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Mit Sicherheit: Meine Überschrift “LEGO ruiniert es sich selbst” über den Verkaufsstarts der neuen Mittelerde-Neuheit war etwas theatralisch. Aber angesichts der Tatsache, wie Tolkien- und Klemmbausteinfans gleichermaßen über den Tisch gezogen werden, finde ich sie nach wie vor eigentlich zutreffend. Es wäre ein Leichtes gewesen, dieses Produkt etwas aufzuhübschen und alle weiterhin glücklich zu halten mit dieser Themenreihe.

Genau das tun jetzt die Fans. Der deutsche YouTuber Bricklas nutzte eine Anleitung der Fanseite Rebrickable, um die Bäume des originalen Sets zu verbessern. Diese hässlichen desigten, eckigen Designs zogen die meiste Kritik auf sich. 1427 neue Teile kommen dadurch nochmal hinzu, die Teilekosten belaufen sich isngesamt auf ungefähr $120 auf Seiten wie Bricklink. Die häufig verwendeten Blätter-Teile sind jedoch regelmäßig (in Saarbrücken eigentlich immer meiner Erfahrung nach) in den Pick-A-Brick-Wänden der offiziellien LEGO-Stores erhältlich und mit den neuen Pappcontainern für einen bestimmt viel günstigeren Gesamtpreis zu erhaschen.

Es ist schon verrückt, wie sehr diese Anpassungen das Set sofort aufwerten. Mit dem im Video angegebenen Preis wäre es nun mit 400€ auch in der Range der anderen erfolgreichen Verkaufsschlager wie Barad-dûr und Rivendell. Auf Rebrickable finden sich sofort auch weitere Möglichkeiten, wie man Bilbos Geburtstagsparty an Bag End anschließen oder die fehlende Rückseite ausbauen kann. Es ist wohl am Ende keine Offenbarung, dass diese Entwürfe durchaus optimierbar sind, wenn man bereit ist, Geld darin zu versenken. Aber irgendwo hätte sich sicherlich ein Kompromiss finden können, da bin ich mir sicher.

Kaum ein anderes Set in der langen Geschichte von LEGO vereint so viel Schönheit, Detailverliebtheit und bautechnische Raffinesse wie Bruchtal, das prächtige Zuhause von Herrn Elrond. Dieses inzwischen schon legendäre Set aus der LEGO Icons-Reihe wird seinem Namen mehr als gerecht — es katapultierte die “Herr der Ringe”-Welt auf spektakuläre Weise zurück ins Sortiment. Jahrelang hatten Fans danach gelechzt und wurden schließlich mit einem Modell belohnt, das ihre kühnsten Erwartungen noch übertraf.

Ich war kein Fan der Umsetzung von Barad-dûr, der Festung des dunklen Herrschers Sauron. Der Turm war zu kurz, nicht abgeschlossen, aber dafür waren immerhin die Minifiguren richtig gut. Das Ding war aber auch mächtig teuer. Das ist OK, wenn sie abliefern. Klemmbausteine des dänischen Unternehmens waren entgegen häufigen Äußerungen alter Männer mit rosaroter Brille schon immer ein teures Spielzeug.

In Sachen Herr der Ringe hatte man nun also zwei Wege vor sich: Weiter diese großen Modelle für die Vitrine bauen und an sich an erwachsene Käufer mit großem Geldbeutel wenden. Oder stattdessen, wie von manchen im Fandom gewünscht, die Themenreihe mit einigen kleineren Playsets für den schmalen Geldbeutel ausbauen. Man entschied sich dummerweise für beides – im gleichen Set.

Das 270€-teure Hobbiton-Set ist ein absoluter Reinfall. Zwei. Hundert. Siebzig. Euro. ZWEIHUDNERTSIEBZIGEURO FÜR gerade einmal 2000 Steine. Was ist das für ein Teilepreis?! Dazu wieder nur ganz weniger Drucke und viele Sticker. Nur neun Figuren. Dazu: Keine bedruckten Arme oder Beine. Die Farbe passt nicht. Das Set ist wirklich nicht tief und bietet nur drei kleine Räume. Soll man jetzt damit spielen oder soll es nach etwas aussehen? So richtig weiß man das nicht, denn die beigelegten Bäume und kleinen Rasenflächen erinnern eher an die 4+ Anfängersets. Und ich kann wirklich nur schwer in Worte fassen, wie abgrundtief hässlich diese Bäume sind. Ich halte das wirklich für eine absolute Frechheit.

Dabei hätte LEGO es besser gekonnt. Man muss sich nur das Fan-MOC von Edoras anschauen – die Halle des Königs in Rohan. Über 5000 Teile, ein beeindruckendes Bauwerk. Mit ein paar zusätzlichen Figuren könnte LEGO das problemlos als Premium-Set für 600 Euro verkaufen und ich bin sicher: Die Herr der Ringe-Fans hätten es gefeiert.

Gerüchten zufolge steht ja ohnehin der erste vierstellige Preisbereich mit dem neuen UCS-Todesstern bevor. Star Wars-Fans haben bereits teure Brocken wie den AT-AT oder den Millennium Falcon gesehen.

Diese halbgare Lösung ärgert mich wirklich sehr und zerstört den guten Ruf, den Rivendell in die Serie brachte.

6 Jahre LEGO-MOCs

15 Mar, 2025 · Sascha · Toys · 0 comments

Hypolite Bricks ist ein wahrer LEGO Master Builder, dessen MOCs zu Star Wars, Filmen und eigenen abgefahrenen Ideen ich schon lange feiere. In diesem Video zeigt er im Schnelldurchlauf seine Kreationen aus sechs Jahren YouTube. Nahezu jedes Diorama und Gebilde kann man in einem separaten Video detailliert nachverfolgen und den Bau studieren. Besonders die 12 Sets zu der ersten Staffel von Andor gefallen mir ausgesprochen.

Auf seiner Webseite gibt es zudem beeindruckende Glamour-Shots. Der Bau solcher Modelle ist etwas, das ich in nächster Zeit unbedingt mehr verfolgen möchte. Allerdings schreckt mich der Gedanke ab, ein ordentliches System für die Steine zu entwickeln und umzusetzen – das klingt nach viel Arbeit und Platzbedarf. Aber ohne geht es wohl nicht.

1993 Kenner’s Jurassic Park Command Compound diorama.
byu/Brettskie85 indioramas

Es ist mir fast peinlich zuzugeben, wie sehr ich das liebe. Ich habe zwar mein eigenes Display der originalen Jurassic Park-Spielzeugreihe von Kenner, aber das hier ist natürlich eine ganz andere Liga. Die Glasvitrine interessiert mich nicht so sehr, aber ich liebe besonders den Stand und die lore-getreue Bemalung und überlege schon, dies für ein zukünftiges Projekt nachmachen. Ich denke, man könnte hier tatsächlich noch ein paar Dinge hinzufügen, um es etwas besser aussehen zu lassen. Mehr Dinosaurier, bessere Pflanzen, ein bisschen custom InGen-Equipment – Etsy is your best friend here. Aber insgesamt ist das leider genau mein Ding und für mich wahrscheinlich so das Playset, das Nostalgie-Ding meiner Kindheit. Es muss 1993 oder 1994 gewesen sein, als ich es zu Weihnachten bekam und der immerwährende Reiz sowie der Look des Teils erklären für mich auch, warum ich an dem Film so sehr auch die Park-Elemente mag und wichtig finde, mindestens so sehr wie die Dinosaurier.

Ich bin mir zwar bewusst, dass dieses Video ein sehr eng zugeschnittenes Zielpublikum hat, aber fuuuck, wieso hat diese labor of love nur etwas über 30k views? Das ist ein Skandal. YouTuber Dreamcastle hat für alle Burgen-Sets der klassischen LEGO Castle Themenreihe Vaporwave- bzw. Dungeonsynth-Tracks geschrieben und dazu einen liebevollen, weirden Henson-esken Film gedreht, dessen VHS ich 1992 wohl so oft geschaut hätte, bis sie endgültig den Geist aufgegeben hätte.

Dive into the retro world of the classic toyline in this experimental film accompanying a dungeonsynth, 80s-cheap-fantasy-VHS, vaporwave-adjacent album from musician/artist DreamcastleTM. Featuring original visuals, including lego scenes made in Blender.

Man, this is what it’s all about! Hier das ganze Album mit Bonustracks ohne Erzählung. Banger!

Ein Zeichen, dass eine Serie entweder ein cult following hat oder den Zeitgeist trifft, ist die Existenz einer von Fans erstellen LEGO-Version. Parodie oder Huldigung spielt da keine Rolle mehr, wenn dieses Maß erreicht ist. Wo genau Severance steht, mag ich nicht so richtiv erorten können. Apple TV+ Serien fliegen trotz anhaltend guter Kritiken und einem prestigeträchtigen Produktionsniveau leider noch für mein Gefühl unter dem Radar, aber der Hype zum Start der zweiten Staffel war in meiner Bubble wiederum recht groß. Insofern ist das Video wohl daher ein Zeichen, dass eine kritische Masse erreicht wurde.

Das offizielle LEGO-Set für Dune stellt für mich immer noch eine große Überraschung dar. Das kam aus dem Nichts und passte dennoch irgendwie gut zur Stimmung, so ein bisschen wie damals der Hype um The Lord of the Rings plötzlich so allgegenwärtig wurde. Dann kommen solche Kooperation gefühlt fast wie von allein. Von den Dioramen, die Arrakis bisher darstellten, war ich nicht unbedingt überzeugt und das Set selbst ist mehr ein kleines Technic-Wunder als ein echter lore-akkurater Hingucker. Ich folge diesem YouTuber Mark of Falworth schon länger, er kreiert wöchentlich im Rahmen von Challenges echt stimmige und schöne MOCs. Sein neuestes, ein riesiger Sandwurm aus LEGO-Teilen, ist so ein Beispiel für seine Kunst.

Twilight x LEGO

16 Jan, 2025 · Sascha · Toys · 0 comments

 

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Erst wurde noch durch AFOLs die fehlende Magie in LEGO-Werbungen bemängelt, erscheint nun dieser süße Spot für das offizielle LEGO Twilight Set, das Cullen House. Dieses existiert ja echt und dürfte für Architektur-Fans daher auch ohne Vampir-Einflüsse interessant sein. Das Hoke House vom Architekturstudio Skylab steht im Forest Park an der Stadtgrenze von Portland, Oregon und ist eine wunderschöne moderne Residenz, die durch ihre Holzverarbeitung wie ein umgefallener Baum über der Szenerie thront. Vor einem Jahr hielt ich kurz bei dem echte Cullen House an, zumindest an der in-universe Adresse, und es ist ein bed and breakfast. Ob es Blutwurst zum Frühstück gibt, habe ich mich nicht getraut zu fragen.

Die Forks High School

Das “Cullen House” an der Adresse in Forks aus dem Film

Bellas Truck in Forks, WA

Manche YouTube erhielten das Set vorab. Ich finde es im Vergleich zu der LEGO Ideas-Version fürchterlich enttäuschend, aber das ist ein Trend, der sich durch diese Produktlinie zieht leider. Dazu sind die Minifiguren auch extrem langweilig gestaltet, auch wenn Hier ein Interview mit der Designerin: