Games - PewPewPew

Welche Pokémon sind genießbar?

29 Dec, 2020 · Sascha · Games · 0 comments

Wenn die Pocket Monsters in der Welt von Pokémon das Gesamtbild der Fauna abbilden und die Menschen dort am Essenstisch Fleisch konsumieren, essen sie also Pokémon?

Wer PewPewPew liest, ist klar im Vorteil: Schon 2014 habe ich die Frage beantwortet, die Brian David Gilbert hier in seinem neuen und gleichzeitig auch finalen Unraveled-Video… naja, unraveled. Ihm geht es aber weder um die einzelnen, geschmacklichen Vorzüge besonderer Kreaturen oder die Ethik des Konsums, sondern nur um eins: Kann ich das essen?

Er verzweifelt jedoch an der Frage und dem Konzept der eigenen Sendung, die am Ende zu einem sehr schönen Fazit über Fankultur kommt. Ich werde diese Serie sehr vermissen und hoffe, dass Gilbert entweder zu neuen Ufern aufbricht oder man ihm bei Polygon noch mehr Platz und Budget bereitstellt. Einfach einer meiner liebsten “Content Creators” (ugh, was ein Wort).

Jakob Tuchten, der Creative Directors des Entwicklerstudios Might and Delight, führt uns 30 Minuten lang durch sein kommendes MMORPG Book of Travels, welches eine erfolgreiche Kickstarterkampagne hinter sich hat und heiß erwartet wird. Besonders an dem Spiel ist sowohl das Gameplay als auch der Look. Das Spiel wirkt ein bisschen wie ein bewegtes Illustrationsbuch für Kinder und hat dazu eine Spur eines Pop-up-Buchs.

Gespannt bin ich dazu auch auf das Gameplay, da es in Book of Travels keine wirklichen Gegner oder typische MMO-Level-Up-Mechaniken geben wird. Stattdessen soll man als Reisender in der Welt Verbindungen mit anderen Spielern schließen und gemeinsam den Lore ergründen. So ein bisschen Herr der Ringe im vierten Zeitalter hoffentlich.

Der Spieler ist nicht der Held dieser Geschichte, auch wenn man eine Rolle darin haben kann. Stattdessen wird Rollenspiel aktiv gefördert und erfordert, man soll sich seine eigene Geschichte in der Welt suchen; dazu wird ein komplett ruhiges Abchillen in sozialen, sicheren Zirkeln soll auch möglich sein. Mich erinnert das alles sehr an die Musiker-/Tänzer-Trees aus Star Wars Galaxies und das ist immer gut.

Es gibt sie, die Spiele in denen Grafik eine Rolle spielt. Lasst euch nichts anderes erzählen. Und Cyberpunk 2077 zählt sicherlich dazu. Ich bin meinem inzwischen sechs Jahre alten PC überaus dankbar, dass ich dieses ganze Drama nur mit einem halben Auge im Blick haben muss. Bei all der berechtigten Crunch-Kritik, den viralen Clips über Bugs und sonstigen Problemen an dem Spiel darf man aber nicht diese wunderschöne Welt vergessen, die schon eine fantastische Grundlage für all das bietet, was noch kommen mag (oder in Zukunft richtig funktionieren wird). Nach dem Video kann ich es eigentlich gar nicht abwarten, in Night City zu versinken. Daher freue ich darauf, das Spiel dann in einem halben bis dreiviertel Jahr, nach etwas mehr Polish, auf meinem neuen PC mit RTX ON Bayybeeeee zu zocken.

Der YouTube-Kanal Evil Imp dreht mit den vielfältigen Möglichkeit des neuen Animal Crossings Genre-Trailer für Science Fiction, Horrorfilme und mehr. Die Resultate sind wirklich umwerfend gestaltet, die Liebe zum Detail lässt sich nicht nur in den wunderschön aufbereiteten Kostümen der Villager oder den toll hergerichteten Inseln erkennen, sondern auch in der Shotauswahl und dem Aufbau des Spannungsbogen im Trailer. A24 lässt grüßen.

Nun ist die Katze also aus dem Sack: So sieht Tom Holland in der Rolle des Nathan Drake in Sonys Filmadaption von Uncharted: Drake’s Fortune aus. Ich bin kein Fan des Castings. Nathan Drake ist für mich ein rauer, teilweise verlebter Mann – und Tom Holland besitzt trotz seinen 24 Jahren ein jungenhaftes Äußeres und Auftreten. Nicht umsonst passte er als Spider-Man so gut ins Marvel-Ensemble. Und nicht umsonst setzt man ihm auch im dritten Standalone-Spidey Dr. Strange als Mentor an die Seite, weil er nicht seinen eigenen Mann stehen darf.

So erklärt sich auch die Empörung über das Redesign des PS4-Spideys, der zu Spielbeginn schon ein Jahrzehnt im Business ist und das Charakterdesign dies auch eindrucksvoll beweist. Zum Relaunch ähnelt die Figur nun deutlich Hollands Spider-Man und die Fans des Spiels sind nicht nur aufgrund der Bindung zur alten Figur verärgert. Das neue Gesicht ist einfach zu jung und unverbraucht.

Wie bemüht man an einer Annäherung an die Spielfigur Nathan Drake ist, erkennt man auch an der gekünstelten Haltung und dem Versuch, durch die Drehung das Maximum aus Hollands Pecks zu holen. Dazu kommen das fixierte Kinn und die gerunzelte Stirn – ein Dreitagebart hätte es auch getan. Tom Holland ist dazu auch noch außerordentlich klein. Nichts gegen Short Kings wie Tom Cruise, aber sein schlanker, ranker Körper passen für mich nicht zur Figur.

Wenn Sony hier eine Young-Nathan-Drake Geschichte inszenieren wollen würde und mit Holland in der Rolle die nächsten 10 Jahre plant, würde mein Urteil positiver ausfallen. Aber das soll Nathan Drake sein. Im ersten Spiel. Nein, sorry, das hat nichts mit einer wahnhaften Suche nach Ähnlichkeit aus Fandom zu tun, Holland kann die Rolle schlicht nicht ausfüllen.

Fast schon vergessen liegt nach der Thrawn-Trilogie und vor den Special Edition Grabenkämpfen und dem Prequels-Schock ein fast vergessenes Kapitel Star Wars-Geschichte begraben: Shadows of the Empire. Heute hauptsächlich wegen des N64-Spiel bei Millenials noch in Erinnerung, findet selbst unter Hardcore-Nerds kaum ein echter Austausch über dieses wilde Kapitel statt. Dabei lohnt sich gerade jetzt angesichts Lucasfilms Paradigmenwechsel und dem Fokus auf die High Republic ein Blick zurück auf diese “Everything but a movie”-Zeit in den Neunzigerjahren. Dieses fanmade Making Of von Saintmillion mag ich sehr und es steckt voller Liebe für Details und Fans kommen hier auf ihre Kosten. (Ich folge Saintmillion schon länger; er produzierte auch dieses großartige Video über den Anfang vom Ende in Star Wars Galaxies.)

Vielleicht gelingt der Story Group eine Rekanonisierung von Prinz Xizor. Die Hauptserie der Star Wars Comics erzählt gerade die Geschichte nach TESB weiter und mit Qi’ra sowie der möglichen Solo-Serie bzw. dem Sequel gibt es Möglichkeiten, ihn wieder bei der Black Sun einzuführen. Die Organisation war zuvor Teil der Clone Wars Serie.

Now this is Star Wars!

Die Hardcore-Flight-Multiplayer-Sim Star Wars: Squadrons mutiert zu meinem Spielehighlight des Jahres: Nicht nur wird die spannende Geschichte um die Zeit nach der Schlacht von Endor weitererzählt, auch die Schlacht um Jakku wird untermauert und via Crossmedia-Storytelling erweitert das Spiel auch Alexander Freeds Alphabet Squadron Roman-Trilogie. Dazu erweckt Squadrons das echte Star Wars Gefühl wieder. Was die gesamte Sequel-Trilogie an spannenden Weltraumschlachten vermissen lässt, macht dieser Kurzfilm in sieben Minuten wieder wett.

Ich mag es, dass auch mal die Imperialen als Protagonisten gezeigt werden und wie der X-Wing-Pilot durch sein Visier entmenschlicht wird, unterstrichen von seinen Handlungen, die ein nuanciertes Post-Endor-Storytelling im Singleplayer vermuten lassen. Auch schön, wie die bereits bekannten Gameplay-Mechaniken hier plottechnisch eingebunden sind.

Der imperiale Pilot heißt übrigens Varko Grey und über ihn ist schon recht viel bekannt, er ist Anführer des Titan Squads und wird die imperiale Kampagne bestimmen.

Ab dem 2. Oktober geht’s los. Habe das Gefühl, ich werde in dem Spiel versinken.