Boba Fetts Rückkehr in The Mandalorian mit Robot Chicken Voiceover zeigt, wieso er eine Witzfigur ist - PewPewPew

Seth Green und die anderen Kreativen hinter den Star Wars Specials in Robot Chicken waren sehr gut darin, dem Franchise in ihren Parodien zu huldigen und sich gleichzeitig mit einem Augenzwinkern über das Fandom lustig zu machen. Keine Szene verkörpert das besser, als das buchstäbliche Revival von Boba Fett auf Endor, der – “Back from the dead!” – seine Rückkehr als Badass gebührend feiert, indem er ein paar wehrlose Ewoks abknallt. Dann zoomt die Szene raus und zeigt ein paar Nerds, die an einem Tisch mit ihren Actionfiguren spielen, als einer sagt: “Und ungefähr so stelle ich mir das vor.”

Und diese Notwendigkeit der Vorstellungskraft bei Boba Fett war schon immer das Kernproblem bei der Rezeption der Figur im Fandom. Boba Fett is a chump! Klar, er grummelt cool mit Vader, er überlistet Han Solo und kann am Ende Luke Skywalker mit einem Blaster auf Distanz halten. Aber das war es auch schon. Und natürlich, die Rüstung. Die Rüstung! Schon vor einiger Zeit, als der Standalone-Film des Kopfgeldjägers angekündigt wurde, fasste ich all die Probleme mit der Figur zusammen und stellte fest, dass die Figur überhaupt erst durch die Prequels an Charakter gewinnt. Der Rest wird alles der Rüstung zugeschrieben. Einem Haufen Schrott, der am Ende in der Sarlacc Pit endet. Der Ultramacho wird nämlich am Ende von einer Vagina verschluckt. Eine größere Demütigung kann es gar nicht geben für Fett. Dazu ist es auch klar, was George von Kameraden wie ihm hält.

Und The Mandalorian bestätigt meine Ängste. Bisher macht die Serie nicht viel darin. Sie ist relativ gut darin, Boba Fett an den Rand zu drängen, wo er wohl auch hingehört. Dass sein vermeintlicher Badass-Moment in der neuen Folge, inszeniert vom Nerdliebling Robert Rodriguez, endlich die Wunscherfüllung sein soll, ist ein metatextueller Bruch mit Star Wars, der nur in einer langersehnten, orgasmischen Ekstase endet. Doch dann liegt man eben noch nebeneinander im Bett – und hat sich nichts zu sagen.