Personal - PewPewPew


AMC

10. Vice Principals (HBO)

Jody Hills neue Comedy-Serie, beschränkt auf neun Folgen à zwei Staffeln und bereits abgefilmt, erreichte nicht die Höhen von Hills legendärem Kulthit Eastbound & Down. Doch erneut kann er mit Danny McBride eine Serie inszenieren, die nicht nur unglaublich lustig ist, sondern auch ungemein bissige Kommentare auf die amerikanische Kleinbürgerschaft ablässt.

9. Planet Earth II (BBC)

Als die BBC vor 10 Jahren zum ersten Mal unseren Planeten, seine Fauna und Flora in HD und unglaublichen, über Jahre aufgenommene Bildern einfing, war das ein purer Genuss für die Augen eines jeden Menschen. Die seltenen Aufnahmen waren schlicht atemberaubend und David Attenboroughs legendäre Stimme verlieh dieser Naturdokumentation die Krone des Genres. Zehn Jahre später waren die Erwartungen für das Sequel hoch gesetzt und konnten dennoch übertroffen werden. Es vergeht kaum eine Minute bei der ich mir nicht fragte: “Wieso zur Hölle haben sie diese Aufnahmen bekommen?”. Dabei geht es nicht nur um die immense Zeit, die Kosten oder die notwendige Geduld, sondern vor allem um die Kameraarbeit. Die Kamera ist so dicht an den Tieren dran, dass man fast jedes Mal rausgerissen wird, wären die Aufnahmen nicht so atemberaubend. Insbesondere die Dynamik der Kamerarbeit überzeugt. Während vor Jahren die Kameramänner noch mit ihren Gerätschaften versteckt rumliegen mussten, schwebt oder flitzt die Kamera inzwischen mit den Tieren mit. Unglaublich!

8. Girls (HBO)

Girls konnte sich nach der fürchterlichten vierten Staffel in meinen Augen wieder retten und insbesondere die einzelnen Episoden mit Shosh in Japan oder Marnie und Charlies Abtenteuer durch den Central Park blieben mir noch lange im Gedächtnis. Dass die Mädels vor allem wegen ihren immergleichen Wechselbeziehungen, unveränderten Problemen und einer gelebten Ideenlosigkeit langsam ihren Reiz verlieren, kann ich trotzdem nicht abstreiten. Daher ist es gut, dass nach der kommenden sechsten Staffel Schluss ist. Lena Dunham bleibt indes kaum auszuhalten, und das kann man schlicht nicht mehr als ironisches Spiel gutheißen. Ohne ihre Beteiligung vor der Kamera als Hannah wäre die Serie einige Plätze höher.

[Review]

7. Black Mirror (Netflix)

Es ist schwierig, hohe Erwartungen zu erfüllen; sie noch zu übertreffen, ist fast schon unmöglich – zumindest wenn es sich um Black Mirrors dritte Staffel, eine kleine Neuauflage bei Netflix, handelt. Insgesamt gibt es hier die ein oder andere Perle zu finden und auch wenn das Unterhaltungsniveau konstant hoch ist, muss Black Mirror punktuell etwas mehr geben. Insbesondere die Folgen um die Roaches und das VR-Spiel zogen die Staffel herunter, der viel gelobten San Junipero Episode konnte ich ebenfalls wenig abgewinnen. (weiterlesen…)

Meine Top 20 Poster 2016

28 Dec, 2016 · Sascha · Film,Personal · 1 comment

Bei Postern verzichte ich auf eine numerische Auflistung. Take it away.

Für Pew-Freund Alex gibt es in den besten Science-Fiction-Filmen eine Ehrfurcht für das Außergewöhnliche. Das fangen die Poster im besten Spielberg-Face/Close-Encounters-Mode prima ein.

Kein offizielles Poster, aber es sollte eins sein.

Unmissverständlich, stark, großartig konzipiert und umgesetzt. (weiterlesen…)

Wie in den Jahren zuvor möchte ich auch 2016 in Sachen “Movie Art” noch einmal zusammenfassen. Ich hatte dieses Jahr zum ersten Mal fast an mehr eigenen privat aufgegebenen Aufträgen teilgenommen (natürlich als Teil einer Gruppe, nicht alleine) als mir Kram von Mondo und Konsorten gekauft. Da war eher sehr viel Müll dabei, auch wenn man natürlich Diamanten finden kann. So wirklich umgehauen haben mich tatsächlich trotz des hohen Niveaus nur diese zehn Prints.

10. The Witch by Aaron Horkey

Aaron Horkey feine Strichführung kommt in diesen komprimierten JPEG-Dateien nie wirklich zur Geltung. Trotzdem kann man schon hier erkennen, wie schön der wahre Print sein muss und die Bildkomposition wird durch das Wissen um den Plot natürlich noch besser. (weiterlesen…)

28 29

24 Oct, 2016 · Sascha · Personal · 2 comments

Montana 100

Pünktlich wie immer möchte ich dem National Park Service der Vereinigten Staaten mit einem Tag Verspätung alles Liebe zum 100. Geburtstag wünschen! Das kommt als Besucher von vielen Parks, Monumenten und Gedenkstätten und ehemaliger Bewohner sowie Mitarbeiter in einem US Nationalpark wirklich von Herzen. Die Arbeit der Menschen vor Ort ist phänomenal und wird von den liebsten und engagiertesten Typen und Typinnen überhaupt geleistet. Ich möchte nicht die negative Tendenz ausblenden, aber die Arbeit ist so wichtig und sollte weiter richtig finanziert werden. Dafür muss Geld vorhanden sein. Es geht um einen der wichtigsten Jobs im Land überhaupt. Daher: Auf die nächsten hundert!

Montana 100 s

Ihr habt es natürlich alle mitbekommen: Die BBC hat 177 Kritiker gebeten, die besten Filme des neuen Jahrtausends zu wählen. Jeder durfte zehn Titel einsenden und seit der Veröffentlichung stellen auch alle anderen ihre Top 10 Listen online. Dieses Blogstöckchen lässt sich PäffPäffPäff selbstverständlich nicht entgehen. Und hier sind sie, die ZEHN BESTEN FILME des neuen 21. Jahrhunderts! (weiterlesen…)

Das Ende der Galaxien

22 Jul, 2016 · Sascha · Featured,Games,Personal · 0 comments

Dieser Artikel erschien zuerst in der 9. Ausgabe des WASD-Magazins.

divbar

In jedem Game stirbt man tausend Tode, aber nur einen davon wirklich. 

Das Ende eines MMORPGs ist eine gleichsam seltsame und tieftraurige Angelegenheit. Man müsste meinen, die meisten Videospiele seien für die Ewigkeit gemacht. Habe ich Lust auf Super Mario World, schließe ich mein über zwanzig Jahre altes Super Nintendo Entertainment System an und lege los. Vielleicht brauche ich noch einen Adapter, weil ich mir einen neuen Fernseher gekauft habe, der die alten NTSC/Pal-Signale in HD umwandeln muss, aber ansonsten steht dem Spielvergnügen nichts im Weg. Bei einem MMO ist das jedoch anders. Sobald die Verbindung unterbrochen wird, sobald die offiziellen Server heruntergefahren werden, ist die Show vorbei. Für immer.

Man konnte im Verlauf der Jahre spüren, dass *Star Wars Galaxies leerer wurde. Städte verschwanden von der Flugroutenkarte. Ehemals von Jedi, Rebellen, Space-Piraten, Sith und Stormtroopern bevölkerte Siedlungen liegen im Staub und es ist ein unglaublich trauriges Gefühl, wenn man auf seinem Speederbike schon aus weiter Entfernung die zerstörten Stadtplanungen erkennt.

Wo einstmals Politiker – was tatsächlich ein Beruf mit Skill Points im Spiel war – in einem der vielleicht besten Sandkasten-MMORPGs aller Zeiten mit virtueller Stadtplanung und geschickt verlaufenden Straßen für nahezu lebendige  und eigenständige Metropolen im Star Wars Universum sorgten, stehen heute verlassene Häuser von lange deaktivierten Spieleraccounts. Im Star Wars-Film-Universum wären sie längst von den Sanddünen Tatooines verschlungen worden.

Die Entvölkerung der virtuellen Star Wars Galaxis nahm schließlich solche Ausmaße an, dass Sony einen „Leerstehendes Haus“-Alarm für die Verbleibenden einbaute. Diese wurden dann mit einem „Luftangriff des Imperiums“ ausradiert. Und als wäre das schon nicht traurig genug, erhielten besonders fleißige Spieler dafür sogar eine Auszeichnung.

Die Freundesliste wurde ebenfalls immer kleiner. Ging man früher in der Woche abends online, erstrahlte eine Ansammlung von illustren Namen in gelber Schrift. Später laß man  dann nur noch die immer gleichen fünf Namen. Hardcorespieler, die ihre Dungeons nur verließen, um ihren Loot zu verkaufen, und jene, die bis zum bitteren Ende Gäste in ihrer Cantina bewirtschaften wollteb. Dabei war oft die Anzahl der Bandmitglieder höher als die Anzahl der Gäste. Man wusste eigentlich, dass es vorbei war. (weiterlesen…)

7 Jahre PewPewPew

02 Jul, 2016 · Sascha · Personal · 24 comments

Dieser Geburtstag hat mich überrascht.

Die moderne Technik erlaubt es uns schließlich, Jahres- und Geburtstage fast schon zu vergessen. Wir kriegen eine digitale Erinnerung, dass soundso bald oder heute Geburtstag hat und dann wird je nach Freundschaft oder Beziehung eine kurze Nachricht verschickt oder etwas Größeres geplant. Mit eigenen Daten ist das etwas anders. Mich muss schließlich niemand an meinen eigenen Geburtstag erinnern. Aber den Geburtstag des Blogs, dem sonst immer eine Woche – mindestens! – vorher entgegengefiebert wurde, hätte ich dieses Jahr fast vergessen. Ich war im letzten Monat extrem abgelenkt von wichtigem RL-Kack und somit kam der Geburtstag super überraschend.

Ganz entrüstet habe ich desahlb mitten in der gestrigen Nacht festgestellt, dass heute ja der zweite Juli ist und damit PewPewPew nun offiziell sieben Jahre alt sein wird. Also schreibe ich jetzt in Windeseile diesen Beitrag; ein überstürzter Start in das achte Jahr. Na toll. Immerhin war das angeblich verflixte Jahr gar nicht so schlimm wie der Volksmund immer behauptet.

Im Gegenteil sogar. Zahlenmäßig floriert der Blog weiterhin (langsam, aber stetig), ebenso wie die durch den Blog entstandenen Freundschaften (viel wichtiger als Klickzahlen). Mit René läuft der Wowcast (jetzt sogar mit eigener Webseite) inzwischen richtig rund, ich blogge nicht mehr jeden Scheiß wegen vermeintlich tollen Klicks, sondern nur noch nach meinem wirklichen Geschmack und insgesamt habe ich in den vergangenen 365 Tagen die besten Beiträge des Blogs geschrieben.

Weiterhin bin ich in der aktuellen WASD vertreten, ich verfasse nach zehn Jahren Pause wieder Gaming-Reviews, auf Moviepilot schreibe ich regelmäßig Kritiken, ich habe im Radio was über Fantheorien erzählt und – das Wichtigste – hier wird immer noch mitgelesen und oft kommentiert. Das ist nach sieben Jahren keine Selbstverständlichkeit. Dafür mein aufrichtiger Dank.

Der Blog ist 2009 nach langem Hin und Her mit dem Wunsch entstanden, die eigene Internetpräsenz zu Präsentationszwecken auf einem einzigartigen Produkt zu bündeln. Das ist mir gelungen. 2009 war ich jedoch noch Student und allgemein war vieles anders. Gerade wegen einiger Veränderungen im Berufsleben bin ich daher nach dem vergangenen Jahr so erfreut, dass ich das nun kommende achte Jahr mit der Erkenntnis beginne, dass sich das alles hier noch eine ganze Weile problemlos so weiterbetreiben wird. Zeitlich gesehen.

Hinsichtlich der Motivation bestanden nie Zweifel. Ich weiß nicht so wirklich, was einem die Passion am Bloggen nimmt, einige Blogs verschwinden mit der Zeit einfach oder werden nicht mehr betrieben. Das wird bei PewPewPew nie so geschehen. Die Geburtstagsansprachen in den letzten Jahren waren immer von großem Dank gezeichnet und das möchte auch in diesem Jahr nicht ändern. Hinzukommen soll dieses Mal jedoch auch ein bisschen Stolz.

Dieser Geburtstag hat mich nicht nur terminlich überrascht, sondern ich habe auch nicht erwartet, dass der Blog in 2016 so einen wichtigen Teil meines Lebens ausmachen würde. Ich habe es immer gehofft (und auch nicht für unmöglich gehalten), aber man weiß ja nie.

Und da ich vor allem stolz darauf bin, so tolle Leser zu haben, wird es wie in jedem Jahr etwas zu gewinnen geben. Da wir jetzt gerade Halbzeit haben, was 2016 betrifft, verlose ich je mein Lieblingsspiel und -film des bisherigen Jahres.

Firewatch

Um an der Verlosung teilzunehmen, hinterlässt ihr mir einen beliebigen Kommentar (inklusive eurer Wahl für Firewatch oder The Lobster) bis Dienstag, 5. Juli 2016 (23:59 Uhr) mit gültiger Email-Adresse. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen, usw., blabla. Gerne dürft ihr mir auch Feedback hinterlassen und sagen, was ihr cool findet und was man besser machen kann.