Wissenschaft - PewPewPew

Matthias Maurer, promovierter Werkstoffwissenschaftler und Saarländer, wurde vorgestern offiziell als neuer ESA-Astronaut vorgestellt. Maurer absolviert gerade Grundausbildung im Europäischen Astronautenzentrum (EAC) in Köln.

Matthias ist promovierter Werkstoffwissenschaftler und hat fundierte Kenntnisse der Physik und Chemie sowie weitreichende Erfahrungen im medizinischen Bereich. Dies passt zu den Hauptforschungsfeldern auf der Internationalen Raumstation. Er beherrscht bereits vier Sprachen fließend und lernt derzeit sowohl Russisch als auch Chinesisch. Er hat Erfahrungen als Rettungssanitäter und hat Werkstoff-/Materialwissenschaften an verschiedenen Universitäten in ganz Europa studiert, unter anderem in Saarbrücken, Nancy, Barcelona und Leeds, mit Praktika in Argentinien, Spanien und Südkorea – und er liebt es, unsere Welt zu erkunden.

Dr. Maurer : “Als ich 2008 den Aufruf der ESA zur Rekrutierung neuer Astronauten sah, wusste ich sofort, dass dies die perfekte Kombination all meiner Wünsche war: Fliegen, Forschen und Erkunden, in einem internationalen und interkulturellen Team an vorderster Front der Wissenschaft und Technik zu arbeiten.“

“Die Aussicht, all das als Botschafter für Europa im Weltall tun zu können, war für mich ein zusätzlicher Motivationsfaktor.”

SpOn hat noch ein sehr schönes Profil über Maurer, der gerne mit Chinesen, Russen oder den Amerikanern bald zum Mond aufbrechen würde. Stichwort Moon Village. Mit Alexander Gersts zweiter ISS-Mission im nächsten Jahr kriegen wir ja schon unseren ersten deutschen Raumschiffkommandaten aller Zeiten!

Man verzeihe mir diesen Provinzpatriotismus im Angesicht von so etwas Großem und dieser großartigen europäischen Zusammenarbeit (und darüber hinaus), aber das ist so verdammt cool! Im Saarland hält sich seit jeher die Idee, dass man überall auf der Welt auf einen Saarländer trifft – egal, wo man ist. Das hat sich bei meinen Reisen tatsächlich auch immer bestätigt. Wäre schön, wenn sich das bald auch fürs Weltall sagen ließe.

Super krass hypnotische 4K-Aufnahmen der ISS durch ein Fisheye-Objektiv. Hoffentlich kann man das demnächst mit einer 360-Kamera wiederholen und daraus dann eine VR-Experience basteln. Den Soundtrack finde ich ziemlich passend, noch besser wäre aber irgendwas von Richard Wagner zum Beispiel. Ich habe das mal hier zusammengestellt.

philae_found_large
ESA

Das habe ich auf Twitter so abgefeiert, dass ich einen Eintrag im Blog vergessen habe: ESAs Rosetta-Sonde hat Philae, den ersten Lander auf einem Kometen tatsächlich kurz vor dem Missionsende noch gefunden! Wir erinnern uns: Die Landung vor nun fast zwei Jahren auf dem Kometen Comet 67P/Churyumov–Gerasimenko lief alles andere als perfekt. Philae landete zwar, wurde jedoch mit hoher Geschwindigkeit zurückgeschubst und umkreiste/hüpfte über den Kometen bis der Lander auf einer eher suboptimalen Stelle ohne viel Lichteinstrahlung stehenblieb. Dass Rosetta nun einen Monat vor dem finalen Crash mit dem Kometen Philae findet, ist ein echt schöner Abschluss dieser erfolgreichen Mission.

The images also provide proof of Philae’s orientation, making it clear why establishing communications was so difficult following its landing on 12 November 2014.
Philae close-up

“With only a month left of the Rosetta mission, we are so happy to have finally imaged Philae, and to see it in such amazing detail,” says Cecilia Tubiana of the OSIRIS camera team, the first person to see the images when they were downlinked from Rosetta yesterday.

“After months of work, with the focus and the evidence pointing more and more to this lander candidate, I’m very excited and thrilled that we finally have this all-important picture of Philae sitting in Abydos,” says ESA’s Laurence O’Rourke, who has been coordinating the search efforts over the last months at ESA, with the OSIRIS and Lander Science Operations and Navigation Center (SONC, CNES) teams.

Die astronomischen Entdeckungen der letzten Jahre im Gebiet der Exoplaneten waren verblüffend und gleichermaßen hoffnungsvoll, insofern dass Exoplaneten auch in unserer “näheren” Umgebung bald entdeckt werden würden. Nun wissen wir: Die Reise nach Alpha Centauri, sollte sie jemals stattfinden, würde sich lohnen, denn es wurde ein erdähnlicher Exoplanet in der habitalen Zone entdeckt, Earth Proxima sozusagen. Vielleicht finden wir dort ja einen Mond mit blauen Katzenmenschen.

Although media reports say the rumored planet orbits in a region that’s potentially favorable for life, these smaller stars are less stable, and Proxima Centauri is known to have violent flares at times. Its occasional tantrums have made astronomers skeptical of finding life around red dwarf stars in the past.

However, skepticism has softened some in recent years, and SETI recently launched a major initiative to search for life around 20,000 red dwarfs, as these stars are the most common in the Milky Way galaxy.

Seit knapp fünf Jahren ist die NASA-Sonde Juno auf dem Weg zum größten Planeten unseres Sonnensystems, Jupiter. Morgen, pünktlich zum amerikanischen Unabhängigkeitstag, kommt sie endlich am Ziel an! Als Teaser gibt es dieses Video, das sehr stimmig mit extrem dramatischer Musik untermalt ist. Juno wird nämlich womöglich Grundlegendes verändern, zumindest mal auf jeden Fall mehr über die Entstehung von Gasplaneten sowie des Sonnensystems verraten. Mich würde zum Beispiel brennend interessieren, ob Jupiter einen festen Kern hat oder eben doch nur aus Gasen besteht.

– Determine how much water is in Jupiter’s atmosphere, which helps determine which planet formation theory is correct (or if new theories are needed)
– Look deep into Jupiter’s atmosphere to measure composition, temperature, cloud motions and other properties
– Map Jupiter’s magnetic and gravity fields, revealing the planet’s deep structure
– Explore and study Jupiter’s magnetosphere near the planet’s poles, especially the auroras – Jupiter’s northern and southern lights

Juno wird rund 18 Monate beim Jupiter seine Runden drehen, bevor NASA die Sonde in den Wolken des Riesen versenken wird. Dies geschieht, um die mögliche Biosphäre des Jupitermonds Europa (“All these worlds are yours…“) nicht zufälligerweise bei einem unkontrollierten Zusammenprall oder Absturz in der Zukunft zu kontaminieren. Bis dahin aber kann man sogar mitwirken: Die NASA lässt abstimmen, wohin man die JunoCam richten soll.

SpaceX hat nun bereits zum dritten Mal in Folge eine ihrer Falcon 9 Raketen nach einem erfolgreichen Start ins Orbit auf einem Drohnenschiff im Atlantik landen können. Dieses Mal hat man sogar eine Kamera außen an die Rakete geschnallt, weshalb wir nun dieses Wunderwerk der modernen Technologie durch einen POV Shot bestaunen dürfen.

Falcon 9 successfully delivered THAICOM 8 to a Super Synchronous Transfer Orbit, with a high orbit of 91,000km, and the first stage landed on our Of Course I Still Love You droneship in the Atlantic.

More info on the mission is available in the press kit, watch the archived webcast here, and see below or visit our Flickr site for photos from the mission.

Es war nach den letzten knappen Versuchen nur eine Frage der Zeit, aber das macht den Moment nicht kleiner. Historisch. Das macht mich so glücklich. Da wirkt der Fakt, dass die Dragon problemlos an der ISS andockt, fast schon zweitrangig. Hier der gesamte Webcast. Praise be, Elon Musk, praise be.

Nach den Mars Tourismus Poster von SpaceX zieht die NASA nach und veröffentlicht diese wunderschönen Reiseposter für phantastische Tourismusziele in unserem Sonnensystem. Die gesamte Posterserie gibt es kostenlos in Druckgröße (641 MB) als Download.

“Our Voyager mission took advantage of a once-every-175-year alignment of the outer planets for a grand tour of the solar system. The twin spacecraft revealed details about Jupiter, Saturn, Uranus and Neptune – using each planet’s gravity to send them on to the next destination.”

NASA: Travel Poster of fantastic excursions