Politik - PewPewPew

Lucasfilm: It gets better

19 Oct, 2011 · Sascha · Politik · 0 comments

Mitarbeiter von Lucasfilm machen einen Videobeitrag zum “It Gets Better“-Projekt, das sich an junge, verzweifelte homosexuelle Schüler richtet und sagen will: Alles wird gut. Viele sprechen in diesen Videos immer davon, dass es alles besser wird, sobald man aus der Schule ist. Das stimmt und auch wenn ich dieses Projekt zu 110% unterstütze, fehlt mir oftmals eine verständliche Stimme, die in die Kamera schaut und sagt: Ja, es ist verdammt scheiße. Dass es irgendwann besser wird, das hört man gerne in solchen Situationen, doch man will auch ein wenig Verständnis. Natürlich zielt das Projekt auf Langzeiteffekte und will den Leuten Mut und Lust machen auf die Zukunft und insbesondere Teenagersuizide auf Grund von Gay-Bullying vermeiden, wie die USA sie im letzten Jahr vermehrt hatten. Trotzdem würde ich mich darüber freuen, wenn erstmal gesagt wird: Die Situation ist kacke, ich versteh das, aber scheißt auf die Wichser; denn es wird besser.


via retronaut

Ich wollte dieses Photo beim Start der letzten Space Shuttle Mission der NASA posten. Ich wollte dieses Photo bei der Landung der letzten Space Shuttle posten. Und ich wollte dieses Photo seither fast jeden Tag posten, doch ich tat es nicht. Jeden Tag, den ich wartete, wurde dieses Bild stärker. Jeder Tag, der vergeht, an dem wir nicht weiter daran arbeiten, den Weltraum weiter zu erforschen, macht dieses Photo besser, verleiht ihm Kraft – Aussagekraft.

Seit Jahren befindet sich die Welt nun in der Krise. Die Leute wachen langsam auf, merken, dass sie beschissen werden. #OccupyWallStreet ist hoffentlich nur der Anfang. Bei den öffentlich-rechtlichen wird täglich im großen Stil diskutiert, über Bank-Bailouts, Rettungsschirme und die Wirtschaft. Das ist wichtig. Doch der Populismus – mit dem Stimmung gemacht wird um temporäre Wahlergebnisse – verdirbt auf lange Sicht den Willen der Menschen zum Fortschritt. Die Vereinigten Staaten von Europa waren nie weiter entfernt als heute – 60 Jahre nach der Gründung der EGKS.

Wir verbauen gerade unsere Zukunft. Und nicht nur die unserer Kinder, sondern die der Menschheit an sich. Neil deGrasse Tyson bringt es auf dem Punkt, wenn er anmerkt, dass es soviele Businesskasper und Anwälte in den Parlamenten gibt, aber keine Wissenschaftler. Ich warte von Politkern nicht nur, dass sie nach vorne schauen, sondern auch auch nach oben.

On Oslo & Utoya

24 Jul, 2011 · Sascha · Politik · 0 comments

Ich wollte eigentlich nichts darüber schreiben, weil mir das Thema zu sehr weh tut und der Blog immer ein Platz für meine Hobbies und Interessen sein sollte, ein Platz, wo ein Fanboy im Internet rumgeeken und glücklich sein kann. Aber das funktioniert nicht. Immerhin ist ein Blog, den man führt, irgendwo Teil des Lebens und die Anschläge in Norwegen beschäftigen mich momentan eben –  wie viele andere Menschen weltweit. Ich möchte daher auf diesen Artikel von Erik Abild verweisen, da ich ihn hilfreich finde mit der Sache umzugehen:

The space to be filled

All those who died on Friday leave behind an empty space. The potential space of what they would have done with their lives. When we lose someone, the world becomes less. It is up to us to fill those voids. To be more, because of them.

The Norwegian philosopher Arne Næss once said: “Your humanity is dependent on your ability to act.” When my grandfather was dying, his last words were both very simple, yet very complex: “The meaning of life is to do good.” Today is the day to start being more human, to try to do good. Today is the day to start making the world we call home a better place.

Zur Berichterstattung in den Medien möchte ich kein Wort verlieren, denn es macht mich zu traurig, wütend und besonders bzgl. dem Axel Springer Verlag gegenüber aggressiv. Wieso? Ich möchte da lediglich auf dieses Video aus Charlie Brookers Newswipe posten, das Nils gepostet hat.

Und hier noch ein bischen Link-Dumping:

Stefan Niggemeier in der FAZ:

“Eine Explosion und ihre Interpreten: Die Fernsehberichterstattung erwies sich einmal mehr als verheerende Kombination aus dem Zwang, Inhalte zu produzieren, und dem Wunsch des Publikums nach unmittelbaren Antworten.[…]Laut Europol wurden im vergangenen Jahr in der EU 249 Terroranschläge verübt. Drei davon hatten einen islamistischen Hintergrund.”

mspr0 über den nötigen Wandel:

Ist es nicht vielmehr Zeit, als Gesellschaft anzuerkennen, dass man sich nicht vor Verrückten schützen kann? Dass es nichts hilft, Diskurse zu verbieten, Weltanschauungen verantwortlich zu machen, Flugpassagiere ihre Schuhe ausziehen zu lassen und alles mit Kameras vollzustellen? Wir Menschen sind viele. Da sind immer ein, zwei durchgeknallte Exemplare dabei. Vor denen kann sich sich eine Gesellschaft nicht schützen.

Wenn wir ehrlich sind, werden wir niemals einen Mohammed Atta oder einen Breivik verhindern können. Denn ein Mohammed Atta oder einen Breivik wird immer etwas oder jemand anderes sein, als wir in dem Moment erwarten. Breivik war ein schwarzer Schwan. Es gibt nichts, was die Norweger hätten tun können. Wer was anderes behauptet, ist ein Terrorexperte – ein Experte für weiße Schwäne.

Wir werden damit leben müssen, dass die Welt kein sicherer Ort ist und es wäre klug sich einzugestehen, dass man bestimmte Dinge nicht verstehen kann.


Photo: Spanish Police Brutality

30 May, 2011 · Sascha · Politik · 0 comments

Dank mainstreammedialem Nichtberichten der 2011er spanischen Revolution muss man sich in den Tagen des Länderdominos Informationen und Bilder aus dem Internet holen. Ich kann mir n icht vorstellen, dass man solche Bilder abends in der Tagesschau sehen wird, daher tue ich meinen Teil dazu. Hier ein Artikel des Spiegels, hier was von der taz, hier auch ein interessanter Blogpost zur Police Brutality. Am Freitag habe ich die Räumung eines Camps der Protestanten aus “Hygienegründen” live miterlebt. Das Photo stammt von dieser Maßnahme. Unglaublich. Wahrscheinlich neben dem Situation Room der Operation Geronimo von Obama mein (Un)Photo des Jahres.

Photograph taken by acampadabncfoto (Attribution-NonCommercial-NoDerivs 2.0 Generic (CC BY-NC-ND 2.0) )

Der SPIEGEL hat nach dem klassischen “Stop the press”-Motto nochmal schnell das Cover gewechselt für die morgige Auflage und plakatiert nun die die These des Endes des Atomzeitalters. Find ich gut. Mehr Einzelheiten und Hintergrundinformationen gibt es hier.

Fukuschima, 12. März 2011, 15.36 Uhr: Ende des Atomzeitalters

Donalds Rumsfeld, ehemaliger Verteidigungsminister unter Bush und mit hauptverantwortlich für eine der größten Lügen der Menschheit (Irak-9/11-Connection), findet, dass Guantanamo ein vorbildliches, “first class” Gefängnis ist, dass prima unterhalten wird und eigentlich müsste man die Leute da ja mit Medaillen und Lob überhäufen und überhaupt wäre der Protest der Menschen ja nur da, weil man ihnen das falsch vermittelt hätte. Also ein PR-Problem, soso.

Aha. Ja, öhm… nein.