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Mit etwas Verzögerung bin ich auch auf den Hypetrain aufgesprungen und habe letzte Woche ein gutes Dutzend Stunden in ARC Raiders versenkt. Als großer Fan vom Entwicklerstudio Embark, das aus ehemaligen DICE-Mitarbeitern und Battlefield-Devs besteht und deren Debüt The Finals ich für grandios halte, hatte ich enorme Erwartungen und wurde nicht enttäuscht. Das Gameplay wirkt vertraut, aber überrascht mit vielen einzigartigen Querverbindungen und die Dynamik aus PvE/PvP ist bereits zum Release für meinen Eindruck perfekt gebalanced.

Das Szenario dieses Videospiels ist jedoch der große Showstopper, der unique selling point. Nicht unbedingt wegen den ARCs selbst – kleine bis kleinstadtgroße Roboter, die die Oberfläche beherrschen und die Menschheit in einem Überlebenskampf unter die Erde zwingen. Für mich ist es die Spielwelt mit ihren abwechslungsreichen Karten, die sehr dynamische Schlachtmöglichkeiten bieten und jede Runde, in der sich die tapferen Raider auf der Suche nach Loot an die Oberfläche wagen, einmalig macht.

Da sind einmal die vielen Wegen, die labyrinthartigen Gänge und Schächte, die sich durch brutalistische Industriebauten in einer postapokalyptischen, überwucherten near-future wie Därme ihren Weg bahnen. Aber auch die vielen Aspekte des environmental storytellings. Wer genau hinschaut in seinen Runden, der kann dort eine spannende Hintergrundgeschichte erkennen, die nicht nur von den NPCs erzählt wird. Ich hoffe, dass Embark hier noch ganz viel mit macht und dem Spiel so weiterhin Tiefe verleiht. Das Video zeigt, was möglich wäre.

FAT PIKACHU IS SO BACK

02 Jan, 2026 · Sascha · Games · 0 comments

Pokémon, das größte Franchise der Welt, wird dieses Jahr 30 Jahre alt. Am 27. Februar wurde im Jahr 1996 das erste Pokémon-Spielversionen Rot und Grün für den Game Boy veröffentlicht. Um dieses Jubiliäumsjahr zu feiern hat die Pokémon Company ein passendes Logo in Videoform präsentiert, in der jede Form von Pikachu aus den letzten drei Jahrzehnten zu sehen ist. Inklusive dem originalen Fat-Pikachu Design von Game Freak-Legende Ken Sugimori, bevor die kleine Ratte durch den Animeeinfluss immer dünner wurde. Das ist für mich ein Grund zu feiern. Nature is healing.

Grundsätzlich dürfte es ein spannendes Jahr werden für Pokémon-Fans. Ein rundes Jubiläum bedeutet erfahrungsgemäß nicht nur Nostalgie, sondern auch neue Projekte, große Ankündigungen und zumindest einen Blick darauf, wohin sich das Franchise in den nächsten Jahren bewegen will. Nicht nur neue Spiele könnten angekündigt werden, auch der Poké-Park dürfte bald seine Tore öffnen.

Meine Hoffnung wäre, dass man dieses Jubiliäum nutzt, um sich der eigenen Wurzeln bewusst zu werden. Die Rückbesinnung auf alte Designs, zumindest Sugimoris Stil und das Gefühl von “Pocket Monsters” statt Content-Maschine und Kartenwahnsinn. Es ist ja verrückt, dass jetzt auch die neuen Karten-Sets zum Beispiel auch mit den alten Designs werben: Glurak, Evoli, Mew, Garados, etc. Bis heute wirkt die Ästhetik des Anfangs stark nach. Wenn es der Pokémon Co. gelingt, diesen Respekt vor der eigenen Geschichte dieses Jahr gebührend zu feiern und gleichzeitig mit frischen Ideen zu verbinden, könnte ich mich eventuell auch mal wieder für einen Titel begeistern.

Mein Gefühl sagt mir aber, dass alles beim alten bleiben wird und wir weiterhin solche peinlichen Veröffentlichungen wie Pokémon Legends Z-A durchleiden müssen.

Ich mag diesen Trailer zum Videospiel About Fishing sehr. Er entfaltet sich wie eine Staffel Twin Peaks: Beginnt zuerst recht normal und wird dann noch so viel mehr. Die wunderschöne Retrografik im Stil der PlayStation 1 passt auch in diese heraufbeschworene Ästhetik der Neunzigerjahre. Im Laufe der Jahre habe ich hier schon öfter über meine Begeisterung für Angelgames geschrieben, ausgelöst durch Dutzende verprasste precious Kindheitsstunden auf der Jagd nach dem Rekordfisch im Minigame von The Legend of Zelda: Ocarina of Time.

Cast your line into calm waters and feel the quiet pull beneath the surface. Each cast brings rewards, but some things you reel in were never meant to be found.

Ein reines Spiel übers Angeln fänd ich aber auch nicht zum Anbeißen. Deshalb freue ich mich über diese bedrückende Atmosphäre und die mysteriösen Storyelemente, die mit dem spaßigen Gameplay verbunden werden. Wer schon jetzt will, kann via Steam einen Playtest machen.

Schon mehr als ein halbes Jahrzehnt ist seit dem Release von Red Dead Redemption vergangen, doch Fans blicken immer noch gerne auf ihre Erfahrungen und die einmalige Spielwelt zurück, die für viele als der Goldstandard gilt. Selbst Veröffentlichungen aus diesem Jahr, wie Mafia: The Old Country, müssen sich mit den Erfolg von Rockstar messen. Eigentlich sollte es hier keine Debatte geben: Ein Spiel ist neu, das andere sieben Jahre alt. Doch die technische Raffinesse dieses digitalen Wilden Westens begeistert bis heute.

Dieses Fandom geht auch über das eigentliche Medium hinaus und das habe ich so noch nicht gesehen: Auf dem Kanal Red Dead Railroad zeigt ein Modellbaufan seinen detailgetreuen Nachbau der Stadt Valentine, dem ersten Handlungsort im Spiel. Mit einer Mischung aus Eigenbau und handelsüblichen Figuren, Häusern und Eisenbahnen gelingt ihm ein einmaliges und berauschendes Diorama, das Erinnerungen an diesen lebendigen Ort wachruft.

Sicher könnte man da jetzt eine Liste runterrattern: Forever Winter, Akira, Blade Runner 2049, Horizon Zero Dawn, Ghost in the Shell, Simon Stålenhags The Electric State, Tsutomu Niheis Manga Blame!, Stalker, und am Ende sogar ein bisschen Studio Ghibli. Ich bin mir sicher, dass ich da noch etwas vergessen habe auf der Liste an Inspirationen für Supreme Experiment, aber als Konzept funktioniert das Videospiel vom Entwickler Argunov Games für mich total. Ein Erkundungs-FPS in dieser Welt holt mich total ab.

Ich werde aber bis zum ersten Gameplay-Trailer nichts erwarten außer Vibes. Dieses Ankündigungsvideo ist zwar stimmungsvoll, für mich schwingt aber auch da auch so ein Hauch eines amateurhaften Blender-Projekts mit. Die virtuellen Spielwelten und ihre Bewohner sehen ziemlich gut aus, passen aber nicht so wirklich zu der Spielfigur und ihren rudimentären Animationen. Seit solchen Phänomenen wie Project Retrograde, ein scheinbar größtenteils von KI geschriebenem Game, vertraue ich meinen Augen einfach nicht mehr.

Was mich extrem nervt! Ich hasse es in einer Welt zu leben, in der ich mir nicht mehr sicher sein kann, ob das, was ich sehe, echt ist oder nicht. “Echt” hier: Von Menschenhand gemacht. Das passt natürlich wiederum zum Thema des Spiels – sollte es denn erscheinen. 

Border Collies sind die coolsten Hunde und im neuen Spiel The Free Shepherd, das 2027 für die PS5 erscheinen soll und gerade auf den Game Awards seine Ankündigung feierte, wird man einen spielen können. Ganz viel thatgamecompany, ein bisschen Shadow of the Colossus und noch sicher weitere Einflüsse ergeben dann eine geniale Mischung: A dog with a job, maybe the best one. Ich bin sehr gespannt, wie sich das spielen lässt und was hier erzählt wird. Ich mag solche free-flowing, open-world Games ja wirklich sehr, daher habe ich recht hohe Erwartungen an dieses tolle Konzept.

Schon für mich die geilste Überraschung der sonst sehr öde Game Awards: KoTOR ist wieder da! Und nein, nicht als verkümmertes MMO. Der originale Game Director Casey Hudson, der auch hinter der Mass Effect Trilogie steckt, kehrt zurück und führt das dafür eigenes kreierte Arcanaut Studios als Entwicklerteam unter Lucasfilm Games als Publisher an. Mit Veteranen von damals soll Fate of the Republic der spritueller Nachfolger des legendären RPGs werden. Man darf Hoffnung in dieses Projekt setzen. Erste böse Gerüchte vom sonst verlässlichen Gamejournalisten Jason Scheier über einen Release erst in 2030 (und einen möglichen Release zum Start der PS7 – lol!) wurden bereits von Hudson selbst dementiert. Viel zu zeigen haben sie aber tatsächlich noch nicht. Dieser zusammengeschusterte Trailer sieht zwar hübsch aus, erinnert aber doch sehr an die Landungssequenz aus Prometheus. Mit dem fertigen Spiel hat das aber wohl noch eher wenig zu tun.