles nicht mögen, aber wenn man Jurassic Park weiterdenkt und die technologischen Fortschritte der letzten Jahre in Betracht zieht, dann erscheint zumindest mir das alles sehr kohärent zu sein. Davon abgesehen: Warten wir doch erstmal den Film an sich ab, danach können wir gerne darüber diskutieren. Das bisher Gezeigte macht auf mich als riesgen Jurassic-Park-Fan schon mal einen guten Eindruck und im schlimmsten Fall dürfte zumindest Michael Giacchinos Soundtrack hörenswert werden. (Anmerkung Sascha: Michael Giacchino begann seine Karriere als Komponist diverser Videospielsoundtracks, darunter zwei Jurassic Park Spiele. Außerdem komponierte er die Musik für Jurassic Park: The Ride.)

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Tim Rozenski ist Chefredakteur des deutschen Videospielblogs GamezGeneration, aktiver Twitter-Mensch und bereits mehrfach Gast im PewCast gewesen. Uns eint eine Liebe für Jurassic Park, uns teilt sein unüberwindbarer Hass für The Walking Dead.

An Oral History of THE RIGHT STUFF

26 Nov, 2014 · Sascha · Film · Comments

Wired bietet gerade nicht nur eine intensive, kooperative Ausgabe über Interstellar an, pompös als “Nolan Issue” betitelt, sondern widmet sich auch anderen Weltallfilme wie Philip Kaufmans The Right Stuff aus dem Jahr 1983.

Wired: An Oral History of The Right Stuff

Kaufman wanted his audience to feel the adrenaline rush that early test pilots experienced as they chased the sound barrier, as well as the violence inherent in breaking free from, and reentering, Earth’s atmosphere.

GEOFFREY KIRKLAND (PRODUCTION DESIGNER): Phil got this amazing collection of research from NASA and the Navy. He set up a library in his trailer.

PHILIP KAUFMAN: Research went on in every area, all through the movie. When the actors showed up, each of them got a book that we had prepared with 30 to 40 pages on each character—every damn thing we could find.

Herausgekommen ist eine “Oral History” mit Erzählungen und Gedanken aller Beteiligten zum besten Film über Astronauten. Es kommen auch echte Astronauten zu Wort, George Lucas erzählt kurz was, die Auswirkungen des Films auf den Präsidentenwahlkampf werden reflektiert und, und, und. Wie immer ein fantasticher Beitrag von Wired.