Games - PewPewPew

Pokémon Go Nature Documentary

03 Feb, 2018 · Sascha · Games · 2 comments

Auch wenn der große Hype schon lange abgeflacht ist spielen weiterhin Millionen Pokémon Go. Ich bin leider auch raus, verspüre aber schon wieder ab und an den Wunsch der App einen neuen Versuchen zu geben. In den ersten Wochen nach dem Start des Spiels kamen wir dem Weltfrieden so nah wie noch nie. In Parks haben sich nachts im Sommer fremde Menschen versammelt, glückselig auf ihre Handys gestarrt und vielleicht auch die ein oder andere Freunschaft geschlossen. Leider hielt der Trend nur für wenige Wochen, aber die Magie war real!

Das Entwicklerstudio Niantic versucht derweil die aktiven Spieler bei Laune zu halten. Erst letztens wurde dynamisches Echtzeit-Wetter eingeführt und Niantic zelebriert das Update mit einem Werbespot im Stil von Planet Earth oder Blue Planet. Das Endresultat ist ziemlich schick und hat sogar einen Score von Planet Earth Komponist George Fenton bekommen sowie Stephen Fry als Attenborough-Imitator. Neato!


Bluehole Studio

Dieser Artikel erschien zuerst in der 12. Ausgabe des WASD-Magazins.

Playerunknown‘s Battlegrounds ist schon jetzt das beliebteste Spiel des Jahres. Dabei geht es doch eigentlich nur darum, andere Spieler zu eliminieren und als Letzter zu überleben. Wieso bereitet das so vielen so viel Spaß?

Ich verstecke mich hinter einem Baumstamm und weiß, dass jede falsche Bewegung gleich meine letzte sein könnte. Aus dieser Nähe sind die Einschusslöcher im Holz gut zu erkennen. Es sind verfehlte Schüsse einer Person mit Mantel und Scharfschützengewehr, die gut 100 Meter entfernt auf einem Hausdach sitzt und mich beobachtet. Man will mich umlegen. Ein Blick in mein Inventar offenbart meine missliche Lage. Eine Granate, die ich nicht weit genug werfen kann. Eine Maschinenpistole, deren Kugeln auf diese Entfernung zu sehr streuen. Ein Scharfschützengewehr, jedoch ohne Visier. Einige Meter östlich erwartet mich Rettung in Form einer hohen Hausmauer. Riskiere ich den Sprung und hoffe auf die fehlende Präzision meines Gegenspielers oder verharre ich hier und hoffe auf–

KA-POWW! Bevor ich mich entscheiden kann, ertönt ein Schuss aus der Ferne. Westen. Ich erkenne einen Blutspritzer auf dem Hausdach und ergreife meine Chance. Ich renne. In Sicherheit angekommen, überprüfe ich meine Situation erneut. Noch zwei Spieler am Leben. Nur noch ich und der unidentifizierte Killer. Doch mir bleibt keine Zeit, lange Pläne zu schmieden. Das Spielfeld verkleinert sich und ich bin gezwungen, mein Versteck zu verlassen. Ich laufe über ein Feld und hoffe, dass mein Gegner sich ebenfalls bewegen muss. Ein Schuss. Ich bin getroffen und lege mich hin. Es bleibt mir keine Zeit, meine Wunde zu verarzten. Südlich erkenne ich noch einen schwarzen Fleck am Rand einer blau schimmernden Mauer. Ein weiterer Schuss und ich bin tot.

Taktik ist alles in Playerunknown‘s Battlegrounds – oder zumindest Taktik im Rahmen des Möglichen. Schon jetzt ist PUBG, wie es von der Spielerschaft abgekürzt wird, eines der erfolgreichsten Spiele des Jahres. Trotz Early Access wurden alleine in den ersten sechs Monaten zehn Millionen Exemplare verkauft und tägliche Spielerspitzen weit über Valves hauseigenem DotA 2 erreicht. Doch was macht das Spiel so erfolgreich und unterhaltend? (weiterlesen…)

Trotz des Gold-Status’ von PlayerUnknown’s Battlegrounds haben die Entwickler noch einiges zu tun, denn ein fürchterliches Rubberbanding sowie ungleiche Mapverteilungen und weiterhin etliche Bugs plagen aktuell den Spielspaß. Doch eine großartige Addition der 1.0-Version des Spiels ist der Replay-Modus, der dieses fantastische Machinima ermöglicht hat, das das Spiel im besten Licht erscheinen lässt. Das Ding ist besser als der offizielle Trailer. Ich freue mich auf die Geschichten, die kreative Genies mit dem Modus und den kommenden Mods erzählen werden.


Drei Themen, zu zwei hatte ich viel zu sagen und nur eines hat mir so richtig gefallen.

Shownotes:

Themen: “Leere Herzen”, der aktuelle Bestseller von Juli Zeh. “Aus dem Nichts”, Fatih Akins Spielfilmverarbeitung der Morde des NSU. Und “Animal Crossing Pocket Camp”, die mobile Version des beliebten Open-World-Spiels von Nintendo. Außerdem wieder: Persönliche Empfehlungen von jedem von uns.

Leere Herzen – 1:13
Aus dem Nichts – 24:37
Animal Crossing – 40:59
Empfehlungen – 53:20

Kulturindustrie auf Twitter – @kultindustrie
Schickt uns eure Empfehlungen per Sprachnachricht an podcast@kulturindustrie,de

Alex auf Twitter @alexmatzkeit – Lucas auf Twitter @kinomensch – Mihaela auf Twitter @mihatory – Sascha auf Twitter @reeft

Musik: Gipfeltreffen | gipfeltreffenband.de/

Links zu Soundcloud und Podcast-Feeds:

Soundcloud: 006 – Leere Herzen, Aus dem Nichts, Animal Crossing Pocket Camp
iTunes: Kulturindustrie
Podcast-Feed: http://feeds.soundcloud.com/users/soundcloud:users:331600180/sounds.rss

Die neue Ausgabe des weltbesten Spielemagazins aller Zeiten ist draußen. Ab sofort könnt ihr die zwölfte Ausgabe der WASD über Spaß in Videospielen käuflich erwerben. Oder ihr könnt bei der Pew³-Verlosung gewinnen, dazu unten mehr.

In der zwölften WASD geht es um Spaß, und das wirft immer eine Menge Fragen auf: Spaß, was ist das überhaupt? Müssen Computerspiele überhaupt Spaß machen und wie viel Spaß kann man überhaupt mit dem Maggi Chatbot haben? Wir zählen Clowns in Computerspielen, segeln einsam über das Meer und streiten uns über Walking Simulatoren. Die zwölfte WASD macht Spaß, auch und gerade deswegen, weil sie ebenso die ernsthaften Seiten dieses Thema beleuchtet.

Weiterhin war es mir wieder eine große Ehre einen Text für diese großartige Sammlung beisteuern zu dürfen. Seit einigen Monaten ist hier die Postfrequenz noch deutlicher als vorher zurückgegangen, was an meiner anhaltenden Faszination für PlayerUnKnown’s Battlegrounds liegt. Das Battle Royale Spiel hat dieses Jahr nicht nur mich in seinem Bann gezogen. 2017 dominierte das Spiel die Steam-Charts. Aber wieso eigentlich? In dem Spiel geht es nur ums Gewinnen und dieser Weg führt über Leichen. Anders wie wie z.B. bei Counter-Strike fehlt es Battlegrounds an innerer Ordnung oder sogar einer Geschichte. Räuber und Gendarm? Fehlanzeige. Das übergeordnete Ziel ist der Sieg durch zahlreiche Tötungen in einem kontextlosen Raum. Wieso also macht das Spiel so viel Spaß? Ich hab’s für euch rausgefunden.

Einige Leseproben gibt es hier. Oder falls ihr bereits schon jetzt überzeugt seid, könnt ihr die neue Ausgabe direkt im Shop kaufen. Noch besser: Ihr schließt gleich ein Abonnement ab. Dann gibt es nämlich zusätzlich zum Preisvorteil und der Posterprämie ein Starter-Kit mit fünf edlen Letterpress-Lesezeichen.

 

Zum Start der 12. Ausgabe verlost PewPewPew zwei Exemplare. Um teilzunehmen, hinterlässt du mir einen Kommentar unter diesem Post bis zum kommenden Sonntag (3. Dezember 2017, 24 Uhr). Schreibt mir, welche Spiele euch am meisten Spaß machen und wieso. Die Gewinner zieht wie immer random.org.

Mein Lieblingsgrafikdesigner Olly Moss hat seine Lieblingsspiele des Jahres in hübschen 5×5″ Prints vorgestellt. Die Teile gibt es für $30 in seinem Shop und ich habe direkt zugegriffen; nicht nur, weil ich Moss sammel, sondern weil das auch wohl auch meine eigene Top 3 des Jahres wird. Dazu dann wie gewohnt mehr am Ende des Jahres.

Schon ein bisschen länger her, trotzdem muss das in den Blog: Es gibt einen ersten Gameplay-Trailer zu Jurassic Park Evolution, meinem wohl meist erwartetsten Videospiel überhaupt. Der Trailer zeigt uns die realistische und beeindruckende Grafik eines Dinoparks sowie seinen kaltblütigen Attraktionen. Fanherzen dürften hier höher schlagen, denn die Entwickler scheinen keinen Favorit vergessen zu haben.

Dazu gab es einen ersten Infodrop zum Gameplay, das sich auf drei interagierende Bereiche konzentrieren wird. So kann man wohl Geld scheffeln, in dem man die Gäste bei Laune hält. Weiterhin ist es möglich über die Finanzierung von Ausgrabungsstätten neue Dinosaurier dem Park hinzuzufügen. Aber seien wir ehrlich, der interessantes Aspekt ist der der Sicherheit. Wie bei Sim City geht es eben nach dem Aufbauen nämlich am Ende eh darum, wie alles niederbrennt. In der bequemen Gott-Perspektive wird man wohl Chaos in den Park bringen und dann wieder eindämmen dürfen. Ich bin gespannt, wie das alles funktionieren wird.

Frontier Developments wanted to capture the themes of Jurassic Park, and as such, have three different ongoing mission contracts: Entertainment, Security, and Science. Each of these contracts come from characters who want different things from the park, and while you can work for all three and achieve balance, you can also choose to allocate your resources to one singular playstyle.

Die Produktionsfirma btf hinter Jan Böhmermanns erfolgreichen Fernsehsendungen hat schon seit einigen Jahren diverse andere Projekte ins Leben gerufen, die unsere Beachtung verdienen. Bereits zwei Mal gab es zum Beispiel Böhmermann in Adventure Games zu steuern. Ich habe die Spiele selbst nicht gezockt, aber die detailverliebte Hingabe an den Projekten schnell erkannt.

Mit Trüberbrook setzt man diese Idee nun fort. Statt Böhmermann gibt es einen jungen Wissenschaftler, der in einem alternativen Deutschland der Sechzigerjahre in Anlehnung an Twin Peaks, The X-Files, Stranger Things & Star Trek eine übernatürliche Geschichte erlebt. Das Spiel wird mehr als 10 Stunden an Singleplayer-Story bieten und von “love, friendship, loyalty, self-discovery and dinosaurs” handeln. Das klingt doch vielversprechend.

Der besondere Kniff des Spiels mit dem eher sperrigen Namen ist die Vermischung digitaler Figuren und echter Szenerien. Die Hintergründe sind nämlich alle tatsächlich gebaute, für das Spiel abfotographierte Modelllandschaften. Und das sieht man. Das Gehirn kann das einfach erkennen und das gibt dem Spiel echt einen einmaligen Flair.

Ich habe sowieso seit einigen Monaten einen echten Rückfall in meine Modellbauleidenschaft und feiere das gerade brutal ab. Spiel ist schon gekauft. Schaut euch das sympathische Werbevideo, in dem sogar Ron Gilbert nach einem Besuch der Entwickler das Spiel befürwortet. Ritterschlag vom Übergott!

Imagine yourself on a vacation to Europe in the late sixties. Now, picture yourself as a young American scientist; Hans Tannhauser. Yes, that’s your name in this scenario. While you’re at it, think of Trüberbrook, a remote village in rural, mountain-sloped and densely forested cold-war Germany. Because, that’s where you somehow end up after hitting the continent. But who cares, you won the trip in a lottery! Or at least, that’s how it seems. But don’t fear, instead of getting some rest, you could find yourself having to save the world …


btf