Fernsehen - PewPewPew


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In der 3. Morgan-Folge der 4. Staffel von Fear The Walking Dead kommt die Serie völlig zum Erliegen. Ironischerweise überwindet Morgan in der Folge immense Strecken dank seiner neuen Trucker-Freunde. Doch trotzdem kann die Serie nicht an Fahrt aufnehmen. Es mangelt ihr schlicht an irgendeiner klaren Richtung.

Ich fahre sehr gerne durch Frankreich. Das liegt nicht nur an der wunderschönen Landschaft und den bequemen Kreisverkehren, sondern auch an einem besonderen Verkehrsschild: “Toutes directions” – Alle Richtungen. Klar, auch in Deutschland lassen sich solche Schilder finden, aber im Ausland hat dieses Schild eine abenteuerliche, fast schon magische Note für mich. Es hört sich auch schöner an. “Toutes directions” – als könnte es jetzt überall hingehen, und dort erwartet mich dann etwas Unbekanntes. Ich weiß nicht, wie es den restlichen verbliebenen Zuschauer von Fear the Walking Dead geht, aber ich bin wirklich bereit für dieses Schild. Es ist an der Zeit, dass sich etwas in dieser 4. Staffel regt. Nach einer durchaus respektablen Folge in der letzten Woche zog ich bereits das Fazit, dass die Serie trotz eventueller Höhepunkte diese Woche wieder im üblichen Trott sein wird. Leider sollte ich mit der 11. Folge der 4. Staffel, The Code, Recht behalten.

Morgan tut Fear the Walking Dead als Hauptfigur nicht gut

Morgan (Lennie James) ist der schlechteste Kandidat für den Posten der Hauptfigur in Fear The Walking Dead. Dass sich Scott M. Gimple als neuer Serienübervater auf Morgan einschießt, mag vielleicht den Abgängen von Andrew Lincoln, Lauren Cohan und Frank Dillane geschuldet sein. Doch es ist nicht so, als würde es an Nachfolgern mangeln. Nein, es ist Morgans vermeintlich interessanter Charakteransatz zwischen Pazifismus und bipolaren Psychotouren, die ihn überleben haben lassen. Morgans Comic-Vorlage wäre hingegen bereits Mitte der 6. Staffel gestorben. Dort ließ Autor Robert Kirkman die Figur nicht in Atlanta zurück, sondern holte ihn direkt mit. Auch im Comic erlitt Morgan eine Psychose nach dem Tod seines Sohnes, doch im Unterschied zur Serie gelang ihm nie wieder die Rückkehr in ein halbwegs normales Leben. War aber auch nicht schlimm, denn Morgan sollte nie mehr als ein Spiegelbild für Rick sein, und dafür, was aus einem Mann in dieser Welt werden kann, wenn er seine Familie verliert. (weiterlesen…)


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Ein Sturm zieht auf und trennt die Figuren aus Fear The Walking Dead in kleine Gruppen. Die Serie knüpft sich gleich mit Charlie und Alicia die interessanteste Kombination vor und kann im kleineren Rahmen durchaus überzeugen. Die Frage, wohin die Serie geht und was sie erzählen will, bleibt dennoch unbeantwortet.

Wie ein Zombie wankt Alicia inmitten des Sturms zu einem einsamen Haus im Wald. In den ersten Momenten herrscht keine Gewissheit, ob hier ein Mensch oder ein Walker wandelt, doch dann gibt es eine erste Regung, ein Zeichen von Menschlichkeit, und die Episode beginnt. Diese Anfangssequenz ist eine passende Beschreibung für die Situation, in der sich Fear the Walking Dead nach dem Auftakt der 2. Hälfte von Staffel 4 befindet. Immerhin fehlt der Serie ein Plot und die Figuren waren in der letzten Episode eher antriebslos wiederzufinden. Dass sie nun ein Sturm in alle Winde zerstreut, ist also wieder ein typischer Handgriff des Serienformats. So werden einzelne Flaschenhals-Episoden den Figuren gewidmet und ihr Schicksal im Einzelnen gezeigt. Wie “Laura” in der ersten Staffelhälfte macht das die 10. Folge der 4. Staffel “Close Your Eyes” zu einem Lebenszeichen, weil die Figuren miteinander ihre Vergangenheit verhandeln müssen und somit Entwicklung stattfindet. Entwicklung ist besser als Stillstand.

Sterben oder sterben lassen

Während in der Serie ein Hurrikan wütet, befindet sich die Serie im Auge des Sturms. Alles ist ruhig und still, da wäre lediglich noch ein letzter Konfliktpunkt aus der ersten Staffelhälfte, der endlich aufgelöst werden muss. Und so kommt es auch, dass Charlie und Alicia ganz zufällig im gleichen Haus Zuflucht suchen. Alicia, weil sie fliehen wollte, und Charlie, weil sie nicht mehr leben möchte. Das findet Alicia jedoch erst später in der Folge heraus, zunächst wird sie in dieser Episode vor die spannende Entscheidung gestellt, Charlie zu verstehen und ihr zur vergeben – oder sie zu töten. Die Folge kommt letzterer Vorstellung zweimal glaubhaft nahe, kann dazu sogar geschickt und organisch an eine ikonische Serie der Mutterserie erinnern. Alicia verzeiht Charlie letztendlich jedoch, weil sie ein Kind ist und Alicia versteht, wie traumatisiert und verwirrt sie gewesen sein muss, als sie Nick erschoss. Alicias Wut und Verzweiflung wirken authentisch und sind klug gespielt. Charlie erinnert ebenfalls an Madisons Vermächtnis, das in Alicia weiterlebt. So richtig will das nicht funktionieren, wenn man sich an Madisons Umgang mit Männerproblemen wie Otto oder Troy in Staffel 3 erinnert, aber Staffel 4 war auch als Reboot ihres Charakters anzusehen, der nun fortan Alicia als Herz der Serie inspirieren soll. (weiterlesen…)


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Nach der für viele Fans schmerzhaften Neuorientierung hätte die 9. Folge der 4. Staffel von Fear the Walking Dead ein Neustart sein können. Stattdessen treibt die Geschichte ziellos umher, während Morgan sogar gleich wieder die Serie verlassen will.

Nichts würde mir mehr Freude bringen, als endlich wieder positiv über Fear the Walking Dead zu schreiben. Die 3. Staffel beendete auf hohem Niveau eine spannende Geschichte über die Aushandlung der alten Welt und ihrer Verträge und Versprechen. Doch die 1. Staffelhälfte unter der Führung der neuen Showrunner Andrew Chambliss und Ian Goldberg zerstörte jeden guten Aspekt der ersten drei Staffeln in Kürze. Binnen nicht einmal 8 Episoden wurde die Serie umgekrempelt, sodass sie nicht mehr wiederzuerkennen ist. Fear tötete zwei wichtige Hauptfiguren beinahe beiläufig unter abstrusen Verhältnissen, während die neuen Figuren blass blieben. Selbst die Farbe schien in den grauen Landschaften wie aus den Bildern gesaugt, ein episodenübergreifendes Thema suchte man vergeblich.

Motorschaden

Aber die Serie wollte es so. Morgan (Lennie James) ist die neue Hauptfigur, doch seine Existenz – hier und jetzt – gleicht Sand im Getriebe. Ihm steht nun eine Gruppe an etablierten und neuen Figuren bei, mit denen eine Geschichte zu erzählen ist. Doch die Serie weigert sich im Auftakt erneut. Jetzt, wo ein Neustart Fear The Walking Dead neues Leben einhauchen könnte, entschließt sich Morgan für eine Rückkehr nach Alexandria. Wohl um pünktlich zum bereits angekündigten Ausscheiden von Andrew Lincoln Rick einen guten Abschied zu wünschen. Wahrscheinlich hat er auch die Nachrichten gelesen. Die Figur, für deren Crossover eine beliebte Serie zerstört wurde, möchte nun wieder zurück. Verständlich. Zu der Rückkehr wird es wahrscheinlich ohnehin nie kommen, vorher wird ihn irgendeine Beliebigkeit stoppen, doch dass die Serie überhaupt wieder die Nähe Virginias sucht, legt die Verzweiflung der Autoren offen.

Die 1. Episode von Fear the Walking Dead nach der Sommerpause folgt einem bekannten Konzept. Morgan erzählt seinen Freunden von seinen Plänen und wir als Zuschauer erhalten somit einen Überblick über die Motivationen, Beziehungen und Konflikte, die die 2. Staffelhälfte dominieren sollen. Doch wirklich spannend ist hier bis auf ein bisschen Wind recht wenig. Alicia, Strand und Luciana sitzen alle lethargisch in ihrer hübschen Villa herum und versinken in Trauer und Selbstmitleid. Es fehlt nur, dass noch Adeles “Rollin‘ in the deep” vom Plattenspieler trällert. Jedes Wort für die restlichen Figuren scheint zu viel. (weiterlesen…)


Star Trek: TNG

Auf der offiziellen Star Trek Convention in Las Vegas gab es gestern ein Wunder. Sir Patrick Stewart verkündete, dass er in einer neuen Star Trek Serie für CBS All Access wieder Jean-Luc Picard spielen wird. Bisher gibt es weder Drehbücher, noch nähere Informationen zur Serie. Sie soll lediglich das “nächste Kapitel” in Picards Leben erzählen und wohl durchaus andere Züge annehmen, aber mit der gleichen Leidenschaft wie TNG gemacht werden.

Kurtzman will oversee the show, and will be assisted by Star Trek: Discovery executive producer James Duff, former Discovery executive producer Akiva Goldsman, writer Michael Chabon, and Discovery writer Kirsten Beyer. The network didn’t announce when the show would begin streaming on CBS All Access. (via)

Was für eine wunderschöne Nachricht. Ich konnte es zunächst gar nicht glauben, aber Patrick Stewart selbst bestätigte schnell die Gerüchte auf Twitter und dann flossen die Freudentränen. TNG und natürlich besonders Picard haben durch ihren inspirierenden Idealismus einen ganz besonderen Platz in meinem Herzen. Da mich der zweite Trailer zu Discovery kalt ließ und die ständige Selbstbeschäftigung mit der eigenen Vergangenheit ziemlich nervt, freue ich mich ganz enorm auf dieses nächste Kapitel im 25. Jahrhundert. Ich bin mir sicher, dass Sir Patrick nur zurückkehren würde, wenn die Bedingungen stimmen.

Picard inspirierte mit seinem Vertrauen in die Wissenschaft und seiner Menschenführung zweifellos Millionen von Fans und seine Rückkehr ist eine starke Ansage, besonders aktuell. Man muss nicht alles auf Trump münzen, aber wenn’s passt…

J. Allen Hynek war ein amerikanischer Astronom, der für die US Air Force an verschiedenen “Projekten” über UFOs forschte. Zunächst war Hynek ein großer Skeptiker, der später jedoch auf Grund von vielen Zeugenaussagen von u.a. Militärpersonal und anderen glaubwürdigen Personen wie Piloten mit der offiziellen Haltung der Air Force, dass es keine Außerirdischen gibt, haderte. Hynek forschte zusammen mit dem Franzosen Jacques Vallée, zusammen sind sie für die berühmten Close Encounters Klassifizierungen verantwortlich.

Bereits einmal zuvor wurde die Arbeit der beiden Forscher von Hollywood adaptiert. Bob Balaban und François Truffaut mögen in Spielbergs Close Encounters of the Third Kind Charaktere mit anderen Namen spielen, doch das Duo ist zweifellos nach Aussehen und Fähigkeiten Hynek und Vallée nachempfunden. Nun adaptiert der History Channel das dritte und letzte Projekt namens Blue Book, über das sich seit Jahrzehnten Verschwörungstheorien finden lassen. Bereits im Trailer trifft Hynek, gespielt vom großartigen Aiden Gillen, auf einen Außerirdischen – die Serie nimmt sich also einige … nennen wir es kreative Freiheiten.

Sieht sehr interessant und spannend aus, dazu kompetent gemacht und als großer Fan von dem ganzen Alienkram und Spielbergs Taken scheint das wie für mich gemacht. Freue mich auf den Serienstart im Winter.

“A surprise to be sure, but a welcome one.”

The Clone Wars war mein Phantom Menace. Für viele ältere Fans war der Beginn der Prequels ein Schock: Was — Star Wars kann auch schlecht sein? Ja, sogar langweilen? Ich erinnere mich noch genau an den Tag als ich zusammen mit einem Freund einen leeren Saal betrat, nicht einmal der größte des Kinos, und mich wunderte, ob wir uns verirrt haben. Wir waren am Ende nicht die einzigen Gäste, doch eine langweilige und traurige Veranstaltung wurde es trotzdem. An einem Punkt schlief ich sogar ein – während ein neuer Star Wars Film gerade über die Leinwand flimmerte. Das war eine schmerzvolle Erfahrung, die mich emotional weit, weit von Star Wars entfernte.

Irgendwann habe ich dann doch die erste Staffel gesehen und war sehr unbeeindruckt. Ich verpasste dann den Anschluss an den Hype, als die Serie tatsächlich gut wurde und habe die wichtigen und vielen guten Arcs der Serie dann erst Jahre später gesehen, nachdem die Serie bereits abgesetzt war.

Ich mache diesen Ausreißer um zu verdeutlichen, dass ich wirklich nicht der größte Fan der Serie war und auch bis heute den Art Style nur schweren Herzens befürworten kann. Rebels war sicherlich schlimmer, insbesondere was die Animationen betrifft, aber an Tartakovskys Meisterleistung im Original kommt leider keine der Geschichten. Und trotzdem bin ich komplett weggeblasen und voll der Freude, dass es nun völlig überraschend weitergeht.

Nachdem die Reunion bereits in einem der kleinen Nebenräume stattfand (nicht in Hall H, nicht einmal in einem der größeren Säle des Convention Centers), hatte ich meine Erwartungen heruntergeschraubt. In der Tat sollte es keinen Teaser zu Resistance geben, einer Serie, die bereits im Herbst auf Disney XD starten wird. Dass es bislang immer noch kein offizielles Bild gibt, macht mir auch Bauchschmerzen.

Das soll aber nicht das Thema sein, hier ist der Trailer zu den neuen zwölf Episoden aus den Klonkriegen.

Das Clone Wars Revival ist für Disney eine runde und vor allem billige Sache. Alle Episoden waren bereits zum Zeitpunkt der Entscheidung, die Serie vorzeitig zu beenden, geschrieben. Disney kann den anfänglichen Fehler wiedergutmachen und bei den Fans punkten. Außerdem gibt es mit der Serie einen weiteren Kaufgrund für Disneys Streamingdienst, denn dort werden die Folgen veröffentlicht werden. Dazu waren bereits viele Aufnahmen der Synchronsprecher im Kasten und die Previs abgeschlossen. Teilweise wurden diese sogar bereits für die Fans veröffentlicht.

Star Wars Explained hatte vor einiger Zeit ein Video mit all den verlorenen Storylines gedreht, einige davon wurden in Comics (Darth Maul) oder Büchern (Dark Disciple) verarbeitet, sodass nun wohl die Geschichten um The Bad Batch und The Siege of Mandalore im Zentrum stehen werden. Ich hoffe, dass die Serie mit der Order 66 und einem absoluten Downer endet und vielleicht irgendwo für meine Favoriten, die Yuuzhan Vong, Platz ist, deren Spione auch in einer kleinen Standalone-Story vorkommen sollten. Aber selbst wenn nicht: Disney hat die Prequels wiederentdeckt und ich freue mich.

Media Monday #366

02 Jul, 2018 · Sascha · Fernsehen,Film · 0 comments

Mir gefiel das in der letzten Woche so gut mit dem Media Monday, dass ich doch glatt wieder mitmache.

  1. Kaum zu glauben, dass schon eine Woche der Sommerferien rum ist. 😱

  2. Sommerflaute hin oder her, auf Mamma Mia 2 und Mission: Impossible – Fallout im Kino freue ich mich jetzt schon, denn dann kann ich wieder Mama und Papa ins Kino mitschleppen.

  3. Homeland hätte besser spätestens nach der 1. Staffel beendet werden sollen, denn das wäre ein fantastisches Ende gewesen. So wurde die Story wie ein Kaugummi in die Länge gezogen. Heroes hätte auch mit der ersten Staffel enden können, oder überhaupt ein Finale haben können. Hui, hier gibt es richtig viele Kandidaten: House of Cards (nach der 3. Staffel), Desperate Housewives (nach der 2. Staffel), Akte X (nachdem David Duchovny aufhörte), HIMYM (5. Staffel), Weeds (3. Staffel), The Simpsons (9. Staffel), Community (3. Staffel), Dexter (ohje …)

  4. Bei dem Wust an Serien, der mittlerweile alljährlich aus dem Boden sprießt, muss man sich genau überlegen, ob man die Mittelmäßigkeit vieler Netflix- und Network-Produktionen noch ertragen will.

  5. Wow. Selten eine beeindruckendere schauspielerische Leistung erlebt als von Giovanni Ribisi in Saving Private Ryan. Seine Todesszene werde ich nie vergessen.

  6. Mein iPhone kann ich ja tatsächlich immer wieder zur Hand nehmen, denn ich muss doch sehen, wer alles auf Twitter falsch liegt.

  7. Zuletzt habe ich Ravenous gesehen und das war ein netter Indie-Zombie-Film, weil er mit seiner Zombiedarstellung gerade anders genug ist, um interessant zu sein.

Media Monay #365

25 Jun, 2018 · Sascha · Fernsehen,Film,Literatur · 1 comment

Meine letzte Teilnahme bei Wulfs Media Monday liegt fast ganze drei Jahre zurück. Da ich dringendst wieder mehr bloggen will und in den Modus reinkommen möchte, kommt mir dieses vorgegebene Format mit seinen Lücken sehr recht.

  1. Wenn es eines gibt, das ich aus Filmen gelernt habe, dann dass man mit seinen Gefühlen nicht alleine ist und Filme Menschen verbinden. Filme sind Empathie-Maschinen.

  2. Netflix rettet “Lucifer”, Amazon “The Expanse”. Jetzt muss sich nur noch CBS für Jericho finden, schließlich würde sich die aktuelle Lage in den USA dafür durchaus anbieten. Fragen des Überlebens, wenn die Regierung versagt oder was die Amerikaner eigentlich noch vereint, könnten spannende Parallelen zur Realtiät bieten. Immerhin endete die Serie mit dem Beginn eines neuen amerikanischen Bürgerkriegs. Dazu gibt es bereits zwei weitere “Staffeln” in Comic-Form als Vorlage. Die Serie war mit ihrem postapokalyptischen Szenario leider der Zeit ein bisschen voraus, aber die Schauspieler haben allesamt jetzt nicht wirklich viel zu tun und mit “Rocket Man” und sonstigen Ideen aus dem wahren Leben könnte das ein interessantes Revival werden. Achja, und Hannibal natürlich. Aber ich glaube, das regelt sich in ein paar Jahren von alleine.

  3. Apropos Netflix, ist ja jüngst mit “Luke Cage” die nächste Marvel-Serienstaffel gestartet und ich bin daran absolut nicht interessiert. Diese Kaugummi-Erzählungen über Superhelden sind absolut langweilig und schlecht gefilmt mit ein oder zwei Highlights, die abseits von Fanforen nicht der Rede wert sind.

  4. So sehr aber Streaming-Dienste das Konsumverhalten beeinflusst haben, wünsche ich mir ja, dass ich mal wieder in eine Videothek gehen und blind einen Film ausleihen könnte. Gestern sah ich ein Videoessay über Bong Joon-hos The Host, den ich ganz zufällig vor über zehn Jahren aus den Regalen mit nach Hause nahm. Bis auf das Cover und den Klappentext wusste ich nichts über den Film und diese Zeiten vermisse ich ein wenig. Heute sind die meisten Meinungen doch schon vor dem Kinogang durch Trailer und Twitter geformt und werden bereits während des Films twitter-ready in den Gedanken getippt. Dieses Gefühl des zu entdeckendes Abenteuers und der Ungewissheit verbinde ich auch mit unserem kleinen Kino in der Stadt. Das hatte so einen länglichen Gang vor den Kassen und an den Wänden immer die Teaserposter zu kommenden Filmen wie The Lost World: Jurassic Park. Dies war häufig die erste Begegnung mit einem Film für mich oder abseits von Fernsehzeitschriften überhaupt die erste Bestätigung, dass ein neuer Film oder eine Fortsetzung kommt. Das Ganze ist natürlich auch mit Streaming-Diensten möglich, aber irgendwie fehlt mir da der Flair. Das ist schon anders, besonders wenn Reviews, Trailer, Essays oder YouTube-Filmfehler-Zusammenstellungen einen Klick entfernt sind.

  5. H.G. Wells ist ja in meinen Augen ein/e begnadete/r Schriftsteller/in, schließlich habe ich mehrfach kluge Gedanken über ihn an der Uni geschrieben und ich so ziemlich alles von ihm gelesen habe und daher mit voller Überzeugung hinter der Aussage stehen kann.

  6. Und um mal wieder die klassische Frage nach drei Büchern für die einsame Insel aufzugreifen The War of the Worlds, Jurassic Park, Rendezvous With Rama. Keine prätentiöse Auswahl, sondern einfach drei Bücher, die ich immer wieder lesen könnte. Das ist das wichtigste Kriterium bei der einsamen Insel, denke ich.

  7. Zuletzt habe ich The Expanse weiter geguckt und das war sehr unterhaltsam, weil in der Mitte der dritten Staffel endlich sämtliche Storylines zusammenlaufen, es viele coole Action-Momente gibt und die Hauptgeschichte um das Protomolekül richtig Fahrt aufnimmt.