08 Feb, 2026 · Sascha · Wissenschaft · 0 comments
Pics or it didn't happen.
The Pics. pic.twitter.com/hFUE2lwbbx
— Alex Tabarrok (@ATabarrok) February 8, 2026
Angesichts dieser Aufnahmen bleiben dann für die Verschwörungentheoretiker nur noch die Ausflüchte, dass es sich um CGI handelt oder die Inder mit drin stecken. Ich bin mir sicher, dass die da keine Probleme haben werden, sich was Dummes auszudenken. Währenddessen bleibt uns wohl nur zu sagen: Wow! Ich hoffe sehr, dass diese Landestellen mal wirklich ein Museum oder “Moon Park” werden.
01 Feb, 2026 · Sascha · Wissenschaft · 0 comments
Wenn sich in wenigen Milliarden Jahre die Sonne graduell zu einem Roten Riesen erwärmen wird und die Erde verschlingen wird, dürfte es uns Menschen wohl schon lange nicht mehr geben. Dennoch – und das ist vielleicht für manche wie mich – ein beruhigender Gedanke, wird dort draußen im tiefen Kosmos mit den Voyager-Missionen immer noch ein Lebenszeichen, eine Aufzeichnung unserer Existenz existieren.
Wenn sich in nur wenigen Jahren die radiaktiven Batterien ausschalten und die Voyager-Sonden für “tot” erklärt werden, beginnt eigentlich erst ihr richtiger Zweck. Die Voyager Golden Records sind Datenplatten an Bord beider Missionen mit Bild- und Audio-Informationen der Menschheit: Wo wir wohnen, wer wir sind, was wir wissen, Mozart. Selbst intergalaktischer Staub, der wie Schmirgelpapier mit der Platte reagiert, wird sie für über fünf Milliarden Jahre nicht zerstören können, das belegen Tests.
Während hier dann also die Hütte brennt, werden die Sonden – die gerade einmal ungefähr einen Lichttag von uns bisher entfernt sind und noch 30.000 Jahre brauchen, bis sie aus der kosmischen Nachbarschaft entkommen sind – in der Milchstraße auf ihren eingeschlagenen Routen einige Sterne “besuchen”. Dieses Video oben zeigt in erschreckender Brutalität die immense Größe, die furchterrengenden Distanzen unseres Kosmos auf und wie sich die Sonden ihren Weg suchen werden.
18 Jan, 2026 · Sascha · Wissenschaft · 0 comments
Made it.
At 6:42pm ET on Jan. 17, the stacked Artemis II rocket and spacecraft reached Launch Pad 39B after a nearly 12-hour journey from the Vehicle Assembly Building at @NASAKennedy in Florida. pic.twitter.com/lpayqG5wNF
— NASA Artemis (@NASAArtemis) January 18, 2026
Wow. LETS GO!!! pic.twitter.com/xozFfnJI8c
— Reid Wiseman (@astro_reid) January 17, 2026
Meine Feeds sind vollgestopft mit genialen Fotos der Artemis-II-Rakete, die das Vehicle Assembly Building verlassen hat und nun an ihrem Startplatz steht. Artemis II ist die erste Mission seit 53 Jahren, die Astronauten wieder zum Mond bringen soll. Der Flug umrundet den Erdtrabanten und soll insgesamt etwa zehn Tage dauern. Der Start ist für den 6. Februar angesetzt.
Mich hat das gerade an dieses wunderbare Ankündigungsvideo der Artemis-Missionen erinnert. WE ARE GOING – TO STAY. Gänsehaut pur. Let’s FUCKING GOOOOOOOOOOO! Godspeed, Artemis II.
Man kann übrigens immer noch seinen Namen online eintragen. Die Liste fliegt dann auf einer SD-Karte mit der Raumkapsel um den Mond. Neat!
23 Nov, 2025 · Sascha · Wissenschaft · 0 comments
Unser Sonnensystem könnte bald wieder neun Planeten zählen: Führende Astrophyiker glauben, dass sie auf einer Suche nach einem neunten Planeten bald fündig werden. Dieses Video zitiert Konstantin Batygin, der zusammen mit Michael E. Brown vor zehn Jahren mit einer Arbeit über einen hypothetischen “Planet Nine” weltweit bekannt wurde.
Sie vermuten einen weiteren Wanderer außerhalb der Umlaufbahn des Neptun. Laut ihnen bewegt sich ein bisher unentdeckter, eisiger Körper in etwa 400–800 AU (astronomical unit, also die Entfernung der Erde zur Sonne), der die Umlaufbahnen der nach dem Zwergplaneten Sedna benannten Sednoiden beeinflusst. Die Sednoiden sind eine besondere Untergruppe transneptunischer Objekte und nicht Teil der Oortschen Wolke.
Diese Sednoiden sind besonders, denn man zählt sie noch nicht zu der Oortschen Wolke und ihre weiten elliptischen Umlaufbahnen werfen Fragen auf. Brown und Batygin glauben, dass die Gravitation eines mysteriösen neunten Planeten die exzentrischen Umlaufbahnen erklärt. Es kommen sicherlich auch weitere Erklärungen hinzu, wie die Existenz eines urzeitlichen Schwarzen Lochs oder einer Beobachterverzerrung (observer bias), weil bisher zu wenige Sednoiden gefunden wurden, die nicht in das Modell passen und es widerlegen.
Vielleicht müssen wir uns aber mal tatsächlich Gedanken um die Benennung dieses Himmelskörpers machen, denn das neue Rubin Observatory ist so stark, dass es extrem lichtschwache Himmelsobjekte beobachten kann. Batygin und Brown sind überzeugt, dass es damit gelingen wird, Planet 9 zu finden. Man muss nur auf der vermuteten Umlaufbahn schauen.
Ein solcher Körper würde etwa 15.000 Jahre bei seiner Umkreisung der Sonne brauchen, und man weiß nicht, wo genau man schauen muss. Daher kann es etwas dauern, aber auch diese Suche ist nur eine Frage der Zeit. Sollte dieser mysteriöse Wanderer in der Dunkelheit erspäht werden, fände ich Erebus am besten, analog zu den anderen römischen Göttern. Die Forscher finden “Bowie” wohl ganz cool, in Anlehnung an Mister Ziggy Stardust himself, was ein bisschen cringe wäre.
23 Nov, 2025 · Sascha · Wissenschaft · 0 comments
3 galaxies at once! Our Milky Way, Large Magellanic Cloud, and Small Magellanic Cloud seen from Earth orbit. Photo taken with my star tracker. pic.twitter.com/vTTFYZDBuZ
— Don Pettit (@astro_Pettit) November 22, 2025
Astronaut Don Petit teilt eine Langzeitbelichtung von seiner letzten Mission auf der ISS, in der drei Galaxien zu sehen sind: Unsere eigene Milchstraße sowie rechts im Bild die Große und Kleine Magellanische Wolke. Technisch gesehen sind in allen Aufnahmen des Himmels viele Galaxien enthalten, wenn man nur genau genug schauen könnte, aber das hier erscheint mir doch schon eine sehr spannende Perspektive. Something to ponder about!
02 Nov, 2025 · Sascha · Wissenschaft · 0 comments
Heute vor genau 25 Jahren flog die erste Besatzung der Expedition 1 zur ISS. An Bord waren mit dem Amerikaner William Shepherd und den Russen Juri Gidsenko und Sergei Krikaljow die ersten drei Menschen, die diesen Traum einer gemeinsamen Raumstation im All wahr werden ließen. Die Idee einer Zusammenarbeit zwischen den USA und der Russischen Föderation entstand schnell nach dem Ende des Kalten Kriegs, u.a. auch um einen russischen Brain Drain zu vermeiden.
Die Zusammenarbeit war so im Konzept angelegt, dass ein Überleben nur mit beiden Staaten funktionieren kann. Daneben waren auch viele Astronauten anderer Nationen mit dabei, vor allem durch die Beteiligung von Japan, Kanada und der ESA. Insgesamt sind es fast 300 Frauen und Männer aus 26 Ländern, die im letzten Vierteljahrhundert für eine kontinuierliche, menschliche Präsenz im All gesorgt haben. Dazu gehören auch die vier deutschen Astronauten Thomas Reiter, Hans Schlegel, Alexander Gerst und Matthias Maurer.
Dieser Traum wird Ende des Jahrzehnts zu Ende gehen und es ist festzustellen, dass aus dem Traum und seiner Symbolkraft nicht mehr gemacht wurde. Das ist nicht die Schuld der ISS, sondern einfach das mangelnde Interesse an der Raumfahrt selbst. Sie ist größtenteils nur ein Ausdruck wirtschaftlicher Interessen oder geopolitischen Säbelrasselns. Nirgendwo ist dieses Jubiläum heute ein großes Spektakel, weder in den Medien, noch auf politischer Ebene, trotz dieser unfassbar großen technologischen Leistung. Im Gegenteil: Die ISS ist zuletzt Schauplatz auch trauriger politischer Spielchen geworden, als Kosmonauten Fotos mit einer Flagge der “Republik Luhansk”, der von Russland besetzten Region der Ukraine, an Bord schossen.
In wenigen Jahren werden SpaceX-Antriebe die Station aus ihrem Orbit bringen und über dem Südpazifik größtenteils verglühen lassen, bis die restlichen Teile am “Point Nemo”, dem weit vom Land entferntesten Puntk der Erde, ins Meer fallen werden. Ein besseres Bild für das bittere Ende dieses Traums kann man sich kaum ausmalen. Währenddessen planen diverse Unternehmen private Raumstationen, China hat mit der Tiangong seine eigene Station und aus dem Monddorf der ESA wird auch nichts. Die NASA könnte aufgrund des Government Shutdowns nicht einmal feiern, selbst wenn sie wollte.
25 Jahre nach “End of History” muss man bitter anerkennen, dass die Welt sich doch weitergedreht hat – wie man von oben gut beobachten konnte – und von dem ursprünglichen Traum nicht mehr viel übrig ist. Trotzdem ist dieses mechanische Wunderwerk, ein Fußballfeld groß, ein Ort für Magie und Wissenschaft. Die Liste der Forschung auf der ISS ist lang, ein enorm wichtiger und lohnenswerter Akt, der nicht aufhören sollte. In diesem Sinne: Happy 25th, ISS!
Hier die alle ISS-Posts auf PewPewPew, sowie ein paar persönliche Favoriten:
Live-Musik aus dem All: Alexander Gerst spielt mit Kraftwerk
Dieses NASA Video lässt dich wie einen Astronaut durch die ISS schweben
Astronauts watching GRAVITY on the ISS
Die Welt von oben – Alle ISS Bilder gesammelt auf einer Weltkarte
Chris Hadfield sings David Bowie’s “Space Oddity” IN SPACE
How to take photographs from space
02 Nov, 2025 · Sascha · Design,Kunst,Wissenschaft · 0 comments

Designer Davide Mascioli hat ein wunderbares Onlinearchiv namens Space Exploration Logo Archive für Logos von Weltraumbehörden und Unternehmen kreiert, die sich der Erkundung des Weltalls verschrieben haben. Neben den hübschen und kostenlosen Vectorgrafiken gibt es jeweils immer eine kurze Erklärung zum Hintergrund des Logodesigns. Da kann man einige Stunden drin stöbern, vor allem dank der netten Sortierung nach Herkunft. Auch fiktionale Agenturen sind vertreten. Als Sammler von genau diesen Space Patches aus hard sci-fi Filmen muss ich aber auch feststellen, dass hier einiges fehlt – ich helfe gerne, Davide! Dieses S.E.L.A. gab es auch als Zine auf Kickstarter. Sehr, sehr cool! (via eay)
01 Nov, 2025 · Sascha · Wissenschaft · 0 comments
Eine ganz wichtige halbe Stunde im SWR: ARD-Metereologe Karsten Schwanke über Waldsterben in Deutschland, 45 Grad im Schatten und Extremwetterereignisse. Gutes Stück Journalismus, besonders aufgrund des ruhigen Vortrags bei gleichzeitig alarmierenden Aussagen.
Dazu das: Earth can reach a warming of 3 degrees Celsius within 25 years