22 Jan, 2026 · Sascha · Fernsehen
Vielleicht schreibe ich kurz vor den Oscars in einem Blogpost noch etwas mehr über meinen Eindruck der insgesamt schwachen Liste an Nominierten und enttäuschenden Snubs. Dennoch sei kurz angemerkt, wie sehr ich mich über die Nominierungen für Train Dreams freue.
Best Picture und Best Adapted Screenplay für Regisseur und Autor Clint Bentley, ja. Besonders aber sticht Kameramann Adolpho Veloso für mich hervor, dessen wuchtvollen Bilder, fast ausschließlich mit natürlichem Licht geschossen, die Zeitlosigkeit dieser unauffälligen Geschichte majestätisch untermalen. Am meisten pocht mein Herz für Bryce Dessner, The National Gitarrist und nebenberuflich Komponist dieses fantastischen Scores, leider aber nur für Best Song nominiert. Der Song ist aber in Kollaboraton mit Nick Cave eine unvergessliche Hymne geworden, die tatsächlich auch das Zeug hätte, die Statue mit nach Hause zu nehmen.
Wahrscheinlich aber ist der Song zu unaufdringlich und Sinners wird die technischen Kategorien sweepen, inklusive Best Song auf dieser Welle reitend, bevor dann One Battle After Another und PTA die wichtigen Kategorien mitnehmen. Aber mal abwarten und Daumen drücken! Sehr schade um Joel Edgerton auf jeden Fall. Sein Gesicht ist die spannendste Landschaft inmitten wunderschöner Naturmomente und der Film steht und fällt mit dieser Performance. In gewisser Weise sind die Nominierungen um ihn herum die Anerkennung, die ihm eigentlich zusteht.