Oh der Macht sei Dank: The Mandorian and Grogu sieht im neuen Trailer endlich aus wie ein echter Film - PewPewPew - PewPewPew

Ob es ein guter Film wird, das steht auf einem anderen Blatt. Ich glaube jedenfalls nicht daran. Nach dem verwirrenden Superbowl-Clip erscheint nun ein Full Trailer für The Mandalorian and Grogu und siehe da, ein paar Einstellungen des Films haben eine markante Farbgebung. Aha, aha.

In der Vergangenheit habe ich bereits viel über diesen wirklich komischen “Kinofilm zur Serie” und diese ärgerliche Rückkehr von Star Wars auf die Kinoland geschrieben. Deshalb halte ich es hier sehr kurz: Dieser Trailer lässt mich nicht ganz kalt, zumindest nicht so sehr wie der Superbowl-Clip auf Hoth. Denn es gibt ein paar witzige Momente, bestimmt recht viel Herz und womöglich hier und da Fanreferenz, die mein Interesse wecken.

Aber grundlegend sieht das nach dem aus, was es ja eigentlich ist: Der vierten Staffel von The Mandalorian ohne das typische Fett am Gerippe dieser sonst kurzen Staffeln. Für diesen Weg entschied man sich Berichten zufolge während des Writers’ Strikes. Und mehr kann oder will es eben auch nicht sein. Ich weiß nicht, inwiefern man das diesem einzelnen Projekt jetzt vorwerfen kann. Jon Favreau steht in der Verantwortung, daraus für die Kinoleinwand mehr zu machen, scheitert aber an recht vielen Dingen. Das ist halb so schlimm, aber schon sehr schade.

Für mich sticht vor allem die langweilige Action heraus. Charaktere bewegen sich schwungvoll durch Räume, während ihre Gegenspieler nur auf den gewaltvollen Aufprall warten. Das wirkt träge und einfallslos. Auch die Räume, in denen die Figuren agieren, sind in ihrer Vision beschnitten. Entweder steht man in einer offenen Arena ohne abgesteckte Dimensionen oder in einem engen Gang, in dem man sicht entlang bewegt.

Grundlegend fühle ich mich als Fan in der Post-ROTJ-Phase sehr zu Hause. Hier kenne ich mich aus. Hier geht es um die Neue Republik, den Wiederaufbau der Jedi-Akademie, die Überreste des Imperiums und eine Galaxis mit abgesteckten Konflikten und einem spannenden Machtvakuum. Din und Grogu passen da für mich nicht so richtig rein. Wir haben im PewCast zu jeder einzelnen Folge eine Review produziert – hört gerne nach – und meine Lieblingsgeschichten der Serie involvierten die beiden Abenteurer auf einer Reise durch eine komische, gefährliche Galaxis. Sie schmieden gemeinsam ihr Schicksal und lernten sich besser kennen und lieben, in dem sie den Wesen auf ihrer Reise halfen. Das hatte Format, das hatte Potenzial. Und das hatte auch ein logisches Ende: Der große Abschied, bei dem Grogu von Luke Skywalker höchstpersönlich zu Größerem (buchstäblich: der Kinoheld kommt in die Serie) gerufen wird.

Diesen überaus befriedigenden Punkt erreichte die Geschichte trotz den vielen Fehltritten der zweiten Staffel. Dann hat man ihn zerstört, willentlich und gewaltvoll. Das ruiniert nicht den Moment selbst, aber so ziemlich alles was danach kommt. Deshalb ist mir der Film recht egal. Dass sich Din jetzt um Grogus Zukunft sorgt, muss natürlich der Konflikt weiterhin sein. Aber wie soll dieser Konflikt noch sinnvoll weitergeführt werden, nachdem sein emotionaler Höhepunkt bereits verspielt wurde?

Ich bin einfach nach wie vor überrascht, dass der Film keinen klaren Bösewicht zu haben scheint und der Plot nach wie vor recht undurchsichtig ist, and not in the good way. Aber immerhin gibt es hier Raumschiffe, Planeten, Figuren, Monster. Charaktere bewegen sich! Moving Images, am Ende wohl ein Film. Jon Favreau verriet vor Kurzem im Interview, dass sich der Dreh wie früher das Spielen mit seinen Actionfiguren anfühlte – also genau diese Action und das Storytelling des Aufeinanderprallens ohne Tiefe, das Fans seit Jahren kritisieren.

Welp, we’ll always have “The Child.”