“I’ll bake a cake with pink frosting. Would they like that? Ain’t nobody coming.”
“When the Dead Come Knocking” ist eine typische Set-Up-Folge für das Mid-Season-Finale in der nächsten Episode. Doch das hindert die Folge nicht daran sehr unterhaltend und gut zu sein. Die letzten Episoden haben den letzten Funken Menschlichkeit aus unseren Charakteren rausgehauen und die Serie versteht das. Da müssen Rick und seine Gruppe auf dem Weg nach Woodbury um Glenn und Maggie zu befreien auf der Flucht vor Walkern in eine Waldhütte flüchten und finden einen Typen vor, der mit seinem toten Hund dort alleine lebt. Ob der Kerl schon vorher gestört war oder ob die Apokalypse seinem Verstand den Garaus gemacht hat spielt keine Rolle mehr. Er stellt durch seinen Krach eine Bedrohung für die Gruppe dar und wird getötet. Das ist die Welt, in der die Charaktere jetzt leben. Es ist richtig dunkler Scheiß.
Doch den ganzen Weg traut sich die Serie nicht zu gehen. Aus gutem Grund und Gott sei Dank, denn Vergewaltigung ist scheiße. Der Governor in der TV-Serie kennt seine Grenzen und kann sich im Gegensatz zum Comic beherrschen und weiß dies klug einzusetzen um so aus Glenn, der in dieser Woche ein verdammt epischer Hecht war, das Versteck seiner Gruppe rauszukriegen. Und siehe da: So weit kann das alles nicht auseinanderliegen, denn der Governor und seine Typen kennen das Gefängnis, doch Merle stufte es als unmöglich einnehmbar ein – und Ricks Gruppe hat es mit ein paar Leuten geschafft? Wie übel müssen die Kerle drauf sein? Tausend Gedanken schießen ihm durch den Kopf und David Morissey spielt das großartig, wie ein Tier, das in die Ecke getrieben wird und das nun unberechenbar ist. Seine Position und Sicherheit werden zum ersten Mal annähernd bedroht, aber da steht auch ein leicht einzunehmendes GEFÄNGNIS herum und er wittert seine Chance und ich erhoffe mir daraus fantastische Episoden.
Doch ob es in der nächsten Woche schon zum Showdown kommt, weiß ich gar nicht. Denn während Blake und seine Woodburyleute wohl das Gefängnis mal auschecken gehen werden, sind Rick und Co. dank Michonne kurz vor Woodbury. Vielleicht verpasst man sich hier, holt Glenn und Maggie raus, während im Gefängnis böse Sachen passieren. Die letzte Einstellung von den verbleibenden Leuten im Gefängnis lässt mich das erahnen. Gutes Foreshadowing oder plumper Nervenkitzel – mir egal, es gefällt und bitte weiter so.
Und ja, Michonne…
Rick Grimes: We can tend to that wound for you, give you a little food and water, and then send you on the way. But you’re gonna have to tell us how you found us and why you were carrying formula.
Michonne: The supplies were dropped by a young Asian guy with a pretty girl.
Rick Grimes: What happened?
Hershel Greene: Were they attacked?
Michonne: They were taken?
Rick Grimes: Taken? By who?
Michonne: By the same son of a bitch who shot me.
Rick Grimes: Hey, these are our people. You tell us what happened now!
Michonne: Don’t you ever touch me again!
Daryl Dixon: [points crossbow at her head] You better start talking. You’re gonna have a much bigger problem than a gunshot wound.
Michonne: Find ’em yourself.
Ich meine, lass sie doch mal ausreden, meine Güte! Ist schon klar, hart Welt und all der ganze Kram, aber Michonne wirkt jetzt nicht direkt bedrohlich, zumal sie verletzt ist und keine Waffe hat. Auch praktisch natürlich, dass sie nicht Merles Namen nennt… Aber spielt alles keine Rolle, denn wenn jemand denkt, dass man mal das Tempo drosselt um sie als CHARAKTER einzuführen – forget it. Ich befürchte, dass da auch nichts mehr kommen wird. Schade. Back on the road! Die arme Frau…
Ein Shout-Out geht diese Woche an den unglaublich guten Soundtrack. Dieses Pochen hörte sich ein wenig an als ob Hans Zimmers Score von Inception und dem Joker Theme ein Baby gehabt hätten und erinnerte mich stark an Breaking Bad. Wunderschön eingesetzt hier bei dem Governor, der ein verdammt fieser und vor allem verrückter Bastard ist. I love it.
Andrea hat diese Woche eine Jeans angezogen. (Das wollte ich nur anmerken. Sowas ist wichtig.)
PS: Ja, ich habe die ganze Geschichte um Milton und Andrea ausgelassen, weil wir
a) nichts Neues passiert
b) Andrea ein fürchterlicher Charakter ist, der mich nur noch ärgert
und c) ich befürchte, dass diese ganze Sache auf nichts hinauslaufen wird außer um zu zeigen, wie nichtsahnend diese Leute alle sind.
Girls ist noch relativ unbekannt in deutschen Kreisen, doch wer sie kennt, hasst oder liebt die Serie von Lena Dunham. Viel findet man dazwischen nicht. Lena Dunham hat die Serie zum großen Teil geschrieben, spielt die Hauptrolle und hat sogar bei einigen Episoden Regie geführt. Dafür wurde sie auch bei den letzten Emmy-Awards in all diesen drei Kategorien nominiert.
Es ist also ihre Vision von vier jungen Frauen, die in Brooklyn leben und deren Leben alles andere als glorreich à la Sex and the City ist, sondern einfachecht. Dunham selbst hat keine Modelmaße, sondern sieht normal aus, wie ein “echtes Mädchen”. Und es gibt reale Probleme. Dunhams Hannah Horvarth findet keinen Job, ihre Mitbewohnerin Marnie hadert mit ihrem Nice-Guy-Boyfriend, Freundin Shoshanna ist noch Jungfrau und deren Cousine Jessa ist ungewollt schanger. Und das Beste? Die Serie ist eine Komödie. Single-Camera, dead-pan, sehr im Stile von Louie.
Die Rollen sind super geschrieben und gespielt. Dazu findet man bei den Nebendarstellern echte Talente und bekannte Leute wie Chris O’Dowd aus The IT Crowd. Nun kommt die zweite Staffel und es gibt einen ersten Trailer. Auf HBO beginnt die Ausstrahlung am 13. Januar. Über eine Ausstrahlung in Deutschland ist noch nichts bekannt. War ja klar. Ich vermisse HBO.
Es ist kalt und schneit, drinnen kuscheln wir uns mit unseren Liebsten ein und schauen Katzenvideos im Internet. Die perfekte Definition eines ersten Advents. Und hier der passende Content:
Zunächst wäre da der “Trailer” zum “Film” 8 To Go. Der Indiestreifen wird seine Premiere beim Catdance International Film Festival 2013 feiern und handelt von einer Katze, die als DJ arbeitet und nach Katzenminze süchtig ist. Drama!
via Laughing Squid
Als nächstes wird eines der großen Mysterien der Welt entschlüsselt: Was machen unsere Katzen eigentlich, wenn sie raus auf Tour gehen? Genau, auf Tour gehen. Krasse Touren. Mit Butterfly und Bitches!
via Kotzendes Einhorn
Bald ist Weihnachten. Wir bauen Bäume auf, schmücken sie mit Lametta und Kugeln und ein paar Stunden später fällt der Baum mitsamt der Katze darin um und alles ist kaputt. Dann doch lieber einen Hund, der ziemlich gechillt daneben liegt und mit seinem Knochen beschäftigt ist. So wie Bo, der Hund von Präsident Barack Obama, der die Dekorationen im Weißen Haus begutachtet. Gut dressiertes Kerlchen. Nebenbei großartiges Comedy-Gold in den Kommentaren von YouTube-Kommentator MrJustin428, der dies zum Video sagt: “FIX THE ECONOMY AND STOP POSTING VIDEOS OF YOUR DAMN DOG.” Barack Obama. Präsident. Youtuber.
Roman Coppola wird den geneigten Lesern ein Begriff sein als häufiger Co-Autor von Wes Anderson und im Kreise seiner namhaften Familie. Nun führt er selbst wieder Regie in seinem ersten großen Film und hat dort langjährige Kollaborateure wie Jason Schwartzman und Bill Murray versammelt um Charlie Sheen zu seiner Rückkehr zum Kinoolymp zu helfen. Der Trailer schaut verdammt verrückt aus und verspricht den gleichen unkonventionellen Charme aus Andersons Filmen. Dazu werden noch Aubrey Plaza, Patricia Arquette, Mary Elizabeth Winstead und Katheryn Winnick als Augenschmäuse über die Leinwand laufen und Sheen umwerben. Hört sich klasse an.
IMDB hat komische Poster mit Bananen und Gurken, die wahrscheinlich erst im Kontext des Films Sinn ergeben. Offizielle Zusammenfassung:
Set in a stylized Los Angeles, A GLIMPSE INSIDE THE MIND OF CHARLES SWAN III is a playful comedy of lost love, friendship, revenge fantasies, and Brandy Alexanders. Charles (Charlie Sheen) is a successful graphic designer whose fame, money and charm have provided him with a seemingly perfect life. When his true love, a perplexing beauty named Ivana, suddenly breaks off their relationship, Charles’ life falls apart, and he swirls into a downward spiral of doubt, confusion and reflection. With the support of his loyal intimates — Kirby (Jason Schwartzman), Saul (Bill Murray), and his sister, Izzy (Patricia Arquette) — he begins the hard road of self-evaluation to come to terms with a life without Ivana. The film begs the question: Is it possible to love and hate someone at the same time?
via René
They roam the toughest streets of Cairo without fear, beg for food, get into fights, run from tear gas shells, and if you stare at them, they stare right back.
Mehr Photos hier. Ich kann mir sowas nicht länger als ein paar Sekunden anschauen, weil ich mich das ganz traurig macht und ich alle immer retten will. Aber die kommen ja auch ohne mich gut zurecht.

“Do you have em? Her head? The sword?”
Dass Merle auf Glenn und Maggie trifft, kurz nachdem die beiden so etwas wie einen guten Tag hatten und Maggie das tatsächlich ausspricht, überrascht mich nicht. Dies ist ‘The Walking Dead’, die Serie, bei der die Autoren beschlossen haben, dass es keine normalen Tag mehr geben darf und das Leid der Figuren die vorrangige Thematik ist. Bravo!
Merle gelangt zu den beiden als er Michonne verfolgt – wieso, weshalb, warum?! Spielt zunächst keine Rolle, denn Michonne darf zeigen, dass sie extrem gut mit dem Katana umgehen kann und erledigt die Hälfte von Merles Jagdgruppe. Später erfahren wir, dass Merle vom Governor geschickt wurde. Eine Mischung aus blinder Wut, Mordlust und Sicherheit verlangte dies – und der Wunsch ihren Kopf in einem Aquarium zu besitzen.
Michonne kann jedoch entkommen, Merle lügt, dass er sie umgebracht hat und – oh weia – das wird mal bestimmt nochmal auf unseren Lieblingsrassisten zurückfallen. Michonne kommt am Gefängnis an und steht neben anderen Walkern am Zaun, die sie nicht entdecken, weil sie voll Zombieblut ist. Rick traut seinen Augen nicht.
Aber was kann das schon heißen? Rick verliert soviel er weiß sowieso gerade den Verstand, denn er telefonierte vor wenigen Minuten noch mit seiner toten Frau und all den anderen Leuten, die sie in 2 Staffeln verloren haben. Das wird hier wirklich gut umgesetzt. Rick hat gerade den Boden unter den Füßen verloren. Er ist in einem Gefängnis, einem super sicheren Ort und hatte gerade fast alles verloren. Jemand am Telefon verspricht ihm einen sicheren Ort. Das spielt keine Rolle, egal, was die Person verspricht, Rick will folgen. Er will trauern können und zurücktreten, doch die Gruppe blickt zu ihm auf – sie brauchen ihn. Schön umgesetzt alles. Das war gut. Das lief eventuell Gefahr sehr ulkig zu werden.
Der mit Abstand schlechteste Teil der Folge war erneut Woodbury. Die aufgezwungene Entwicklung Andreas kotzt mich so dermaßen an, dass der Charakter für mich quasi verloren ist. Ich will ja nicht immer wieder den Comic-Vergleich ziehen, aber während man sich an manchen Sachen orientiert, ist Andrea ein komplett anderer Charakter. Das verstehe ich nicht. Natürlich will man abweichen und das ist auch gut so, aber wieso nicht die schwachen Aspekte ändern und die starken behalten? Andrea ist eine interessante Person im Comic. Sie ist sympathisch, gut adaptiert und hat Verbindungen zu anderen Charakteren, die verdammt wichtig sind. Ihr Eingeständnis dem Governor gegenüber macht keinen Sinn bei ihrer bisherigen Entwicklung. Es macht ihre Beziehung zu ihm interessanter, klar, aber Sinn macht es nicht.
Ich meine, was soll man denn von FOX News, geschweigedenn Bill O’Reilly erwarten, aber haben die nicht gerade Benghazi, das sie für John McCain hypen müssen oder so? Gangnam Style Review mit einem Psychologen? Echt jetzt?! Auf der anderen Seite auch wieder ein wunderschöner Einblick in die Köpfe der alten Leute, die Internet ausdrucken.