Literatur - PewPewPew

Dass JJ Abrams mit seiner Mystery-Box seit über einem Jahrzehnt die Leute spaltet, ist bekannt. Dass er nun aber auch für Buchleser interessant werden könnte, ist neu und für Fans aufregend. Vor ein paar Wochen veröffentlichte er seinen ersten Roman zusammen mit dem Autor Doug Dorst. Das ist genau das Projekt, das Mitte August die Leute mit diesem Video verrückt machte. Die Rezensionen sind sehr überzeugend, ist also definitiv kein Cash Grab. Das sieht man insbesondere an der schicken Aufmachung, die uns BoingBoing in ihrem Unpacking Video zeigen. Dort wird nämlich offenbart, dass sich innerhalb des Romans durch Notizen eine weitere Geschichte entfaltet. Mysteriös! Ich habe mir mal meine Ausgabe bestellt und schreibe dann demnächst mal meine Meinung nieder.

Amazon-Partnerlink: S. von JJ Abrams und Doug Dorst.

One book. Two readers. A world of mystery, menace, and desire.

A young woman picks up a book left behind by a stranger. Inside it are his margin notes, which reveal a reader entranced by the story and by its mysterious author. She responds with notes of her own, leaving the book for the stranger, and so begins an unlikely conversation that plunges them both into the unknown.

The book: Ship of Theseus, the final novel by a prolific but enigmatic writer named V.M. Straka, in which a man with no past is shanghaied onto a strange ship with a monstrous crew and launched onto a disorienting and perilous journey.

The writer: Straka, the incendiary and secretive subject of one of the world’s greatest mysteries, a revolutionary about whom the world knows nothing apart from the words he wrote and the rumors that swirl around him.

The readers: Jennifer and Eric, a college senior and a disgraced grad student, both facing crucial decisions about who they are, who they might become, and how much they’re willing to trust another person with their passions, hurts, and fears.

S., conceived by filmmaker J. J. Abrams and written by award-winning novelist Doug Dorst, is the chronicle of two readers finding each other in the margins of a book and enmeshing themselves in a deadly struggle between forces they don’t understand, and it is also Abrams and Dorst’s love letter to the written word.

Calvin and Hobbes Dancing

31 Oct, 2013 · Sascha · Comics · 0 comments


via Interview3000

Ich habe keine Ahnung, wieso mich jetzt genau dieses Video so glücklich macht, aber ich habe gerade das breiteste Grinsen im Gesicht seit Tagen. Yeah! Hoffen wir, dass es online bleibt. Die sind da ja sehr rigeros, wenn auch äußerst freundlich. Die Chancen stehen aber gar nicht so schlecht. Animateur Trickzeichner Adam Brown zitiert nämlich Watterson selbst aus einem Interview:

It is my belief that Bill Watterson is open to fan fic and remakes of his works as long as there’s no profit from it. He recently said in an interview, “Every artist learns through imitation, but I rather doubt the aim of these things is artistic development. I assume they’re either homages or satiric riffs, and are not intended to be taken too seriously as works in their own right. Otherwise I should be talking to a copyright lawyer.”

This is meant as an homage, but it’s also about the artistic development of animation. I don’t think it should be taken too seriously as a work in its own right, but I like how it turned out and I want to share it with people! The frames referenced work as animation keys, even if they weren’t intended to be. I don’t think it detracts from the original to see them in motion.

Der tolle Track heißt “April Showers“, stammt vom französischen Künstler ProleteR und gehört zum “Electro Swing” Genre. Man lernt nie aus.

Zwei Stunden mit Charlie Adlard und seinem Lebenswerk – Panel Borders: 100 issues of The Walking Dead. (via)

Starting a month of shows on horror and fantasy comics, Alex Fitch talks to artist Charlie Adlard about drawing 100 issues of The Walking Dead. Alex and Charlie discuss the various storylines the artist has rendered since 2004, coming up with new character designs for humans and zombies alike, how the TV show compliments and diverges from the original comic, and drawing variant covers for the title to help support his local comic book shop.

Sehr schöner Einblick in Robert Kirkmans Geschichte bei Image Comics und die Realisation von The Walking Dead zum 10. Geburtstag des Comics. Man erhält Einblicke in den Arbeitsprozess von Zeichner Charlie Adlard und Kirkman, den popkulturellen Einfluss der Marke und wie der Comic-Erfolg zunächst auf den Fernseher und später auf die Konsolen übertragen wurde. Geht mir dann gegen Ende doch nicht genug um den Comic, den man hier ja feiert, aber der Rest gehört halt eben alles dazu.

Meeting An Astronaut

18 Oct, 2013 · Sascha · Literatur · 0 comments

Tolles Essay der freischaffenden Autorin Becky Chambers über ihre inspirerende Begegnung mit einer NASA Astronautin und wieso Science Fiction so wichtig ist.

“Oh, come on,” my mom scoffed, leading me over. “How often do you get to meet an astronaut?”

She waited for an opening among the photo-snapping kids, and got the astronaut’s attention. “This is my daughter,” my mom said. I shook the astronaut’s hand. “She writes science fiction.”

And just like that, I wanted to disappear.

The astronaut smiled. “Oh, cool,” she said.

I could feel my cheeks flush. I gave my head a little shake. “Not like what you do,” I said. Because it’s true, I do write science fiction, but I have no published proof of that yet. And even if I had been standing there with book in hand, or ten books, even, how could that ever compare? The woman I was shaking hands with had been through the NASA training gauntlet. She had a PhD. She flew fighter jets. She would go to space one day. Me, I make up stuff about aliens and talking computers. It was a joke compared to her.

But the astronaut looked between me and my mom, and she said, “What you guys do gets us up there.”

Tor: What The Astronaut Said.

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Autor: Christophe Bec
Illustration: Christophe Bec & Stefano Raffaele
Verlag: Splitter
Erschienen: 05/2013
ISBN: 978-3-86869-643-1
Seitenzahl: 48 Seiten
Altersempfehlung: ab 14 Jahre
Bilder © Splitter

Es ist vollbracht. Mit “Die Theorie des 100. Affen” schafft es Bec endlich wieder auf das Niveau der ersten drei Bände und vereint narrativen Fortschritt mit dem Ausbau des Mysteriums.

Story

Der Band beginnt erneut mit einigen Flashbacks. Zunächst sehen wir, wie die gesamte Bevölkerung eines Dorfes in Alaska plötzlich verschwindet und nur ein metallischer Würfel in einem riesigen Loch zurückbleibt. Als das Militär versucht den Würfel zu transportieren, sehen die Soldaten Lichter über dem nahegelegenen Wald. Als sie diesen nachgehen, kommt es erneut zum blutigen Kontakt mit den Außerirdischen.

In der Gegenwart versucht die Regierung weiterhin jeden Beweis für diese Kontakte zu vertuschen. Das im Amazones gestrandete U-Boot wird mit einer Atombombe beseitigt, die Crew nahe dem Grand Canyon umgebracht und verdächtigte Personen erleiden blutige Schicksale. Währenddessen wird beim Projekt Montauk immer klarer, dass sich die Visionen eindeutig um die Zukunft handeln und dass die Invasion am 13. Tag nach dem Start der Ereignisse beginnen wird.

In Providence – was für die Figuren zunächst wie ein Paralleluniversum wirkte – wird allmählich klar, dass die Zeit langsamer vergeht. Jedoch steckt man nicht im Paralleluniversum, sondern schlicht in einer Zukunft der Erde nach der Invasion. Die Gruppe bricht auf um einen Weg in die Vergangenheit, zurück durch einen der Spiegel, zu finden und die Menschheit zu warnen.

Dann geschieht es: Das 10. Ereignis, bei dem sich an bekannten Sehenswürdigkeiten der Erde plötzlich kilometertiefe und -breite Löcher auftun. Spektakulär versinkt fast ganz Rio, ein riesiger Sog bildet sich im Pazifik und die Pyramiden von Gizeh sind verschwunden.

Der Hauptteil des Bandes folgt dann mit dem Treffen von NASA-Chef Spraudling und Barnes auf den Experten Carl Allen, der die Vorgänge nicht nur in einen Gesamtzusammenhang bringen kann, sondern auch eine Theorie (Die Theorie des 100. Affen) voranbringt, die sehr viele bisher zusammenhangslosen Szenen des gesamten Comics erklärt und eine klare Warnung an die Menschheit wäre. Das Ganze erinnert stark an den grandiosen Monolog der Alienexpertin in Band 3. Dazu erklärt Carl Allen endlich naheliegend den Titel des Comics.

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Illustration

Wie bereits zuvor arbeiten Christophe Bec und Stefano Raffaele wieder alleine an ihrem Comic und das sieht man auch. Die Zeichnungen sind wieder im Vergleich zu vorherigen Banden mit mehreren Zeichnern wieder einheitlich und eine klare Struktur und Vision sind zu erkennen. Dies ist erfreulich, ergeben sich doch soviele coole Panel in diesem Band. Die riesigen Panel von der Zerstörung der Löcher sind bewunderswert und detailreich. Die erste Begegnung in Alaska mit den Aliens ist super inszeniert. Die Szene prägt auch das Cover dieses Bandes, das mit Abstand das beste der Serie bisher ist und mit der Verbindung aus Aliens und Vergangenheit gleichzeitig stellvertretend für die Serie stehen könnte. Die Serie leidet zwar immer noch unter den eher schwachen Charakterzeichnungen, aber die Action gleicht das wieder aus. Lediglich das Design der Aliens scheint mir ein wenig unerklärlich, die hier bewusst im Schatten gehalten werden. Man sah sie bereits zuvor in anderen Teilen, aber hier wirken sie eher wie die genretypischen Greys und nicht wie die, die wir zum Beispiel bei der Apollo XX Mission auf dem Mond oder in Providence sahen.

Fazit

Mit dem siebten Teil findet Christophe Becs Blockbustercomic wieder zurück zu seinen Wurzeln. Es gibt das große Spektakel, geheime Regierungsmachenschaften und die pseudowissenschaftlichen Diskussionen um das Mysterium der 13:13 Ereignisse. Lediglich die eindimensionale Darstellung der Regierung verärgert ein wenig, aber das dient nur der übergeordneten Geschichte und ist verschmerzbar.

Rating: ★★★★★

10 Jahre The Walking Dead

08 Oct, 2013 · Sascha · Comics · 1 comment

Heute vor 10 Jahren erschien die erste Ausgabe von The Walking Dead und veränderte die Zombielandschaft für immer, insbesondere in den letzten Jahren dank der Fernsehserie. Erfinder und Autor Robert Kirkman hat sein Versprechen am Ende vom ersten Sammelband wahr gemacht. Wir erfahren endlich was nach dem Abspann eines Zombiefilms passiert. Die Zombieapokalypse, das hatte er gut erkannt, eignet sich wie kaum ein anderes Szenario von diesen Ausmaßen für serielle Erzählung. Ich bin seit gut der Hälfte dabei und verfolge die Serie seither monatlich mit. So richtig enttäuscht hat Kirkman mich noch nicht, weshalb ich die Serie weiterhin Jedem wärmstens empfehlen kann. Highlight meines Fandoms war das Treffen mit Charlie Adlard auf der Frankfurter Buchmesse vor zwei Jahren, wo er mir Rick zeichnete. Ultra cool. Morgen geht es auch schon weiter mit der neuen Serie All Out War, die 12 statt den normalen 6 Ausgaben beinhalten wird. Dort geht es dann endlich zur Sache, nachdem man seit rund 30 Ausgaben relativ viel Ruhe und Aufbau hatte nach dem letzten großen Ereignis. Aber das kennt man ja, hat eben alles seine Höhen und Tiefen. Meine Reviews zu Comics findet ihr hier. Ein Interview mit Kirkman zum 10. Geburtstag hat MTV Geek.

Filmkritiker und Wes Anderson Bewunderer/Freund/Connaisseur Matt Zoller Seitz hat das ultimative Buch für alle Fans des Regisseurs verfasst. Neben dem Herzstück, einem langen Interview mit Anderson über sein bisheriges Œuvre, gibt es jede Menge Photos, Kunstwerke und Hintergrundinformationen zu Wes’ Filmen zu bestaunen. Das Ganze ist dazu äußerst hübsch in einem für Wes typisch eigenartigen Stil verpackt. Das perfekte Weihnachtsgeschenk für alle Anderson-Fans!

Previously unpublished photos, artwork, and ephemera complement a book-length conversation between Anderson and award-winning critic Matt Zoller Seitz. The interview and images are woven together in a meticulously designed book that captures the spirit of his films: melancholy and playful, wise and childish—and thoroughly original.

via /Film