Das "echte" Call of Duty gibt es nicht - PewPewPew - PewPewPew

Ich schätze die Videos von YouTuber Crowbcat sehr, in denen er Videospiele durch kluge Gegenüberstellungen im Schnitt spielerisch kommentiert . Ohne selbst ein Wort zu verlieren, weil eben schon alles gesagt ist. An diesem Video, welches den momentanen Stand des Call of Duty-Franchises mit den glorreichen Anfangszeiten vergleicht, habe ich mich jedoch ein wenig gestoßen.

Die neueren Titel sind mir nicht wirklich vertraut. Während der Pandemie ließ ich mich sehr von den Battleroyale Warzone-Clips von den Twitch-Streamern DrDisrespect und shroud berieseln, insofern kenne ich ungefähr das Meta und natürlich die gängigen, gültigen Fan-Meckereien hinsichtlich Skins und Cosmetics, etc.

Die alten Call of Duty-Spiele kenne ich natürlich. Jahrelang haben wir  in unserem “Internettreff” jeden Freitagabend im LAN auf Carentan verbracht. Modern Warfare spielte ich sogar kurz mal professionell als Captain des Saarlandteams. Ja, natürlich sind die Gegensätze krass und offensichtlich. Aber auch das vermeintlich “gute” Call of Duty glorifiziert und gamifiziert Gewalt in einer Form von konsumierbarer Unterhaltung.

Vielleicht wird diese Darstellung von Gewalt nicht so beiläufig infantilisiert auf die Höhe getrieben wie in den Lobbys mit Nicky Minaj und Homelander. Aber auch die Weltkriegstitel sind nur eine Simulation von vertrauten Filmwelten. Die Realität von Krieg wird ebensowenig im Video abgebildet wie in Hollywood. Was sich hier Spieler*innen, die hier nickend dem Video zustimmen, eigentlich herbeisehen ist eine geerdete Erzählung von Krieg, die aber immer näher an dem Nicky Minah-Hassbild sein wird als die Wirklichkeit. Das sollte man sich unbedingt klarmachen.