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Vor dreizehn Jahren hatte ich großes Glück, dass ich während den letzten Tagen meiner Zeit in den USA in Los Angeles verweilte und zufällig mitbekam, wie das Space Shuttle Endeavour durch die Straßen bewegt wurde. Der Weg führte ins California Science Center zu gelangen, wo es seitdem ausgestellt wurde. Seitdem habe ich die Buran in Sinsheim und die Enterprise in Manhattan sehen können, doch die Pläne für Wiedersehen mit Endeavour stehen jetzt schon fest.

Gerade sehen Besucher*innen nichts; das hat einen guten Grund, denn das Museum wird umgebaut. Schon 1993 gab es Pläne, ein ausgedientes Space Shuttle in Startposition auszustellen und diese Bauphase befindet sich gerade im Endspurt. Wenn alles fertiggestellt wird, führt eine spiralförmige Rampe ganz nach oben zur Nase des Raumschiffs. Ich empfand die Größe dieser Machinen bisher als enorme, überwältigende Wucht im wahren Leben, die in Bildern kaum rüberkommt. Da oben zu stehen vermag ich mir kaum vorzustellen – das wird endlos geil!

The lion enjoys seasonal events and loves joining in the fun oder so blabla bitte schaut an, wie gut das geworden ist! #alwaysonbrand

Philippe Bouchet, besser bekannt unter seinem Künstlernamen Manchu, gehört zu den bedeutendsten zeitgenössischen Künstlern der Science-Fiction. Seine Werke schmücken zahlreiche Buchcover und laden zu gedanklichen Reisen in ferne, noch unentdeckte Welten der Zukunft ein. Es gab in der Vergangenheit schon ein paar Veröffentlichungen, gerade aber gibt es ein Crowdfunding für zwei neue Artbooks, die bereits erfolgreich finanziert sind und nun mit schicken Stretch Goals locken. Nicht ganz billig, aber im Gesamtpaket über 250 Seiten feinste Hard Scifi/Fantasy/Steampunk-Kunst sind das schon wert. Definitiv ein schönes Weihnachtsgeschenk für alle Fans.

Dafür wurde das Internet erfunden.

Choose Life

08 Oct, 2025 · Sascha · Alles sonst so · 0 comments

George Lucas hatte eine 3-Sekunden-Regeln für das Raumschiff-Design in Star Wars: Das Design muss so simpel sein, dass es für sich selbst steht. Dass für den Betrachter innerhalb von drei Sekunden dieses Design sofort lebendig wird und klar ist, wo der Pilot sitzt, wie es fliegt, wo die Funktionen sind. (Für Interessierte: Lucasfilm-Chefdesigner Doug Chiang erklärte das länger in seinem Vortrag auf der Star Wars Celebration 2019)

Mit dem Wissen scheint das Dreiecksdesign von Ed Logg für Asteroids ziemlich genial. Auf dem schwarzen Bildschirm ist das Raumschiff sofort zu erkennen, die Zeichnung aus aus Vectorgrafiken war billig zu programmieren und das Dreieck zeigt klar wohin Spielerinnen schießen. Ataris Arcade-Erfolg erschien noch in einer Zeit, wo die Spielecover eine Welt versprachen, die sich beim Spielen nur in den Köpfen der Spielerinnen bildete, während Cover sich heutzutage kaum noch anstrengen müssen und hauptsächlich auf die brand recognition des Titels setzen. Eine verlorene Ära, in Künstlern wie Greg Winters brillierten, dessen legendärer Kunststil viele Cover in den Achtziger- und Neunzigerjahre schickte. Eine kleine Wanderung durch seine Onlinegallerie lässt viele Erinnerungen wachwerden.

Winters designte das Cover für die portierte Atari 7800 Version. Das Raumschiff auf dem Cover existierte weder im Spiel oder sonstwo – bis jetzt! Modellbauyoutuber Sublight Drive Crafts, der sich auf Raumschiffmodelle und Eigenbauten spezialisiert hat, kitbashte das Ding ILM-Style Schritt für Schritt selbst. Ziemlich beeindruckende Leistung, so ein 3D-Modell nur basierend auf einem Gemälde zu bauen. Und sowieso ein endlos geiles Design, das an den A-Wing und Star Destroyer erinnert.

Projection Mapping ist ja nichts neues und diese AR Sandkästen hat nun ja wirklich schon jeder gesehen (selbst LEGO-Werbung im Karstadt hatte das schon vor zehn Jahren), aber bei diesem Video aus Shanghai Natural History Museum in China kam ich gerade ins Staunen. Die aktuelle Ausstellung “China’s Dinosaur World” erweckt Fossilien zum Leben und so gut und clever inszeniert habe ich das noch nicht gesehen. Da bleiben ja so viele narrative Lernmöglichkeiten in unseren altbackenen Museen ungenutzt. Hier im Saarland kenne ich zumindest den schönen Gondwana-Park, wo animatronische Dinosaurier gebaut wurden, die in begehbaren Biomen chillen. Das ist ganz nett, aber da war ich aber schon zu oft und das Ganze könnte mal ins neue Jahrtausend modernisiert werden. Vielleicht ja hiermit?

Mein Co-Host Matthias, mit dem ich Andor in Gänze im PewCast begleiten durfte, war vor Kurzem in London zugegen und ließ es sich nicht nehmen, die Drehorte dieser großartigen Serie zu besuchen. Hier kommen Liebe für Star Wars, Architektur und Fotografie in einer wundervollen Tour zusammen, die es wirklich geben sollte. Ich darf sie mit euch hier schon vorab teilen.

Welcome to the Andor Cinematic Walking Tour in London!

(In black and white, of course – for maximum brutalist impact.) (weiterlesen…)