Comics - PewPewPew

Tolles Projekt von Comic-Zeichner Alexander Hartung und die Band The Dunwich Orchestra: H.P. Lovecrafts großartige Story The Colour Out of Space als “A Dark Doom Drone Picture Show in Slow”.

Herr Weltenschummler hat ein Interview mit Hartung, eine Crowdfunding-Kampagne für weitere Teile gibt es auf Indiegogo und den Soundtrack gibt’s auf Bandcamp.

Es gibt ja diesen Witz, dass Lovecraft eine Fischallergie hatte und deswegen alle seine Monster wie eine gemischte Meeresfrüchteplatte aussehen. Als Comicfigur oder Maske ist Cthulhu nur noch eine ziemlich cooles Tentakelmonster. Das mag ich gern, aber mit dem eigentlichen kosmischen Schrecken oder der Weltenangst, die Lovecraft ja oft beschreibt, hat das nichts zu tun. Das ist ja ein alter Trick: Sobald man das Licht anmacht, verliert das Monster seinen Schrecken. Ich wollte aber nicht den Schrecken verlieren. Ich will Lovecraft nicht augenzwinkernd lesen. Das macht mir keinen Spaß. Ich will, dass er mir Angst einjagt.

Kurz nach der neuen Folge The Walking Dead lief der erste Trailer zur Seth Rogens, Evan Goldbergs und Sam Caitlins Preacher Adaption auf AMC. Für die drei Fans geht hier ein Traumprojekt in Erfüllung. Ich bin mir aber noch recht unschlüssig, was ich davon halten soll. Preacher mag ich eigentlich, aber hier wird nichts Essentielles gezeigt. Dominic Cooper als Jesse funktioniert für mich, aber der Rest ist eher recht unspektakulär. Nicht mal einen Tease von Arseface gibt es. Es ist fast so, als würde man einen Werbespot für The Walking Dead ohne Zombies abspielen. (via)

Based on the seminal ’90s Vertigo comic series written by Ennis and drawn by Dillon, Preacher follows Jesse Custer (Cooper), a minister in a small Texas town who finds himself possessed by the unholy spawn of an angel and a demon. Now gifted with “the word of God,” which forces others to do whatever he says, Jesse embarks on a quest to confront God Himself, who has abandoned His Creation, and make Him pay. Jesse’s allies include an Irish vampire named Cassidy (Gilgun) and his old gunslinging girlfriend, Tulip (Negga). His enemies include the Catholic Church, mysterious government operatives, and the immortal “Saint of Killers,” released from heaven to hunt this rogue preacher down.

Morgen ist Star Wars Comic Tag

21 Aug, 2015 · Sascha · Comics · 0 comments

Star Wars Ausgabe 1 2015

Nun ist der Reboot der Star Wars Comics auch in Deutschland angekommen – der neue hochoffizielle Kanon hat begonnen. Der Panini Verlag, der die Comics weiterhin in Deutschland veröffentlichen wird, will diesen Anlass natürlich gebührend feiern und hat den morgigen Samstag zum Star Wars Comic Tag berufen! Neben den Variant-Covern und der normalen Ausgabe des 1. Heftes wird es auch eine Gratis-Ausgabe morgen in diesen teilnehmenden Comicläden geben.

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Panini

Ein paar Monate nach dem großen Reboot der Star Wars Comics in den USA folgt Panini mit einem ebenfalls großen Start in Deutschland. Die Jedi-Bibliothek hat exklusiv eine Vorschau aller Cover anzubieten und informiert darüberhinaus über diverse Poster, Schuber und sonstige Goodies. Da ich die Comics seit dem Start von Dino Comics in den Neunzigern auf Deutsch sammel (Die von Feest habe ich inzwischen natürlich auch dank eBay), werde ich mich am kommenden “Star Wars-Comic-Tag” (22. August 2015) reichlich eindecken.

Apropos Star Wars und exklusiv: Den großartigen Hasbro 6“ First Order Stormtrooper, der bisher nur exklusiv auf der San Diego Comic-Con erhältlich war und auf eBay inzwischen durchschnittlich $100 kostet, wird auch auf der Noris Force Con erhältlich sein.

BARTKIRA Trailer

07 Jul, 2015 · Sascha · Comics,Fernsehen,Film · 0 comments

Bartkira

Ryan Humphrey und James Harvey sind die Typen hinter dem langjährigen Bartkira-Projekt, das Panel für Panel Figuren aus Katsuhiro Otomos Akira mit Simpsons-Charakeren ersetzt und das Setting nach Springfield verrückt. Bisher wurden die ersten drei Bände adaptiert (1, 2, 3).

Nun haben die Schaffer in Zusammenarbeit mit Kaitlin Sullivan und vielen Fans noch einen Trailer animiert, um dem Projekt noch größere Aufmerksamkeit zu bescheren. Dazu hat man dem Video noch eine charmante Faux-VHS-Backstory-Legende gegeben. Vielleicht kann sich FOX ja mal erkenntlich zeigen und eine offizielle Kooperation im Rahmen eines Couch-Gags machen. Da durften sich ja schließlich viele in den letzten Jahren ausprobieren.

In the days of old, deep in the dredges of the “Do the Bartman” VHS, there was a trailer. In partnership with Chicken Tonight, Butterfinger, and CC Lemon, the early 90s execs of Fox and Toho made an animated short. An attempt to appeal to American consumers without having to spend a lot of money. Until a changing of the guard decided the kids needed more Poochie and it was lost…until today.

Arielle Duhaime-Ross und Ross Miller von The Verge haben mit Scott McCloud, den Comixology-Gründern John Roberts und David Steinberger sowie Joyce Rice, der Art Directorin von Symbolia, über die Vor- und Nachteile der Digitalisierung der Comic-Industrie gesprochen. Herausgekommen ist dieses schöne und informative Video, das völlig unaufgeregt die Veränderungen reflektiert, die wir sowieso nicht aufhalten können.

Ich finde es außerdem höchst fasznierend, dass Guided View quasi als Notlösung entstanden ist. Für eine Comics, wie zum Beispiel The Walking Dead, ist die digitale Leseart geradezu revolutionär, weil Überraschungen tatsächlich verblüffen – und eben nicht beim Umblättern schon verraten werden.

Aber ich kann mich auch bei Scott McCloud wiederfinden und die leeren Seiten in Sculptor hätten ganz sicherlich nicht den gleichen Effekt gehabt, wenn ich den Comic digital gelesen hätte. Womöglich müssen sich die beiden Medien gar nicht im Krieg miteinander befinden. Vielleicht kommt es einfach nur auf den jeweiligen Comic und Leser an? Das wäre doch was.

Ich hatte vor einigen Monaten schon einmal über die wunderbar aufbereitete Hörspieladaptation der Thrawn-Trilogie durch Oliver Döring gebloggt. Ich habe mir inzwischen auch die ganze Trilogie zugelegt und nach ein paar Stunden kann ich mit voller Überzeugung sagen, dass es sich um ein reines Meisterwerk handelt. Vor fast genau 20 Jahren habe ich die Bücher zum ersten Mal gelesen und die Geschichte noch einmal so leidenschaftlich zum Leben erweckt zu erleben, ist ein echtes Highlight für mich als Fan.

Dank der Originalsynchronstimmen und John Williams’ Score kann man nicht anders als die alten Helden wieder vor dem inneren Augen zu sehen; nicht die gealterten Schauspieler auf irgendwelchen Set-Photos von Episode VII, sondern wahrhaftig Luke, Leia und Han.

Die Mitglieder des Star Wars Fans Nürnberg e.V. planen nun für die Noris Force Con eine ganz besondere Aktion, die das fertiggestellte Hörspiel und die ältere Comic-Adaption vereint:

In mühevoller Kleinarbeit wurden die Comic-Zeichnungen von Olivier Vatine & Fred Blanchard aus dem ersten Band des „Erben des Imperiums“-Comics zugeschnitten, die Sprechblasen rausretuschiert, teilweise animiert und mit den Tonspuren des ersten Teils des Hörspiels („Der Wächter des Mount Tantiss“) von Oliver Döring hinterlegt. Seht den Anfang der Geschichte um Großadmiral Thrawn, wie nie zuvor. Erstmalig auf der Noris Force Con 4 habt ihr die Möglichkeit, die ersten 60 Minuten dieses Hörspiel/Comic Mixes zu erleben!

Sieht so aus, als ob ich auf die Noris Force Con müsste. Wer die Comics noch nachzuholen hat, dem wird durch die hübsch aufpolierten Panini-Sonderausgaben von vor ein paar Jahren geholfen.

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Als großer Fan von Christophe Bec reviewe ich hier seit langer Zeit seine großartige Comic-Reihe Prometheus, in der Aliens die Welt 13 Tage lang terrorisieren. Seit etwas mehr als einem Monat gibt es nun jeweils zwei neue Bände von Splitter. Während einer davon dem Leser eine tolle Adaption bietet, verharrt der andere in den ständig gleichen Tropen des Künstlers.

Deepwater Prison

deepwater prison splitterChristophe Bec ist ein fleißiger und vielbeschäftigter Mann mit einer Vielzahl an laufenden Projekten. Leider zeigt sich dieser Umstand in vielen kleinen Momenten in seinem neuen Comic, den er erneut zusammen mit Zeichner Stafano Raffaele produziert hat. „Deepwater Prison“ weist daher auch viele Parallelen zu ihrer gemeinsamen Alien-Invasions-Geschichte „Prometheus“ auf – leider jedoch fast ausschließlich die schlechten.

Die Aufmachung des Splitter Verlages ist immerhin gewohnt solide. Das Hardcover liegt prima in der Hand, macht sich super im Regal, die Covergestaltung ist ansprechend und verspricht ein mysteriöses Abenteuer. Leider geht dieses jedoch keine neuen Wege, sondern wandert auf vertrauten Pfaden.

Bec pickt sich zwar erneut ein interessantes Setting heraus, immerhin handelt es sich hier den Ausbruch aus einem Hochsicherheitsgefängnis, das auf dem Meeresboden liegt, und füllt es mit seinen bekannten Elementen wie motivierten Antihelden, toughen Frauen, Verschwörungen, viel Gewalt, Blut und ein bisschen nackter Haut.

Trotzdem gestaltet sich bisher aus diesem Mix keine erwähnenswerte Geschichte. Und irgendwelche Monster als inzwischen erwartbares, übernatürliches Element dürfen selbstverständlich auch nicht fehlen. Raffaeles Zeichnungen sind ebenso uninspiriert. Seine Figuren sind entweder austauschbar mit Sekundärfiguren aus „Prometheus“ oder gleichen erneut bekannten Hollywoodfiguren (hier: Kevin Bacon und Nicolas Cage), sodass man das Gefühl bekommt, hier handelt es sich um Storyboards für einen Actionfilm aus den Neunzigern.

Dazu wirken Großaufnahmen, wie der Untergang einer Ölplattform, abgepaust (hier: Deepwater Horizon). Der erste Band ist eine kleine Enttäuschung. Bec und Raffaele können besser – vielleicht im zweiten Band, der sich bereits in Vorbereitung findet.

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Vergessene Welt

splitter vergessene weltAutor und Zeichner Christophe Bec hat sich bereits bei mehreren Werken, wie zum Beispiel in der erfolgreichen „Carthago“ Comic-Reihe und ihren Spinoffs sowie der aktuell anlaufenden „Deepwater Prison“ Serie, von kryptozoologischen Legenden inspirieren lassen.

In seinem neuesten Comic lässt er sich nicht mehr nur von Literaturklassikern inspirieren, sondern adaptiert direkt einen selbst. Arthur Conan Doyles „Vergessene Welt“ dient ihm nun als Vorlage, die er zusammen mit den Zeichnungen von Fabrizio Faina und Mauro Salvatore in ein eigenständiges Werk produziert.

Vor allem die liebevollen Bilder und Zeichnen überzeugen, sodass selbst Kenner des Werkes die verzaubernde Wirkung des Comics nicht abschlagen können. Insbesondere Andrea Scoppettas Kolorierung verleiht dem Abenteuer eine detailgetreue Atmosphäre. Über mehrere Double Splash Pages wird die enorme Größe dieser vergessenen Welt spürbar gemacht, während die blasse Farbpalette die Welt sowohl lebendig werden lassen und in greifbare Nähe rückt als auch ihr post-viktorianisches Setting hervorhebt.

Die Figuren entsprechen ihren Vorbildern aus Doyles Roman, werden jedoch auf Grund der wenigen Interaktionen im ersten Band auf ihre wesentlichen Charakteristika reduziert. Dennoch funktioniert die Geschichte bislang sehr gut.

Der erste Band versprüht eine willkommene Note aus Abenteuer und Gefahr mit den wunderschönen Landschaften Südamerikas und Dinosauriern. Trotzdem bleibt, wie so oft bei Veröffentlichungen des Splitter Verlages, der Inhalt jedoch die Magie des außerordentlichen Covers schuldig – bisher. Teil 2 ist in Vorbereitung.

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