Musik - PewPewPew

King Gizzard & The Lizard Wizard nahmen für ihren berauschenden Konzertfilm Chunky Shrapnel im letzten Jahr ihre Auftritte auf. Eine Aufnahme aus Asheville lud die Band nun komplett hoch und visualisierte ihn mit Fanvideos von YouTube. King Gizz pflegt eine besonders innige Beziehung zu den Fans und die erwidern wiederum die Liebe in einem Maß, das man sonst nur für Bands wie Tool kennt. Dieses Video ist beispielhaft für dieses Symbiose. Sehr coole Action jedenfalls; wenn sie das für Luxemburg machen wollen, habe ich einige GB auf der Platte. Meld’ dich, Stu!

Conor Oberst und seine Band Bright Eyes hätten sich wohl kein schlechteres Jahr aussuchen für die langersehnte Rückkehr aussuchen können. Statt großen Konzerthallen ist es am Ende nur eine Studioshow für NPR geworden. Das Tiny Desk (Home) Concert entwickelt für mich aber einen besonderen Charme, da sich die Künstler freier und persönlicher zeigen. Nach drei neuen Songs vom neuen Album spielt Bight Eyes am Ende noch einen meiner absoluten Favoriten “Shell Games”.

Für alle außer Robin Pecknolds Instagram-Follower kommt diese Ankündigung völlig unerwartet: Die Fleet Foxes veröffentlichen ihr viertes Studioalbum Shore einfach so morgen und hauen dazu noch einen 55-minütigen Musikfilm mit raus, den Regisseurin Kersti Jan Werdal auf 16mm gedreht hat. Pecknold arbeitete relativ öffentlich an dem Album über das vergangene Jahr und ließ seine Follower in Songwriting-Probleme und Albumaufnahmen in Paris einsehen. Einige der Aufnahmen waren bereits in den vergangenen Wochen auf Instagram als Teaser erschienen und zeichnen ein ruhiges Bild von einer beständigen und unschuldigen Natur.

Nach dem turbulenten Jahr “auf See” haben wir alle genug von hohen Wellen und wollen ans Ufer. Schön, dass die Fleet Foxes dort schon warten.

Der Film premiert morgen weltweit gleichzeitig und startet um 15:51 deutscher Zeit in diesem Livestream.

BTS: Tiny Desk (Home) Concert

21 Sep, 2020 · Sascha · Musik · 0 comments

I-I think I get it now? Something about the stripped-downness here is appealing.

Musikvideo: Grazer – Fever Dream

13 Sep, 2020 · Sascha · Musik · 0 comments

“Fever Dream” ist die Debütsingle der Band Grazer, von der ich mir noch viel mehr solcher Banger in Zukunft erhoffe.

Not macht erfinderisch. Phoebe Bridgers, die nach ihrem riesigen Durchbruch in diesem Jahr ihr zweites Album veröffentliche, musste das dieses Jahr lernen. Sie wurde mitten in der Vermarktung von Punisher vom Corona-Lockdown erwischt. Alternativlos tanzte und hampelte sie dann vor dem Greenscreen herum statt für das Musikvideo zu Kyoto wirklich nach Japan zu fliegen.

Den Greensceen-Look behielt sie aber bei diversen Heimkonzerten bei; die Ästhetik ist inzwischen unter Fans ikonisch vermemet. Ich finde es wirklich wunderschön, welche Bilder sich dort zufällig beim Abspielen von Stockfootage ergeben. Für NPR gab sie nun ein Tiny Desk Konzert von Zuhause und wenn man sich digital aussuchen kann, wie der Desk aussieht, wieso dann nicht den wichtigsten der Welt auswählen? “Hope everyone’s enjoying their apocalypse”, so hört sich das manchmal auch vom eigentlichen Mann hinter dem Tisch an. Wunderschön auch dann das Finale: “I Know The End” kuliminiert mit eingesendeten Fanclips. Phoebe 4 Prez!

Vielleicht werden Christian Lindner und Frank Thelen jetzt noch rechtzeitig Fans, um den Sh00ters bei ihrem Sprung in die Charts zu helfen und vielleicht auch ab dem 16.10. 2 Millionen Umsatz mit einer einfachen Idee zu machen.

Sechs Jahre sind ins Land gezogen seit der letzten neuen Musik von The Notwist. Die deutschen Indie-Rocker veröffentlichem im Herbst ein Studioalbum, zuvor erschien jetzt zum Wochenende die neue EP namens Ship. Als großer Fan und langjähriger Fan der Band war die erste Songkollaboration mit der Singerin Saya eine so große Enttäuschung für mich, dass ich genervt von der unerträglichen Dauerbelastung des zurzeit wiedereinsetzenden Alltags das Ding ausmachte.

Einen Tag später wagte ich mich zurück und entdeckte die sanfte Synthie-Hymne “Avalanche”, die mich mit ihrem beruhigenden und anmutenden Beat sehr aufmuntert sowie “Loose Ends”, ein Song durchtränkt vom klassischen Sound der Band. Irgendwie ist diese beschriebene Ungeduld und geringe Frustrationstoleranz für dieses Jahr ganz ausgeprägt und untypisch für mich. Ein zweiter Blick lohnt. Ruhe bewahren. Augen zu und The Notwist an.