Am Freitag ist es endlich wieder soweit. Netflix stellt eine neue Staffel House of Cards komplett in einem Rutsch zum Binge-Watching online. Ich würde mich freuen, wenn es die letzte Staffel wäre, immerhin kann Francis Underwood nicht mehr mächtiger werden, sondern nur noch ganz tief fallen. Der Kampf um den Machterhalt wird mit der Einbindung der US-Präsidentschaftswahlen 2016 auch thematisiert und wird mit Sicherheit für Wahlkampffans wie mich durchaus interessant werden.

Viel ansprechender finde ich aber kleine Bits und Pieces hier im Trailer, die symbolisch ziemlich aussagekräftig und kritisch sind. So wurde aus dem Kongressmann, der in seiner Freizeit gerne Frust beim Call of Duty spielen abbaute, der nächste Präsident, der nun seine Truppen als Commander-in-Chief bei Auslandseinsätzen besucht. Solche Einfälle machen mir nach der eher schwachen und beliebigen zweiten Staffel Hoffnungen auf einen würdigen Abschluss der Geschichte um die Underwoods, die man sicherlich nicht ewig in die Länge ziehen kann. Das wissen Showrunner Beau Willimon und sein Autorenteam jedoch; immerhin hinterfragt Claire bereits im Trailer die eigentliche Motivation ihres machiavellischen Ehemanns.

Und wem das alles zu ernst ist, für den hat die Sesamestraße die Parodie House of Bricks produziert.