A New World of The Walking Dead: Der Teaser zur neuen Spin-off-Serie lässt mich hoffen - PewPewPew

Es steht derzeit schlecht um mein Lieblingsfranchise in Sachen Zombies. Ja, nach zehn Jahren scheint der Hypetrain um The Walking Dead gestoppt zu haben. Der Comic endete zwar großartig (dazu bald mehr Gedanken in längerer Form), aber die beiden Serien sind angekratzt und das erfolgreiche Telltale-Spiel endete in einer Enttäuschung – wobei man ja sogar dankbar sein muss, dass es überhaupt endete.

Die Mutterserie hat sich unter der neuen Showrunner Angela Kang erholt und feierte in der neunten Staffel nach dem katastrophal schlechten All Out War Arc eine Rückkehr zur Mittelmäßigkeit mit netten Akzenten, doch ohne Carl und Rick fehlt der Serie der Herzschlag, der den Comic bis zum Ende mit Leidenschaft füllte.

Das Spinoff veröffentlichte in den letzten Wochen eine kreative Bankrotterklärung nach der anderen.

Dabei sollte Fear The Walking Dead doch anders werden, eine andere Seite der Apokalypse zeigen und eine eigene Geschichte erzählen. Dies tat die Serie auch über drei Staffeln, zuletzt sogar sehr erfolgreich, bis zur feindlichen Übernahme durch Walking Dead Überlord Scott M. Gimple, dessen neu einberufene Showrunner die Serie umwälzten, die Hauptfiguren töteten und nun Dwight und Morgan aus der Hauptserie  importierten. Die Serie ist derzeit kaum zu retten.

Vielleicht braucht es jetzt etwas ganz Neues. Und vielleicht kann die lang angekündigte zweite Spin-off-Serie mit dem Arbeitstitel “Monument” etwas bewegen. (Comic-Leser haben hier vielleicht ein ganz besonderes Monument, möglicherweise sogar eine Statue vor Augen…)

Der Teaser verspricht uns ein von Jordan Vogt-Roberts inszeniertes Lord of the Flies im Walking Dead-Universum mit einem jungen Cast an unbekannten Schauspielern (Nicolas Cantu, Aliyah Royale, Hal Cumpston und Alexa Mansour).

“The untitled third series will focus on the first generation to come of age in the apocalypse as we know it. Some will become heroes. Some will become villains. In the end, all of them will be changed forever. Grown-up and cemented in their identities, both good and bad.”

Die Kids sprechen im Trailer von Sicherheit und Geborgenheit, die sie auf einer Reise ins Unbekannte hinter sich lassen. Ich spekuliere hier basierend auf dem Comic-Ende, Spoiler folgen also: Vielleicht springt diese Serie in die weite Zukunft und schließt an das Ende des Comics an. Der Commonwealth hat sich im Osten der USA ausgebreitet und ist kurz davor, mit dem Westen zu fusionieren. Nordamerika ist also gerettet und zum größten Teil von Walkern befreitet. Normalität ist wieder eingekehrt.

Die Gruppe an Kids scheint jedoch dieses Gebiet zu verlassen, reist womöglich in noch nicht gesicherte Gebiete und begegnet dort lange vergessenen Orten, die von der Natur wieder zurückerobert wurden. Das hat definitiv Potenzial und sieht vor allem in den Konzeptzeichnungen anders, vor allem eben bunter aus.

Teenies haben es schwer und sind selten gut repräsentiert in Geschichten. Oft werden sie von 30-jährigen Schauspielern gespielt und sollen nur nerven. Diese Kids sind jedoch in der Apokalypse aufgewachsen und dürften sich mit den Gefahren auskennen. Das macht es schon interessanter. Euphoria beweist gerade, dass es auch anders geht. Doch schon im Trailer sprechen die Kinder in den typischen philiosphisch angehauchten Erklärmonologen, die die anderen Serien seit Staffeln plagen. Klar, es geht nur um die Vorstellung der Prämisse, aber ein sehr guter First Look ist das nicht.

Ich habe die Hoffnung noch nicht ganz aufgegeben, dass aus dem Stoff auf dem kleinen Bildschirm noch was rauszuholen ist. Ansonsten müssen es dann die Rick Grimes Filme retten.