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Irgendwie in den letzten Tagen an mir vorbeigegangen: Der erste Song des neuen Kettcar-Albums fetzt extrem. Video auch top!

Jaja, ich weiß, als ich von einem Retro-Musikvideo als Promo für die Blu-ray von Guardians of the Galaxy 2 musste ich auch erst einmal laut seufzen. Doch das Ding kann überraschenderweise was und versprüht trotz dem immer anstrengenden David Hasselhoff einen charmanten Dschinghis Khan Vibe, der mir immer gut abgeht. Und überhaupt gab es da schon viel schlimmere Aktionen und virale Versuche, sodass das hier wohl dank James Gunn ziemlich gut in Erinnerung bleiben dürfte – im Unterschied zu Guardians of the Galaxy 2.

Ich habe meine Probleme mit “Everything Now”, aber Arcade Fire sind auf der Bühne immer ein intensives Highlight, weshalb sich jeder Fan diese mit ein paar schönen Covern bestückte Performance ansehen sollte. Ich habe die Band erst Anfang Juli live gesehen und auch wenn die neue musikalische Ausrichtung mir nicht unbedingt zusagt, hat die Band nichts von ihrer enigmatischen Energie früherer Zeiten eingebüßgt. Eher im Gegenteil: Everything now.

00:00:06 Everything Now (Continued) – intro
00:02:05 Everything Now
00:07:19 Rebellion (Lies)
00:12:31 Here Comes the Night Time
00:19:46 Signs of Life
00:25:17 Electric Blue
00:29:41 No Cars Go
00:36:03 Keep the Car Running
00:40:37 The Suburbs – dedicated to David Bowie
00:45:47 The Suburbs (Continued)
00:47:04 Ready to Start
00:51:39 Neighborhood #1 (Tunnels)
00:56:47 Sprawl II (Mountains Beyond Mountains)
01:02:40 Reflektor
01:09:49 Afterlife – with snippet of New Order’s 01:14:46 “Temptation”
01:15:23 Creature Comfort
01:21:09 Neighborhood #3 (Power Out)
01:28:05 -encore break-
Encore:
01:29:37 Wake Up
01:35:54 Mind Games – John Lennon cover, with snippets from Radiohead’s 01:40:59 “Karma Police”, David Bowie’s 01:41:26 “Oh! You Pretty Things”, and Arcade Fire’s own 01:42:35 “Wake Up”.

Jack Johnson war mein Lieblingskünstler der Nullerjahre. Daran besteht kein Zweifel und mein Fandom ist im Blog wohl dokumentiert. In den letzten Jahren wurde es jedoch etwas stiller um Jack, er konzentrierte sich mehr auf Familie, soziale Projekte oder Dokumentationen. Das 2010 erschiene Album To The Sea hinterließ bei mir trotz drei/vier Knallersongs keinen bleibenden Eindruck, im Unterschied zu den früheren Alben, bei denen ich jeden Song mitsingen kann. Das kompliziert betitelte Folgealbum From Here To Now To You (bei mir im Kopf als From Here Now To You steckengeblieben) kaufte ich mir nicht einmal mehr für die Sammlung. Bis auf die wunderschöne Singleauskopplung I Got You blieb mir auch nichts im Gedächtnis.

Ich bin ein bisschen aus dem Fandom gefallen. Das möchte ich ändern. Glücklicherweise kommt am 8. September 2017 Jacks inzwischen siebtes Studioalbum auf den Markt und es trägt den umständlichen Namen All the Light Above It Too. Auch die erste Singleveröffentlichung finde ich von der Melodie jetzt nicht umwerfend und es wird kein Klassiker des Sängers werden. Dafür wurde das Video aber wieder umweltfreundlich von ihm und mit Hilfe seiner Kinder im Eigenheim gedreht. Darin kritisiert er Trump und reißt Mauer ein. Kann man machen.

Mit seiner Kritik an Trump und dem Klima-Aktivismus ist er wohl noch weit nicht am Ende, seine Leidenschaft definiert das Album viel mehr. Dem Rolling sagte er:

“This album shares what has been on my mind during the past year or so,” Johnson said of the record. “A year in which I sailed through the North Atlantic Gyre for a documentary about plastic pollution in the ocean. A year in which Trump was elected as the President of the United States. A year in which I camped, surfed, got stitches, explored, dreamed, shared time and endless conversations with my family and friends … all of which inspired these songs. I usually make sketches of the songs first then set up a time to actually record the album. This time around the original sketches became the final versions. I didn’t want to lose any of the spirit that a song has in its rawest form.”

Ich bin sehr gespannt. Der politische Jack Johnson ist in den letzten Jahren viel mehr im wahren Leben auftreten, weniger in seinen Songs. Nach der Aussage verspreche ich mir vom neuen Album sehr viel. Aktuell ist Jack auf Tour in Nordamerika. Im Jahr 2014 folgte auf den Release von To The Sea im Vorjahr eine Weltournee. Ich gehe davon aus, dass Jack auch im nächsten Jahr bei uns in Europa zu sehen sein wird. Das wäre dann genau zehn Jahre nachdem ich ihn das letzte Mal live spielen gesehen habe. Wäre geil.

Die Legenden von Super Deluxe haben zusammen mit Alex Jones den besten Bon Iver Song aller Zeiten kreiert und ihr könnt ihn hier runterladen. Als nicht allzu großer Fan von Bon Ivers beliebigem Gemurmel finde ich, dass die Bullshit-Lyrics von Jones hier ihr Deckelchen gefunden haben.

Come for the headline, stay for the amazing tunes! Während der Militärparade zum französischen Nationalfeiertag war Ehrengast Donald Trump wohl etwas verwirrt von den Beats der Blaskapelle. Oder er ist kein Fan von Daft Punk. Anders ist sein Gesicht nicht zu erklären.

Ich liebe den Unterschied in den Gesichtern von Macron und Trump und ich will sofort ein ganzes Coveralbum. Das ist super geil. Tolles Detail: Teilweise wippt Trumps Pony dank des Winds mit im Takt.

In einem netten und kurzen Making Of Video erklärt Game of Thrones Composter Ramin Djawadi wie er zu seiner Arbeit fand und wie er die Musik, die vielleicht wichtigste Komponente in HBOs Erfolgsserie, komponiert. Am Ende geht der Deutsch-Iraner noch auf sein fantastisches Stück “Light of the Seven” ein, in dem zum ersten Mal in der Serie überhaupt das Klavier eingesetzt wurde, weshalb man als Zuschauer direkt von Beginn an verwirrt ist. Das war für mich neu und hat bei mir unterschwellig richtig gut funktioniert. Der Mann weiß eben, was er tut. Leider immer noch ohne Emmy, aber das wird sich hoffentlich bald dank diesem Meisterstück ändern.

Neuer Track von Radioheads bald erscheinender Neuauflage von OK COMPUTER namens OK NOT OK zum 20. Jubiläum, inklusive drei neuen Tracks. Das Video erinnert mich in gewisser Weise an ein Prequel zu Jonathan Glazers Video für Karma Police. Der Typ lief einfach weiter davon und endet irgendwann auf einer Landstraße…