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Die New York Times möchte zum Ende des ersten Vierteljahrhunderts eine Bilanz ziehen: Welche sind die 100 besten Filme des 21. Jahrhunderts bisher? Nachdem bereits Filmschaffende ihre Stimmen abgegeben haben, ist nun das Publikum an der Reihe, seine Meinung kundzutun und die Liste mitzugestalten.

More than 500 directors, actors and other notable movie fans — including Julianne Moore and Pedro Almodóvar, Mel Brooks and Barry Jenkins — submitted their ballots for the Best Movies of the 21st Century. Now it’s your turn to vote.

Diese Möglichkeit überwältigt einen zuerst. Die ästhetisch schöne Zusammenstellung bietet sich perfekt an, um sich schnell und ohne große Mühen online darzustellen und sofort für Diskurs zu sorgen. Sofort schießen einem Filme in den Kopf – aber sind das wirklich die “Best Movies”? Und was heißt das schon? Was stand nochmal ganz vorne auf meinen Letterboxd-Jahreslisten?

Ein Gedankenstrudel – bis sich natürlich schnell die Erkenntnis einstellt: Niemanden interessiert deine Liste so sehr wie dich selbst. Also sollte bzw. kann diese Liste gar nicht “die besten Filme” widerspiegeln, sondern meiner Ansicht nach den Geschmack der Person am besten wiedergeben. Warts and all!

Nicht all diese Filme werden die Zeit überdauern, viele werden in Vergessenheit geraten. Vielleicht sind einige davon in ein paar Jahrzehnten auch kaum noch erhältlich, wer kann das schon sagen. Ich habe mich gefragt: Was zählt jetzt im Moment? Was sind Filme, die etwas Besonderes für mich haben und die ich jederzeit anmachen und komplett von vorne bis hinten genießen würde.

Ich könnte sicherlich noch zwei andere Listen machen, die komplett andere Filme hervorheben. Aber das sind die, auf die ich mich geeinigt habe:

Im Unterschied zu den anderen Jahren veröffentliche ich 2025 meine Sommerplaylist tatsächlich auch mal passend zur Sommersonnenwende. Tatsächlich lag dieses Jahr ein großer Fokus darauf, diese Deadline einzuhalten und abzuliefern. Hier sammle ich jedes Jahr neu veröffentlichte Tracks, die mir gefallen und ein Sommergefühl für mich musikalsich einfangen. Auf einer längeren Autofahrt gestern nach Luxemburg bereits Fenster-runter-und-Sonne-im-Gesicht-getestet und für gut befunden. Mit Sicherheit wird sie sich im Laufe des Jahres noch verändern und wachsen. Enjoy!

Meine Sommerplaylist 2024: The Comeback
Meine Sommerplaylist 2023: I Hear It Happens All The Time
Meine Sommerplaylist 2022: Going To The Sun
Meine Sommerplaylist 2021: American Water
Meine Sommerplaylist 2020: Lost Summer
Meine Sommerplaylist 2019: Dreamy Summer
Meine Sommerplaylist 2018: Night Drive
Meine Sommerplaylist 2017: Nostalgic for Summer

Die VHS-Kassetten waren wohl die letzten meiner Sachen, die noch bei meinen Eltern lagerte und es waren nicht gerade wenige. Lange war ich zu faul, einen genaueren Blick in den Stapel zu werfen. Heute habe ich zumindest ein wenig Ordnung hineingebracht. Im Urlaub in vier Wochen nehme ich mir ein paar Tage Zeit, um die Aufnahmen durchzusehen. Vieles ist auch unbeschriftet inmitten von TV-Mitschnitten von Filmen, Champions Leauge-Spielen oder Kindheitsaufnahmen, etc. Ich bin sehr gespannt.

Hier habe ich schon mal die Filme zusammengestellt, die bei mir früher rauf und runter liefen. Schon irgendwie kein schlechter Geschmack für neun.

The Pew is back – und größer als je zuvor! Tägliches Bloggen war natürlich nur der Anfang, die große Reaktivierungsoffensive von PewPewPew marschiert weiter und reißt mit brachialer Nerd-Power neue Grenzen ein! Heute öffnen wir ein Kapitel, 16 years in the making!

Seit vielen Jahren bringt PewPewPew News, Berichte und Reviews zu Toys, Popkultur und allerlei Internet-Kleinigkeiten direkt zu euch nach Hause. Und jetzt? Jetzt bringen wir diese Dinge nicht mehr nur auf eure Bildschirme – sondern direkt in eure vier Wände!

Darf ich vorstellen? Die PewCrate!

Jeden Monat erwartet euch eine Kiste voller handverlesener Nerd-Goodies – für nur rezessionsfreundliche 29,99€! Der perfekte Weg, um eure Mancave weiter auszustatten oder eure Sammlung um exklusive Sammlerstücke zu erweitern und das Loch in eurem Herzen mit etwas Konsum zu füllen.

Während andere Abo-Services euch nur einen Haufen Plastikmüll schicken, liefert die PewCrate feinste Nerdträume direkt zu euch nach Hause. Ein Turtles-Uhrenblatt? Ein fettes neues Lorcana-Boosterpack? Ein süßer Baby Yoda Schlüsselanhänger? Neue Ghostsbusters-Funko-Pops? Umm, yes, chef!

All das möglich macht eine neue Kooperation mit den Leuten der Nerdy Tardy Gang. Obendrauf kommen natürlich auch immer kostenlos schicke Pew-Goodies wie Magnete oder Sticker.

Start der monatlich erscheinenden PewCrate wird Anfang Juli sein, passend zum Bloggeburtstag und dem 17 Jahr unseres kleinen Imperiums. Wenn ihr nichts verpassen wollt, tragt euch jetzt mit eurer E-Mail ein und seid von Anfang an dabei!

RIP ESL

09 Feb, 2025 · Sascha · Games,Personal · 1 comment

Also eigentlich ist die Überschrift ja schon mal kein guter Start, denn die ESL, also die Electronic Sports League, ist nicht faktisch tot. Die ESL hat sich über die Jahre immer stärker auf professionelle Spieler und große Turniere fokussiert, während niedrigere Wettbewerbsstufen eher durch andere Plattformen wie FACEIT oder ESEA bedient werden. Sie existiert nach einer Übernahme der saudi-arabischen Investmentgruppe Savvy und einer Fusion mit FACEIT weiterhin fort als ESL FACEIT GROUP. Und ja, da finden noch viele hochdotierte Turniere statt, aber der low-level Gamer mit RGB-RAM-Gaming-PC kann weder damit etwas geschichtlich anfangen, noch existieren da viele Profile oder eine kompetitive Struktur bzw. Mentalität diesbezüglich.

Aber ich will ja eigentlich über die ESL reden, also die alte Seite von damals™, wo SpielerInnen sich Accounts anlegten und ehrgeizig in Ligen, Turnieren sowie Duellen messen und ihren Skills feste Zahlen beimessen konnten. Und diese ESL ist schon lange tot. Ich wurde nochmal für ein altes Turnier irgendwann Anfang der 2010er für das Spiel Evolve von einem alten Teamkollegen reaktiviert, aber meine Glanzzeiten als Pro-Gamer (ohne Ironie bitte) sind lange vorbei. Es reicht für den Europameister-Titel und Rang 2 in der ESL Pro League in Battlefield, bei Call of Duty war ich lange Team-Captain der Saarländer. Aber das war 2007. Inzwischen überreiche ich SchülerInnen ihr Abitur, die dann geboren wurden.

Und auch wenn das nun schon bald zwanzig Jahre her ist und – um mich mit einer weiteren Referenz noch älter zu machen – das nach Al Bundys High School Football-Geschichten klingt, ich habe da in regelmäßigen Abständen mich gerne daran durch einen Einfall erinnern lassen und dort eingeloggt, die alten Spielstände und Profile durchstöbert, um nach fünfzehn Minuten den Tab wieder nostalgisch seufzend zu schließen.

Insbesondere eine Geschichte hat mich immer wieder traurig zurückgelassen, wenn ich mich durch meine Teammitgliedschaften klickte. Eine Gruppe erinnerte nämlich an das Gedenken von Rafael aka shelter. Rafael war nicht mein Teamkollege, aber man kannte sich von gemeinsamen Trainingsspielen, von den üblichen Servern und natürlich über Teamspeak etc. indirekt natürlich schon. Er starb 2009 bei einer Klassenfahrt in die Türkei an einer Alkoholvergiftung. Soviel ich weiß, hat einer der Hotelmitarbeiter den Schülern nachts auf der Suche nach mehr schwarz gebrannten Alkohol verkauft.

Die DSGVO, die 2018 für große Anpassungen der Datenschutzverordnungen im europäischen Netz führte (als Blogger kann man davon auch ein Lied singen), regelt u.a. das Recht auf Vergessenwerden und die Löschung inaktiver Accounts. Die ESL führte daraufhin ein, dass inaktive Accounts nach 4 Jahren gelöscht werden. Mir fiel das zunächst nicht auf, weil zunächst nur einzelne Accounts verschwanden und ich davon ausging, dass vielleicht inzwischen in die Jahre gekommene Gamer*innen hier ihren digitalen Footprint reinfegten.

Aber als mich ein alter Teamkollege vor ein paar Wochen auf Twitter anschrieb, ob ich der und der bin von damals und so, ging ich angeregt davon wieder auf die ESL und stellte erschrocken fest, dass inzwischen so viele Accounts fehlen, dass das alles nicht mehr repräsentativ ist. Auch die Turniere von damals, die Erfolge – eigentlich so ziemlich alles bis auf die Teams – fehlt. Man sagt ja, dass man zweimal stirbt. Einmal richtig und dann, wenn sich wer zum letzten Mal an einen erinnert oder den Namen sagt.

Nun, die ESL in der Form eignet sich für mich nicht mehr wirklich, um in Erinnerungen zu schwelgen und die Profile von alten Zockerfreunden anzuschauen. Daher: RIP ESL. Rafael bleibt mir natürlich in Erinnerung, dafür brauchte ich keine Webseite. Dennoch ist es schade, wie nach und nach dieses alte Internet, das angeblich für immer währen sollte, vergisst. Denn viele Accounts von anderen Zeitgenossen verschwinden einfach so im Nichts. Und so stirbt nicht nur die ESL, sondern auch ein Stück unserer digitalen Vergangenheit.

Niemand geht mehr auf Webseiten – und damit auch nicht auf Blogs. Wer das Internet betritt, tut dies in neun von zehn Fällen mit seinem Smartphone. Und “das Internet” meint heute oft nur noch walled gardens apps beherrscht von milliardenschweren, rechtsextremen Gartenzwergen. Dazu will ich bald noch mehr schreiben, wenn PewPewPew seinen 16. Geburtstag feiert. Ein erster Schritt, mich dieser Entwicklung zu widersetzen, war jedoch: wieder mehr bloggen. Und andere Blogger*innen unterstützen.

Ich bin fest davon überzeugt, dass die einfache Lösung für viele moderne Internetprobleme darin besteht, dass Menschen sich wieder Webspace kaufen und eigene, sichere Räume für kreativen Austausch schaffen.

Deshalb wurde ich Teil des Webrings UberBlogr von Thomas Gigold – ein Webring für die (wenigen) jüngeren Pew-Freunde via Wikipedia:

A webring (or web ring) is a collection of websites linked together in a circular structure, and usually organized around a specific theme, often educational or social. They were popular in the 1990s and early 2000s, particularly among amateur websites.

Was heißt das konkret? Man darf es sich ein wenig so vorstellen, als ob wir uns alle in einem großen Kreis stehen und uns alle an den Händen halten. Ich stehe zum Beispiel zwischen HappyBuddha und Niklas Barning – Grüße gehen raus! Jede Seite im Webring enthält eine Navigation, die zu den direkten Nachbarn führt. So kann man sich von Seite zu Seite hangeln. Früher war es thematisch verbunden, beim UberBlogr geht es eher um die verliebenen aktiven Blogs aus Deutschland. Alternativ gibt es eine Übersicht mit fast 150 Mitgliedern auf der Projektseite.

Die Idee stammt aus den Anfängen des Internets – vor Suchmaschinen, vor Social Media, vor AI, vor all den Problemen, die unser geliebtes World Wide Web heute plagen. Sie basiert auf der rudimentärsten und gleichzeitig wichtigsten Waffe, die wir im Kampf gegen die undemokratischen Kräfte im Netz haben: dem Hyperlink.

Wir müssen uns verknüpfen, wir müssen wieder ein Netz werden. Verlinkt Leute, die ihr cool findet. Klickt auf Links, goddamnit. Schaut euch um und verlasst die Apps. Greift euch einen Spaten und sticht zu.

Meine Spielberg Kinotafel

05 Jan, 2025 · Sascha · Film,Personal · 0 comments

Vor ein paar Monaten fand ich ein peg board für nur gerade einmal 2€ auf dem Flohmarkt. Also einen Leuchtkasten mit einer Art Stecktafel, die durchaus wie eine Kinotafel wirken könnte. Ich hatte keine konkreten Pläne, aber für den Preis schnappte ich zu ohne groß zu überlegen, in der Überzeugung, dass mir sicher noch etwas Gutes einfallen würde. Nun, ich darf jetzt präsentieren: Meine Spielberg Retrospective.

Im obersten Regal unter der Schräge des Daches in meine persönichen Pew-Closet gibt es nun eine kleine Ecke über den VHS Slip Covern, wo nun eine Reihe an Spielberg-Klassikern beworben wird. Süß, wie ich finde! Durch die begrenzte Anzahl an mitgelieferten Buchstaben war die breitere Filmauswahl nicht wirklich drin, aber ich glaube, ich habe hier schon einen populären Teil des Œuvres des Meisters abgedeckt. Jetzt muss ich nur noch die Filme umsortieren, sodass auch ein paar seiner Filme unter dem Teil stehen.

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24 Oct, 2024 · Sascha · Personal · 0 comments