Literatur - PewPewPew


via Laughing Squid

2005 hielt der verstorbene Autor David Foster Wallace eine dieser berühmten “Commencement Speeches”. Aber statt jedoch total inspirierend zu sein, wie diese Reden es üblicherweise sind, warnte er die Leute vor dem unglaublich grauen Alltag, der ihnen bevorsteht, und gab vor, welche Entscheidungen man immer wieder treffen kann, damit man ihm entflieht. Die Worte fanden die Geschwister Matthew und Allison Freidell so toll, dass sie daraus einen Kurzfilm gemacht haben.

nekoma: Went and saw Jurassic Park 3D this weekend (I have never seen it in theaters and it was a blast)
Thought of how different the movie could seem from another perspective.

Marvel Zombie Action Figures

13 Apr, 2013 · Sascha · Comics,Toys · 0 comments

Ich habe mit Marvel ja eigentlich gar nicht so viel am Hut. Ich lese, meist verspätet, die Events wie Civil War, aber aktuell bin ich da nie und dafür interessiere ich mich gar nicht genug dafür. Marvel Zombies war jedoch eine dieser One-Shot Stories, die ich mir reingezogen habe. Gestern, als diese 700 #1 Issue Aktion lief, sah ich, dass es inzwischen mehr Reihen um Marvel Zombies gibt und die habe ich mir direkt alle geholt. Anscheinend gibt es da genügend Fans um das Subgenre am Laufen zu halten und es liegt wahrscheinlich an solchen Leuten wie santlov, die sich da so reinversetzen und Marvel Zombie Actionfiguren basteln. I love this. via GeekTyrant


(Danke Freddie!)

prometheus_06_cover

Autor: Christophe Bec
Illustration: Christophe Bec & Stefano Raffaele
Verlag: Splitter
Erschienen: 03/2013
ISBN: 978-3-86869-254-9
Amazon, Splitter-Verlag
Seitenzahl: 48 Seiten
Altersempfehlung: ab 14 Jahre

Ich habe die neue Ausgabe meinen Lieblingsscificomics ganz verpasst! Christophe Becs inzwischen sechster Eintrag in die großartige Prometheus-Reihe um eine mysteriöse Alieninvasion in Verbindung mit unerklärlichen Phänomenen auf der ganzen Welt ist draußen und ich bin immer noch nicht so ganz überzeugt, aber dieser Band ist definitiv wieder ein Schritt in die richtige Richtung.

Story

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Wir verfolgen weiterhin jede Menge Storylines, die alle nur ganz wenige Stücke weiterkommen. Um 13:13 passiert dieses Mal kein weltweites Event, weshalb sich die Welt glücklich schätzt, aber auf den Kerguelen nahe der Antarktis taucht wieder die komplette “Arche des Kerguelen” auf, die Anfang des 19. Jahrhunderts zerstört wurde und nun wieder ganz ist. Sie bietet, wie wir am Ende erfahren, einen Übergang zu der Parallelwelt, in der sich gerade die Expeditionsgruppe befindet und auf den Tiger Woods Verschnitt traf. Sie merken, dass die Zeit wesentlich schneller in ihrer Welt vergeht, weshalb sie die Möglichkeit haben, die Originalwelt vor der bevorstehenden Invasion und den nächsten Events um 13:13 zu retten.

Währenddessen gelangt unser Putin-Verschnitt an die geheimen Akten, die Fox News Frau gelangt wieder zu ihrer Form zurück und der Präsident berät mit seinem Stab, was als Nächstes zu tun ist. Sie entschließen sich dazu das im Amazonas gestrandete U-Boot zu detonieren, die Crew muss wohl ewig weggeschlossen werden und in der Area 51, nahe der sich Millionen von Endzeittouristen versammelt haben, gehen die Experimente am Montaukstuhl weiter. Zu Beginn gibt es mal wieder irgendwas von Zeus, der wütend ist und die Welt zerstört, weil (oder währenddessen, das ist nicht wirklich klar) Herkules und Prometheus zu den Menschen gehen wollen. Wir erfahren, dass Prometheus fiel masturbiert (Wirklich). Als wichtigstes Ereignis ist wohl die Entscheidung der in der Parallelwelt gestrandeten Gruppe nach Griechenland zu fliegen anzusehen.

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Illustration

Der Stil gefällt mir immer noch recht gut. Wenigere Köche können die Suppe weniger versalzen und ich bin froh, dass wir wieder nur bei Bec und Raffaele angelangt sind. Die visuelle Kohärenz macht den Comic um Längen besser. Leider sind die Figuren allen echten Menschen nachempfunden und das kann Bec jetzt nicht mehr wirklich ändern. Aber auch neu eingeführte Personen wirken wie Verschnitte und haben selten charakterliche Merkmale, die sie einzigartig macht. Es gibt jedoch riesige Two-Page Pane, u.a. von der Einfahrt der Titanic in den Hafen von New York, die absolut atemberaubend klasse sind und mich wieder daran erinnern, weshalb ich diesen Comic so großartig finde.

Fazit:

Tjoa, viel passiert ist wieder nicht wirklich viel. Bec verfolgt inzwischen viele Subplots, die alle beachtet werden wollen und das ist auf 48 Seiten ziemlich schwierig, insbesondere, wenn es immer wieder visuell ansprechende, aber narrativ redundante Darstellungen wie die des Philadelphia Experiments gibt. Als der Comic anfing, hieß es, das es sechs Teile geben soll. Entweder gab es damals nur eine Vorschau bis Band 6 oder man plante wirklich nur sechs. Mein Gefühl sagt mir, dass die letztere Variante zutrifft, denn die Story fühlt sich arg gestreckt an. Die Ereignisse waren in den ersten Comics treibend, Seiten um Seiten wurden Informationen übermittelt, man erinnere sich nur an die Offenbarung an den NASA Director in Band 3, wo ganze Panels vollgeschrieben waren über mysteriöse Objekte auf der Erde. Nun sind die Seiten recht leer. Visuell ist das hoch spannend, aber redundant und verschwenderisch. Ich mag diese Welt, ich mag diese Story, aber das Pacing hat extremst abgeflacht, was der imminenten Bedrohung, die in den ersten drei Bänden so unglaublich präsent war, stark entgegen wirkt.

Rating: ★★★☆☆

Star Wars: A Love Story

04 Apr, 2013 · Sascha · Comics · 0 comments

Comic-Künstler Chris Gugliotti glaubt, dass es nach dem ersten Drittel in Return of the Jedi doch noch zwei Happy Ends gab. Ich möchte ihm glauben.

Wie cool ist das denn bitte? Elizabeth Perez hat diese Ausgabe für das Austin Creative Department designt, das mit einem echten Streichholz mitgeliefert wird und funktioniert, dank Reibefläche auf dem Buchrücken. Leider nicht zum Verkauf. Damn.

Fahrenheit 451 is a novel about a dystopian future where books are outlawed and firemen burn any house that contains them. The story is about suppressing ideas, and about how television destroys interest in reading literature.

I wanted to spread the book-burning message to the book itself. The book’s spine is screen-printed with a matchbook striking paper surface, so the book itself can be burned.

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via Bookpatrol

Letzte Woche hatte ich hier die wirklich tollen Remixe von Michael Den Beste, der Calvin und Hobbes in echte Photos shoppte. Jetzt musste ich bei René lesen, dass AMU Reprints, die Lizenzinhaber der Comics, das als Copyright-Verletzung sehen. Immerhin sind sie keine Kulturnazis und haben ihn in einem echt netten Brief darauf hingewiesen und gebeten, die Bilder runter zu nehmen. Ich habe die Bilder ebenfalls gelöscht, aber das Internet ist eben das Internet und die Bilder verschwinden natürlich nicht, weshalb man sie immer noch leicht über Google findet; oder eben bei René, der sie bei Flickr hochgeladen und außerdem ein paar schlaue Worte geschrieben hat, die ich gerne mit euch teilen würde:

Ist natürlich wiedermal einer dieser Fälle, in der Rechteverwerter oder Kulturschaffende denken, sie hätten tatsächlich Kontrolle über ihr Werk. Haben sie nicht und hatten sie nie. Kultur geht über die Schaffung einer Arbeit weit hinaus und besteht in großen Teilen in der Kopie und dem Remix, schon seit ein paar Jahrzehnten, ob nun meine Mutti olle Beatles-Bilder ausgeschnitten hat und in ein Heft klebte oder ich den Eddie von Iron Maiden abzeichnete. Diese Weiterverwertung von Kultur gab es schon immer und erst hier wird Kultur lebendig. Bis vor wenigen Jahren allerdings wahren die Rechteinhaber von diesem sehr viel größeren Bereich der Kultur abgeschirmt – das Netz macht genau diesen nun sichtbar, für alle.

Hier treffen zwei Einfluss-Sphären von Kultur aufeinander, die früher kaum Überschneidungspunkte hatten. Der kommerzielle Verwertungskette der Kultur war es völlig egal, ob ich mir einen Ordner voll mit Superhelden zusammencollagierte, zu einem Über-Comicremix, selbst wenn ich damit auf dem Schulhof rumrannte und angab. Illegal war das schon damals, aber das Gesetz just did not give a fuck. Netz bringt nun beides zusammen, Fan-Arbeiten und Remixe existieren im Internet egalitär neben dem Original und ein Nebeneffekt besteht darin, dass auch die juristische Rechtsdurchsetzung ebenso egalitär auf nahezu alles im Netz praktisch anwendbar wurde.

Ich bin der festen Überzeugung, dass der kommerzielle Kulturbetrieb ohne den brodelnden Sumpf aus Remixen und inoffizieller Weiterverarbeitung, sei es auf dem Schulhof oder eben im Netz, nicht existieren kann und letztlich steht hier jeder Kulturschaffende vor einer Entscheidung: Kann ich mit der unlizensierten, freien Weiterverarbeitung meiner Arbeiten leben und mache den Weg frei für eine Kultur, die genau so schon seit tausenden Jahren existiert? Oder stelle ich mich dem in den Weg, weil das Netz eine rigorose Durchsetzung meiner Rechte zulässt und arbeite damit tatsächlich genau gegen das an, was ich eigentlich zu verteidigen suche – nämmlich die Kultur selbst?

Ich persönlich muss da nicht lange nachdenken und habe meine Entscheidung schon lange getroffen. Und wenn Michael Den Beste, der Macher der Calvin & Hobbes-Remixe auf seinem Tumblr schreibt „I won’t be posting new ones to the web ever again“, dann weiß ich, dass alle bei diesem Stück hier verloren haben. Ihr, Ich, Michael und vor allem Calvin & Hobbes.

Ich stimme seiner Aussage vollkommen zu, wobei ich bei diesem Fall und Bill Waterson eben eine Ausnahme machen würde, wenn auch zähneknirschend. Waterson selbst hat verfügt, dass seine Schöpfung nur in Comicform und nirgend sonst existiert. Gut, hier geht es nicht um T-Shirts oder sonstige Fanartikel, sondern um eine liebevolle Homage von einem Fan (weshalb die Mail wohl auch so nett formuliert wurde), aber prinzipiell geht es in diesem Fall darum, den Willen des Schöpfers zu ehren. Es macht zwar immer noch keinen kulturtechnischen Sinn, aber es ist für Bill Waterson und dem sind wir alle irgendwo was schuldig.

Ansonsten hat René völlig recht und es zeigt, wie bitter nötig neue Gesetze wären. Immerhin kann Michael Den Beste jetzt auf Fanart hoffen, wodurch das Projekt nicht ganz sterben wird. Und außerdem ist dies das Internet; wenn wir etwas nicht sterben lassen wollen, dann tut es das nicht.