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On Oslo & Utoya

24 Jul, 2011 · Sascha · Politik · 0 comments

Ich wollte eigentlich nichts darüber schreiben, weil mir das Thema zu sehr weh tut und der Blog immer ein Platz für meine Hobbies und Interessen sein sollte, ein Platz, wo ein Fanboy im Internet rumgeeken und glücklich sein kann. Aber das funktioniert nicht. Immerhin ist ein Blog, den man führt, irgendwo Teil des Lebens und die Anschläge in Norwegen beschäftigen mich momentan eben –  wie viele andere Menschen weltweit. Ich möchte daher auf diesen Artikel von Erik Abild verweisen, da ich ihn hilfreich finde mit der Sache umzugehen:

The space to be filled

All those who died on Friday leave behind an empty space. The potential space of what they would have done with their lives. When we lose someone, the world becomes less. It is up to us to fill those voids. To be more, because of them.

The Norwegian philosopher Arne Næss once said: “Your humanity is dependent on your ability to act.” When my grandfather was dying, his last words were both very simple, yet very complex: “The meaning of life is to do good.” Today is the day to start being more human, to try to do good. Today is the day to start making the world we call home a better place.

Zur Berichterstattung in den Medien möchte ich kein Wort verlieren, denn es macht mich zu traurig, wütend und besonders bzgl. dem Axel Springer Verlag gegenüber aggressiv. Wieso? Ich möchte da lediglich auf dieses Video aus Charlie Brookers Newswipe posten, das Nils gepostet hat.

Und hier noch ein bischen Link-Dumping:

Stefan Niggemeier in der FAZ:

“Eine Explosion und ihre Interpreten: Die Fernsehberichterstattung erwies sich einmal mehr als verheerende Kombination aus dem Zwang, Inhalte zu produzieren, und dem Wunsch des Publikums nach unmittelbaren Antworten.[…]Laut Europol wurden im vergangenen Jahr in der EU 249 Terroranschläge verübt. Drei davon hatten einen islamistischen Hintergrund.”

mspr0 über den nötigen Wandel:

Ist es nicht vielmehr Zeit, als Gesellschaft anzuerkennen, dass man sich nicht vor Verrückten schützen kann? Dass es nichts hilft, Diskurse zu verbieten, Weltanschauungen verantwortlich zu machen, Flugpassagiere ihre Schuhe ausziehen zu lassen und alles mit Kameras vollzustellen? Wir Menschen sind viele. Da sind immer ein, zwei durchgeknallte Exemplare dabei. Vor denen kann sich sich eine Gesellschaft nicht schützen.

Wenn wir ehrlich sind, werden wir niemals einen Mohammed Atta oder einen Breivik verhindern können. Denn ein Mohammed Atta oder einen Breivik wird immer etwas oder jemand anderes sein, als wir in dem Moment erwarten. Breivik war ein schwarzer Schwan. Es gibt nichts, was die Norweger hätten tun können. Wer was anderes behauptet, ist ein Terrorexperte – ein Experte für weiße Schwäne.

Wir werden damit leben müssen, dass die Welt kein sicherer Ort ist und es wäre klug sich einzugestehen, dass man bestimmte Dinge nicht verstehen kann.

You’re welcome.

Ab und an muss man mal etwas in eigener Sache bloggen und es könnte wohl keinen besseren Anlass dazu geben als den nunmehr zweiten Geburtstag diesen Weblogs. Unglaubliche zwei Jahre wird hier schon grober Unfug betrieben und ich gelobe auf mindestens zwei weitere Jahre keine Besserung. Da Eigenlob bekanntlich stinkt und ich ohnehin egozentrische Menschen, die zuviel über sich labern (haha, ich habe einen Blog!!), nicht ausstehen kann, beende ich die kurze Durchsage und zeige euch stattdessen etwas peinliches, nämlich meine Skizze des ursprünglichen Designs, das beim letztjährigen Geburtstag durch das momentane ersetzt wurde. Dieses Jahr gibt es kein neues Redesign, da ich immer noch ziemlich froh mit Christophs Design bin. Jedoch wird es wohl in ein paar Monaten spätestens ein neues Logo geben – endlich. Außerdem starte ich in den kommenden Wochen ein gemeinsames Projekt mit dem Nils und würde mich freuen, wenn ihr da mal reinschauen würdet, wenn es fertig ist.

So long and thanks for reading!

RIP Ryan Dunn

20 Jun, 2011 · Sascha · Alles sonst so · 1 comment

Ryan Dunn ist in der vergangenen Nacht in Pennsylvania bei einem Autounfall ums Leben gekommen. Fuck… Half as long, twice as bright! Dunn war vor allem wegen seiner Arbeit als Stuntman und als fester Teil der Jackass-Truppe bekannt.

Video via Nerdcore

Vorwort: Dieser Artikel entstand über einen langen Zeitraum. Er lungerte monatelang als Entwurf im Schuppen und konnte nur durch häufige Kinobesuche und dadurch resultierenden Hass fertiggestellt werden.

Ich gehe gerne und oft ins Kino. Sehr oft sogar. Auch wenn ich dabei immer den Charme und die Gemütlichkeit kleiner Arthäuser schätze, tendiere ich doch öfters zu dem hier größten Kino in der Umgebung: dem CineStar. Das schlimmste daran sind die Werbespots. Ja, wenn der Film um 20:15 beginnt, kann man ruhig um viertel vor neun da sein und man wird nichts verpasst haben. Doch das hat mich nicht immer gewurmt. Es gab auch Zeiten, in denen ich die Werbung genossen habe, weil sie teilweise so schlecht war, dass es wieder lustig wurde. Doch diese lustige Zeiten mit FunkyDave sind vorbei. Inzwischen nervt Werbung einfach. Eine regt mich momentan besonders auf. Es ist die Nestlé Schöller Kinowerbung für 2011:

Ich hasse diese Werbung so sehr.

Ich hasse sie so sehr. Ich weiß gar nicht wo genau ich anfangen soll aufzuzeigen, wieso ich sie so hasse. Aber eine chronologische Analyse macht Sinn. Also: Da parkt also nachts jemand rückwärts ein und steht schon praktisch in der Parklücke drin ohne Probleme und dann passiert trotzdem ein Unfall. Aber kein Parkunfall, wo man vielleicht die letzten Zentimeter ganz langsam fährt und dann kurz auffährt, ohne, dass wirklich etwas passiert – NEIN! Der ganze Eiswagen wackelt, als ob Hulk persönlich dran geklopft hätte und Eis kaufen wolle. Natürlich geht dann auch zufällig der Wagen an. Wie das? Lässt der Eismann die Schlüssel stecken und wenn ja, wie geht dann alles an?! Egal, denn es bimmelt schon!

Dann zu dem Eiswagen an sich. Er schaut so aus als sei er gerade aus einer Coca Cola Weihnachtswerbung entfahren – die Wagen, die ich aus meiner Kindheit kenne, waren immer rostige Metallkabuffe, die auch noch nach drölf Millionen Kilometer ihre Runden drehen müssen. Solche Wagen wie den hier im Spot gibt’s nicht mal bei BoFrost oder sowas! Am lächerlichsten sind jedoch die Reaktionen der Anwohner. Diese Anwohner sind natürlich nicht davon genervt, dass mitten in der Nacht irgendwas auf der Straße Musik macht und laut herumbimmelt, nein, niemals! Sie sind erfreut und stehen natürlich sofort auf um hinunter zu gehen und zu schauen was genau das los ist, immerhin ist es ein Eiswagen bei Nacht, das kann ja nur eins bedeuten: Kostenloses Eis in der Nacht.

Auch unglaublich toll ist die Type, die hier als Eismann verkauft wird. Ich weiß ja nicht wie das bei euch war, aber mein Eismann war Ende 60, mit dickem Schnauzbart, immer ein bisschen kurz angebunden und knurrte seine Sätze eher heraus als freundlich zu lächeln. Hier wird stattdessen ein hipper Endzwanziger präsentiert, der natürlich dem kleinen Kind nicht den Wunsch nach Eis in der Nacht abschlagen kann. Aber hey, ich habe Super Nanny geschaut, immerhin das ist halbwegs denkbar. Dann verabschiedet sich die Realität wieder aber so schnell wie sie kam, denn er gibt nicht nur dem kleinen Mädchen ein Eis, sondern der ganzen Straße, denn jeder – natürlich in Pyjamas – ist auf die Straße gekommen und will Eis. Dem Typen scheint es egal zu sein, ob er gerade mehrere hundert € aus dem Fenster wirft oder womöglich seinen Job verliert, er händigt freudig Eis an alle aus. Friede, Freude, Eiskuchen.

Ja, okay, es ist Werbung und Werbung ist nicht real, soll auch nicht real sein, sondern uns eine Idee verkaufen; oder einen Wunsch, eine Sehnsucht oder eine tolle Situation. Und dann natürlich dazu führen, dass wir das Produkt, hier Eis, kaufen. Aber irgendetwas setzt bei mir aus. Ich kann mich nicht beruhigen und es über mich ergehen lassen. Wenn ich mir schon Werbung im Kino anschauen muss, dann doch bitte gute. Aber mein Betteln hilft nicht. Ich werde sie weiter schauen müssen, bis Nestlé Schöller was neues bringt. Bis dahin werde ich jedes Mal, wenn die Werbung kommt, mich wohl so sehr ärgern, dass ich danach kein Eis kaufen kann, sondern den Eismann des Kinos vor Wut anbrüllen werde. But that’s just me.

Pikachu ♥

15 Jun, 2011 · Sascha · Alles sonst so · 0 comments

Ab und zu sollte man etwas für sein Lieblingsmädchen ins Blog posten.


(via)