Schicke Aktion: Zum Star Wars Day (May the Fourth) veröffentlichte Mondo zwei neue Portraits aus Mike Mitchells Star Wars Serie. Nien Nunb und den Sandtrooper gibt es für je $60 bei Mondo bis Sonntag als timed release zu kaufen. Ich finde beide sehr schön, die Prints entwickeln wirklich erst als Druck und mit etwas mehr Absand ihre wahre Schöneheit. Trotzdem setze ich mal aus und schone meinen Geldbeutel, um mir irgendwann Admiral Ackbar aus der Serie leisten zu können.

Olly Moss does The Avengers

27 Apr, 2018 · Sascha · Kunst · 0 comments

Garfield-Überfan Olly Moss hat seine zuckersüße 5×5-Sammlung um die Avengers erweitert. Timed edition, 48 Stunden. Rocket und Groot gab es schon vor vier Jahren. Star-Lord fehlt noch, aber vielleicht gibt’s nächstes Jahr die zweite Runde.

Sein Cap bringt mich zum Weinen.

Laurent Durieux und der bekannte Comiczeichner François Schuiten haben einen neuen Print für Francis Ford Coppolas The Conversation entworfen. Das Projekt war eine Zusammenarbeit von Mondo und dem frankobelgischen Äquivalent auf der anderen Seite des großen Teiches, Natilus Art Prints, ebenfalls geführt von Durieux und seinem Bruder.

Als ich mit dem Hobby anfing, war Durieux vor allem dank dem Wirbel um seinen inzwischen legendären Jaws-Print der König der Szene (Spielberg kaufte ~25 Prints für Freunde und Produzenten des Films). Heute ist es etwas stiller um ihn geworden, was auch vielleicht an seinem recht einseitigen Stil liegt, der entweder zu einem Thema passt oder nicht.

Hier stimmt die Chemie schon, dazu ist Schuitens Geschick für clevere Kompositionen zu erkennen. Man vermischt Gene Hackmans Pose des originalen Posters mit dem Missverständnis des Films, dazu lässt der kaputte Fußboden bereits erahnen, wohin die Reise führt. Insgesamt eine schöne Erinnerung für alle Fans des Films. Die Idee, dass das Loch im Boden in der Form von Audiowellen abgebildert ist, halte ich für großartig und das würde mir als Motiv eigentlich schon reichen.

Mondo/Natilus Artprints
24″ x 36″ screen print. Hand numbered.
Edition of 150 (Regular). Edition of 75 (Variant).
Printed by S.P. Productions (Brüssel)

So richtig läuft hier nicht ein Motiv ins andere, besonders bei der Krawatte fange ich ein wenig an zu grummeln. Definitiv kein fantastischer Print, aber dennoch ziemlich clever. Wer Interesse hat, darf heute auf Mondo und Natilus ab ~18 Uhr F5 drücken und beten.

Ich habe mein Poster-Game zwischen den Jahren etwas ruhen lassen und dabei drei ganz grandiose Prints verpasst, von denen ich zumindest einen unbedingt auf eBay jagen muss.

Den Anfang macht dieser Schaukasten zu The Killing of A Sacred Deer, den man nur wirklich versteht, wenn man den Film gesehen hat. Aber auch so versprüht der Print eine bedrohliche Stimmung, die einen spannenden Kontrast zur sonstigen Schönheit der Szenerie kreiert. Greg Ruth sollte man auf jeden Fall auf dem Radar haben, nicht nur wegen dieser fantastischen Strichführung und der super schönen Fell des Rehkitzes. Leider ist dieser Print mal wieder auf Posterplakatgröße erschienen und er hat einen Credit Block, auf den ich bei diesem beeindruckenden Motiv gerne verzichtet hätte. Eine Nummer kleiner und dann als reiner Kunstsdrunk, dann wäre das Ding der absoluter Oberknaller.

The Killing of a Sacred Deer by Greg Ruth
24″x36″ Screen Print, Edition of 250
Printed by D&L Screenprinting
Langjährige Leser wissen um meine Liebe für H.G. Wells. Ich habe meine Abschlussarbeit über seine frühen Science-Fiction-Werke geschrieben, zu denen auch eben auch The Invisible Man gehört. Griffins Geschichte ist nicht mein Favorit, aber Jonathan Burton hat sich mit diesem Print völlig übertroffen und meinen Lieblings-Wells-Print aller Zeiten abgeliefert.

Ich habe hier bereits Tongs Sets aus dem Jahr 2012 liegen, welches bald von diesem schicken Ding abgelöst wird. Das Konzept ist creepy, bedrohlich und die Umrahmung Griffins durch die Ablehnung anderer ist eine absolut bezaubernde Idee gewesen. Alle Personen drehen sich von ihm weg – krümmen sich geradezu – und nutzen nicht einmal ihre Augen, manche schützen sie sogar, sodass sie Griffin im Zentrum gar nicht sehen können, welcher den Betrachter direkt anstarrt. Das muss ich haben!

The Invisible Man by Jonathan Burton
24″x36″ Screenprint, Edition of 300
Printed by D&L Screenprinting
Zu Brandon Holts Creature from the Black Lagoon habe ich gar nicht so viel zu sagen. Mich erinnerte die Strichführung an Richy Becketts Bran Stark; sogar das Layout passt. Einfach gut gemacht, sieht spitze aus.

Creature from the Black Lagoon by Brandon Holt
24″x36″ Screenprint, Edition of 300
Printed by D&L Screenprinting

Alles aus einem Film in ein Poster klatschen? Kann man machen, aber bei einem so visuell beeindruckenden Film wie Blade Runner 2049 wirkt das Endergebnis dann schnell überladen und… messy. Ich liebe Chris Skinner, habe Poster von ihm hier an der Wand, die niemals runterkommen. BR2049 werde ich jedoch skippen. Hübsch ist die Illu aber, he made it work! Trotzdem ist mir das zu groß und zu teuer. Wenn’s euch besser gefällt, könnt ihr das Teil jetzt kaufen. (Danke an Matze)

Blade Runner 2049 privately commissioned limited edition screen print.
Signed & numbered by the artist.
Dimensions: 24″ x 36″
Edition size to be confirmed.


Baroque Portfolios

Baroque Portfolios ist ein Spinoff der Bottleneck Gallery und wahrscheinlich die beste Erfindung aller Zeiten. Mindestens. Jeder Sammler von Postern und Print kennt es: Der Geldbeutel und die Augen waren mal wieder größer als die Quadratmeter Wand im Haus und nun hat mal geniale, hochqualitative Prints herunterliegen. Oder schlimmer: Die Prints bleiben zusammengerollt in der Versandrolle und werden nie wieder flach. Jetzt schafft dieses Portfolio für schlappe $140 Abhilfe.

Black durable bicast leather exterior
Full zipper enclosure
Includes 10 double-sided oversized archival polypropylene sleeves sealed on three sides. Easily insert artwork without damaging corners!
Holds artwork up to 24 x 36 inches
Acid-free paper inserts
Black high strength multi-ring binder
Lightweight and easy to carry and transport – includes shoulder strap
Storage capacity:
Transport – up to 25 sleeves
Storage (flat) – up to 50 sleeves
Refills sold separately

Jetzt werden sicherlich einige sagen “Wow, das ist aber echt viel Geld für so ein Portfolio” und damit ihre Unkenntnis offenbaren. Nein, ist es eben nicht! In dieser Größenordnung ist es ohnehin schon unglaublich schwer ein Portfolio zu finden, geschweigedenn ein Produkt von Qualität. Mein aktuelles ist zum Beispiel eine 24″x36″ Kartonmappe und die kostete mich schon knapp 90€. Dagegen bietet Baroque Portfolio ein schickes, transportfähiges Produkt mit Säureschutz-Folien und Präsentationsmöglichkeit an. Die ultimative Lösung wäre natürlich immer noch ein Flatfile-Storage, aber bis ich mir das leisten kann, genehmige ich mir diese fantastische Zwischenlösung.

Ich bin ein bisschen geschockt, dass Mondo als Marktführer nicht zuerst auf diese Idee kam. Die Resonanz der Posterszene war nämlich immens. Vielleicht passt das Produkt Mondo nicht ins vermeintliche Prestige-Lineup. Wie auch immer, das Teil geht aktuell völlig zurecht weg wie warme Semmeln und wird auch bald bei mir für Schutz und Ordnung sorgen.


Baroque Portfolios

Ich möchte laut “Geht doch!” oder auch gerne “ENDLICH!” jubeln. Lucasfilm hat einem Star Wars Film endlich ein gutes Poster beschert. Paul Shipper, der offensichtlich schwer von Drew Struzan inspirierte Künstler, malt bereits seit Jahren Filmposter im Stil des Großmeisters und nun durfte er für The Last Jedi dieses hübsche Poster gestalten.

Struzan hätte es wohl selbst nur schwer besser hinbekommen, aber das werden wir dank Disneys Geiz leider nie herausfinden.

Für meinen Geschmack ist das Poster etwas zu rötlich, aber die Farbe des Blutes durchzieht das gesamte Marketing für den Film, weshalb das in Ordnung geht so. Vielleicht passt das ja sogar thematisch zum Film, wer weiß?

Die Bottleneck Kunstgallerie für Popkultur hat ein extrem geniales Lineup für die New Yorker Comic-Con am Start, inklusive einer timed edition von Mark Englerts neuem Game of Thrones Print, der die beste Szene aus der siebten Staffel.

Der richtige Gewinner ist jedoch Robert Tannenbaums Jaws Kunstwerk. Jeder kennt das legendäre Poster von Roger Kastel, aber der erste Teaser kam von Tannenbaum und erschien in Variety im Jahr 1974.

Robert Tannenbaum’s original artwork for the film first appeared in Variety magazine on May 22, 1974. Working closely with Robert, Vice Press, and the Universal/Amblin team, we were able to capture the brilliantly vivid imagery of Robert’s original art, and reel it in to shore as a screen print.

Wir hier bei PewPewPew sind so etwas wie Experten für Jaws-Kunst, weshalb uns dieser Print absolut umhaut. Leider wird es Teil nur vor Ort auf der NYCC geben, aber der Sekundärmarkt bzw. eBay wird sicherlich hilfreich sein.