PewPewPew - Das Filmblog über Katzen und Pizza

Ich weiß, ich bin ein Tag zu spät und ihr habt ihn schon alle gesehen, aber manchmal funkt eben das Leben dazwischen. Trotzdem soll der großartige Trailer zu Marvels Experiment auch hier einen Platz finden, denn es gehört schon einiges dazu, dass dieser Film mit einem lebenden Baum und einem Raketenwaschbären existiert, während sich Warner Bros. erstklassigschen DC-Helden wie Wonder Woman keinen eigenen Film zutraut.

James Gunn inszeniert diesen Streifen und der Mann passt perfekt. Sein schräger Humor ist hier definitiv wiederzuerkennen und retrospektiv gesehen muss man Marvel für alle Entscheidungen an diesem Projekt jetzt schon loben. Insbesondere eben der Trailer selbst ist klasse: Wir erfahren kaum etwas von der Story, die Effekte scheinen sich spätestens seit Marvel alleine produziert noch einmal verbessert zu haben und der Ton macht die Musik. Apropos Musik: Peter Quill, der als verschollener NASA-Astronaut durch die Galaxie driftet, hat Blue Swedes Hooked on a feeling als Lieblingssong auf seinem Walkman. Wie cool ist das?

Zu den Einflüssen des Films sagt Regisseur James Gunn:

There is probably no film that influenced me more as a child – no film that excited me more or that I loved more – than Raiders Of The Lost Ark,” Gunn told TotalFilm. “It not only influences how I see Guardians, it influences how I live my life (which means the way for a woman to win my heart is to paint “love you” on her eyelids. Yes, I’m still single, why do you ask?).

Und das erkennt man hier definitiv wieder. Mein allererster Gedanke nach dem Trailer war nicht “Oha” oder “Wow, ich brauche ein frisches Höschen” (okay, das auch), sondern “Wieso spielt Chris Pratt nicht Han Solos Sohn?”. Neben Pratt sind noch Beniceo Del Toro als Collector zu sehen. Die Guardians bilden sich weiterhin aus Zoe Saldana als Gamora und Dave Bautista als Drax The Destroyer sowie Vin Diesel und Bradley Cooper als die Stimmen von Groot und Rocket Raccoon. Ihre Gegenspieler sind Nerdserienhelden Michael Rooker, Karen Gillan und Lee Pace.

Kinostart ist der 28. August und ich werde mir bis dahin keinen Trailer, Instagram-Teaser oder Vine-Clip mehr ansehen. Ich werde da sein. Mitternachtsvorstellung. Beste Reihe. Make me proud, Andy.

Trailer zu TOKAREV mit Nic Cage

20 Feb, 2014 · Sascha · Film · Comments

Das Chameleon Nicolas Cage hat dieses Jahr einen echten Knaller im Kino, weshalb er das mit ein paar generischen Thrillern ausbalancieren muss. In Tokarev spielt er einen ehemaligen Verbrecher, der nach dem Mord an seiner Tochter wieder ins die Gefielde des organisierten Verbrechens abtauchen muss um Rache zu üben. Hinter der Kamera ist niemand, den man schon mal gehört haben muss, weshalb ich bis eben noch nichts von dem Film gehört hatte. Daher ist es keine Überraschung, dass das bei uns ein Direct2DVD Titel sein wird. Verleih ab 28.04.2014, Verkauf ab 13.05.2014.


(YouTubeDirekt, via electru)

Verträumtes Stop-Motion-Lichterspiel im Wald bei Nacht.

Gizmodo hat bei den Leuten der Criterion Collection vorbeigeschaut und ein hübsches Videoessay über deren Arbeitsprozess gedreht, beginnend mit der audivisuellen Restauration bis zu der traumhaft schönen Covergestaltung wird uns alles am Beispiel von Hitchcocks Klassiker Foreign Correspondent gezeigt.

Honest Trailer – Gravity

20 Feb, 2014 · Sascha · Film · Comments

“Prepare for a film so terrifying, it will convince en entire generation of kids not to be astronauts.”

James Franco on Shia LaBeouf

20 Feb, 2014 · Sascha · Film · Comments

Ich habe letztens irgendwo gelesen, ich weiß leider nicht mehr wo, dass das, was wir gerade mit Shia Labeouf erleben, James Franco bereits durchgemacht hätte, wäre Franco nicht ein spaßiger und selbstironischer Typ. Ich fand, das macht Sinn. Nun hat sich Franco der Sache mal angenommen und uns LaBeouf eingehend erklärt.

Any artist, regardless of his field, can experience distance between his true self and his public persona. But because film actors typically experience fame in greater measure, our personas can feel at the mercy of forces far beyond our control. Our rebellion against the hand that feeds us can instigate a frenzy of commentary that sets in motion a feedback loop: acting out, followed by negative publicity, followed by acting out in response to that publicity, followed by more publicity, and so on.

Participating in this call and response is a kind of critique, a way to show up the media by allowing their oversize responses to essentially trivial actions to reveal the emptiness of their raison d’être. Believe me, this game of peek-a-boo can be very addictive.

New York Times: Why Actors Act Out.

Noch ein Gedanke: Eigentlich finde ich diese ganze Sache um LaBeouf sehr schade. Der betroffene Kurzfilm Howard Cantour war nämlich ziemlich gut gemacht und Jim Gaffigan passte perfekt zu der Rolle. Ich war damals im Begriff den Film zu posten, doch dann verschwand er und das ganze Theater ging los. Inzwischen gibt es ein paar Mirror, sodass man sich ihn ansehen kann, was man sollte, wenn man was mit Film bzw. der Schreiberei über diese zu tun hat.

Aber nach wie vor kann ich das alles nicht nachvollziehen. Wieso nicht Daniel Clowes vorher fragen, den Schöpfer des Comic Strips, bei dem LaBeouf geklaut hat, wie er zu einer Verfilmung steht? LaBeouf ist reich, er hätte sich auch die Rechte kaufen können. Eine Namensnennung oder ein Zitat in den Credits hätten dann gereicht und alle wären zurecht beeindruckt gewesen. Stattdessen gibt es dieses Theater. Tüte über dem Kopf. Trotziges Zitieren. Pressekonferenzen stören. Sich von Wildfremden beim Weinen zusehen lassen. Schade.

Ich werde das nie verstehen können. Ist genau so wie bei den ehemaligen Kommillitonen, die zu faul/doof/ignorant waren, Übernommenes zu zitieren. Was muss er sich dabei gedacht haben? Dass in den Zeiten des Internets niemand die Möglichkeit haben wird seine Tat aufzuspüren? Dass man bei einer eher umstrittenen Person wie ihm sein künstlerisches Talent nicht doppelt hinterfragen und beleuchten wird? Dass der Comic-Künstler das Video nicht entdecken würde? Wie schwer wäre es gewesen den Namen des Comic-Künstlers irgendwo in die Credits zu hauen? Wäre Daniel Clowes sehr abgeneigt gewesen, wenn ein augenscheinlich talentiertes Team sich seiner Geschichte annimmt? Ich glaube nicht.

BAFTA 2014 Gewinner

18 Feb, 2014 · Sascha · Film · Comments

bafta

Am Sonntag wurden die BAFTAs verliehen, moderiert wurde die Veranstaltung vom liebevollen und großartigen Stephen Fry. Die Veranstaltung lief ohne große Überraschungen ab, 12 Years A Slave und Gravity teilen sich erneut die Bester Film und Bester Regisseur Kategorien, so wie es auch wohl bei den Oscars sein dürfte, wenn man mich fragt. Dass sich Barkhad Abdi gegen seine namhaften Konkurrenten durchsetzen konnte, erfreute mich sehr; dass Jennifer Lawrence einen BAFTA erhielt halte ich jedoch für ein Zeichen, dass die Veranstaltung einem Netzhype und Jugendwahn hinterher rennt. Da waren einige ihrer Kollegen wirklich stärker dieses Jahr, zumal American Hustle ohnehin ein maßlos überschätzter Film ist, ebenso wie sein Regisseur.

BEST FILM
12 Years a Slave
American Hustle
Captain Phillips
Gravity
Philomena

OUTSTANDING BRITISH FILM
Gravity
Mandela: Long Walk to Freedom
Philomena 
Rush
Saving Mr. Banks 
The Selfish Giant
(weiterlesen…)

Herrlich schräg: Josh Cooley zeichnet FSK-16+ Filmszenen als würden sie in Kinderbüchern erscheinen. Da gibt es wahrscheinlich Copyright-Probleme aller Art, aber eine gesamte Version vom Dude hätte ich echt gerne in meinem Regal stehen. “Eight-year-olds, Dude,” explained Walter.

Drucke davon gibt es in seinem Shop für 25-50$, was ein bisschen teuer ist, aber man geht ja meistens nur einmal damit bei Reddit viral und dann muss man das ausnutzen.