Personal - PewPewPew

Meine Top 20 Filme 2016

05 Mar, 2017 · Sascha · Film,Personal · 2 comments

20. The Nice Guys (Shane Black)
Der einzige Film des Jahres, von dem ich mir ein Sequel wünsche.

19. The Invitation (Karyn Kusama)
Eine packende Studie über Spannung im Kino, wie man sie erzeugt, wie man sie hält, wie man mit den Erwartungen der Zuschauer spielt. Das Ende gefällt mir ganz besonders.

18. Wir sind die Flut (Sebastian Hilger)
Der beste deutsche Genre-Film seit… ja, sehr langer Zeit.

17. Midnight Special (Jeff Nichols)
“I like worrying about you.” Emotionen > Plot

16. Green Room (Jeremy Saulnier)
Jeremy Saulniers schonungslose Verfolgung von Realität schockt mich weiterhin. (weiterlesen…)

Im letzten Jahr hatte ich ganz erschrocken festgestellt, dass ich sehr viele Videospieltitel verpasst hatte und gar keine richtig gute Liste an Spielen vorweisen konnte. Die Games-Sektion des Blogs hatte ich ebenfalls ignoriert. Daher kommt meine Liste der besten Videospiele des Jahres 2016 etwas verspätet, da ich einfach noch ein paar Sachen nachholen musste, bevor ich die Top 10 aufsetze. Darüber hinaus habe ich einige Reviews verfasst, u.a. auch bei Superlevel, auf die ich sehr stolz bin. Insgesamt war das echt ein verdammt tolles Gamingjahr und ich hoffe, dass es 2017 so weitergeht.

10. Battlefield 1

Ich hatte meine Bedenken, was den neuen FPS-Shooter von DICE angeht. Als Spieler der ersten Stunde und vielen Jahren im eSport konnte ich nicht drum herum zu erkennen, dass Battlefield 1 mit der Rückkehr zu den Weltkriegen und der realistischen Grafik eventuell auf ein moralisches Problem zusteuert. Und dann hat DICE diese tolle Kampagne gemacht, die die Bedenken in Luft auflöste. Das Spiel beginnt mit einer der beeindruckendsten Szenen in einer Singleplayer-Kampagne überhaupt: Ich sterbe, immer und immer wieder. Doch das Spiel geht weiter. Eindrucksvoll wird die brutale Gleichgültigkeit des Kriegs dargestellt. Trotzdem gibt es natürlich den Online-Modus, der von den meisten Spielern genutzt wird. Es ist aber unwahrscheinlich, dass die Spieler unverändert aus dem Singleplayer in den Multiplayer wechseln. Insofern hat DICE genau den Mittelweg gefunden, den ich mir gewünscht habe.

Spielerisch hat man ebenfalls mit den Operations einen neuen Modus gefunden, der das sonst chaotische Gameplay zu mehr teamorientierten Ansätzen zwingt und somit jahrzehntelange Problem vom Tisch fegt. Die alten Modi sind immer noch da, die Flugzeuge sind jetzt nicht berauschend und es fehlen die schönen Levolutions aus Battlefield 4. Insgesamt aber bleibt unter dem Strich der beste Shooter des Jahres zurück. Aspekte wie das Sounddesign oder die Grafik werden inzwischen einfach akzeptiert, oft kommentarlos einfach zurückgelassen in Reviews, weil DICE Jahr für Jahr abliefert.

9. Clustertruck

Das Spielprinzip ist ganz einfach: The floor is lava und die einzige Möglichkeit, das Ziel zu erreichen, ist über die Anhänger von fahrenden LKWs zu springen. Problem: Es gibt viele Hindernisse und noch mehr LKWs, es kommt zum titelgegebenden clusterfuck. Das Ganze spielt sich dann so ein bisschen wie die Szene auf dem Highway in Matrix Reloaded, in der Morpheus den Schlüsselmacher retten will – mit der Besonderheit, dass Morpheus stirbt. Oft. Clustertruck hat das vielleicht spaßigste Gameplay, das ich in dem vergangenen Jahr erleben durfte. Gleichermaßen ist das Spiel enorm herausfordernd und der Map-Creator bietet endlosen Spaß für ganz wenig Geld. (weiterlesen…)

Meine Top Tracks aus 2016

14 Jan, 2017 · Sascha · Musik,Personal · 2 comments

Wenn mir Spotify schon so eine schöne Zusammenstellung meiner meistgespielten Songs aus dem letzten Jahr schenkt, kann ich die auch mit euch teilen. Hier geht es auf dem Blog ja eher selten um Musik, obwohl sie mich wie euch täglich begleitet. Daher kann man das ruhig schon mal hier posten. Dieser Beitrag gibt mir dazu noch die Chance, auf einen Artikel bei Deutschlandradio Kultur zu reagieren.

Redakteur Mike Herbstreuth geht der Frage nach, wieso die Streaming-Hits so eintönig sind und kommt zum Ergebnis, dass bei Spotify ebenso wie im Radio Titel mit Eintönigkeit gehört werden. Eben solche Titel, die man einfach so nebenher hören. Bei der Arbeit, beim Sport, beim Kochen oder beim Autofahren. Titel ohne große Wechsel, sie passen zu jeder Stimmung und zu jeder Zeit. Dass soll die Verweildauer erhöhen, so ergeben sich höhere Zuhörerzahlen und folglich mehr Geld. So weit, so unspektakulär. Das Ganze wird dann an Drakes Hit “One Dance” aufgehangen, dem meistgespielten Streamingtitel aller Zeiten.

Bei dieser Feststellung gehe ich sogar noch d’accord mit dem Artikel. Es gibt eine ganze Breite an Menschen, die nicht wirklich aktiv Musik suchen oder wirklich Interesse daran haben, die Bandbreite an Genres abzugrasen. Sie geben sich mit dem zufrieden, was in den Charts steht. Das spiegelt sich also auch in den Streamingcharts wider. Was mich jedoch stört, ist folgende Unterstellung am Ende:

Mit der fast grenzenlosen Verfügbarkeit von Musik durch das Internet war einst ein Traum verbunden: Von einer besseren Welt mit besserer, weil interessanterer Musik für alle. Es war halt doch nur ein Traum.

Da möchte ich so stark wie möglich dagegenhalten. Spotify Premium, den Streamingdienst meiner Wahl, umsorgt mich wöchentlich mit einem persönlich zugeschnittenen Remix von rund 30 Songs, die ich bisher noch nicht kannte. Man empfiehlt mir dazu Musik von Künstlern, die meinen meistgespielten Bands ähneln. Darüberhinaus stehen mir insgesamt sechs Mixtapes mit etlichen Songs zur Verfügung. Ich kann mir unter der Kategorie “Radio” einen Sender meiner neuen Lieblingsindieband aussuchen und dabei noch mehr Songs von ihr und Bands mit dem gleichen Feeling anhören. Im Browse-Menü stehen mir Playlists mit Überschriften wie “Sonne” oder “Konzentration” bereit. Ich weiß nicht, ob meine oben eingebettete Playlist diese Vielfalt widerspiegelt, aber ich habe mir alleine in diesem Jahr zehn Playlists gebaut, hauptsächlich bestehend aus Bands und Songs, die ich vor dem Jahresbeginn noch nicht kannte.

Ich weiß gar nicht mehr, wie ich vor Spotify Musik entdeckte. Wahrscheinlich bei Musikblogs oder unter YouTube-Playlisten? Jedenfalls hasse ich dieses Technologiebashing. Als ob Spotify daran Schuld wäre, dass die meisten Leute sich mit dem Mainstream zufriedengeben. Man kann sich sicherlich über den Algorithmus oder die Bezahlungspolitik dieser Streamingdienste streiten, aber der angesprochene Traum wurde für mich wahr. Wer suchet, der findet.


AMC

10. Vice Principals (HBO)

Jody Hills neue Comedy-Serie, beschränkt auf neun Folgen à zwei Staffeln und bereits abgefilmt, erreichte nicht die Höhen von Hills legendärem Kulthit Eastbound & Down. Doch erneut kann er mit Danny McBride eine Serie inszenieren, die nicht nur unglaublich lustig ist, sondern auch ungemein bissige Kommentare auf die amerikanische Kleinbürgerschaft ablässt.

9. Planet Earth II (BBC)

Als die BBC vor 10 Jahren zum ersten Mal unseren Planeten, seine Fauna und Flora in HD und unglaublichen, über Jahre aufgenommene Bildern einfing, war das ein purer Genuss für die Augen eines jeden Menschen. Die seltenen Aufnahmen waren schlicht atemberaubend und David Attenboroughs legendäre Stimme verlieh dieser Naturdokumentation die Krone des Genres. Zehn Jahre später waren die Erwartungen für das Sequel hoch gesetzt und konnten dennoch übertroffen werden. Es vergeht kaum eine Minute bei der ich mir nicht fragte: “Wieso zur Hölle haben sie diese Aufnahmen bekommen?”. Dabei geht es nicht nur um die immense Zeit, die Kosten oder die notwendige Geduld, sondern vor allem um die Kameraarbeit. Die Kamera ist so dicht an den Tieren dran, dass man fast jedes Mal rausgerissen wird, wären die Aufnahmen nicht so atemberaubend. Insbesondere die Dynamik der Kamerarbeit überzeugt. Während vor Jahren die Kameramänner noch mit ihren Gerätschaften versteckt rumliegen mussten, schwebt oder flitzt die Kamera inzwischen mit den Tieren mit. Unglaublich!

8. Girls (HBO)

Girls konnte sich nach der fürchterlichten vierten Staffel in meinen Augen wieder retten und insbesondere die einzelnen Episoden mit Shosh in Japan oder Marnie und Charlies Abtenteuer durch den Central Park blieben mir noch lange im Gedächtnis. Dass die Mädels vor allem wegen ihren immergleichen Wechselbeziehungen, unveränderten Problemen und einer gelebten Ideenlosigkeit langsam ihren Reiz verlieren, kann ich trotzdem nicht abstreiten. Daher ist es gut, dass nach der kommenden sechsten Staffel Schluss ist. Lena Dunham bleibt indes kaum auszuhalten, und das kann man schlicht nicht mehr als ironisches Spiel gutheißen. Ohne ihre Beteiligung vor der Kamera als Hannah wäre die Serie einige Plätze höher.

[Review]

7. Black Mirror (Netflix)

Es ist schwierig, hohe Erwartungen zu erfüllen; sie noch zu übertreffen, ist fast schon unmöglich – zumindest wenn es sich um Black Mirrors dritte Staffel, eine kleine Neuauflage bei Netflix, handelt. Insgesamt gibt es hier die ein oder andere Perle zu finden und auch wenn das Unterhaltungsniveau konstant hoch ist, muss Black Mirror punktuell etwas mehr geben. Insbesondere die Folgen um die Roaches und das VR-Spiel zogen die Staffel herunter, der viel gelobten San Junipero Episode konnte ich ebenfalls wenig abgewinnen. (weiterlesen…)

Meine Top 20 Poster 2016

28 Dec, 2016 · Sascha · Film,Personal · 1 comment

Bei Postern verzichte ich auf eine numerische Auflistung. Take it away.

Für Pew-Freund Alex gibt es in den besten Science-Fiction-Filmen eine Ehrfurcht für das Außergewöhnliche. Das fangen die Poster im besten Spielberg-Face/Close-Encounters-Mode prima ein.

Kein offizielles Poster, aber es sollte eins sein.

Unmissverständlich, stark, großartig konzipiert und umgesetzt. (weiterlesen…)

Wie in den Jahren zuvor möchte ich auch 2016 in Sachen “Movie Art” noch einmal zusammenfassen. Ich hatte dieses Jahr zum ersten Mal fast an mehr eigenen privat aufgegebenen Aufträgen teilgenommen (natürlich als Teil einer Gruppe, nicht alleine) als mir Kram von Mondo und Konsorten gekauft. Da war eher sehr viel Müll dabei, auch wenn man natürlich Diamanten finden kann. So wirklich umgehauen haben mich tatsächlich trotz des hohen Niveaus nur diese zehn Prints.

10. The Witch by Aaron Horkey

Aaron Horkey feine Strichführung kommt in diesen komprimierten JPEG-Dateien nie wirklich zur Geltung. Trotzdem kann man schon hier erkennen, wie schön der wahre Print sein muss und die Bildkomposition wird durch das Wissen um den Plot natürlich noch besser. (weiterlesen…)

28 29

24 Oct, 2016 · Sascha · Personal · 2 comments

Montana 100

Pünktlich wie immer möchte ich dem National Park Service der Vereinigten Staaten mit einem Tag Verspätung alles Liebe zum 100. Geburtstag wünschen! Das kommt als Besucher von vielen Parks, Monumenten und Gedenkstätten und ehemaliger Bewohner sowie Mitarbeiter in einem US Nationalpark wirklich von Herzen. Die Arbeit der Menschen vor Ort ist phänomenal und wird von den liebsten und engagiertesten Typen und Typinnen überhaupt geleistet. Ich möchte nicht die negative Tendenz ausblenden, aber die Arbeit ist so wichtig und sollte weiter richtig finanziert werden. Dafür muss Geld vorhanden sein. Es geht um einen der wichtigsten Jobs im Land überhaupt. Daher: Auf die nächsten hundert!

Montana 100 s