Leider Gottes wird uns im November der letzte Teil von Twilight in die Kinos kommen. Autorin Stephanie Meyer hatte ja schon mehrfach angedeutet, dass sie vielleicht mal ein fünftes Buch schreiben wird, doch selbst wenn, würde es lange dauern, bis dieses verfilmt werden würde. Währenddessen versucht man den lodernden Twilight-Craze noch solange auszubeuten, wie man kann, und verfilmt das einzige Nicht-Twilight-Buch von Stephanie Meyer namens ‘The Host’.
In ‘The Host’ verlässt Meyer Vampire und wechselt in die Science-Fiction und lässt eine Alienrasse namens The Souls auf der Erde landen. Diese Aliens verbinden sich mit den Menschen und löschen langsam aber sicher Erinnerungen, Persönlichkeit und Gefühle. Melanie Stryder (gespielt von Saoirse Ronan), ein jugendliches Mädchen, wehrt sich verzweifelt dagegen. Hört sich ziemlich nach einem weiteren Remake von ‘Invasion of the Body Snatchers’ an. Von dem hat meine Freundin noch nie gehört (Ich liebe sie trotzdem!), dafür hat sie das Buch aber gelesen und fand es ziemlich gut. Die Geschichte muss sich mit wesentlich mehr als nur Liebe beschäftigen, sondern wirklich interessante Konzepte und Ideen ansprechen.
Diese Ideen werden auch im Teaser erwähnt – neu sind sie aber nicht.
via FirstShowing
Immerhin führt mit Andrew Niccol ein fähiger Mann Regie, der einen meiner Top5-Lieblingsfilme aller Zeiten fabriziert hat, nämlich ‘Gattaca’. Für ‘The Host’ schrieb er sogar das Drehbuch. Seit letztjähriger Film ‘In Time’ war trotz manierlichen Schauspielern und einer fantastischen Grundidee aber leider nur mittelmäßig. Der Teaser selbst ist meiner Ansicht nach auch verdammt langweilig und wirklich schlecht gemacht. Erinnert mich an Fan-Trailer auf YouTube. Aber hey, das Talent ist das und die Grundidee hat sich in den letzten Jahrzehnten bewährt. Wer weiß, vielleicht wird es was. Kinostart ist in etwa einem Jahr.
Es muss wirklich das Jahr des Hard-Sci-Fi sein, denn neben all den anderen Titeln in diesem Jahr bekommen wir auch das Remake von ‘Total Recall’ – nur ohne Mars, dreibrüstige Frauen und Arnold Schwarzenegger, dafür aber Colin Farrell, Bryan Cranston und eine pfiffige Geschichte:
As the nation states Euromerica and New Shanghai vie for supremacy, a factory worker (Farrell) begins to suspect that he’s a spy, though he is unaware which side of the fight he’s on.
Das hat immer noch recht wenig mit Philip D. Dicks originaler Kurzgeschichte zu tun, aber der Teaser für den Trailer (sigh…) schaut schon mal ganz nett aus. Und alles, was in Richtung Blade Runner geht, ist ohnehin ein großer Schritt in die richtige Richtung. Jedoch führt den Len Wiseman, der Kopf hinter dem Underworld-Quatsch und Regisseur von Stirb Langsam 4.0, Regie – kein gutes Zeichen. Kinostart bei uns ist der 16. August.

Dunkler Teaser zum unglaublich gut aussehenden und neuen Film von David Cronenberg mit Robert Pattinson in der Hauptrolle. Ja, der Mann kann Schauspielern, wie er schon mehrmals bewiesen hat. Dass er sich seit Jahren über Twilight in Interviews und auf dem DVD-Kommentar witzelt, macht ihn noch sympathischer. Die Zusammenarbeit mit Cronenberg könnte ihn jedenfalls definitiv weiterbringen, wie damals Jeff Goldblum mit ‘The Fly’.
Das Leben des des 28-jährigen Multimillionärs Eric Packer (Robert Pattinson) ist vollkommen. Cosmopolis zeigt die 24stündige Odyssee des Superreichen durch ein bedrohliches New York City. Der Film spielt größtenteils in der Limousine des Multimillionärs.
Cosmopolis basiert auf dem gleichnamigen Roman Don DeLillo. Für eine Nebenrolle war Oscarpreisträgerin Marion Cotillard besetzt, die wegen ihrer Schwangerschaft ihre Beteiligung absagen musste. Ihr namhafter Ersatz: Juliette Binoche. Ebenfalls ersetzt werden musste Hauptdarsteller Colin Farrell, der aufgrund konfligierender Dreharbeiten (das Total Recall – Remake) aus dem Film scheiden musste. via moviepilot
Wann der Film bei uns in die Kinos kommt, konnte ich noch nicht in Erfahrung bringen und die weltweiten Releasedaten unterscheiden sich auch teilweise. Mal abwarten. Schaut verdammt interessant aus.
Schnell angucken, bevor es GEMAfickt wird.
via FUCKINGEVERYWHERETHEINTERNETISONFIREOMG!
Wenn das Leben gerecht ist, dann wird James Cameron als Delfin wiedergeboren. Der Meeresfan ist gestern als erster Mensch solo auf den Grund des Marianengrabens getaucht. Dieser ist nach unterschiedlichen Messungen bis zu 11.034 tief. Er stellte auch einen weiteren, ersten Rekord auf, denn er twitterte als erster Mensch aus solch einer Tiefe:
“Just arrived at the ocean’s deepest [point]. Hitting bottom never felt so good. Can’t wait to share what I’m seeing [with] you.”
Verrückte Geschichte, verrückter Kerl, aber ich mag ihn. Laut vielen Aussagen soll Avatar 2 sich auf die Meere Pandoras konzentrieren. Mal sehen, ob es einige der laut Pressemitteilung gemachten Videoaufnahmen in den Film schaffen werden. Gute Publicy und Träume verwirklichen in einem können wohl auch nur Filmregisseure. via Filmdrunk
Bereits während der Premiere von Episode III fragten sich alle Fans, wie es weitergehen wird. Nach dem Dekabel der Prequels und einer geplanten CGI-Serie namens “The Clone Wars” sollte immerhin eine im Untergrund spielende Live-Action Serie um Rebellen, Kopfgeldjäger und Kriminelle den Ruf von Star Wars retten. Deshalb schnellten, nach jahrelangen Gerüchten, nun auch die Ewartungen hoch, als der Titel “Star Wars: Identities” seine Runde durch das Netz machte. Die Hoffnung war aber vergebens, denn es handelt sich lediglich um eine interaktive Ausstellung, die am 19. April in Montreal starten wird. Die Poster dazu sind aber allesamt ziemlich fantastisch. via WeLikeThat

USA 2012
Regie: Gary Ross
Drehbuch: Gary Ross, Suzanne Collins, Billy Ray
Darsteller: Jennifer Lawrence, Josh Hutcherson, Liam Hemsworth, Stanley Tucci, Woody Harrelson und Donald Sutherland
Länge: 142 Minuten
FSK: ab 12
Start: 23. März 2012
Ein Atomkrieg verwüstet den Planeten. Aus den Ruinen erhebt sich auf dem nordamerikanischen Kontinent der autokrative Staat Panem, der sich aus einer Hauptstadt in den Rocky Mountains und 13 auf dem restlichen Gebiet verteilten Disktrikten konstituiert. Nach einer Rebellion gegen die Hauptstadt wird der Initiator, der 13. Distrikt, dem Erdboden gleichgemacht. Fortan müssen die restlichen 12 in einer harschen Diktaktur leben. Als Erinnerung und Strafe für ihren Aufstand werden jedes Jahr ein Mädchen und ein Junge im Alter von zwölf bis 18 Jahren ausgewählt, um an den Hungerspielen teilzunehmen, einem live im Fernsehen übertragenen Wettkampf, bei dem es nur ein Ziel gibt: Alle anderen Mitspieler zu töten.
Die Prämisse von Suzanne Collins weltweitem Bestseller und ersten Teil der “Hunger Games”-Trilogie alleine klingt so düster und erschreckend, dass man sich nichts Geringeres als das berüchtigte R-Rating vorstellen kann. Außerdem werden mehr als auffällige Parallelen zum Kultfilm “Battle Royale” aus Japan erweckt, ein Umstand, den Suzanne Collins weit von sich weist: Ein Herumzappen zwischen Reality-Shows und Berichten über den Irakkrieg brachte sie auf die erfolgbringende Idee. Man mag es ihr, wenn man die Trilogie, die besonders im dritten Teil eine dramatische, inhaltliche Wende nimmt, glauben. Für sich genommen aber ist The Hunger Games in vielen Teilen eine zahme Kopie einer guten Idee, mit guter Exposition, einem gelungenen Weltenbasteln, gepaart mit einer grandiosen Hauptdarstellerin.

Doch Regisseur Gary Ross schafft es, dass zu mindest die erste Hälfte seiner Adaption weitestgehend keine Erinnerung an Battle Royale hervorruft. Er schaffte es sogar, dass der Film bei uns mit einer FSK-12 Einstufung in die Kinos kommt. Der japanische Verwandte hingegen ist seit Jahren indiziert. Das liegt an der Nähe zum Buch: Während der Ross zwar geschickt darin ist, Figuren zu marginalisieren und interessante Szenen hinzuzufügen, bewegt er sich in der zeitlichen Aufteilung der Aspekte von Dystopie in der ersten und Survival in der zweiten Hälfte zu nahe am Buch. Während sich der Ton eines Buches eher durch den Erzähler definieren lässt, werden wir über Katniss’ Gedanken weitestgehend im Unklaren gelassen. Dadurch stößt der zweite Teil des Films ein wenig auf, er passt nicht so wirklich. Dazu ist er zu kurz und vor allem: zu unblutig. Ross ist zwar geschickt darin, die durchaus dunklen und grausigen Tötungsszenen durch Shaky-Cam und unfokussiertn Close-Ups in gewisser Hinsicht zwar zu zeigen, jedoch viel dem Zuschauer zu überlassen. Natürlich wird hier die Realität wieder ein wenig ausgeblendet. Hier hält Lionsgate den Zuschauern eher den Augen zu, als dass Gary Ross eine in sich stimmige Entscheidung als Künstler trifft.
Das kann man zwar dadurch rechtfertigen, dass Katniss auch im Buch nicht viel vom anfänglichen Gemetzel mitbekommt, aber es ist ein Film und kein Buch – und dieser krankt durch den Druck von Produktionskosten, Fanerwartungen und Franchisehoffnungen des Studios. All dies führt dazu, dass der Film PG-13 sein muss. Dass dies inzwischen das Ziel eines jeden Mainstream-Hollywood-Films ist, mag kein Geheimnis sein, noch ein direkter Nachteil. Es führt jedoch dazu, dass Katniss’ Geschichte zahmer wird und ihren Schrecken verliert. Zu keiner Sekunde verspürte man eine wirkliche Gefahr für Katniss, die im Buch allgegenwärtig ist. Nicht einmal war sie kurz vorm Verdursten. Peeta nippelte fast in der Höhle, in der sich die Geschichte für mehrere Tage bewegt (im Film sind es Minuten und eine Nacht), ab. Das Finale wirkt gehastet, während es im Buch mehrere Stunden dauert. Ähnlich emotionslos wirken die Tode der Tributen, selbst die, die Dialog haben. Wir kennen keinen genug, um die nötige Trauer zu fühlen oder den Ekel zu entwickeln, der uns als Zuschauer bei diesem Spektakel erstarren lassen soll.
Das Verhältnis zwischen eins zu eins Adaption in der Exposition und Marginalisierung des eigentlichen Hauptteil und Fleisches der Geschichte will nicht so wirklich funktionieren. Insbesondere ein paar Reaktionen der Zuschauer in der Hauptstadt, vielleicht sogar aus den ersten beiden Distrikten haben gefehlt. Durch die Darstellung der roboterartigen Präzision der Gamemaster der Hauptstadt, der armen Tribute in der Arena und der hilflosen Massen in den armen Distrikten, stellen sich stofffremde Zuschauer berechtigt die Frage, wieso niemand etwas dagegen unternimmt.

Immerhin, ein großes Plus des Films ist seine Besetzung. Die schauspielerische Begleitung für unser Trio durch Größen wie dem herrlichen Stanley Tucci oder den hier oscarreifen Woody Harrelson als besoffener Mentor Haymitch gibt den Jungdarstellern einen guten Rahmen, den insbesondere Jennifer Lawrence und Josh Hutcherson auszufüllen wissen. Liam Hemsworth hat hier nicht einmal eine wirkliche Nebenrolle. Die Leistung ändert jedoch nichts daran, dass die Schauspieler falsch besetzt sind. Sie schauen alle ein wenig zu alt aus, auch wenn Makeup und Kostüme ihr Möglichstes tun. Schade ist auch die Besetzung von Präsident Snow durch Donald Sutherland, der zwar fies, dafür aber auch ein wenig zu alt und ungefährlich aussieht. Hier hätte ich mir, wie schon beim Lesen des Buches, Malcolm McDowell vorgestellt, dessen Blicke wesentlich mehr die im Buch beschriebene Schlangenartigkeit ausdrücken können. Außerdem wirkt er wesentlich agiler und dadurch gefährlicher.
Doch der richtige Grundstein wurde gelegt. An und für sich mag ‘The Hunger Games’ ein komischer Mix aus Dystopie und Survival-“Horror” sein; seine wahre Qualität wird sich jedoch erst mit den, dank des überragenden Startwochenendes als sicher geltenden, Fortsetzungen zeigen. Wie man jedoch das dritte Buch mit einem PG-Rating verfilmen will, ist und bleibt mir ein Rätsel. Wird man es ähnlich wie hier lösen, dann wird es cinematographisch sicherlich interessant, könnte aber durch diese Darstellung der Thematik, die realer und medienaktueller nicht sein könnte, nicht gerecht werden. Es wäre eine zweifelhafte Botschaft, insbesondere für das junge Publikum.
7/10
Wisst ihr noch, als es ziemlich gefährlich war, “Solo” irgendwohin zu gehen und ich Wookieeliebe versprühte? Die Mission hatte großen Erfolg, denn mir wurde folgendes Bild zugespielt.

Mwahahaha!