Mondo

Ich hatte Anfang des Jahres Wind River auf meine Liste der Filmhighlights 2017 geschrieben. Jeremy Renner und Elizabeth Olsen im Schnee, in Szene gesetzt von Taylor Sheridan, der sich nach seinem Megadurchbruch als Drehbuchautor mit Sicario und Hell or High Water jetzt auch als Regisseur probieren will – das klingt spannend.

Bisher weiß ich noch nicht recht, worum es in dem Film geht und einen Trailer habe ich ebenfalls nicht gesehen. Nun haben sich die Genies von Mondo haben sich gedacht, dass sie den Film schon jetzt mit einem Poster von Matt Tobin ehren wollen. Das Ergebnis ist extrem genial, es funktioniert ohne Vorwissen zum Film und schafft gleichzeitig Vorfreude. Tolles Ding, das leider ohne vorherige Ankündigung und auf Grund der geringen Stückzahl recht schnell ausverkauft war.

Die Posterreihe 59 National Park Series macht genau das, was im Namen steht: Jeder einzelne Nationalpark in den USA erhält einen Print von einem Künstler, welche dann online verkauft werden.  Es gibt zwar durchaus limitierte Versionen der Poster, der Fokus liegt aber eher auf der Aktion an sich und somit sind auch alle Bilder nach wie vor zu erwerben und auf jeden Fall einen Blick wert.

Ich bin schon lange stiller Beobachter der Aktion. Bisher variieren die Resultate stark in der Qualität und in ihrem Vermögen die Charaktere der Parks tatsächlich einzufangen. Für jeden großartigen McCarthy, Danger oder Danthony Print findet sich ein eher enttäuschendes Stück.

Besonders schade wird es dann, wenn es die eigentlich großen und bekannten Parks wie Yellowstone oder Yosemite trifft. Sie sind zwar nicht unbedingt schlecht, aber auch irgendwie bläh.

Ganz im Gegenteil dazu hat Rory Kurtz es mit seinem Double Punch bei den Rocky Mountains gemacht. Ich bin jetzt schon seit knapp zwei Wochen am überlegen, welche Variante ich mehr mag und welche Version dieses wunderschönen Moments am Ende einen Platz an meiner Wand finden darf, aber ich kann mich einfach nicht entscheiden und bitte daher um Mithilfe in den Kommentaren. Aktuell tendiere ich zu der Alpenglow-Variante.

Mein geliebter Glacier National Park hat übrigens noch keinen Print abbekommen, aber ich bin höchst gespannt und bange um ein gutes Ergebnis.

Mondo haut zum Start von Guardians of the Galaxy Vol. 2 diese superhübschen Groot und Rocket Raccoon Portraits von Mike Mitchell raus. Ich war bei Mitchells Portraits immer skeptisch, aber seit ich selbst einige gekauft habe, bin ich völlig überzeugt. Diese Vorschaubilder werden dem echten Detailgrad und der Strichführung IRL nicht gerecht.

Zuvor hatte Mitchell bereits das ungleiche Paar gezeichnet; Stilistisch meilenweit von den Portraits hier entfernt. Das Ergebnis wird demnächst als Statue veröffentlicht werden. Schönes Beispiel für die künstlerische Variablität des Grafikdesigners.

Die Prints sind für meinen Geschmack echt teuer, insbesondere weil man auch irgendwie beide braucht, sodass sich die tatsächliche Wirkung erst entfalten kann.

Ich wusste bereits dank Jim Carreys Auftritt in Jerry Seinfelds Comedians in Cars Getting Coffee von der Leidenschaft des Schauspielers für die Malerei. Dort führt Carrey den Gastgeber durch sein Studio. In I Needed Color dringt er noch tiefer in das Thema ein und zeigt seine respektablen Kunstwerke, während er erklärt, was die Kunst für ihn bedeutet und wie sie ihm durchs Leben hilft. Mir gefällt insbesondere die Anekdote, dass Carrey als Kind sehr gerne Zeit in seinem Zimmer verbrachte und das nie als Strafe erachtete.


Super tolle neue Arbeit von Akiko Stehrenberger, einer der besten Posterkünstlerinnen, die wir noch haben, zu Ingrid Goes West. Der Film haut mich jetzt basierend auf dem Trailer nicht aus den Socken, aber dafür ist das Posterkonzept extrem nahe an der Story des Instagram-Thrillers und ziemlich umwerfend. Da Olly Moss ja kein Interesse mehr an Filmpostern äußert, bleibt sie die letzte Konzeptkönigin der Movie Art. (via)

Zum Jaws-on-Water Event des Alamo Drafthouses, bei dem Kinogänger in Austin Der Weiße Hai auf einem See schwimmend schauen konnten, haut der Popkultur-Arm Mondo noch ein paar geile Sachen raus. Einmal wäre da die ziemlich schicke Vinyl-Platte des Scores von John Williams und dieses überaus hübsche Poster, beides gezeichnet vom Künstler Phantom City Creative, der bereits im letzten Jahr einen Print zu dem Event beisteuerte. Es gibt meiner Ansicht nach ja sowieso viel zu viele Prints zu Spielbergs Meisterwerk, aber die entsättigte Variante oben gefällt mir doch ziemlich gut.

Super schickes Poster zu Spider-Man: Homecoming von Martin Ansin in Zusammenarbeit in Mondo. Das Ding wird in einigen Kinos in den USA zum Filmstart vergeben, dürfte für bereitwillige Fans mit einem dicken Geldbeutel also bei eBay zu finden sein. Mondo bietet das Poster bis Montag als timed edition an, es kann also jeder zuschlagen, der will. Das Design erinnert stark an Ansins frühere Arbeiten wie Superman oder Ghost in the Shell.

BBC: Why people are trolling the new Spider-Man Homecoming poster
Vanity Fair: 10 Burning Questions About That Truly Hideous Spider-Man: Homecoming Poster
The Verge: What went wrong with the Spider-Man Homecoming poster: a veteran film artist explains40