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Kim Jong Il ist tot

19 Dec, 2011 · Sascha · Politik · 2 comments


Nordkoreas Diktator ist laut nordkoreanischem Fernsehen an einem Herzinfarkt im Alter von 69 Jahren am Samstag Morgen auf einer Zugfahrt gestorben.

CNN berichtet:

A broadcaster reported that Kim died due to “overwork” after “dedicating his life to the people.”

Kim died of “great mental and physical strain” while in a train during a “field guidance tour,” North Korea’s state-run KCNA news agency reported.

More specifically, the agency noted that Kim suffered a heart attack and couldn’t be saved despite the use of “every possible first-aid measure.”

He had been treated for “cardiac and cerebrovascular diseases for a long period,” KCNA noted.

South Korea’s military declared an “emergency alert” following Kim’s death, according to South Korean news agency Yonhap.

Die Macht soll eigentlich an seinen Sohn Kim Jong Un übergehen, doch das Militär ist ja bereits seit Jahren laut Vermuten mächtig aktiv und momentan ist die Situation vollkommen unklar. Die Frage, die ich mir stelle, ist, wer erbt Ils Filmsammlung (über 20000 Titel, zusätzlich laut Gerüchten zufolge die größte private Pornosammlung der Welt)?

Wer Interesse an einer wirklichen genialen Dokumentation zu Nordkorea hat, kann hier den VICE Guide to North Korea schauen.

Teil 2, 3, 4, 5, 6, 7, 8, 9, 10, 11, 12, 13, 14

Äußerst aktuell: Um Geld zu kriegen lässt Nordkorea Gefangene in Arbeitslager nach Sibirien transportieren; ebenfalls von VICE-Gründer Shane Smith.



Schade, schade. Herman Cain, der Unterhalter und Clown, Depp und Weiberheld, scheidet aus der Gruppe republikanischer Präsidentschaftskandidaten aus. Es hatte 4 sexuelle Übergriffsvorwürfe und eine angeblich 13-jährige Affäre gebraucht, damit Cain endlich in den Umfragen fällt und aus dem Rennen scheidet – natürlich zum Schutz seiner Familie vor böswilligen Anschuldigungen. Witzig hierbei ist natürlich, dass Cain sich erst 5 Tage nach den letzten Anschuldigen “mit seiner Frau treffen wollte”, um die Kampagne eventuell neu zu bewerten. Da sieht man ja schon, was für ein Kerl das ist. Aber Cain wäre nicht Cain, wenn er nicht auch bei seinem Rücktritt einen weiteren Titel zu seinen “Greatest Hits” hinzufügen würde. So zitierte er aus einem Pokémon-Film – kein Scheiß. Ich hoffe ja, dass der Mann sich irgendwann wieder dazu entscheidet zu kandidieren. Mein Zwerchfell vermisst ihn schon jetzt.

Herman Cain quoted from a source he identified as “the Pokemon movie” in a speech suspending his presidential campaign Saturday.

“I believe these words came from the Pokemon movie,” Cain said. “Life can be a challenge. Life can seem impossible. It’s never easy when there’s so much on the line. But you and I can make a difference. There’s a mission just for you and me.”
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He continued: “Just look inside and you will find just what you can do.”

In previous speeches, Cain has attributed the quotation to “a poet.”

Jon Stewart kommentiert:

“That’s right, Herman Cain’s farewell address, words of wisdom to his followers and supporters, the final moments of his campaign, are from the closing credits of the Pokemon movie, the thing they play to get you the fuck out of the theater,” Stewart said.

Hermain Cain’s Greatest Hits

Herman Cain: Ubekibekibekistanstan
Herman Cain: Banning Mosques
Herman Cain: Homosexuality is a sin
Herman Cain: Stupid People Are Ruining America
Herman Cain: having a Muslim in his cabinet

Die zuständige Staatsanwaltschaft in Hof stellt Ermittlungen gegen Guttenberg ein und schon muss es natürlich diskutiert werden, das Comeback des Stars:
Die Rückkehr von Guttenberg in die Politik. Die ist ja dank einer opportunistischen Politik der CSU ohnehin nur eine Frage der Zeit gewesen. Aber jetzt ist ja freie Fahrt und BILD-Online titelt natürlich direkt: “Ermittlungen in Plagiatsaffäre eingestellt – Kommt bald das große Guttenberg-Comeback?“; und man muss sich folgendes Zitat einfach mal auf der Zunge zergehen lassen… bevor es einem hoch kommt:

Der Grund seines Rücktritts, die Vorwürfe, er habe Teile seiner Doktorarbeit abgeschrieben – plötzlich ist alles anders. Plötzlich scheint ein Comeback möglich, denkbar – sogar logisch.

Im Internet mit SpOn sagt Sonja Volkmann-Schluck, Klägerin und Wissenschaftlerin, von der Guttenberg kopierte:

SPIEGEL ONLINE: Hat Guttenberg genug Reue gezeigt?

Volkmann-Schluck: Ich habe als Geschädigte bis zum Schluss keine wirkliche Reue erkennen können. Er hat getäuscht, ohne ehrlich zu bereuen.

SPIEGEL ONLINE: Sie wollten wissen, wie es zur Übernahme Ihrer Texte kam – ist das jetzt geklärt?

Volkmann-Schluck: In der Öffentlichkeit hat sich Guttenberg dazu nicht hinreichend geäußert, auch mir gegenüber nicht.

Ob er das in seinem am 29. November erscheinenden Interview-Buch “Vorerst gescheitert” tun wird wage ich zu bezweifeln. Meiner Ansicht nach hatte Guttenberg seine Dissertation selbst begonnen; dann jedoch verlor durch Mandate und Verantwortungen irgendwann den Überblick und die notwendige Zeit und engagierte einen Ghostwriter, um die Sache zu beenden. Nicht umsonst reagierte er auf die Vorwürfe zunächst mit “abstrus!”. Immerhin hatte er das ja selbst geschrieben, zu einem gewissen Teil. Da stand jemand, der davon vollkommen überzeugt sein muss oder einfach nur lügt. Und wenn wir vom Ersteren ausgehen, ist das eigentlich schlimmer. Das bedeutet, dass der Kerl keine Ahnung hatte, was in seiner Arbeit drin steht.

Er hat betrogen. Das ist Fakt. Und er wird zurückkehren. Das ist auch Fakt – ein trauriger.

“Die Macht des Wissens liegt woanders: Sie verhindert, dass man Opfer ist. Wer in der Welt Bescheid weiß, kann weniger leicht hinters Licht geführt werden und kann sich wehren, wenn andere ihn zum Spielball ihrer Interessen machen wollen, in Politik oder Werbung etwa.” -Peter Bieri, aus seiner Festrede “Wie wäre es gebildet zu sein?”

Ed Lee: 2 Legit 2 Quit

26 Oct, 2011 · Sascha · Politik · 0 comments

Fear the Mustache! Ed Lee ist Bürgermeister von San Francisco und will das auch weiterhin bleiben. Immerhin kann er nicht aufhören, denn er ist “2 legit 2 quit” und um das zu beweisen, holt er sich eine Gruppe von halbwegs bekannten Gesichtern und lässt sich feiern. Only in America… Man stelle sich vor, Volker Bouffier oder sonstige CDU-Leute würden sowas machen… Aber selbst das hier ist ein starkes Stück. Wie jemand passend in den YouTube-Kommentaren meinte: “The internet is not ready.”


via TPM

Lucasfilm: It gets better

19 Oct, 2011 · Sascha · Politik · 0 comments

Mitarbeiter von Lucasfilm machen einen Videobeitrag zum “It Gets Better“-Projekt, das sich an junge, verzweifelte homosexuelle Schüler richtet und sagen will: Alles wird gut. Viele sprechen in diesen Videos immer davon, dass es alles besser wird, sobald man aus der Schule ist. Das stimmt und auch wenn ich dieses Projekt zu 110% unterstütze, fehlt mir oftmals eine verständliche Stimme, die in die Kamera schaut und sagt: Ja, es ist verdammt scheiße. Dass es irgendwann besser wird, das hört man gerne in solchen Situationen, doch man will auch ein wenig Verständnis. Natürlich zielt das Projekt auf Langzeiteffekte und will den Leuten Mut und Lust machen auf die Zukunft und insbesondere Teenagersuizide auf Grund von Gay-Bullying vermeiden, wie die USA sie im letzten Jahr vermehrt hatten. Trotzdem würde ich mich darüber freuen, wenn erstmal gesagt wird: Die Situation ist kacke, ich versteh das, aber scheißt auf die Wichser; denn es wird besser.

via retronaut

Ich wollte dieses Photo beim Start der letzten Space Shuttle Mission der NASA posten. Ich wollte dieses Photo bei der Landung der letzten Space Shuttle posten. Und ich wollte dieses Photo seither fast jeden Tag posten, doch ich tat es nicht. Jeden Tag, den ich wartete, wurde dieses Bild stärker. Jeder Tag, der vergeht, an dem wir nicht weiter daran arbeiten, den Weltraum weiter zu erforschen, macht dieses Photo besser, verleiht ihm Kraft – Aussagekraft.

Seit Jahren befindet sich die Welt nun in der Krise. Die Leute wachen langsam auf, merken, dass sie beschissen werden. #OccupyWallStreet ist hoffentlich nur der Anfang. Bei den öffentlich-rechtlichen wird täglich im großen Stil diskutiert, über Bank-Bailouts, Rettungsschirme und die Wirtschaft. Das ist wichtig. Doch der Populismus – mit dem Stimmung gemacht wird um temporäre Wahlergebnisse – verdirbt auf lange Sicht den Willen der Menschen zum Fortschritt. Die Vereinigten Staaten von Europa waren nie weiter entfernt als heute – 60 Jahre nach der Gründung der EGKS.

Wir verbauen gerade unsere Zukunft. Und nicht nur die unserer Kinder, sondern die der Menschheit an sich. Neil deGrasse Tyson bringt es auf dem Punkt, wenn er anmerkt, dass es soviele Businesskasper und Anwälte in den Parlamenten gibt, aber keine Wissenschaftler. Ich warte von Politkern nicht nur, dass sie nach vorne schauen, sondern auch auch nach oben.

On Oslo & Utoya

24 Jul, 2011 · Sascha · Politik · 0 comments

Ich wollte eigentlich nichts darüber schreiben, weil mir das Thema zu sehr weh tut und der Blog immer ein Platz für meine Hobbies und Interessen sein sollte, ein Platz, wo ein Fanboy im Internet rumgeeken und glücklich sein kann. Aber das funktioniert nicht. Immerhin ist ein Blog, den man führt, irgendwo Teil des Lebens und die Anschläge in Norwegen beschäftigen mich momentan eben –  wie viele andere Menschen weltweit. Ich möchte daher auf diesen Artikel von Erik Abild verweisen, da ich ihn hilfreich finde mit der Sache umzugehen:

The space to be filled

All those who died on Friday leave behind an empty space. The potential space of what they would have done with their lives. When we lose someone, the world becomes less. It is up to us to fill those voids. To be more, because of them.

The Norwegian philosopher Arne Næss once said: “Your humanity is dependent on your ability to act.” When my grandfather was dying, his last words were both very simple, yet very complex: “The meaning of life is to do good.” Today is the day to start being more human, to try to do good. Today is the day to start making the world we call home a better place.

Zur Berichterstattung in den Medien möchte ich kein Wort verlieren, denn es macht mich zu traurig, wütend und besonders bzgl. dem Axel Springer Verlag gegenüber aggressiv. Wieso? Ich möchte da lediglich auf dieses Video aus Charlie Brookers Newswipe posten, das Nils gepostet hat.

Und hier noch ein bischen Link-Dumping:

Stefan Niggemeier in der FAZ:

“Eine Explosion und ihre Interpreten: Die Fernsehberichterstattung erwies sich einmal mehr als verheerende Kombination aus dem Zwang, Inhalte zu produzieren, und dem Wunsch des Publikums nach unmittelbaren Antworten.[…]Laut Europol wurden im vergangenen Jahr in der EU 249 Terroranschläge verübt. Drei davon hatten einen islamistischen Hintergrund.”

mspr0 über den nötigen Wandel:

Ist es nicht vielmehr Zeit, als Gesellschaft anzuerkennen, dass man sich nicht vor Verrückten schützen kann? Dass es nichts hilft, Diskurse zu verbieten, Weltanschauungen verantwortlich zu machen, Flugpassagiere ihre Schuhe ausziehen zu lassen und alles mit Kameras vollzustellen? Wir Menschen sind viele. Da sind immer ein, zwei durchgeknallte Exemplare dabei. Vor denen kann sich sich eine Gesellschaft nicht schützen.

Wenn wir ehrlich sind, werden wir niemals einen Mohammed Atta oder einen Breivik verhindern können. Denn ein Mohammed Atta oder einen Breivik wird immer etwas oder jemand anderes sein, als wir in dem Moment erwarten. Breivik war ein schwarzer Schwan. Es gibt nichts, was die Norweger hätten tun können. Wer was anderes behauptet, ist ein Terrorexperte – ein Experte für weiße Schwäne.

Wir werden damit leben müssen, dass die Welt kein sicherer Ort ist und es wäre klug sich einzugestehen, dass man bestimmte Dinge nicht verstehen kann.