Film Archives - PewPewPew - PewPewPew

Die Wiedergeburt war nun wirklich kein Thema von Jurassic World Rebirth, denn in der Vorgeschichte des Films sterben die Dinos ironischerweise fast wieder aus: Nur auf einem engen Gürtel um den Äquator können die wiederbelebten furcherregenden Echsen noch überleben. In dem Museum zu Beginn des Films wird dies Kindern über einen Zeichentrickfilm spielerisch erklärt. Dieser war aber nur kurz und später im Hintergrund zu sehen. Die lieben Dino-Ultras von Jurassic Outpost haben nun das ganze Ding ausgegraben, produziert von Territory Studios, und online gestellt. Witzig, wie einige Szenen daraus spätere Momente des Films anteasen.

Mac DeMarco tourt gerade mit seinem neuen Album Guitar durch Europa und verteilt dabei eine CD namens Dog on the Rock mit 15 neuen Tracks an seine Fans. Dabei handelt es sich größtenteils um instrumentals, kleine doodles mit ein bisschen Summen und Murmeln, hier und da. Es ähnelt sehr One Wayne G, dem 199-Track-Sammelsurium aus den Jahren 2018 bis 2023, welches er unfertig veröffentlichte.

Arte gegenüber sagte er, dass das Album zwischen den US und EU Touren aufnahm, aber vielleicht handelt es sich auch um Guitar-Demos. Normalerweise folgte den offiziellen Album-Releases auch immer eine nachgeschobene Platte mit Demos und alternativen Songs. Dog on the Rock bietet in der Hinsicht noch weniger als sonst, vielleicht auch deshalb diese Form der Veröffentlichung? But it’s more Mac, you can’t be mad! Bisher wurde das Album noch nicht von YouTube genommen, wahrscheinlich entspricht es sogar seinem Willen, dass es seinen Weg dahin fand. Auf Google gibt es die 15 Tracks in besserer Qualität.

SURFILMUSIC ist ein Dokumentarfilm über das Leben und die Karriere von Jack Johnson, der als Profisurfer begann und dann über das Filmemachen zufällig einer der größten Musiker der Welt wurde. Ich hatte über den Titeltrack bereits gebloggt, nun ist der Trailer erschienen. Der Film gibt Einblick in die Dreharbeiten der ikonischen Surfdokus Thicker Than Water und The September Sessions, die gerade auf einer Tour in den USA zum 25. Jubiliäum gezeigt werden. Der Film soll die lebenslangen Freundschaften zelebrieren, die bei den kreativen Arbeiten damals entstanden und die bis heute für Wohltätigkeitsaktionen im Bereich Umwelt und für soziale Projekte auf Hawaii und weltweit sorgen. Die DVDs und Soundtrack-CDs liefen bei mir in der Jugend ständig, ich kann wohl jedes Lied von Jack Johnson auch auswendig mitsingen. Für mich wird der Film quasi ein religiöses Event, am meisten freue ich mich auf den Soundtrack, weil mit Mario Caldato Jr. endlich wieder der Produzent zurückkehrt, der Johnsons beste kreative Phase prägte.

For the soundtrack, Hermanos Gutiérrez, longtime admirers of Johnson’s music and surf films, joined him in the studio, where Johnson also reunited with producer Mario Caldato Jr. (Beastie Boys, Seu Jorge, Beck), who co-produced several of Johnson’s most beloved albums, including In Between Dreams and Sleep Through the Static. What began as a mutual appreciation quickly turned into a creative connection and friendship, resulting in a beautiful new song, “Hold On To The Light” and an original film score.

Why Dinosaurs?

21 Nov, 2025 · Sascha · Film · 0 comments

Warum lieben wir Dinosaurier nochmal so sehr?, fragt der neue Dokumentarfilm Why Dinosaurs?, der Ende des Jahres auf allen Streaming-Kanälen erscheint. Paläontologen, Jurassic Park-Mitwirkende wie Dean Cundy und Phil Tippett sowie Geeks aller Couleur kommen in dieser Dino-Celebration zu Wort. Werde ich mir geben, auch wenn die Frage für mich keiner Klärung bedarf.

WHY DINOSAURS follows dino-obsessed teen James Pinto and his filmmaker father on a journey around the globe, interviewing world-renowned paleontologists about the latest dinosaur discoveries, digging up 150-million-year-old bones, and encountering dinosaur fanatics of all walks of life. Together they track down the filmmakers behind Jurassic Park and Jurassic World, see the world’s largest dinosaur toy collection, and attempt to discover why everybody loves dinosaurs!

 

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Es ist wieder passiert: Der Regisseur des Fanfilms Dark Jedi bemerkte zwei Jahre nach der offiziellen Veröffentlichung der Serie, dass die siebte Folge der zweiten Staffel von Star Wars: Visions seine Choreographie aus einem Lichtschwert-Duell nicht nur eins zu eins kopierte. Shot. For. Shot.

Es ist nicht das erste Mal, dass sich neue Star Wars Inhalte bei den Fans bedienen. Über Jahre hinweg wurde in mehrfachen Marvel-Comics entdeckt, dass 3D-Assets und Fan-Modelle online einfach von den Comic-Künstlern abgepaust wurden oder andersweitig verwendet wurden. Lustigerweise oft fehlerhaft, was den Spürhunden die Arbeit sogar leichter machte. So wurden zum Beispiel die Pegs von 3D-Druck-Modellen mitabgezeichnet.

Für mich ist solch ein Fall selbst also wenig neu und überraschend, aber dennoch schockierend. Ich finde es nämlich wirklich beachtlich, dass bei so einer einmaligen Chance, in diesem Universum schöpferisch tätig zu werden, bei anderen bedient wird. Es ist schlicht traurig. Es gibt Leute, die würden für diese Chance alles hergeben. Man muss sich das mal bildlich vorstellen: Da ruft dich Disney an und dir fällt nichts Besseres ein als die Hausaufgaben bei wem anderes abzuschreiben? Eine kreative Bankrotterklärung. Es ist beschämend.

Hinter der Visions-Folge steckt das indische Animationsstudio 88 pictures, Regie und Drehbuch stammen von Ishan Shukla. Lorenz Hideyoshi, der deutsch-japanische Regisseur von Dark Jedi, wird jetzt in den Kommentaren von empörten Fans nahegelegt, Disney zu verklagen. Das sollte er nicht versuchen. Ich bin kein US-Copyright-Experte, aber Anderson v. Stallone, der Fall zu Rocky IV, kommt mir dabei in den Sinn.

Grundlegend ist es so, dass Disney natürlich das Urheberrecht für Star Wars besitzt. Theoretisch könnten die zahlreichen, gut bezahlten Anwälte der Maus jeglichen Fanfilm aus dem Orbit nuken. Das tun sie natürlich nicht; Lucasfilm toleriert diese Fanamibtionen nicht nur, sondern feierte sie sogar mit den Lucasfilm Fanfilm Awards, die erst 2018 eingestellt wurden. Und, auch problematisch: Der 2019 veröffentlichte Fanfilm Dark Jedi von Hideyoshi hat zwar in den Kommentaren die typischen Buzzwods als Anmerkungen stehen (non-profit, unofficial, no commercial use, etc.), aber das Video auf YouTube zeigt trotzdem Werbung an. Es wird also Geld damit verdient. Ist die Choreographie nun das geiste Eigentum Hideyoshis? Sicherlich. Aber Disney hätte hier natürlich ein leichtes Spiel vor Gericht.

Die Schuld liegt auch weniger direkt bei Disney, sondern bei Shukla, dessen Produktion schamlos dieses Werk kopiert und für ihr eigenes ausgab. Dennoch trägt auch Disney eine gewisse Verantwortung. The buck stops somewhere. Müssen jetzt vorher alle Fanfilme abgegrast werden, um in der Qualitätssicherung künftig solche Fälle auszumerzen? Sicherlich nicht, aber es ist eben ultimativ schon eine Konsequenz der Contentplanung des Konzerns. Visions klingt auf dem Papier nach einem tollen Experiment, aber man lädt auch in der Breite eine weniger kontrollierbare Masse an Schöpfern in die Contentmaschinerie ein. Dieses Risiko führt dann zu solch peinlichen Momenten, die dem Ansehen von Star Wars als Marke in den Augen vieler Fans weiterhin schadeb und gleichzeitig die Mär vom “fans tell it best”-Narrativ nähren.

Eine Stunde mit James Cameron

19 Nov, 2025 · Sascha · Film · 0 comments

Big Jim erzählt eine Stunde aus seiner Karriere und jede Sekunde ist wertvoll. Ich halte mich aus Angst vor Spoilern einerseits und weil ich mir mehr Wow-Momente ohne Trailerkenntnis für die Kinoerfahrung bewahren will mental ein bisschen von allem fern, was mit Avatar zu tun hat, aber der Hype für Fire & Ash könnte gerade nicht größer sein. Cameron ist eine der letzten großen.

Im Dezember werden wohl einige ältere Herren im Kinderfilm The SpongeBob Movie: Search for SquarePants neben Familien sitzen und komische Blicke abkriegen, auch (aber bestimmt nicht nur) wenn sie wieder den Saal verlassen, bevor der eigentliche Film losgeht. Denn zuvor wird es Chrome Alone 2 – Lost in New Jersey zu sehen geben, einen neuen Kurzfilm mit den Teenage Mutant Ninja Turtles basierend auf dem Animationsfilm Mutant Mayhem aus 2023, den. ich. liebte.

Das Sequel erscheint erst in zwei Jahren und um die Zeit zu überbrücken, erscheint dieser Short als kleiner Appetizer. Nach ihrer Heldentat im ersten Teil sehen die Turtles dort typische Knockoff-Versionen von sich in einer Spielzeugwerbung, den “Tubular Tortoise Karate Warriors”,  und jagen dann die illegalen Hersteller. Eingeweihte im Turtles-Toy-Game stellen fest: Ganz schön meta, diese Sache. Aber nein, ich kann noch einen draufsetzen, denn natürlich wird es echte Figuren von diesen Knockoffs zu kaufen geben. Wie sollte es auch anders sein?

 

 

Hier die ersten Bilder von den Dreharbeiten zu Wes Balls Legend of Zelda Film und den Newcomern Benjamin Evan Ainsworth und Bo Bragason. Die Bilder aus dem Casting-Announcement fand ich ein wenig besser, aber auch die hier funktionieren – wenngleich auch etwas mehr Farbe nicht schaden würde.

Meine wahrscheinlich normalste Meinung zum Zelda-Film? Er hätte eher ein handgezeichneter Animationsfilm von einem traditionellen japanischen Studio hätte sein sollen. Die Live-Action-Adaption dieser virtuelle Film ist einfach ein Schritt zu weit. Ich bin schon immer ein großer Fan von Matt Vince und seiner fantastischen Arbeit, diese bunten Welten umzusetzen. Vor vielen Jahren kreierte er Konzept-Poster für einen solchen Film vor Studio Ghibli – also, noch er selbst, vor diesem ganzen KI-Scheißdreck –, die so großen Zuspruch fanden, dass er auch noch gleich einen Trailer dafür hinterherschob. Das greift einfach die Zeit auf, aus der Zelda entsprang. Das mittelalterliche Fantasy-Setting passt so auch besser ins Gesamtbild. Und dazu knüpfe ich bei sowas mit meiner Nostalgie aus etlichen geliebten handgezeichneten Links und Zeldas aus Nintendo-Heftchen eher an. Ich glaube, ich bin da nicht der Einzige. Auch die Kostüme sehen dann weniger wie Cosplay aus.

Ein Slam Dunk, wenn man mich fragt. Balls Film wird aber sicher trotzdem völlig in Ordnung sein und eine Milliarde an der Kinokasse einspielen. Dass man angesichts dieser unternehmensgesteuerten Produktion jetzt den most normie und safest film of all time kriegen wird, darf ja auch bei Nintendo nun wirklich nicht überraschen.