13 Apr, 2026 · Sascha · Games
Zufällig auf dieses Video von einem kleineren YouTuber gestoßen, der kurz und knapp in einem Dutzend Minuten sehr gut auf den Punkt bringt, wie Spieleentwickler im Glauben an hochauflösende Grafiken ihre Spiele ruinieren. Statt einer markanten Entscheidung für einen besonderen Grafikstil, hecheln viele Studios – oft bestimmt auch auf Druck ihres Publishers – werbefreundlichen Features wie immer hochauflösenderen Texturen und realitätsgetreuen Belichtung hinterher.
Doch diese versprechen keine spannenden kreativen Entscheidungen und auch keine Garantie auf Erfolg. So kommt es, dass selbst Remakes – sowieso so ein Ding, über das die Spielebranche mal hinwegkommen müsste – von zehn oder zwölf Jahre alten Spielen am Ende zwar vielleicht im Detail mehr bieten, im Großen und Ganzen aber schlechter dastehen.
NVIDIAs DLSS 5-Technologie, angekündigt für Herbst 2026, setzt diesem Trend dabei die Krone auf: Mit KI-Upscaling-Technologie werden Spiele automatisch “verbessert”. Doch dabei wird die menschliche Handschrift verwaschen, da das klassische Rendering mit der KI verschmilzt. Und dazu träumt die KI oft Details hinzu, wo keine sind. Am Ende sieht auch alles gleich aus. The future is not bright. Die einzige Rettung scheint wie so oft von den Indie-Devs zu kommen.
Dazu passt auch der neue Videozusammenschnitt von Crowbcat zum Remake von Resident Evil 4.