17 Jul, 2025 · Sascha · Fernsehen
Fast amüsant, dass ich mich jetzt eine Verteidigungshaltung gedrängt sehe, obwohl ich selbst schon ab Staffel 1 nie überschwänglich positiv über die Serie dachte. Aber: Die fünfte und finale Stranger Things Staffel erscheint ab November in drei Teilen und teaset hier einen gebührend großen Abschluss an.
Bekannte Elemente, neue Schauspieler, eine Abrechnung mit Vecna und damit insgesamt ein guter Abschluss? Abwarten, aber dennoch finde ich diesen Zynismus auf Social Media hinsichtlich der Produktion und die offene Ignoranz bezüglich der Produktionsgeschichte sowie Pandemiebedingungen extrem nervig. Vielleicht will das nochmal jemand wiederholen?
Der Hinweis, dass es in zehn Jahren nur zu knapp 34 Episoden langte, während eine Staffellänge von bis zu 24 Folgen früher nicht unüblich war, ist inzwischen zum nervigen Meme mutiert. Ja, klar, das ging früher und geht heute noch leicht bei Sitcoms und das klappte zu Beginn auch dann bei größeren Produktionen wie 24 und LOST , aber machen wir uns doch nichts vor. Das war schon oft recht glanzlos, noch erinnern sich selbst LOST-Ultras gerne an Nikki und Paulo oder die Flashback-Folge, in der Jack sein Tattoo bekam.
Sicherlich können die langen Pausen inzwischen verblüffen – ich zum Beispiel extrem gespannt, wie das bei HBOs Serienadaption von Harry Potter gelingen soll – und letztlich auch nerven. Doch eine längere Pause zwischen Staffeln kann auch Gutes zu Tage fördern. Die letzte Staffel von The Leftovers profitierte davon durchaus. Auch Breaking Bad teilte seinen Abschluss lieber mal auf, ähnlich war es bei der ungeplant langen Pause bei Better Call Saul nach Bob Odenkirks Herzinfarkt. The Last Of Us hätte besser mal noch ein Jahr warten können, bis Bella Ramsey mehr der erwachsenen Ellie in Part II ähnelt.
Ja, die Schauspieler sehen älter aus, aber ist das ein Wunder? Und wichtiger: Ist es ein Problem? Natürlich nicht, denn junge Erwachsene in Teenagerrollen sind schließlich ein Horror-Staple und dazu sehen manche Schüler*innen eben auch schon mal älter aus. Ich finde, das passt. Viel spannender ist die Frage, was die Duffer-Brüder mit ihren schier endlosen Mitteln bei diesem Prestige-Projekt am Ende generieren. Und da gibt der Trailer schon Anlass zur Vorfreude.