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Lucasfilm

Vereinigte Staaten, USA, Irland 2017
Regie: Rian Johnson
Drehbuch: Rian Johnson
Darsteller: Daisey Ridley, Adam Driver, Mark Hamill, Carrie Fisher, John Boyega, Oscar Isaac
Länge: 152 Minuten
FSK: 12
Rating: ★★★★½

April, April…

“This is not going to go the way you think.”

Fan zu sein ist manchmal schwer. Das wissen nach diesem Wochenende nicht nur die Borussen. Eine so intensiv geführte Beziehung vieler Fans wie die zu Star Wars gibt es jedoch selten. Die Dortmunder haben wenigstens nächste Woche die Chance sich neu zu beweisen. Star Wars als Franchise ist enorm, aber es ist immer wieder ernüchternd sich zu erinnern, dass es gerade einmal etwas weniger als ein dutzend Filme in über vier Jahrzehnten gab und davon nur eine Handvoll richtig gut war. Fan sein, besonders von Star Wars, ist also nicht leicht. Das weiß auch der Regisseur und Drehbuchautor der achten Episode der Skywalker Saga, Rian Johnson. Rians Fandom ist lange dokumentiert in Interview und Auftritten, noch lange bevor überhaupt an neue Filme aus dem Hause Disney zu denken war. Als Fan weiß er aber auch, dass die Herzen ihre Dosis an Fanservice bereits mit JJ Abrams’ A New Hope Kopie erhalten haben. The Last Jedi hingegen bricht auf zu neuen Ufern, revitalisiert das Franchise mit neuem Blut und schafft das Alte elegant ab.

Misserfolge sind das Thema des Films. Nahezu jegliche Mission scheitert, doch Rian Johnson gelingt damit eine Annäherung des Mythos an die Realität. Luke Skywalker war der Jugendheld vieler Fans, doch neben seinem triumphalen Erfolg auch ein grimmiger junger Mann mit vielen Fehlern. Die alte Star Wars Trilogie stellte somit eine reine Space Fantasy dar, in der die Figuren größer als im wahren Leben erscheinen und die richtigen Entscheidungen in schwierigen Momenten treffen. Millionen von Menschen waren inspiriert und unterhalten von diesen Szenen. Es handelte sich um archetypische Figuren, die das Publikum erbauen und nicht depressiv machen. George Lucas erbaute einen neuen Mythos aus alten Traditionen, der gleichzeitig Eskapismus und Karthasis anbot. Doch genau dort setzt Johnson klug an. Indem er die Figuren wie Luke oder Leia und ihr realistisches Schicksal hinterfragt, kann er die dunklen und traurigen Wahrheiten dieses Franchises offenlegen. Er injiziert Star Wars mit einer notwendigen Dosis Zynismus und denkt so die hängengebliebenen Fäden aus The Force Awakens konsequent zu Ende. Somit korrigiert er auch gleichzeitig die Fehler des ersten Teils und beseitigt langweilige Ansätze wie Snoke, die Knight of Rens oder eine Jedi-Akademie, sodass wir uns auf die wichtigen neuen Figuren wie Rose konzentrieren können. Ein Geniestreich.

Auch die Spezialeffekte aus der Schmiede von Industrial Light & Magic setzen die Welt wieder wunderbar in Szene. Eine Wüste mit Las Vegas-Verschnitt, eine Salzwüste mit verlassenem Außenposten, eine einsame Insel mit dem letzten Jedi und eine versteckte Rebellenbasis auf einem toten Planeten. Noch nie zuvor kam die Galaxie mit so wenig derart wunderbar aus. Das Endergebnis lässt sich auch wahrlich sehen; das große Highlight ist sicherlich die Fathiers-Fluchtszene, in denen ein dutzend Nutztiere von Rose und Finn befreit werden, während ihre Freunde ums Überleben kämpfen. Allgemein ist der Kurzausflug nach Canto Bight ein absolutes Highlight. Spätestens seit den Occupy Wall Street Protesten wissen wir, dass alle reichen Menschen schlecht sind. Wieso also unnötige Screentime in Planeten oder die Politik der Galaxie verschwenden, wenn man die Grenzen zwischen Gut und Böse einfach so vermischen kann, sodass all dies nicht mehr notwendig ist und die Welt von Star Wars sich unserer vielschichtigen Welt einfach annähert? Dies ist nur ein weiterer der vielen, sorgfältig geplanten Momente in The Last Jedi, in denen die Erwartungen des Zuschauers unterwandert werden.

Genau dies ist auch die Maxime bei der Ausgestaltung der Figuren. Wo JJ Abrams das Fundament legte, reißt Johnson es nieder. Wo Rian selbst Figuren erschafft, lässt er ihnen Raum, sich zu entfalten. Die Subversion vieler Vorstellungen ist genau das, was Fans brauchen. Ich hatte ehrlich gesagt lange meine Probleme damit, Lukes Schicksal zu akzeptieren. Doch nachdem ich selbst nun einige Jahrzehnte in dieser Galaxie verbracht habe, kann er erkennen, dass Luke – obwohl er selbst das Gute in seinem Vater Darth Vader erkennen konnte – zu viel Angst vor seinem Neffen bekam und ihn umbringen wollte. Ein Moment der Schwäche, der für alle Zuschauer nachvollziehbar ist. Das ist eine bittere Pille für Fans des archtetypischen Helden, aber wenn man wirklich überlegt, macht es schon Sinn. Ebenso macht Prinzessin Leia Platz für Admiral Holdo – eine Figur, die wir sie heute brauchen.

Weiterhin bleibt uns mit der Dynamik aus Kylo Ren und Rey ein glühender Kern erhalten, der das Franchise voranbringen wird. Dass Rey weiterhin alles problemlos gelingt, wird die Menschen weltweit inspirieren. Ich jedenfalls verließ das Kino mit einem weinenden und einem lachenden Auge sowie dem Wissen, dass Star Wars in guten Händen ist.

Not even mad.

Hoffnung für alle verscholtenen Star Wars Fans, die nichts von MaRey Sue wissen wollen: Nach der neuen Trilogie und den ersten Standalone-Filmen will sich Lucasfilm der legendären Star Wars Underworld Serie annehmen. Bereits vor einigen Tagen berichtete Star Wars Union über einige Gerüchte, die die Zukunft des Franchises betreffen.

Es scheint einen Plan zu geben, einige Jahre nach dem Ende der Sequel-Trilogie eine Pause bei den Star Wars Kinofilmen einzulegen. Der Grund dafür ist, dass TV-Projekte in den nächsten Jahren im Mittelpunkt stehen werden. Der zweite Grund ist, dass man vorhat, den Markt nicht zu übersättigen, um die Nachfrage nach Star Wars zu stärken.

Nun gibt es seit wenigen Stunden konkrete Informationen. Der Erfolg von Rogue One hat bewiesen: Star Wars funktioniert auch abseits von Jedi, Lichtschwertern und der Macht. Stattdessen soll Underworld, das letzte Projekt von George Lucas, endlich die dunklen und dreckigen Ecken der Galaxie beleuchten. Die Serie sollte sich Kopfgeldjägern, Schmugglern, Piraten und sonstigen zwielichtigen Gestalten des Outer Rims und den unteren Gebieten Coruscants und Nar Shaddaas widmen. (weiterlesen…)

star wars rogue one

Bereits vor fast einem ganzen Jahr gab es den ersten Teaser Trailer zu Rogue One, dem ersten Star Wars Spin-Off über den Diebstahl der Pläne des ersten Todessterns, auf der Celebration in Anaheim zu sehen. Fast 4 Monate nach The Force Awakens könnte man also endlich mal einen Trailer erwarten, immerhin wurden Teaser zu JJ Abrams Meisterwerk ein ganzes Jahr vor dem Kinostart veröffentlicht. Es gab zwar einen Teaser auf der Celebration zu sehen, doch das abgefilmte Video verschwand kurz daraus aus dem Netz.

Nun sitzen wir ein Jahr später hier und warten und warten und nichts kommt online. Es war gut möglich, dass Disney die Blu-ray Veröffentlichung von The Force Awakens abwarten und das Marketing erst auf der kommenden Celebration Europe in London starten wollte, aber nun das: Auf 4chan leakten interne Lucasfilm-Emails, die beweisen, dass Rogue One nicht wie geplant im Dezember erscheinen wird. (weiterlesen…)

OMG! OMG! OMG!

Bereits vor einem Jahr hat Bryan Cranston gesagt, dass er sich nicht sicher sei, ob Walter White im Finale von Breaking Bad wirklich gestorben ist: “You never saw bags zip up or anything, or anyone say…you know.” Weiterhin sagte er in dem CNN Interview auf die Frage nach einer Rückkehr: “Never say never.”

Und auch Breaking Bad Schöpfer Vince Gilligan kann sich offensichtlich nicht von Albuquerque fernhalten. Mit Better Call Saul blieb er bei einer vertrauten Figur in einer bekannten Umgebung.Und heute das: Nach dem kritischen Erfolg mit Better Call Saul scheinen sich die Autoren und Gilligan für Götter zu halten, die sich noch einmal an ihr Meisterwerk wagen wollen.

AMC hat eine sechste Staffel als Epilog angekündigt, die in nur sechs Folgen die Schicksale der Figuren nach dem Finale schildern soll. Entkommt Jesse nach Alaska? Wie ergeht es der Familie in Albuquerque? Ein Crossover mit dem Beginn von Better Call Saul scheint sich ja auch anzubieten. Womit wir uns sicher sein können, ist jedoch, dass Walter White überlebt hat und sich auf dem Weg nach Südamerika befindet. AMC hat das Photo oben heute veröffentlicht.

Was Walt dort genau macht, ist nicht bekannt. Aber man kann davon ausgehen, dass es etwas mit dem Kartell oder den Verbindungen Gus’ nach Chile zu tun hat. Über Frings Vergangenheit ist schließlich wenig bekannt. Vielleicht ist Walter aber auch doch tot und es handelt sich um einen Flashback, der ihn auf dem Weg nach Chile zeigt? Immerhin gab es in der letzten Staffel einige Zeitsprünge, die Walt bei der Arbeit zeigten. Vielleicht gab es einen Arbeitsausflug nach Südamerika?

Was genau passiert, werden wir im Sommer nächsten Jahres erfahren. Breaking Bad ist zurück. Holy shit!

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Ich muss mich mal kurz sammeln… Also zunächst wird alles riesig angekündigt, quasi von heute auf morgen. Es folgen richtig aufwendige Produktionsvideos, in denen Kathleen Kennedy und George Lucas über die Saga faseln und dann kommt auch noch Abrams, eigentlich die unausweichliche, aber auch von vielen Fans erhoffte, Person ans Steuer dieses Unterfangens. Es gibt Gerüchte, dann pfeifen es die Spatzen eigentlich bereits von den Dächern und schlussendlich ist es sogar den Schauspieler zu blöd, diese Geheimniskrämerei weiter zu betreiben: Mark Hamill, Carrie Fisher und Harrison Ford kehren zurück.

Es schien alles wunderbar zu laufen, die Fans erwarteten erste Castingankündigungen und diskutierten womögliche Spin-Offs. Doch dann wurde es plötzlich ganz still. Keine Ankündigungen, keine Castings, keine tollen Videos mit Lucas. Dann der erste Knall: Michael Arndt, Oscar-Preisträger für Little Miss Sunshine und Autor von Toy Story 3, verlässt die Produktion. Stattdessen schreiben Lawrence Kasdan und Abrams das Drehbuch nun selbst, von maßiven Rewrites wird in Hollywood gemunkelt.

Das ist jetzt 6 Monate her. Dazwischen das große Nichts. Und jetzt das: Wie TheWrap berichtet, hat nun auch Abrams das Handtuch geworfen. Eigentlich sollten die Dreharbeiten im Mai beginnen, doch der LOST-Erfindern hat nun genugt. Es gibt keine offizielle Pressemitteilung oder Aussage von Abrams, aber es wird gemutmaßt, dass der Druck von Disney für einen Kinostart 2015 einfach zu groß war. Wir wissen bereits, dass der Starttermin von Episode VII vom üblichen Mai auf den 18. Dezember verlegt wurde. Ein Skandal in den Augen vieler Fans, aber irgendwo auch verständlich. Immerhin brauchte Abrams mehr Zeit. Doch in Wahrheit wird es wohl so sein, dass Disney, auf Druck seiner Aktionäre, auf den spätmöglichsten Termin im letzten Quartal des Jahres pochte und Abrams eigentlich mit 2016 viel besser arbeiten könnte.

Nun haben wir den Salat. Alles liegt in Scherben. Abrams dürfte wohl nun doch den dritten Teil des Star Trek Reboots inszenieren, während wir wieder zusehen müssen, wie sich Regisseure nicht trauen, das Projekt zu übernehmen. Auf Twitter geht das Gerücht rum, dass LOST-Showrunner und Prometheus-Autor Damon Lindelof nun das Drehbuch komplett neu schreiben soll und vielleicht auch Regisseur wird. Was das bedeuten dürfte, ist klar: Kein Midichlorianer-Quatsch mehr und die Macht wird endlich wieder ein großes Mysterium, so wie es sein soll.

George Lucas kann es einfach nicht lassen. Wir Fans wären ja bereit mit der Kritik aufzuhören, wenn er nur noch Fernsehserien raushaut, die uns nicht interessieren – ABER NEIN! Er muss auch weiterhin an der alten Trilogie rumfuchteln. Darüber habe ich ja ausgiebig berichtet. Jetzt hat er sich wieder geäußert und zwar erneut zur berüchtigten “Han shot first”-Szene. Erst vor Kurzem, im Rahmen der Marketingtour von ‘Red Tails’ meinte er, dass Han niemals wirklich zuerst Greedo erschoss. Immerhin wäre Han nie so ein böser Finger gewesen. Was wäre das für eine Botschaft an die jungen Fans!? Die Fans und Laserdiscs liegen also falsch. Jetzt äußerste er sich erneut und machte die Szene noch deutlicher:

“The controversy over who shot first, Greedo or Han Solo, in Episode IV, what I did was try to clean up the confusion, but obviously it upset people because they wanted Solo [who seemed to be the one who shot first in the original] to be a cold-blooded killer, but he actually isn’t. It had been done in all close-ups and it was confusing about who did what to whom. I put a little wider shot in there that made it clear that Greedo is the one who shot first, but everyone wanted to think that Han shot first, because they wanted to think that he actually just gunned him down. If you take a look at the new Blu Ray version, they shoot almost at the same time. Greedo still shoots first but Han, because he is secretly force-sensitive, can block the shot and react quickly.

Ich glaube ich höre nicht recht! Was George also sagt, ist, dass Han, auf Grund seiner ihm und uns unbekannten und unausgebildeten Jedi-Kräfte fast gleichzeitig schießen kann?! WAAAAAAS??!?!?! Hier die Szene von der Blu-Ray:

Ich wunderte mich ja schon immer darüber, dass Greedo, ein offensichtlich recht erfoglreicher Kopfgeldjäger, sein Ziel aus 2 Metern Entfernung so einfach verfehlt – sogesehen finde ich das gar nicht mal schlecht. Aber ich dachte immer, dass Greedo den Schuss verfehlt, weil er durch den Blastertreffer mit seiner Waffe verrutschte? Ist George eigentlich bewusst, dass er indirekt eigentlich das hier sagt: “Han shot first because he is a Jedi”. Was geht in ihm vor? Ist ihm bewusst, dass er die Arbeit von 30 Jahren im Expanded Universe damit quasi komplett zerstört? Ich kann es einfach nicht fassen. Und dabei meinte er gestern in einem kurzen Interview mit TMZ, dass er fertig ist mit Star Wars.

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