Zum Jaws-on-Water Event des Alamo Drafthouses, bei dem Kinogänger in Austin Der Weiße Hai auf einem See schwimmend schauen konnten, haut der Popkultur-Arm Mondo noch ein paar geile Sachen raus. Einmal wäre da die ziemlich schicke Vinyl-Platte des Scores von John Williams und dieses überaus hübsche Poster, beides gezeichnet vom Künstler Phantom City Creative, der bereits im letzten Jahr einen Print zu dem Event beisteuerte. Es gibt meiner Ansicht nach ja sowieso viel zu viele Prints zu Spielbergs Meisterwerk, aber die entsättigte Variante oben gefällt mir doch ziemlich gut.

Super schickes Poster zu Spider-Man: Homecoming von Martin Ansin in Zusammenarbeit in Mondo. Das Ding wird in einigen Kinos in den USA zum Filmstart vergeben, dürfte für bereitwillige Fans mit einem dicken Geldbeutel also bei eBay zu finden sein. Mondo bietet das Poster bis Montag als timed edition an, es kann also jeder zuschlagen, der will. Das Design erinnert stark an Ansins frühere Arbeiten wie Superman oder Ghost in the Shell.

BBC: Why people are trolling the new Spider-Man Homecoming poster
Vanity Fair: 10 Burning Questions About That Truly Hideous Spider-Man: Homecoming Poster
The Verge: What went wrong with the Spider-Man Homecoming poster: a veteran film artist explains40

Ausgerechnet der großartige Daniel Danger hat diesen total Danger-esken Theodore Rex Print für die völlig belanglose How Did This Get Made Ausstellung der Gallery1988 fabriziert. Wobei es ja aber auch wiederum cool ist, dass ein Podcast eine Pop-Art-Ausstellung bekommt. Anyway, den Film habe ich als Kind häufiger geguckt als ich es bereit bin zuzugeben und deshalb feiere ich das hier gerade extrem ab.

Dangers Original Artwork gibt es übrigens für 4000€ zu kaufen. Schnäppchen!

Als Kultfilm lässt Blade Runner seit 35 Jahren die Fanherzen höher schlagen. Besonders das Produktionsdesign von u.a. Syd Mead ist so ikonisch und bis heute futuristisch, dass Künstler einfach nicht von Ridley Scotts Meisterwerk ablassen können. Der Film selbst hat mehrere großartige Poster hervorgebracht, die bis heute gerne an Wänden gesehen werden und auf eBay für viel Geld den Besitzer wechseln.

Grafikdesigner Kilian Eng widmete sich Blade Runner vor einigen Jahren, damals ging es um die Veröffentlichung des OSTs auf Vinyl. Von den Zeichnungen fand ich damals das Poster mit den vielen Regenschirmen von Illustrator Raid71 am schösten, der sich danach erneut diesem Motiv hingab.

Wenn man mich fragt, sind Engs Poster immer ein großes Risiko, die Definition von Hit-or-Miss. Gerade das macht das kostspielige Posterhobby so riskant. Der Künstler, der fast ausschließlich Moebius-inspirierte Science-Fiction Prints produziert, könnte jedoch nicht besser zu diesem Motiv passen. Die Variant-Edition hat sogar noch eine hübsche Veränderung und einen Aluminium-Variant gibt es ebenfalls. Das Ganze war leider ein privater Auftrag von Posterfans, daher gibt es das Ding nicht zu erwerben. Höchstens auf dem Sekundärmarkt. An der Schönheit ändert das aber nichts.


16″x24″ Screen Print, Edition of 125 | Printed by D&L Screenprinting | $40

Ziemlich weit oben auf der Liste der Dinge, die ich definitiv nicht erwartet habe: Personal Shopper kriegt einen Mondo Print. Ich habe Olivier Assayas neuen Film mit seiner Muse Kristen Stewart noch nicht gesehen, aber bisher sehr Gutes gehört. Aber auch so würde mich dieser Print von Tula Lotay als Stewart-Fan der ersten Stunde extrem erfreuen. Ich weiß halt nur nicht, ob ich mir das kaufen und aufhängen würde. Dass Mondo ebenfalls unsicher ist, sieht man an der geringen Zahl von nur 125 Prints. Ich überlege mir das noch. Derweil plant Mondo den Release des Prints für morgen zu einer “unbestimmten Zeit” (ungefähr um 18 Uhr).

Als großer Fan von Tomer Hanuka erfreut es mich sehr, dass der Grafikdesigner endlich einen richtigen Knallerprint für einen Film am Start hat. Mondo lässt ein alternatives Poster für Life aka Alien-Gravity: The Movie springen. Der Film hat wenige Wochen vor dem Start bisher absolut keinen Buzz, die Trailer verraten alles und sind trotzdem eher lahm, dazu scheint selbst das Studio trotz hochkarätiger Schauspieler wenig Vertrauen in den Film zu haben. Nach dem Spacehype der letzten Jahre könnte man meinen, dass Leute™ sich etwas mehr auf Life freuen würden. Tut aber keiner, dafür ist das Poster von Mondo fantastisch. I’m calling it now: Der Print ist besser als der Film. Noch besser wäre dieses wunderhübsche Design als Art Print, ohne den Titel und Credits Block, aber auch so wird dieses schicke Ding in meine Sammlung wandern.

Da ist also das Ding! Tyler Stouts Captain American: Civil War Print von Mondo ist das wohl begehrteste Objekt des Jahres in der alternativen Posterszene (BDM hat die Details). Wieso eigentlich? Tyler Stouts Prints sind doch ziemlich öde. Hat man einen gesehen, hat man alle gesehen. Seine Köpfe-Ansammlung ist eben oft genau das, was sich viele Fans wünschen. Sie haben Wiedererkennungswert, sprich maximal viele Figuren aus dem Lieblingsfilm auf einem Poster.

Ich verstehe den Hype nicht. Stout gehört aber zu der ersten Generation von Mondo-Künstlern und seine Poster sind bis heute äußerst begehrt, auch wegen den unglaublich hohen Preisen, die sie auf dem Sekundärmarkt erzielen.

Deshalb treffen heute professionelle Scalper auf Mondo-Trufans™ sowie Marvel-Casuals, die das Poster einfach gut finden. Das wird trotz den relativ hoch angesetzten Preisen für die Variant-Editionen und den 750 Exemplaren der regulären Version ein absoltues Blutblad. Good luck, gentlemen. May the f5 be with you.

Zum Heimkinostart von Arrival in den USA verkauft Mondo morgen diesen großartigen Print (24″x36″, 12-color screenprint) von Kevin Tong in zwei unterschiedlichen Versionen, die sich leider kaum voneinander unterscheiden. Wahrscheinlich wäre das Poster mit einem detailreicheren Ausschnitt der Szene in einem horizontalen Design effektiver, aber mir gefällt das Spiel mit dem Whitespace enorm und Villeneuve selbst beginnt und endet den Film ja mit diesen Kameraschwenks, von denen ich so schwärmte. Mir gefällt das Konzept insgesamt super, Louise geht zu den Aliens und trifft ihre Tochter – dabei ist die Variant Edition aber ein Stück besser, da hier in den Herbstfarben die schmerzliche Realisation stärker betont wird. Ja, ich leide gerne. Was ich eigentlich sagen will: Ey, Mondo!