07 Jan, 2026 · Sascha · Film
Hank Green ist nicht nur einer der honest-to-god besten Menschen, die ich kenne, sondern lebt das Leben auch in vollen Zügen. Green startete mit seinem berühmten Autorenbruder John vor knapp zwanzig Jahren auf YouTube durch. Seitdem gründete er gefühlt drölf Millionen Unternehmen und mindestens so viele erfolgreiche persönliche Projekte. Die App des Jahres zum Beispiel, Focus Friend? Geht auf sein Konto. VidCon, die erste YouTuber-Messe überhaupt? Hat er konzipiert und jahrelang geführt. Millionen von Schülerinnen und Schüler sehen im Unterricht Lernvideos von seiner Firma, die die YouTube-Formate SciShow und CrashCourse produzierte. Mehrere jährliche Charity-Projekte, ein total wilder TikTok-Kanal, der die Kürze der Aufmerksamkeitsspanne dort zu seinem Vorteil nutzt, Musik, Bücher, etc.
Hank Green ist jemand, dem ich wöchentlich seit knapp zwei Jahrzehnten wohl mindestens immer eine Stunde irgendwie zuhöre und er hat mein Leben verbessert. Als er im Mai 2023 seine Krebsdiagnose öffentlich machte, war ich zutiefst bestürzt und besorgt und gleichzeitig vom Umgang und seiner Sicht der Dinge beeindruckt. Ich dachte mir – vielleicht ist das auch etwas morbide, aber so eine Diagnose lässt einen ja alles reflektieren -, dass Green bis jetzt alles richtig gemacht hat. Besser kann man ein Leben kaum leben. Und ich bin froh, dass es weitergeht und dass er seit August 2023 in Remission ist. Aber was auch bemerkenswert passend zu seiner Lebenseinstellung war: Im gleichen Atemzug verkündete er, dass Comedy-Specials ihm während seiner Behandlung eine große Stütze waren und er sich selbst in Comedy Clubs mit Stand-up übte.
Das Resultat ist nun das Comedy-Special Pissing Out Cancer, in dem der Diplomchemiker über seine Erkrankung, über Krebs und das Leben witzelt. Natürlich erscheint auch bald ein Buch über Krebserkrankungen, seine Erfahrungen und das US-Gesundheitssystem. Wahnsinn.