28 Aug, 2024 · Sascha · Personal · 0 comments
Und weiter.
PewPewPew ist mein halbes Leben.
Das stimmt zunächst mal zeitlich. Natürlich nicht genau genommen, aber gefühlt schon und wahrscheinlich, je nachdem ab wann man popkulturelles Bewusstsein messen will, wohl bald sogar länger als die Hälfte.
Vor allem aber stimmt es metaphorisch genommen für die strikte Trennung, die ich gerne zwischen Online- und Offlineleben führe. Ich habe hier nie Familiäres gepostet und im wahren Leben über das Bloggen zu sprechen, überhaupt über das Arbeiten online, empfand ich immer als weird. Ich sehne mich in den letzten Jahren sehr stark nach dem verloren gegangenen Gefühl zurück, dass das Internet nicht alles durchdringt. Dass dies ein Ort der Zuflucht ist, für diejenige, die ihn suchen oder brauchen. Ein Ort mit physisch begrenztem Zugang, der nach dem Ausloggen zwar zurückbleibt, aber nicht im wahren Leben verweilt. Natürlich ist das pure Millenial-Nostalgie für diejenigen, die zu jung sind, um es erlebt zu haben; und auch wohl ein Ammenmärchen für jene, denen das Internet schon früh seine hässliche Fratze zeigte, auch ganz ohne Social Media. Ich zähle mich dazu.
Die strikte Trennung forcierte ich selbst. Im echten Leben verlangt mein Beruf ein hohes Maß an Professionalität, auch eine gewisse Distanz. Gleichzeitig ermöglicht diese Seite einen tiefen Einblick in Interessen, Gedanken, Empfindungen, und mehr. Das war mir schon am ersten Tag des Blogs bewusst und er wurde fortan so gestaltet, dass ich ein Online- und ein Offlineleben habe, diese aber nicht vermischen zu versuche. Das war für mich immer ein geheimes Mission Statement, das ich höchstens im Privaten offen deklarierte. Aber es ist zum Beispiel auch ein Grund, wieso ich keine Bilder postete oder über mein Privatleben schreibe. Höchstens sehr selektiv. Wenn man sich so gläsern macht, dann macht man sich angreifbar. Und das tue ich dann lieber, wenn es um eine Meinung zur neuen Star Wars Serie geht.
Natürlich ist das eine Lüge, die man sich selbst erzählt. Selbstverständlich gibt es Vermischungen, natürlich auch höchst erfreuliche. Besonders in den letzten Jahren habe ich schöne Erlebnisse mit Menschen haben dürfen, die ich online und über mein Lebenswerk, mein Onlinelebenswerk, kennenlernen konnte. Es sind Freundschaften entstanden, die sich nicht nur um Spezialinteressen drehen, sondern ich möche von echter, tiefer Verbundenheit sprechen weit über anfängliche Gemeinsamkeiten hinaus. Das bedeutet mir, ich möchte schon früh in dem Text hier mit der Tür ins Haus fallen, am meisten. Das bleibt von all den digitalen Spuren hier zurück. Die echten Menschenspuren in meinem Herzen. Mein Verständnis des Internets war es immer, dass das Auffinden von Leuten mit gleichen Interessen und Eigenheiten leichter sein kann, als im wahren Leben. Ich hatte die Überzeugung, dass PewPewPew in gewisser Weise auch eine Art Leuchtfeuer sein kann, das noch mehr gute Menschen in mein Leben bringen könnte. Inzwischen darf wohl die Hälfte meiner Freundschaften ihren Ursprung irgendwo verbunden mit dem Blog sehen. Ich wurde also nicht enttäuscht und fühle mich belohnt. Besonders Lucas, Matthias und Miriam möchte ich hier namentlich ganz besonders hervorheben und für so Vieles danken.
Und klar, es gibt auch Leute, die mich auf den Blog – oder in den letzten Jahren eher den Podcast – ansprechen. Da gibt die Schüler, die einen PewCast-Sticker wollen oder diejenigen, die die neue Folge an der Haltestelle über einen Lautsprecher ballern. Der Chef, der auf meine Vorstellung am ersten Tag mit “Ahh, der Blogger!” fröhlich erwiderte. Es wurden mit der Zeit weniger Kommentare zum Blog selbst, eher bzgl. de Podcastens. Wahrscheinlich liegt das auch daran, dass inzwischen genügend Zeit verstrichen ist, sodass diese Art des digitalen Manifest Destinys altmodisch und unverständlich wirkt auf GenZ-Adam und Eva in ihren Walled Garden Apps. Vermutlich liegt das aber auch an einer bewussten Entscheidung gegen Modernisierung. Das spieglet sich wohl am ehesten auch im Blog-Design wieder. Aber es sind ausnahmslos immer positive Rückmeldungen gewesen, auch wenn ich mir sicher bin, dass es genügend andersweitere Ansichten gibt, die aber unvorgetragen bleiben. Da habe ich im Unterschied zu vielen anderen Onlineschaffenden großes Glück. Aber erneut: Es ist für mich auch eine Folge des selektiven Öffnens. (weiterlesen…)

Liebe PewPewPew-Community,
Wir freuen uns, euch endlich die lang ersehnte Neuigkeit verkünden zu können: der PewCast ist zurück! Nach einer etwas längeren Pause, die vielleicht den ein oder anderen von euch etwas ungeduldig gemacht hat, kehren wir endlich mit brandneuen Folgen zurück. Eine ganze Staffel erwartet euch, zehn neue Folgen über For All Mankind, Scavengers Reign und True Detective.
Aber haltet euch fest, denn das ist noch nicht alles. Während unserer Abwesenheit haben wir hinter den Kulissen hart gearbeitet und sind stolz darauf, bekannt zu geben, dass PewCast eine aufregende neue Partnerschaft eingegangen ist. Ab sofort wird der PewCast exklusiv auf joyn+ verfügbar sein!
Wir wissen, dass einige von euch überrascht sein könnten, aber lasst uns erklären, wie es dazu kam. Nach intensiven Verhandlungen und einer Menge Papierkram haben wir uns entschieden, einen Vertrag mit joyn+ abzuschließen. Wir sind begeistert über diese neue Zusammenarbeit und glauben fest daran, dass sie unseren Hörerinnen und Hörern ein noch besseres Erlebnis bieten wird. Dazu passend bekommt der Podcast eine neue visuelle Identität mit dem PewCast-Logo 3.0!

Pressebild: PewCast-Host Sascha Brittner
Was bedeutet das für euch? Nun, zunächst einmal könnt ihr euch auf eine ganze Reihe spannender neuer Inhalte freuen, die exklusiv auf joyn+ erhältlich sein werden. Von faszinierenden Interviews bis hin zu tiefgründigen Diskussionen über die neuesten Trends – wir haben jede Menge geplant, um euch zu unterhalten und zu informieren. (weiterlesen…)
01 Jan, 2024 · Sascha · Personal · 0 comments

Das neue Jahr möchte ich nicht ohne Blogeintrag starten und teile dazu eine Facebookerinnerung. Es waren andere Zeiten und die Tischdecke war bemalbar…
31 Dec, 2023 · Sascha · Musik,Personal · 0 comments
“I Hear It Happens All The Time” ist eine Zeile aus dem ersten Song “Pharmacist”, ebenfalls dem ersten Song des Albums Blue Rev der Band Alvvays. Jenes Album erschien zwar bereits im letzten Jahr, dominierte meine Gehörgange dann aber auch in 2023 bis zuguterletzt. Für mich passt der Song ganz gut als Titel der Playlist wie auch Zusammenfassung des Jahres. Mich ereilte kein Schicksalsschlag, aber es geht in dem Song um einen gemeinen Schmerz durch Veränderungen, ebenso erwartbar wie mühsam, den man mit Haltung und Schwermut erträgt.
Ich versuche mit meinen Sommerplaylists, die ich kurz vor Jahresbeginn aufsetze, ein Sommergefühl aufzubauen bzw. zu antizipieren. Dazu nehme ich meist kürzlich veröffentlichte Songs, aber da mich in diesem Jahr noch lange vieles aus 2022 beschäftigte, passen Alvvays und andere ältere Tracks recht gut. Trotz schönen Urlauben und Sommertagen war mein Jahr zweigeteilt in eine erste gute und eher schwerfällige zweite Hälfte, weshalb folgerichtig die Veröffentlichung dieser Playlist wieder auf sich warten ließ. Wie so vieles (Hello there, liebe PewCast-Hörer*innen.)
Mit genau 100 Songs ist diese Liste viel zu lang und dazu unsortiert, eigentlich wende ich immer große Mühe und Zeit für die Songabfolge auf. Meine Wahrnehmung war daher bisher, sie erst online zu stellen, wenn ich fertig bin – was auch immer das heißen mag. Mein Impuls ist aber gerade, manches Durcheinander in 2023 zu lassen und den Deckel drauf zu machen. It’s alright.
Meine Sommerplaylist 2022: Going To The Sun
Meine Sommerplaylist 2021: American Water
Meine Sommerplaylist 2020: Lost Summer
Meine Sommerplaylist 2019: Dreamy Summer
Meine Sommerplaylist 2018: Night Drive
Meine Sommerplaylist 2017: Nostalgic for Summer
31 Dec, 2023 · Sascha · Musik,Personal · 2 comments
2022 war so gut, dass ich doch glatt vergaß, meine Sommerplaylist zu posten. Gutes Jahr, gute Liste, sehr guter erster Song für einen Jahreswechsel. They’ll miss em too.
Meine Sommerplaylist 2021: American Water
Meine Sommerplaylist 2020: Lost Summer
Meine Sommerplaylist 2019: Dreamy Summer
Meine Sommerplaylist 2018: Night Drive
Meine Sommerplaylist 2017: Nostalgic for Summer
24 Oct, 2023 · Sascha · Personal · 0 comments
“The Ideal Age” – na dann mal schauen.
17 Sep, 2023 · Sascha · Film,Personal · 0 comments

Seit ich meinen Abstellraum aufgeräumt und zum Werk- und “Regalraum” umgebaut habe, empfinde ich wieder mehr Lust am Sammeln von physischen Medien. So ein paar Filme nebeneinander machen doch schon irgendwie etwas her, wer hätte es gedacht. Mein Problem bisher war, dass ich solch riesige Billy-Regal-Wände in Wohnzimmern nicht mag. Das finde ich eher überwältigend und ästhetisch nicht passend für meine Einrichtung, aber in so einem Abstellraum, eine Art persönlicher Criterion Closet, wo man die Tür zumachen kann? Das ist schon eher nach meinem Geschmack. Daher kaufe ich derzeit auch wieder vermehrt Filme auf Flohmärkten, während ich früher eigentlich fast immer einen großen Bogen um diese Stände machte. Es ist ja wirklich wunderbar, dass selbst mit richtig tollem Bonus-Material ausgestattene DVDs inzwischen für nur einen Euro weggehen. Und VHS kriegt man sowieso hinterhergeschmissen (Ja, ich besitze zwei funktionierende Röhrenfernseher). Daher wurde heute richtig zugelangt.
Ebenso konnte ich nicht an diesem kleinen Männchen vorbeigehen. Eine meiner ersten Sammelleidenschaften waren die Figuren aus den Ferrero Überraschungseiern und ich besitze heute irgendwo noch im Keller eine komplette Sammlung aller Reihen von so ungefähr Mitte der Achtziger bis in die frühen Zweitausender. Ich habe die Fantasie, dass ich diese in ein paar Jahren vielleicht mal in einer Art Hobbyraum schön ausstellen kann. Vielleicht finde ich es bis dann auch zu kitschig? Mal schauen. Leider ist der Markt für die Teile ja scheinbar vor einigen Jahren richtig übel implodiert, die Sammlung nichts wert, aber ich verbinde damit immer noch eine gehörige Portion Nostalgie und finde sie eigentlich nach wie vor recht süß und eine tolle Erfindung.

Damals gab es sogar hier bei uns in der nächsten Stadt einen kleinen Laden, der damit handelte und dessen Erfolg für mich bis heute ein finanzielles Mysterium bleibt. Eine andere schöne Erinnerung ist das Abwiegen der Eier auf der Waage in der Gemüseabteilung mit meinem Papa. Wenn ich mich recht erinnere, waren die Eier mit den Figuren etwa 44 bis 48g schwer und ich hatte eine Erfolgsquote von 75% und höher. Für den Händler in der Nachbarstadt war ich mit diesem Talent so etwas wie der junge Messie der Ü-Eier-Welt. Naja, jedenfalls fand ich das Männchen ganz witzig und es wird dann vielleicht in einer Ecke als Deko mal stehen – oder eben nicht und es wird leer in irgendeiner Schublade landen.
Hier ein Größenvergleich mit einer sehr kleinen, nicht unbedingt begeisterten Katze.

