Ich möchte laut “Geht doch!” oder auch gerne “ENDLICH!” jubeln. Lucasfilm hat einem Star Wars Film endlich ein gutes Poster beschert. Paul Shipper, der offensichtlich schwer von Drew Struzan inspirierte Künstler, malt bereits seit Jahren Filmposter im Stil des Großmeisters und nun durfte er für The Last Jedi dieses hübsche Poster gestalten.

Struzan hätte es wohl selbst nur schwer besser hinbekommen, aber das werden wir dank Disneys Geiz leider nie herausfinden.

Für meinen Geschmack ist das Poster etwas zu rötlich, aber die Farbe des Blutes durchzieht das gesamte Marketing für den Film, weshalb das in Ordnung geht so. Vielleicht passt das ja sogar thematisch zum Film, wer weiß?

Die Bottleneck Kunstgallerie für Popkultur hat ein extrem geniales Lineup für die New Yorker Comic-Con am Start, inklusive einer timed edition von Mark Englerts neuem Game of Thrones Print, der die beste Szene aus der siebten Staffel.

Der richtige Gewinner ist jedoch Robert Tannenbaums Jaws Kunstwerk. Jeder kennt das legendäre Poster von Roger Kastel, aber der erste Teaser kam von Tannenbaum und erschien in Variety im Jahr 1974.

Robert Tannenbaum’s original artwork for the film first appeared in Variety magazine on May 22, 1974. Working closely with Robert, Vice Press, and the Universal/Amblin team, we were able to capture the brilliantly vivid imagery of Robert’s original art, and reel it in to shore as a screen print.

Wir hier bei PewPewPew sind so etwas wie Experten für Jaws-Kunst, weshalb uns dieser Print absolut umhaut. Leider wird es Teil nur vor Ort auf der NYCC geben, aber der Sekundärmarkt bzw. eBay wird sicherlich hilfreich sein.

Miyazaki x Hasui

02 Oct, 2017 · Sascha · Film,Kunst · 0 comments

Diese wunderschönen Miyazaki-Prints im Shin-hanga-Stil von Kawase Hasuis Landschaftsportraits brechen mir das Herz. Ich will sofort alle haben und sie immer anstarren können. Leider sind bereits alle ausverkauft. Wenigstens Ponyo hätte man mir ja übriglassen können.


Mondo

Ich hatte Anfang des Jahres Wind River auf meine Liste der Filmhighlights 2017 geschrieben. Jeremy Renner und Elizabeth Olsen im Schnee, in Szene gesetzt von Taylor Sheridan, der sich nach seinem Megadurchbruch als Drehbuchautor mit Sicario und Hell or High Water jetzt auch als Regisseur probieren will – das klingt spannend.

Bisher weiß ich noch nicht recht, worum es in dem Film geht und einen Trailer habe ich ebenfalls nicht gesehen. Nun haben sich die Genies von Mondo haben sich gedacht, dass sie den Film schon jetzt mit einem Poster von Matt Tobin ehren wollen. Das Ergebnis ist extrem genial, es funktioniert ohne Vorwissen zum Film und schafft gleichzeitig Vorfreude. Tolles Ding, das leider ohne vorherige Ankündigung und auf Grund der geringen Stückzahl recht schnell ausverkauft war.

Die Posterreihe 59 National Park Series macht genau das, was im Namen steht: Jeder einzelne Nationalpark in den USA erhält einen Print von einem Künstler, welche dann online verkauft werden.  Es gibt zwar durchaus limitierte Versionen der Poster, der Fokus liegt aber eher auf der Aktion an sich und somit sind auch alle Bilder nach wie vor zu erwerben und auf jeden Fall einen Blick wert.

Ich bin schon lange stiller Beobachter der Aktion. Bisher variieren die Resultate stark in der Qualität und in ihrem Vermögen die Charaktere der Parks tatsächlich einzufangen. Für jeden großartigen McCarthy, Danger oder Danthony Print findet sich ein eher enttäuschendes Stück.

Besonders schade wird es dann, wenn es die eigentlich großen und bekannten Parks wie Yellowstone oder Yosemite trifft. Sie sind zwar nicht unbedingt schlecht, aber auch irgendwie bläh.

Ganz im Gegenteil dazu hat Rory Kurtz es mit seinem Double Punch bei den Rocky Mountains gemacht. Ich bin jetzt schon seit knapp zwei Wochen am überlegen, welche Variante ich mehr mag und welche Version dieses wunderschönen Moments am Ende einen Platz an meiner Wand finden darf, aber ich kann mich einfach nicht entscheiden und bitte daher um Mithilfe in den Kommentaren. Aktuell tendiere ich zu der Alpenglow-Variante.

Mein geliebter Glacier National Park hat übrigens noch keinen Print abbekommen, aber ich bin höchst gespannt und bange um ein gutes Ergebnis.

Mondo haut zum Start von Guardians of the Galaxy Vol. 2 diese superhübschen Groot und Rocket Raccoon Portraits von Mike Mitchell raus. Ich war bei Mitchells Portraits immer skeptisch, aber seit ich selbst einige gekauft habe, bin ich völlig überzeugt. Diese Vorschaubilder werden dem echten Detailgrad und der Strichführung IRL nicht gerecht.

Zuvor hatte Mitchell bereits das ungleiche Paar gezeichnet; Stilistisch meilenweit von den Portraits hier entfernt. Das Ergebnis wird demnächst als Statue veröffentlicht werden. Schönes Beispiel für die künstlerische Variablität des Grafikdesigners.

Die Prints sind für meinen Geschmack echt teuer, insbesondere weil man auch irgendwie beide braucht, sodass sich die tatsächliche Wirkung erst entfalten kann.

Ich wusste bereits dank Jim Carreys Auftritt in Jerry Seinfelds Comedians in Cars Getting Coffee von der Leidenschaft des Schauspielers für die Malerei. Dort führt Carrey den Gastgeber durch sein Studio. In I Needed Color dringt er noch tiefer in das Thema ein und zeigt seine respektablen Kunstwerke, während er erklärt, was die Kunst für ihn bedeutet und wie sie ihm durchs Leben hilft. Mir gefällt insbesondere die Anekdote, dass Carrey als Kind sehr gerne Zeit in seinem Zimmer verbrachte und das nie als Strafe erachtete.