Film - PewPewPew

Dancing Space Marines

12 Feb, 2021 · Sascha · Film · 0 comments

Besser noch mit Ricardo-Soundtrack. Update: Die Idee gefiel mir so gut, dass ich es gerade selbst gemacht habe.

Mir war das bisher unbekannt: 1993 schrieben Liz Evans, Kinobetreiberin des strauchelnden Lyric Theatres in Carmarthen, und Richard Goodridge, Bürgermeister der kleinen Stadt im Westen von Wales, einen Brief an Steven Spielberg. Sie baten den Filmemacher neben der offiziellen Premiere in London ein zusätzliches Screening von Jurassic Park am ersten Abend zu ermöglichen, um so dem Kino zu helfen.

Die Story wird nun unter dem Titel Save The Cinema mit Jonathan Pryce und Samantha Morton in den Hauptrollen verfilmt. Hinter der Kamera findet sich wenig begeisterungswürdiges Talent, aber im Kontext der Kinoschließungen durch die Corona-Pandemie könnte diese Produktion von Sky Original mit einer großen Dosis Nostalgie für die Neunziger und Jurassic Park absolut mein Herz erwärmen und, so abgedroschen das inzwischen auch klingen mag, die Magie des Kinos oder der Kinoerfahrung heraufbeschwören.

Robin Pecknold, Frontmann der Fleet Foxes, performte mit Unterstützung des Resistance Revival Chorus ein einmaliges Konzert in der Brooklyner St. Ann & the Holy Trinity Kirche. Pecknolds Bruder Sean führte Regie bei dem Konzertfilm, der unter dem Titel A Very Lonely Solstice Livestream kurz vor Weihnachten streamte und dann dank großer Fanbegeisterung etwas verlängert bis Silvester online blieb. Es existieren illegale Kopien im Netz, meine Hoffnung bleibt es aber, dass Robin die Aufnahme noch offiziell veröffentlichen wird. Nun erschien eine erste Auskopplung zu “I’m Not My Season”.

Das neue Album der Fleet Foxes, Shore, welches Pecknold im Alleingang während des Lockdowns ohne die restlichen Bandkollegen produzierte, war nicht nur mein persönliches Lieblingsalbum des Jahres, sondern wahrscheinlich auch einer der wenigen Lichtpunkte im vergangenen Jahr. Wir besprachen das Album in der Kulturindustrie und ich überschlug mich quasi mit Lob. Aus meiner Sicht aber völlig gerechtfertigt natürlich. Musik ist ein ständiger Begleiter in meinem Leben, der gute Momente besser und schlechte Momente weniger schlimm macht. Sie ist ein emotionale Zündholz und oft ein nostalgisches Tor in andere Zeiten. Shore ist für mich ein perfektes Album, welches die schwierigen Lebensphasen mit goldenen Sonnenstrahlen erwärmt. Das hatte im letzten Jahr natürlich einen besonderen Effekt. Selten hat mich Musik so intim berührt, mit jedem Song so gepackt. Ein Meisterwerk.

Für Stephen Colberts Late Show und das Intro des Films sang Robin zusammen mit dem Chor zwei Lieder ein, doch für den Rest des Konzerts sitzt er hoch über den Kirchenbänken neben der Orgel und singt in der scheinbar völlig leeren Kirche nur mit seiner Akkustivgitarre ausgestattet Songs vom neuen Album und dem Œuvre der Band. Besser kann es die Fleet Foxes eigentlich nicht treffen, denn der pastorale Klang der Band verbunden mit den existenziellen Zweifeln in den Texten Pecknolds kommen hier getragen von der Architektur einer zum Himmel reichenden Elegie gleich. Der gefeaturete Titel oben markiert den Abschluss des relativ kurzen Konzerts und fasst mit dem wunderbaren Vers “I’m not the season I’m in.” alles zusammen, was dieses intime Konzert so besonders machte.

Annapurna feiert den Neustart

24 Jan, 2021 · Sascha · Film,Politik · 0 comments

Gott sei Dank.

Borat 2077

09 Jan, 2021 · Sascha · Film,Games · 0 comments

 

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In seinem neuen Video klatscht Mashup-Zauberer Video Junkie Borat in Cyberpunk 2077 rein (YouTube-Direktlink statt Insta)und es passt einfach perfekt zum Vibe des Trailers. Nach dem Klick der beeindruckende Effekte-Breakdown sowie ein weiteres Borat-Video im Cyberpunk-Apartment. (weiterlesen…)

Eine schrullige Crew fliegt zum Ende des Jahrhunderts hin druchs All und sammelt Müll im Weltall ein (Planetes, anyone?). Dann treffen die Figuren auf eine trainierte Killermaschine und sie erleben ihr blasses Wunder. Erinnert ein bisschen an Firefly und sieht überraschend gut aus ingesamt. Die Qualität der Effekte und das Produktionsdesign überzeugen, die Witze sitzen und vielleicht hat Südkorea bereits den Actionknaller des Jahres zu bieten. Hier der Trailer Space Sweepers erscheint schon am 5. Februar weltweit via Netflix.

In the year 2092 where trash has become currency, a crew of space sweepers on the brink of ruin chances upon a human-like robot that’s extremely valuable and they think they’ve finally hit the jackpot. But word gets around fast in the galaxy, and it’ll take everything they have to keep their weapon of mass destruction safe for sale.

2021 soll außerdem die Netflix-Adaption von Cowboy Bebop erscheinen.

Der virale TikToker Hello There wendet sich nun einem längeren Projekt zu. Während Teile des Clone Wars Serienfinales bereits Momente aus Revenge of the Sith andeuteten oder die Geschichte sich gleichzeitig zur Handlung des Films abspielte, will er den Lucas’ Saga-Abschluss gleich ganz Teil des Serienuniverums werden lassen.

Dafür rekreiert er den finalen Kampf auf Mustafar im kantigen Animationsstil der Serie. Definitiv eine spannende Idee, die jedoch nicht dazu verleiten sollte, das Ende der Trilogie komplett so zu vereinen. Von einem Designstandpunkt aus wäre dies sicherlich reizvoll, aber es macht schon Sinn, dass Clone Wars sich am Ende bewusst von den Filmfiguren löste und Rex sowie Ahsoka einen gebührenden Abschluss widmete. Wobei sich jetzt ohnehin alles vermischt und die Grenzen verschwimmen, also wieso auch nicht?

Im anschließenden Video wurden nun Realfilm und Animation gegenübergestellt. Sehr beeindruckend und ich bin gespannt auf das finale Produkt.

Blogger-Kollege Nils Hünerfürst von nils-snake.de reist in seinem ersten Dokumentarfilm in Spielfilmlänge #nippoff mit einem Freund einmal quer durch Japan, wobei beide jedoch kein Wort miteinander wechseln. Der Film streamt kostenlos für Prime Mitglieder auf Amazon. Eine abgefahrene Idee, die mit dem Spiel gegen den Instinkt reizvoll klingt, aber gleichzeitig als Projekt die Privilegien der Zeit vor der Pandemie hervorhebt.

Bereits Nils’ kleiner Reisefilm, der während der Reise im vorletzten Jahr vor Corona entstanden ist, hat mir sehr gut gefallen. Ich bin schwer gespannt, was daraus geworden ist und freue mich auf einen kleinen Ausflug nach Fernost.