Games - PewPewPew

Fortnite

06 Aug, 2018 · Sascha · Games · 0 comments

Wenn mich jemand fragt, ob ich Fortnite spiele.

Die Uncharted-Videospiele sind allesamt Meisterwerke ihrer Zeit, die den Mythos Indiana Jones spielbar machen. Laufen, schießen, klettern, an Seilen hängen, Verfolgungsjagden, fiese Bösewichte, legendäre Städte, usw. – all das ist sowohl in Indiana Jones als auch Uncharted zu finden. Während das Zusammenspiel der Charaktere sicherlich seine eigenen Reize hat und Uncharted wohl auch Tomb Raider viel zu verdanken hat, bleiben die Filme mit Harrison Ford als wagemutiger Teilzeit-Archeologe die unverkennbaren Vorbilder für Nathan Drakes Abenteuer.

Angeregt durch die Veröffentlichung dieses Kurzfilms, der wie von vielen Fans lange erhofft endlich Nathan Drake in der Hauptrolle zeigt und ähnliche Hoffnungen wie das geleakte Deadpool-Footage hat, habe ich mir am Wochenende Spielbergs Filmreihe wieder angesehen. Es ist verblüffend, wie sehr die Spiele der strukturellen Abfolge der Filme und auch der Hero’s Journey treu bleiben. Ob es jetzt die Rätsel (Nathan hat natürlich wie Indy ein Notizbuch) oder die Verfolgungsjagd auf dem Weg zum Zielort sind, Indy und Nathan werden auf jeden Fall einmal vom Bösewicht gefasst und später stoßen beide Teams aufeinander. Alles ist nahezu identisch umgesetzt.

Es sind zeitlose Abenteuer, die jeder gerne erleben würde und genau deshalb funktioniert Uncharted: Weil die Spiele Indiana Jones spielbar und das Abenteuer erlebbar werden lassen. Indiana Jones als Charakter ist sicherlich gut definiert und eine zeitlose Ikone, aber nur interessiert, wenn er aus dem Fenster seines Büros hüpft und den nächsten legendären Gegenstand suchen geht. Dies ist auch ein weiterer Grund, weshalb Temple of Doom immer ein wenig wie eine Anomalie war: Jones ist ein unklarer Abenteurer, der zufällig ein Dorf rettet – kein wagemütiger Archeologe auf der Suche nach dem Heiligen Gral. Uncharted 4 schafft es hier ganz eigene Akzente zu setzen, die mich ganz besonders berührten, aber das ist ein anderes Thema.

Zurück zum Kurzfilm: (weiterlesen…)

Crappy Water Levels

21 Jul, 2018 · Sascha · Games · 1 comment

Video-Essays über Videospiele gibt es wie Sand am Meer, aber Jakes abwechslungsreiche Videos stechen durch ihren Unterhaltungswert und leicht verständlichen Aussagen aus der Menge heraus ohne jedoch niveaulos zu werden. Ich bin schon länger ein großer Fan von seinen Zusammenstellungen und seine Gedanken zu schlechten Wasserleveln mit guter Musik finde ich sehr geistreich, spaßig und ich muss ihm nur bei den Wasserleveln aus Donkey Kong Country widersprechen. Die waren dope.

Vielleicht ist dies jetzt auch der richtige Zeitpunkt, um einzugestehen, dass ich Ocarina of Time nie selbst durchspielte, sondern mein Spiel einem Freund auslieh, der für mich den Wassertempel durchspielte (Danke, Martin). Dafür habe ich einige Jahre später aber MGS2 ganz alleine gepackt, das rettet meinen Ruf. Mein Lieblingswasser”level” ist übrigens Abzû. Außerdem haben wir in den letzten Jahren wirklich einige Fortschritte gemacht, in Super Mario Odyssey waren die Wasserlevel allesamt ziemlich spitze.

In den USA sterben jährlich Zehntausende Menschen durch Waffengewalt. In Kirchen, in Schulen, in Diskotheken, auf Konzerten, in Supermärkten, in ihren Büroräumen. Täglich. Kein anderes, westliches Land hat dieses Problem, doch die starke Waffenlobby verhindert seit Jahrzehnten vernünftige und notwendige Reformen. Währenddessen sterben weiterhin die Leute und selbst Präsident Trump hat vor einigen Monaten wieder das längst geklärte Thema der Killerspiele ausgegraben.

Joseph Delappe dachte sich – in Zusammenarbeit mit Albert Elwin (übernahm das Coding) und James Wood (Berater) -, dass man die beiden Themen verbinden kann. In einer selbst spielenden Version von GTA stellt er die alltäglichen Tötungen dar, während die Kamera langsam durch die Leichen und Blutlachen fährt und eine Liebesbekundung an Amerika zum Klagelied einer lethargischen Nation wird. (via HerrKaschke)

From the mountains
To the prairies
To the oceans
White with foam
God bless America
My home sweet home

Dabei entstehen ganz eindrucksvolle Szenen, in denen sich unbescholtene NPCs teilnahmslos durch den Berg an Leichen bewegen und keine Reaktion zeigen, bevor sie selbst zum Opfer werden.

Das Spiel läuft seit dem 1. Januar 2018 und resettet sich jede Nacht um Mitternacht. An jedem Tag werden dann die bisherigen Toten, der Zähler aktualisiert sich zum realen Äquivalent stetig, dargestellt. Powerful stuff.

Vor nun fast vier Jahren wurde Overkill’s The Walking Dead angekündigt. Das ebenso geschmacklose wie gegenstandslose Ankündigungsvideo versprach nur eine weitere Fortsetzung aus redundanten Moralentscheidungen und billigen Schockmomenten. Inzwischen aber hat Overkill vier Trailer zu allen spielbaren Figuren veröffentlicht, die genau wie die origianle Ankündigung nur enttäuschen können.

In den vier Trailern sehen wir die bekannten Szenarien und Stereotypen, die immer nach dem gleichen Strickmuster ablaufen. Hier findet sich in vier Charakteren kein einziger origineller Gedanke, geschweigedenn ein kreativer Ansatz. Es wird noch besser, denn manche Kills oder Situationen sind eins zu eins aus anderen Spielen geklaut (z.B. der Scheibenkill aus The Last of Us). Selbst die kurzen Rückblenden in das Leben vor dem Untergang oder in die ersten Begegnungen mit den Walkern stecken voller Klischees.

Ich habe jedoch ein bisschen Hoffnung über für das Spiel. Overkill sind verantwortlich für PayDay 2 und die ersten Reaktionen von Spielern, die das 4-Player-Koop-Gameplay antesten durften, sind durchaus positiv. Teamplay sei quasi ein Muss, sonst sieht man den Deathscreen sehr schnell. Dazu werden direkte Parallelen zu Left 4 Dead gezogen, das zu meinen absoluten Top 5 Lieblingsgames aller Zeiten gehört. Ich liebe L4D2. Und wenn Valve sich eben nicht die Blöße geben will, reicht mir auch eine gute Kopie mit modernen Ansätzen in der Spielmechanik.

Trotzdem habe ich da diese Stimme im Hinterkopf, die mir sagt, dass das Ganze nicht so wirklich zusammenpasst. Zombies sollen im Spiel bedrohlich sein, sagen die Tester, aber The Walking Deads Alleinstellungsmerkmal im Genre ist, dass die Walker eben nur Hintergrundrauschen sind – eine Naturgewalt, die nur in der absoluten Masse gefährlich wird. Ein Spiel mit Waves kann so funktionieren, aber eins mit einer Narrative? The Walking Dead wird eigentlich erst durch seine post-post-apokalyptischen Storylines und die dazugehörigen Themen so wirklich interessant, wo die Zombies eine völlig untergeordnete Rolle spielen. Aber wen scherts? Wenn das Gameplay sitzt und die Marke viele Spieler ins Boot holt, wird es mich nicht stören. Aus kreativer Sicht sind die bisherigen Teaser jedoch eine weitere Offenbarung absoluter Ideenlosigkeit.

IGN hat Game of Thrones Komponist Ramin Djawadi vor eine Nintendo Labo gesetzt und ihn die Titelmusik der Serie spielen lassen. Einfach großartig. Ich halte die Idee der Nintendo Labo für genial, auch wenn die aktuelle Ausgestaltung durch die vorhandenen Produkte einige Möglichkeiten offen lässt. Die Kritik an Nintendo, dass das Produkt zu kindisch sei oder die Pappe schnell kaputt geht (lol), ist auch nicht nachvollziehbar. Ich habe ein Date mit der Labo im Sommerurlaub und werde hoffensichtlich auch ein bisschen Musik spielen, vielleicht sogar das Pewcast-Theme.

Etwas mehr als fünf Monate bis zum Verkaufsstart und immer noch kein Gameplay-Footage? Das kann sich nur Rockstar Games leisten. Mit ihrem neuen Titel Red Dead Redemption 2, dem lange erwarteten Sequel, wollen die Entwickler wohl zunächst eher durch die Spielewelt als durch Spielmechaniken überzeugen. Das gelingt durchaus, auch weil man sich sehr freizügig bei Roger Deakins Kameraarbeit in The Assassination of Jesse James bedient.

LEGO Red Dead Redemption

22 Mar, 2018 · Sascha · Games · 2 comments

Vor etwa fünf Jahren hat Brain Anderson bereits einmal ein Videospiel in eine LEGO-Parodie verwandelt. Damals war es The Last of Us, heute begrüßt mich dieses grandiose und spoilergefüllte Video zu Red Dead Redemption im Feedkasten. Andersons Parodie ist sehr detailverliebt und sieht noch einmal ein Stück besser aus als seine vorherigen Videos. Qualitativ lässt sich eigentlich kein Unterschied mehr zu einem echten LEGO-Spiel erkennen, außer dass die dänische Steinchenfirma ein solches “Gewaltspiel” niemals adaptieren würde. Wer das Ende von Red Dead Redemption noch nicht gesehen hat, sollte sich fragen, was er/sie mit seinem Leben anstellt und das Video nicht schauen, sondern zum nächsten Spieleverkäufer gehen. Alle anderen dürfen unbedingt nach dem Höhepunkt nicht abschalten, es folgt nämlich ein ziemlich cleverer Gag, der mich laut auflachen ließ.