Musik Archives - Page 9 of 90 - PewPewPew - PewPewPew

Wenn die Veröffentlichung neuer Musik einer Band schon ein Meme darstellt, weiß man, dass man es mit einer besonderen Band zu tun hat. So ist es mit Claire Cottrills bka Clairos side project, Shelly, gegründet mit ihren besten Freunden während der Coronapandemie.

Shelly gelang mit dem Song “Steeeam” ein richtiger Hit – mehr als 125 Millionen Plays auf Spotify – und erreicht monatlich mehr als 1,6 Millionen Hörer*innen. Verrückte Zahlen für eine Indie-Band, die quasi nicht existiert. Denn 2020 erschien eine gleichnamige EP – und das war’s. Die Bandmitglieder gingen wieder ihre eigenen Wege, Josh Mehling zum Beispiel ist als JDM Global aktiv.

Die neu erschiene, passend betitelte Shelly 2 EP ist erneut ein klassischer A/B-Release und setzt die warmen, traumgleichen Qualitäten der Band fort. “Cross Your Mind” überzeugt direkt von Beginn an mit wunderschön melodischen, melancholischen Hooks. Auch “Hartwell” behält sich die Vorstadtgaragen-Bandproben-Vibes bei und wirkt quirky und verspielt, trotz recht sehnsüchtigen Lyrics.

Dass es dieses Jahr neue Musik geben würde konnte man bereits nach Clairos Coachella-Auftritt vermuten. Dort sprangen die Bandmitglieder für einen Gastauftritt kurz auf die Bühne für eine kleine Reunion.

Über diesen Release dürfen sich vor allem Fans von Clairos Bedroom-Pop und Dreampop-Anfängen freuen. Während sich die Künstlerin spätestens mit ihrem zweiten Album, Sling, hin zum Indie-Darling wandeln wollte, gibt es hier eine alternativen Karrierenverlauf zu hören. Einer, der mir persönlich viel besser gefällt und sich authentischer anfühlt.

Hoffentlich macht Shelly daher weiter mit Musik. Als Dämpfer sei aber hier gesagt, dass diese nun veröffentlichten Songs ebenfalls bereits vor fünf Jahren aufgenommen wurden.

Musikvideo: Mac DeMarco – Home

27 Jun, 2025 · Sascha · Musik · 0 comments

Mac DeMarco macht endlich wieder Musik! Vor rund einem Jahr schrieb ich mal meinen Frust auf, dass da kaum noch etwas Neues aus komischen Dudeleien und Demos – und das seit 2019! “Home” kommt für mich gerade zu richtigen Zeit und ist mir ultimativ nicht lange genug und mutet an wie ein Track, der im Studio zu den Aufnahmen der This Old Dog Demos irgendwo verlorenging.

Aber hey, ich fühl’s. Das neue Album erscheint noch dieses Jahr, wird schlicht “Guitar” heißen und hoffentlich, naja, keine return to form, aber return to new highlights in seiner Karriere markieren. Dieses Salad Days / Another One-Ära DIY-Video passt auch in diese Narrative.

Musikvideo: Alex G – June Guitar

27 Jun, 2025 · Sascha · Musik · 0 comments

Es ist eine wahre Freude unseren Goldjungen Alex G in diesem schönen Ambiente mit Freunden und Familie zu sehen. Das neue Musikvideo zu “June Guitar”, der zweiten Singleauskopplung aus dem neuen Album Headlights, strahlt diese neugefundene Wärme und Geborgenheit aus, die man ihm nach besorgniserregenden Auftritten in der Vergangenheit nur wünschen kann.

Bereits auf der letzten Platte God Save The Animals war mehr von dieser überkommenden Ruhe, Introspektion und Akzeptanz hören. In “Runner” höre ich einen Entschluss, mit einigen Dingen aufzuhören und neue Wege zu bestreiten, während sich “Miracles” mit dem Thema Spiritualität auseinandersetzt, ein wiederkehrendes Motiv in seinen Songs, wo häufig existenzielle Ängste und Krisen thematisiert werden.

Die Songs müssen unbedingt in der Version dieser Tiny Desk Performance gehört werden, die Studioaufnahmen muten da immer so einen besonderen Touch bei ihm.

Nach einer längeren Pause, der Eheschließung mit Bandviolinistin Molly und der Geburt eines gemeinsamen Sohnes kehrt er nun zurück. “Love ain’t for the young anyhow / Something that you learn from fallin’ down” singt er nun. Da ist jemand erwachsen geworden. Mir gefällt vor allem das Akkordeon, das so in den Song rein- und wieder rauschwebt. Auch ein Instrument, mit dem ich “Heimat” als Begriff irgendwie verbinde. Schön, sehr gutes Vibes. Wenn jetzt nur das Konzert nicht bereits ausverkauft wäre, würde ich mich vollends freuen. Scheiße!

Summer anthem vibes. Clairo Supremacy.

Im Unterschied zu den anderen Jahren veröffentliche ich 2025 meine Sommerplaylist tatsächlich auch mal passend zur Sommersonnenwende. Tatsächlich lag dieses Jahr ein großer Fokus darauf, diese Deadline einzuhalten und abzuliefern. Hier sammle ich jedes Jahr neu veröffentlichte Tracks, die mir gefallen und ein Sommergefühl für mich musikalsich einfangen. Auf einer längeren Autofahrt gestern nach Luxemburg bereits Fenster-runter-und-Sonne-im-Gesicht-getestet und für gut befunden. Mit Sicherheit wird sie sich im Laufe des Jahres noch verändern und wachsen. Enjoy!

Meine Sommerplaylist 2024: The Comeback
Meine Sommerplaylist 2023: I Hear It Happens All The Time
Meine Sommerplaylist 2022: Going To The Sun
Meine Sommerplaylist 2021: American Water
Meine Sommerplaylist 2020: Lost Summer
Meine Sommerplaylist 2019: Dreamy Summer
Meine Sommerplaylist 2018: Night Drive
Meine Sommerplaylist 2017: Nostalgic for Summer

Live noch ein Stück besser dank der geilen Performance trotz dem schlechten Mix und mit Abstand der beste Track des Albums. Lowkey das beste The National Album in Jahren vielleicht?! “Little By Little” definitiv ein sehr hübsches companion piece zum All-Time-Hit “About Today”.

“Thought I’d find you much quicker than this / You must’ve thought I didn’t exist” auch eine wunderschöne Line, die gut zu “Hard To Find” (mein Geheimfavorit) passt.

Vor fünfzig Jahren performten die Talking Heads zum ersten Mal für die Ramones. Zur Feier dieses Jubiläums haben sie Mike Mills ein Musikvideo mit Saoirse Ronan für “Psycho Killer” drehen lassen, den ersten Song, den sie als Band gemeinsamen geschrieben haben (verrückt).

Dieser ikonische Art-House-Hit landete damals auf dem Debütalbum, erhielt aber Ende der Siebzigerjahre nie ein Musikvideo. Nun wurde das korrigiert. Für mich eines der besseren Musikvideo in jüngerer Erinnerung. Zeitlos, aber auch sehr prägnant in der Art und Weise, wie diese 90s Office-Mania eingefangen wird. Du drehst durch und niemanden interessiert es so richtig. Auch die Band liebt es.

“This video makes the song better,” the band said in a statement. “We LOVE what this video is NOT — it’s not literal, creepy, bloody, physically violent or obvious.” (via)

Leider ist das wohl die Auflösung des mysteriösen Teasers von vor ein paar Tagen, der viele Fans auf eine Reunion-Tour hoffen ließ. Nun, nicht ganz, es wurde auch eine Super Deluxe Edition von More Songs About Buildings and Food angekündigt, die sofort ausverkauft war.

Mike Mills und Saoirse Ronan sind ein super Team, um die Energie der Band und des Tracks einzufangen. Die müssten mal einen Film zusammen drehen. Leider auch schon wieder vier Jahre her seit C’mon C’mon.

Wenn man verstehen will, wieso King Gizzard and The Lizard Wizard eine so ergebene Fangemeinde um sich ziehen, genügt dieses Video als Beispiel. Die Band tourt gerade durch Europa. Lissabon, Barcelona, jetzt Vilnius in Litauen. Drei Nächte, drei Konzerte, jedes Mal andere Musik. Viele Fans sind jeden Tag vor Ort, wie Ignas, der ein Schild hochhielt: “Kann ich “Dragon” auf Stus Gitarre spielen bitte?” Gestern war es dann soweit, und auch ich war live dabei wie viele andere, weil die Band jedes Konzert immer für YouTube mitfilmt (Hier in Gänze). Ignas darf auf die Bühne kommen, die Band will ihm 30 Sekunden geben, um zu schauen, ob er das kann – und dann spielt er die ganzen zwölf Minuten des Tracks, und alle flippten aus. Frontmann Stu hat lustigerweise gar keine Ahnung, was er mit seinen Händen machen soll, wenn er keine Gitarre um sich hat.