Kurzfilm - PewPewPew

castello-cavalcanti-poster

Es dauert noch ein wenig bis Wes Andersons neuer Film The Grand Budapest Hotel in die Kinos kommt. Dafür hat er in der Zwischenzeit zusammen mit Jason Schwartzman einen neuen Kurzfilm über denn Rennfahrer Jed Cavalcanti gedreht. Dieser baut bei der Molte Miglia im September 1955 einen Unfall – zufälligerweise genau in dem Heimatdorf seiner Vorfahren, dessen Einwohner und Wärme ihm schnell ans Herz wachsen. Viel mehr passiert nicht wirklich, aber man kann sich damit schön die Wartezeit auf den nächsten Film vertreiben. Und Jason Schwartzman ist natürlich wieder wunderbar. Aber das Set Design und die Bilder alleine bereits sind das Anschauen wert. (via)

Kurzfilm: Nostalgies

27 Oct, 2013 · Sascha · Kurzfilm · 0 comments


via MindsDelight

Der Abschlussfilm von Nicolas Lefaucheux ist ein Mashup aus kleinen Video- und Audioschnipsel zum Thema Nostalgie. VHS-Ästhetik, nachdenklich und emotional. Passt perfekt zu einem so verregneten Sonntag wie heute.

There are as many nostalgias as there are times, countries, nationalities, traditions, beings. In order to capture the plurality of the definition, the chosen role for this purpose is that of a documentarist, an interpreter, an aesthetic observant. The film is a visual experimentation exploring these different definitions by putting together different audio and visual testimonies. Going backwards, forwards, the mind recreate a new time ; not a new house nor a lost city, but a new present.

marssettlement

Ich bin generell (und dank LEOs Comic Aldebaran momentan wieder) sehr an der Kolonialisierung des Weltalls interessiert und da kommt mir diese kurze Dokumentation von Regisseur Jonathan Minard gerade recht. Er begleitete mehrere junge Menschen aus aller Welt bei ihrem Zusammentreffen auf dem Space Settlement Design Contest der NASA und was man dort hört, macht einem echt Hoffnung. The future is bright!

kalpana_interior3By keying in on the students’ dreams—rather than on more logical or technocratic arguments—filmmaker Jonathan Minard hopes to bring the conversation about space settlement to an emotional place, focusing on aspiration and the strange feeling of longing for the imaginary. Someday Somewhere Beyond, he explains, “is really about a form of wanderlust, an innate drive to explore and build a better future. When people watch it, I want them to feel the mixture of hope, nostalgia, wonder, anxiety and terror—the full spectrum of emotions that dreaming of space elicits.” All those emotions, tossed together in zero-gravity, trigger an as-yet-unfamiliar pathos: “I want the documentary to make audiences feel homesick for a future that has yet to arrive,” Minard asserts.

simon2

Record/Play

“War, fate, and a broken walkman transcend space and time in this sci-fi love story.” Die Beschreibung unter dem Video sagt eigentlich bereits alles, was man zum Inhalt wissen muss und sagen kann ohne zu spoilern. Ich möchte jedoch noch herausheben, wie gut dieser Film ist. Er sticht heraus, zweifellos. Er ist schlau, gefühlsbetont und ruhig. Drei Eigenschaften, die immer seltener in Sci-Fi-Kurzfilmen werden in Zeiten immer einfacher werdendem Zugang zu VFX. Im Langfilmsegment trifft das (glücklicherweise) noch nicht zu. Herausragend. Dazu ist die Musik am Ende wunderschön.

(weiterlesen…)

Kurzfilm: M is for Moustache

10 Oct, 2013 · Sascha · Kurzfilm · 1 comment

Meine Freunde von Filmgeschwafel haben einen Eintrag für den 26. Kurzfilm in der zweiten Anthologie der ABCs of Death Reihe gedreht und der heißt M is for Moustache. Es geht um eine urbane Legende und Schnurrbärte spielen dabei eine Rolle. Herrlich schräg und schön gedreht. Die Leute haben momentan ohnehin einen Lauf an guten Kurzfilmen. Wenn euch M is for Moustache gefällt, dann solltet ihr für Matthias Börner und sein Team voten, sodass er der 26. Regisseur wird. Ich finde, ihr solltet das tun.

IMG_7091

Die Modemarke 55DSL produziert gerne süße Kurzfilmchen für ihre neue Kollektionen wie Beyond Mountains, More Mountains, den ich letztes Jahr hier hatte, oder den sehr sphärischen Kurzfilm Italy, Texas. Die sind mir immer sehr sympathisch, da sie zwar irgendwo die Mode zeigen, aber man sie auch komplett fernab dieser Dimension genießen kann und sie wirklich etwas zu sagen haben. Das ist keine billig produzierte Netzwerbung, sondern man spricht gezielt Kreative an und arbeitet tolle Filmchen heraus. Als italienische Marke macht man sich nämlich auch Gedanken um die Generation Y und ihre aktuelle ökonomische und soziale Situation in Verbindung zu den Problemen des Staates. Das Ganze wird dann auf die Idee einer fiktionalen Figur der zwei Hauptdarsteller übertragen und dies gibt dank des Brainstormings viele Möglichkeiten, die Mode zu zeigen. Die Geschichte an sich und insbesondere der flotte Schnitt machen den Kurzfilm von Charlie & Joe aber auch an sich sehr anschaubar für alle Italien-Fans.

Concerned by the exodus of promising Italian creative talent caused by the global recession, 55DSL set out to make a short film that playfully explores the lives of a group of young people struggling to make sense of their future, the dilemmas they face and the options available to them in these uncertain times. With ‘Once Upon a Time in Italy’, 55DSL offer a slice of magic realism cinema, as heartwarming and sincere as the most uplifting Italo-disco track! It’s a film that sends a message of hope and inspiration to creative young people everywhere.


via Reddit

Ehe ist Krieg, Beziehung ist Kampf. Dumme Sprüche, kennt man alle. Aber wenn sich der Partner überraschend trennen will, wirkt das trotzdem wie ein Stich ins Herz. Jonathan Ng hat daher ein herzzerreißendes Telefonat, in dem sich die Freundin trennen will, als Kung Fu Kampf animiert. Because why not? Herausgekommen ist ein kleiner Kurzfilm, der herrlich animiert (man beachte die wunderschönen Wasserfarben im Hintergrund) ist und sich vor allem dank seiner formidablen Sprecher so unglaublich real anhört. Manly tears were shed.

In this “crouching love, hidden breakup” story, inspired by 50’s Shanghai water ink animation & kung fu films, themes of distance, tradition, art and longing dominate a telephonic conversation as a martial arts tango provides the visual backdrop.

Wem die Geschichte so gut gefallen hat und Prints und DVDs will, dem wird auf der offiziellen Seite geholfen.

Doku: American Juggalo

11 Aug, 2013 · Sascha · Kurzfilm · 1 comment


via Nils

Whoop whoooop! Bis vor rund einem Jahr hatte ich, wie so viele in Deutschland (oder wahrscheinlich überall außer Illinois und Umgebung), keine Ahnung wer oder was ein “Juggalo” ist. Ein Juggalo (weiblich: Juggalette) ist ein Anhänger der christlichen Rap-Gruppe Insane Clown Posse und der sich um die Band gebildete (musikalische) Subkultur. Die ICP dürfte den meisten Internetbenutzern durch ihre preiswürdigen Lyrics bekannt sein, so wurden sie mit ihrem Titel Magic unfreiwillige Internetstars, stellen sie sich im Video doch den komplexen Fragen des Lebens: “Water, fire, air and dirt / Fucking magnets, how do they work? / And I don’t wanna talk to a scientist / Y’all motherfuckers lying, and getting me pissed.”

Filmemacher Sean Dunne wagte sich mit einem kleinen Kamerateam auf das Gathering der Juggalos, das in einem abgelegenen Teil auf dem Land stattfindet. Dort zelten und feiern die Juggalos dann zusammen. Drogen, Familie, Musik, Jesus. Das ist den Juggalos wichtig. Und wie tolerant sie sind; Schwarze und Weiße, Arme und Reiche, Neurochirurgen und Walmart-Arbeiter. Alle sind willkommen – ein glatter Gegensatz zum homogenen Erscheinungsbild der Zehntausenden Besucher. Dunne lässt die Juggalos für sich selbst sprechen. Es gibt keinen Kommentar, aber die Kamera weiß stets die Scheinheiligkeit der Anhänger zu beleuchten.

Momentan gerade findet das 14. Gathering in Cave-in-Rock, IL statt. Vince Mancini von Filmdrunk und seine Kumpels sind da und machen ein kleines soziales Experiment. Stand-Up Komiker Matt Lieb ist zum Beispiel auf dort und trägt seine Kippa. Twitter– und Instagram-Einträge sind urkomisch. Vanilla Ice, der dort gefeiert wird als wäre es 1992, war da und muss u.a. den Turtles Rap abgeliefert haben (Video vom Auftritt 2011). Ein bisschen würde ich ja da schon gerne hingehen.

Nach dem Klick gibt es noch 10 Minuten bisher unveröffentliches Footage. (weiterlesen…)